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| Erschienen in Ausgabe: No 42 (8/2009) | Letzte Änderung: 22. Juni '09 |
von Notger Wolf
Es gibt keine Freiheit ohne
Verantwortung und ohne die Gefahr, Schuld auf sich zu laden - man braucht kein
Christ zu sein, um diesen Zusammenhang nachvollziehbar zu finden. Man braucht
eigentlich nur die Zeitung aufzuschlagen und, wie ich dieser Tage, den Artikel
über einen Manager darin zu finden, der eine beträchtliche Abfindungssumme
eingestrichen hatte, obwohl er sein Unternehmen gar nicht verlassen hatte.
Was war geschehen? Seine
Firma war, nachdem sie die Abfindungssumme gezahlt hatte, in Verlegenheit
geraten, hatte den Führungsposten doch nicht wie geplant besetzen können und
besagtem Manager entgegen der ursprünglichen Abmachung die Leitung angeboten.
Der war darauf eingegangen. Er war bei der alten Firma geblieben, ohne darin
allerdings einen Grund zu sehen, die Abfindung zurückzuzahlen. Alles sei mit
rechten Dingen zugegangen, ließ er in diesem Artikel verlauten, das Geld -
immerhin eine Summe in Millionenhöhe - sei längst vereinbart gewesen und stehe
ihm mithin zu. Das war offenbar selbst für dieses Unternehmen etwas Neues, in
dem die Manager in der Vergangenheit alle paar Jahre gewechselt hatten, wobei
jedes Mal ordentliche Abfindungen fällig geworden waren.
Natürlich kann man so viel
Selbstherrlichkeit empörend finden, und ich tue das auch. Ich teile auch die
Verärgerung all jener, die Anstoß an dem Verhalten der Herren Esser, Ackermann
und Co. nehmen. Und ich würde nicht einmal zögern, von einem Verfall der
Sitten zu sprechen, denn die Fälle schamloser persönlicher Bereicherung häufen
sich ja mittlerweile: VW, Mercedes, BMW, Mannesmann, Infineon - in mancher
Chefetage scheint tatsächlich die reine Selbstbedienungsmentalität zu herrschen.
Verlässt ein Manager seine Firma, plündert er nochmal schnell das Unternehmen
aus. Andere gründen Scheinfirmen und wirtschaften in die eigene Tasche – oder
fliegen, wie etliche Betriebsräte von Volkswagen, mal eben auf Firmenkosten
nach Prag, schicken dort ihre Ehefrauen zum Einkaufen und machen sich selbst
mit exotischeren Schönheiten an die Triebabfuhr. Ich finde das erbärmlich.
Dabei ist es nicht einmal so,
dass ich diesen Leuten das bisschen Orgasmus missgönne. Ich bin auch nicht
dagegen, dass Manager ordentlich bezahlt werden – es hat mich stets gewundert,
weshalb hohe Managergehälter dermaßen erbost kommentiert werden, während die
saftigen Einkommen von Fußballspielern oder Popstars keinerlei Unmut auslösen.
Aber was ich beängstigend finde, das ist der Mangel an Selbstachtung, den
diese Schnäppchenjäger von Format an den Tag legen. Gibt es eigentlich nichts
mehr, was diese Leute noch unter ihrer Würde finden? Wissen diese Herrschaften
nicht mehr, dass man sich für bestimmte Schurkereien einfach zu schade sein
sollte? Haben sie kein Gefühl für Anstand mehr? Und verstehen sie das unter
Glück – alle Tage Love Parade und Absahnen und Mitnehmen, so viel man kriegen
kann? Ich kann nachempfinden, wenn mancher solche Leute hinter Gittern sehen
möchte. Aber – machen wir uns nichts vor: Diese kleinen und großen Gauner,
diese Betrüger und Schröpfer sind keine Monster. Sie haben sich auch nicht aus
irgendeinem Reich des Bösen in unsere Mitte verirrt. Sie sind Produkte unserer
Gesellschaft. Einer Gesellschaft, die im Begriff steht, mit der eigenen
Schuldfähigkeit auch das persönliche Gewissen aus der Welt zu schaffen.
