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| Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe | Letzte Änderung: 24. September '09 |
von kein Autor
Steffen
Höhne, Ralph Philipp Ziegler (Hg.),
Kulturbranding II, Konzepte und Perspektiven
der Markenbildung im Kulturbereich (Weimarer Studien zu Kulturpolitik
und Kulturökonomie, Bd. 4) 2009, 236 Seiten, Broschur, 33,00 €,
ISBN 978-3-86583-338-9
Professionelles
Markenmanagement wird für Kulturinstitutionen immer mehr zur harten
Notwendigkeit der Existenzsicherung.
Um ihre Anspruchs- und
Interessengruppen auf der ganzen Breite anzusprechen – vom möglichen Besucher
über Träger und meinungsbildende Gruppen bis zur Wirtschaft – sind
qualifizierte Instrumente gefordert, die gleichzeitig monetäre und inhaltliche
Aspekte moderieren und vermitteln können.
Allerdings fehlt es den
Kultureinrichtungen bisher selbst an fundamentalen Instrumenten, um ihre oft
überragenden Qualitäten souverän und profund bewertet in Verhandlungen
einzubringen. So existieren bislang keine ernsthaften Ansätze für eine
Markenbewertung im Kulturbereich, weshalb sich selbst Institutionen höchsten
Renommees in Partnerschaftsvereinbarungen weit unter ihrem Wert verkaufen.
Empirische Arbeiten, wie die in diesem Band veröffentlichten zum Themenbereich
„Museum und Marke“, setzen erste Grundlagen für einen fundierten Umgang mit dem
Thema. Weitere Artikel befassen sich mit Markenstrategien in der klassischen
Musik und mit Marken und Marketing im Zeitalter der digitalen
Informationsgesellschaft.
Steffen Höhne, Uli Kostenbader, Hellmut Seemann (Hg.),
Krisenmanagement, Der Brand und seine Folgen –
die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar (Weimarer Studien zu
Kulturpolitik und Kulturökonomie, Bd. 5) 2009, 208 Seiten,
Broschur, 30,00, ISBN 978-3-86583-381-5
Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Der
verheerende Brand am 2. September 2004. Ein UNESCO-Weltkulturerbe brennt.
50.000 Bücher und 35 Kunstwerke sind für immer verloren, 62.000 Bücher wurden
stark in Mitleidenschaft gezogen, ein wunderbares Bibliotheksgebäude schwer
beschädigt.
Was in dieser Brandnacht
geschah, ist wohl dokumentiert. Ein effektives Krisenmanagement hat Schlimmeres
verhindert. Den unmittelbar Beteiligten von Feuerwehr über Polizei und nicht
zuletzt bis hin zum Führungsstab sowie den Mitarbeitern der Klassik Stiftung
Weimar wurde verantwortungsvolles und situationsadäquates Reagieren
bescheinigt.Was ein erfolgreiches Krisenmanagement ausmacht, ist insbesondere
in der betriebswirtschaftlichen und sozialpsychologischen Fachliteratur
vielfach beschrieben. Jedoch: Was für Politik, Wirtschaftsunternehmen, die
Touristik-Branche oder gar für Sportverbände als „richtig“ postuliert wird, mag
bei kulturellen Einrichtungen im Krisenfall anders aussehen. Die Herausgeber
dieses Bandes verfolgen daher das lohnende Ziel, das Geschehene in Weimar zu
reflektieren und Lehren daraus zu ziehen, um zu einer verallgemeinerungsfähigen
Empfehlung für kulturelle Einrichtungen für den Umgang mit Krisensituationen zu
gelangen. Dabei ziehen sie Beiträge aus Politik und Verwaltung, Denkmalschutz,
Wirtschaft, Wissenschaft und natürlich der betroffenen Institution selbst, der
Klassik Stiftung Weimar, in ihre Betrachtungen mit ein.
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