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Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe Letzte Änderung: 31.10.09

Phantastischer Realismus neu entdeckt – Klassik Stiftung Weimar zeigt Arbeiten aus der Sammlung Worbes

von Saskia Helin

Unter dem Titel »Mac Zimmermann und der Phantastische Realismus« zeigt die Klassik Stiftung Weimar vom 1. November 2009 bis zum 14. Februar 2010 rund 60 Arbeiten aus der Sammlung Worbes. 2003 ergänzte die Schenkung von annähernd 2000 graphischen Blättern die Bestände der Stiftung. Schwerpunkt der Sammlung des in Thüringen geborenen Dr. Christoph Worbes bildet die westdeutsche Kunst der 1950er bis 1970er Jahre. Die Ausstellung im Neuen Museum möchte den Surrealismus und Phantastischen Realismus in Deutschland neu entdecken. Sie zeigt »Lieblingsstücke« des Sammlers, der dem bekannten Surrealisten zweiter Generation Mac Zimmermann (1912-1995) und dem Kreis seiner Schüler besondere Aufmerksamkeit schenkt. Bei »seinen« Künstlern, so Worbes, fasziniere ihn die stilistisch brillante Beherrschung des Malerhandwerks, die Versenkung ins Detail sowie die allem übergeordnete Phantasie. Die Ausstellung»Mac Zimmermann und der Phantastische Realismus« stellt Werke aus den 1940er bis 1990er Jahren vor. Mit ihren figruativ-grotesken, oft auch erotisch-phantastisch anmutenden Arbeiten stellen sie eine Gegenposition zu der damals dominierenden abstrakten Kunst dar. Vor allem der Phantastische Realismus, der in der Nachkriegszeit aus dem Surrealismus hervorging, orientiert sich an subtil ausgearbeiteten, technisch zur Perfektion gebrachten Darstellungen. Dabei sind den Inhalten vom Traum bis zu mythischen Themen keine Grenzen gesetzt.
Im Zentrum steht der 1912 in Stettin geborene Maler Mac (eigentlich. Max) Zimmermann. Nach einem abgebrochenen Studium zog Zimmermann 1934 nach Hamburg, wo er als Illustrator, Bühnenbildner, Pressezeichner und Zeichenlehrer arbeitete. 1938 ging er nach Berlin, wo 1940 seine erste Einzelausstellung stattfand. Ein Malverbot der Nationalsozialisten setzte seiner Karriere ein vorläufiges Ende. 1946 stellte er wieder in Berlin aus und arbeitete 1947 ein Jahr als Lehrer an der Kunstschule in Weimar. Seit 1951 gehörte Mac Zimmermann dem 1936 aufgelösten und 1950 wiedergegründeten Deutschen Künstlerbund an. 1958 lehrte er als Professor an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, von 1964 bis 1981 an der Akademie der Bildenden Künste München. Von 1979 bis 1986 stand Zimmermann als Präsident der »Neuen Gruppe« vor, einem Zusammenschluss verschiedener bildender Künstler in München. Mac Zimmermann starb 1995 in Wasserburg am Inn.
Neben seinen Werken zeigt die Ausstellung im Neuen Museum auch bedeutende Arbeiten von Schülern Zimmermanns, darunter Birte Kahn (Lena), Reiner Schwarz, Otfried Culmann, Ulf R. Badendieck, Peter Collien, Christian Mischke, Manfred Sillner, Veronika Demeter, Claus-Dietrich Hentschel und Wolfgang Kunde.
Zur Vernissage im Neuen Museum am Samstag, 31. Oktober 2009, 15 Uhr, sprechen in Anwesenheit des Sammlers Dr. Christoph Worbes der Generaldirektor der Museen, Prof. Dr. Wolfgang Holler, und der Leiter der Graphischen Sammlungen, Dr. Hermann Mildenberger.


Ausstellungsdaten
»Mac Zimmermann und der phantastische Realismus«
01. November 2009 bis 14. Februar 2010
Neues Museum Weimar
Weimarplatz 5 | 99423 Weimar
Öffnungszeiten bis 01. November: Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr,
ab 02. November: Dienstag bis Sonntag 11-16 Uhr
Eintritt frei

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