Der Empörung über die Gier
von Managern scheint mir jedenfalls eine ordentliche Portion moralischer Selbstgefälligkeit beigemischt zu sein. Reden wir anderen denn noch viel vom Gewissen?
Hat es für uns denn noch eine Bedeutung? Oder ist es nicht vielmehr so, dass
sich das persönliche Gewissen in den letzten Jahrzehnten nach und nach
aufgelöst und in eine Art soziales Gewissen verwandelt hat – und von dem
Bewusstsein, für die eigenen Handlungen Rechenschaft ablegen zu müssen, nur
eine vage Empfindlichkeit für gesellschaftliche Zustände übrig geblieben ist?
Der Verfall der Sitten auf den Chefetagen spiegelt wohl eher im vergrößerten
Maßstab eine allgemeine Mentalität der Schamlosigkeit, deren Wurzeln tief in
den Achtundsechziger-Humus hineinreichen.
Auf die Scham hatten es die
Achtundsechziger ja besonders abgesehen. Als Produkt der bürgerlichen
Triebunterdrückung war sie gewissermaßen vom Teufel und hatte in der schönen,
neuen Welt der Befreiten nichts mehr verloren. Ja, die Befreiung von der Scham
galt geradezu als die Befreiung schlechthin. Und in gewisser Weise stimmt das
auch. Denn nur, wer alle Hemmungen überwindet und alle Schamgrenzen
überschreitet, kann sich voll und ganz als Herr seiner selbst fühlen. Es
verschafft ein unüberbietbares Gefühl von Souveränität, im Bereich des Anstands
die Regeln selbst zu bestimmen oder völlig außer Kraft zu setzen. Die Scham bindet
den Menschen ja an Grundnormen, und nichts ist lustvoller, als Grundnormen zu
überschreiten, nichts versetzt einen leichter in den Rausch der eigenen Machtfülle.
Nichts rächt sich allerdings auch schlimmer. Denn in der Scham bestimmt der
Mensch seine Grenzen, definiert er gewissermaßen seinen eigenen heiligen
Bezirk. Sie ist im Grunde ein Zeichen des Respekts vor sich selbst. Wer diesen
Respekt verliert, der ist zu allem fähig, für den gilt nur noch das elfte
Gebot: Du sollst dich nicht erwischen lassen.
Wo das Gewissen versagt,
breitet sich Selbstherrlichkeit aus – nicht nur bei Managern. Ich möchte
deshalb an etwas erinnern, das in der Rechnung der Achtundsechziger genau‑
so wenig vorkam wie die
Schuld: an die Verführbarkeit des Menschen. Vielleicht sollten wir etwas
bescheidener von uns denken. Wir sind nun einmal nicht besonders willensstark. Wir
sind verführbar. Werbeleute wissen das. Die machen sich keine Illusionen über
die Schwächen unserer Natur, die können ein Lied davon singen. Es wird eben
niemand als Held geboren. Niemand kommt mit natürlichen Abwehrkräften gegen die
Verlockungen der Korruption zur Welt. Jeder bleibt sein Leben lang anfällig für
die Versuchung, aus Machtgier oder Habsucht Grenzen zu überschreiten. Und wie
leicht werden wir süchtig. Egal ob Drogen, Sex, Computerspiele oder schlechte
Gewohnheiten, alles kann in Abhängigkeit führen. Deshalb ist es ein Zeichen von
Selbstüberschätzung, wenn wir Hemmungen grundsätzlich abbauen zu müssen meinen,
wenn wir Schamgrenzen prinzipiell für überflüssig halten, wenn wir Schamgefühle
automatisch mit Verklemmtheit in Verbindung bringen. Aus meiner Sicht handelt
es sich dabei jedenfalls viel eher um die Regungen eines intakten Gewissens,
das Menschen ungeachtet ihrer Schwäche und Verführbarkeit zur Freiheit
befähigt.
