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| Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe | Letzte Änderung: 15. Januar '09 |
von Pressestelle Leipzig
Der 1924 im damaligen Palmengarten aufgestellte
und von Max Klinger angefertigte Denkmalsockel wurde heute durch einen
Schwerlasttransport in die Große Fleischergasse gebracht. Der 36 Tonnen
schwere Marmorsockel wird dort solange zwischengelagert, bis eine in den
1970er-Jahren abgetragene Treppenanlage zwischen Promenadenanlage und Großer
Fleischergasse wiedererrichtet wird.
Die Treppenanlage, die sich im nordwestlichen
Teil der Promenadenanlage befand, entstand ab 1913 anlässlich des 100.
Geburtstages von Richard Wagner. Der Leipziger Bildhauer Max Klinger hatte
diese Treppe entworfen, die zudem noch durch ein von ihm geschaffenes Denkmal
für Richard Wagner ergänzt werden sollte. Neben der aufwändig gestalteten
doppelläufigen Jugendstiltreppe kam allerdings nur der drei Meter hohe
Denkmalsockel zur Ausführung, denn Max Klinger starb 1920. Sein Entwurf
für die über fünf Meter hohe Wagner-Skulptur wurde daraufhin nie umgesetzt.
Der bereits vollendete Sockel für das Wagner-Denkmal
wurde 1924 zu Ehren Klingers im Palmengarten aufgestellt und der Teil des
Geländes, in dem der Sockel stand, wurde zum Klingerhain. Mit der geplanten
Wiedererrichtung der Treppenanlage am Originalstandort sollen die Treppe
und der so genannte „Klingersockel“, wie ursprünglich von Max Klinger
vorgesehen, nach fast 90 Jahren wieder zusammengeführt werden. Die Vorderseite
des Sockels zeigt eine Reliefdarstellung der drei Künste, Musik, Dichtung
und Schauspiel. Die linke Seite schmückt eine Szene aus Parzival, während
auf der rechten Seite Siegfried mit dem Drachen und der Schmied Mime dargestellt
sind.
Die Finanzierung der Sanierung des Denkmalsockels
und dessen Transportes erfolgen mit Mitteln aus dem Programm „Städtebaulicher
Denkmalschutz Innenstadt Leipzig“. Die erforderlichen Eigenmittel wurden
vom Freundeskreis „Max Klinger e.V.“ und der Stadt Leipzig aufgebracht.
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