Im Grunde verträgt sich das
moralische Versagen gieriger Wirtschaftsbosse bestens mit der
Freiheitsvorstellung der Achtundsechziger. Denn diese Freiheit ist nirgendwo
verankert, sie hat keinen Halt, weder im Verantwortungsbewusstsein noch im
Gewissen noch in der Scham. Man kann sagen, dass es letztlich alle kulturellen
Voraussetzungen der Freiheit waren, die die Achtundsechziger so erfolgreich
bekämpft haben. Ihr Ziel war die bedingungslose Freiheit, oder anders gesagt,
die uneingeschränkte Willensfreiheit, die erst da an ihre Grenzen stößt, wo der
Staat ihr durch Gesetze Einhalt gebietet. Und diese Freiheit hat mit
Selbstbestimmung nichts zu tun. Die geht aufs Ganze. Die kennt nichts. Ein
schönes Symbol für den Triumph der Willensfreiheit über die Selbstbestimmung
ist das Victory-Zeichen des strahlenden Herrn Ackermann beim Verlassen des
Gerichtssaals.
Selbstbestimmung und
Willensfreiheit sind ja zweierlei. Die Willensfreiheit gehört zur
Grundausstattung des Menschen; die Selbstbestimmung versetzt ihn in die Lage,
innerhalb einer Gemeinschaft einen sinnvollen Gebrauch von seiner Willensfreiheit
zu machen, also weder anderen noch sich selbst zu schaden. Im Kalkül der
Achtundsechziger aber war beides ein und dasselbe. Warum auch einen Unterschied
machen, wenn der Mensch sowieso von Haus aus gut, also im Prinzip harmlos ist,
und umso harmloser, je leichter es ihm gemacht wird, seinen Willen
durchzusetzen? Da bedurfte es gar keiner gesellschaftlichen Spielregeln, um
ihn an den Freiheitsanspruch der anderen zu erinnern, da waren auch alle
kulturellen Voraussetzungen entbehrlich, die ihn zur Selbstbeherrschung befähigen.
Nur ausleben musste er sich dürfen, der neue Mensch, nur seinen Willen musste
er bekommen – sozialverträglich würde er dann schon ganz von allein.
Bewahrheitet hat sich das zwar nicht. Die Gesellschaft hat aber trotzdem davon
profitiert, weil Menschen, die das Gebot der Selbstbeherrschung als Angriff
auf ihre Freiheit empfinden, tolle Kunden sind.
Es ist ein schönes Beispiel
dafür, wie Ideologen sich verrechnen können, dass ausgerechnet der verhasste
Kapitalismus vom Freiheitsbegriff der Achtundsechziger profitiert hat. Die
Werbung hat sich diese Chance nämlich nicht entgehen lassen. Wenn nicht mehr
zwischen Selbstbestimmung und Willensfreiheit unterschieden wird, kann sie
erfolgreich suggerieren, dass jede Art von Wunscherfüllung ein Ausdruck
individueller Selbstbestimmung sei, dass jeder, der etwas kauft, in den Genuss
seiner Freiheit komme, sobald er das Portemonnaie zückt. Für Menschen, die mit
dem Ideal der uneingeschränkten Willensfreiheit aufgewachsen sind, klingt das
plausibel, und überhaupt: Leichter als an der Ladenkasse kommt man nirgendwo zu seinem Freiheitserlebnis.
Kein Wunder, dass es in der Werbung von Freiheitsversprechen nur so wimmelt.
Der Philosoph Peter Sloterdijk hat die Schützenhilfe der deutschen Kulturrevolutionäre
für die Wirtschaft in dem Satz zusammengefasst: «Alle Wege der Achtundsechziger
führen in den Supermarkt.» Beziehungsweise an die Firmenkasse, müsste man
ergänzen.
Ich sehe in der Verwechslung
von Selbstbestimmung und Willensfreiheit allerdings eine Gefahr, die weit über
die Versuchungen hinausgeht, denen konsumsüchtige Teenager oder abfindungsversessene
Manager erliegen können. Die menschliche Freiheit, die in der Willensfreiheit
zum Ausdruck kommt, ist nämlich nichts Harmloses, aus dem einfachen Grund, weil
der Mensch selbst nicht harmlos ist. Hier liegt meines Erachtens einer der
entscheidenden Fehler, der den Achtundsechzigern unterlaufen ist. Ich will
damit nicht sagen, dass der Mensch von Grund auf böse ist. Aber er ist
verführbar, er ist schwach, er ist anfällig für das Böse, und deshalb ist auch
seine Freiheit nichts Harmloses, nichts, was lediglich den Lebensgenuss erhöht.
In Wirklichkeit ist sie sogar etwas Ungeheuerliches. Zur Freiheit gehört
nämlich die Möglichkeit des Versagens – auch des Versagens im allergrößten
Maßstab.
Die ganze Ungeheuerlichkeit
der Freiheit zeigt sich für mich darin, dass Auschwitz möglich ist, dass es in
unserer Macht liegt, unsere Freiheit auf das schändlichste zu missbrauchen.
Wenn wir uns klarmachen, welche Folgen unsere Freiheit haben kann, dann
brauchen wir uns erst gar nicht auf theologische Spekulationen einzulassen, wie
ich sie manchmal zu hören bekomme, wenn es heißt, nach Auschwitz könne man
nicht mehr an einen guten, an einen liebenden Gott glauben – der christliche
Gott habe in Auschwitz seine Glaubwürdigkeit ein für alle Mal verspielt. Nein,
nicht Gott hat dort ein Unheil zugelassen, das er eigentlich hätte verhindern
müssen, der Mensch hat hier vollkommen versagt. Hätte Gott den Schlächtern in
den Arm fallen sollen? Sind wir nicht sonst so stolz auf unsere Freiheit? Soll
Gott immer dann eingreifen, wenn wir seine Gebote in den Wind schlagen? Gott
übernimmt nicht die Verantwortung, wenn wir Menschen von Verantwortung und
Schuld nichts mehr wissen wollen – da müsste er ständig dazwischengehen und die
Regie auf Erden übernehmen. Auch im Bösen, ja gerade dort zeigt sich, wie weit
die menschliche Freiheit reicht. Gott lässt uns immer unsere Freiheit. Wenn
wir uns selbst vergessen, dann trifft auch uns die Schuld. Deshalb kann ich
auch nach Auschwitz noch an Gott glauben, weil ich an die Freiheit des Menschen
glaube und an die Möglichkeit, den rücksichtslosesten Gebrauch von ihr zu
machen.
Freiheit ist immer ein
Wagnis. Machen wir es uns also nicht zu leicht. Die Willensfreiheit allein
befähigt noch nicht zur Selbstbestimmung. Die Selbstbestimmung ist an die
Bereitschaft zu Verantwortung und Selbstbeherrschung geknüpft, und die wird
keinem in die Wiege gelegt, die ist von ganz bestimmten kulturellen
Voraussetzungen abhängig. In Europa zählen zu diesen Voraussetzungen die
Traditionen des Christentums und der Aufklärung – beide haben unsere Vorstellung
von Freiheit geprägt, und beide haben dazu geführt, dass der Selbstbestimmung
in unserer Kultur eine größere Bedeutung zukommt als in jeder anderen.
Den Anstoß dazu hat das
christliche Denken gegeben, das von Anfang an von einem persönlichen Gewissen
und der Einzigartigkeit jedes Menschen ausgegangen ist – unter dem Einfluss
dieses christlichen Grundgedankens hat sich die Vorstellung vom Wert des einzelnen
Menschen, von seiner Individualität und seiner Menschenwürde allmählich
herausgebildet. Es war der christliche Philosoph Boethius, ein Zeitgenosse des
heiligen Benedikt, der die menschliche Individualität als Person definiert hat,
ausgestattet mit Freiheit und Verantwortung vor Gott und dem Guten. Die
Aufklärung hat die Freiheit dann auf der Skala unserer Werte an die erste
Stelle gesetzt. Seither lagern sich alle anderen Werte, an denen wir uns im
öffentlichen wie im privaten Leben orientieren - Gleichheit, Gerechtigkeit oder
Frieden etwa -, gewissermaßen um die Freiheit herum, zielen auf sie ab und
beziehen ihre Bedeutung durch sie. Wenn die Rechtsprechung eines Staates nicht
die Freiheit aller zum Ziel hätte, wäre sie bloß Willkür. Auch die Gleichheit
würde sich da, wo sie mehr schaffen soll als die Voraussetzung für Freiheit,
umgehend in ein Mittel der Unterdrückung verwandeln. Und der Frieden schlägt
in Friedhofsruhe um, sobald er auf Kosten der Freiheit geht. Schließlich meine ich
auch, dass für das Lebensglück und das Selbstbewusstsein des Einzelnen kein
Wert entscheidender ist als die Freiheit.
Wie zerbrechlich diese
Freiheit ist, das hat sich vor allem in unserer eigenen Geschichte gezeigt.
Aber erst heute, wo wir die Folgeschäden von 68 einschätzen können, erkennen
wir, dass auch die kulturellen Fundamente dieser Freiheit wegbrechen können -
und wir erleben, dass ohne Gewissen und Vernunft von unserer Freiheit nur noch
die Narrenfreiheit übrig bleibt.
Ich wollte den Weg in die
Sackgasse zurückverfolgen, in der wir uns befinden, um hinter die Gründe für
unsere Mutlosigkeit zu kommen, für den Pessimismus und die lähmenden
Selbstzweifel, die uns befallen haben. Ich glaube, dass wir die Hälfte dieses
Wegs jetzt überblicken können, nachdem klar geworden ist, dass der Mythos von
68 seine ungebrochene Kraft nicht aus dem Versprechen größerer Freiheit
bezieht, sondern aus der Verheißung kindlicher Unschuld. Dass wir uns dem
romantischen Projekt der Achtundsechziger also weniger aus Freiheitsliebe
angeschlossen haben als in der Hoffnung, nach dem Desaster der Hitlerzeit den
Glauben an uns selbst zurückzugewinnen. Und ich verstehe sehr gut, dass es zu nächst
befreiend wirken musste, den Sündenbock gefunden zu haben und der Gesellschaft
mit ihren Traditionen, mit ihrer ganzen christlich-bürgerlichen Kultur die
Schuld aufbürden zu dürfen, um für sich selbst die Freiheit und nichts als die Freiheit
reklamieren zu können.
Inzwischen ist offenkundig
geworden, dass wir uns falsche Hoffnungen gemacht haben. Die verheißene
Unschuld hat mit Freiheit nichts zu tun. Sie ist das Gegenteil von Selbstbestimmung.
Man darf sich nicht viel mehr davon versprechen als den unerschütterlichen
Glauben an die Harmlosigkeit der eigenen Freiheit und an die Bedrohlichkeit der
Freiheit aller anderen. Für das Selbstbewusstsein, das Vertrauen auf die eigene
Kraft, den Glauben an den Nutzen einer gemeinsamen Anstrengung gibt die Lösung
der Achtundsechziger nichts her. Sie schürt nur das Misstrauen gegenüber der
Gesellschaft und verleitet dazu, vom Staat umso mehr zu erwarten, je höher
sich die Probleme türmen. Deshalb klammert sich die vaterlose Gesellschaft an
Vater Staat - und nicht einmal unsere Regierungspolitiker können das
verhindern.
Abtprimas Notker Wolf, "Worauf warten wir? Ketzerische Gedanken zu Deutschland"
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Noter Wolf "Worauf warten wir, Ketzerische Gedanken zu Deutschland"
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