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| Erschienen in Ausgabe: No 48 (2/2010) | Letzte Änderung: 21. Januar '10 |
von Bernd Ehlert
Angesichts der heutigen Menschheitsprobleme ist es dringend
erforderlich, auch das geistige Sein und Verhalten des Menschen umfassend aus
der Evolutionstheorie abzuleiten. Es stellt sich so die Frage, inwieweit
altbekannte Instinkte wie die Gier nach Macht, Reichtum und Rang für die
Probleme verantwortlich sind, und worin dagegen in einem evolutionären
Verständnis das eigentlich Menschliche und damit auch die weitere Entwicklung
liegt. Einem umfassenden Bekenntnis des Menschen zu seinem evolutionären und
darin animalischen Erbe steht jedoch immer noch sein göttliches Selbstbildnis
im Wege. Die heutigen Menschheitsprobleme bieten die Chance, das nun allgemein
und endgültig zu einem neuen, einheitlichen Weltbild hin zu überwinden und
damit die Probleme tiefgründig zu lösen.
Wie stark selbst nichtreligiöse Menschen von dem religiös
geprägten Denkmuster noch beeinflusst sind und menschliches Verhalten und Sein
nicht natürlich und evolutionär erklären, zeigt das Verständnis der
Kriminalität. Aus einer evolutionären Perspektive ist dieses Fehlverhalten
nicht auf einen Teufel zurückzuführen, sondern es besteht aus nichts anderem
als aus nicht mehr angepassten archaischen oder animalischen Verhaltensweisen.
Diese Verhaltensweisen waren nicht immer „böse“, einst waren sie „gut“ bzw.
passend. Es ist das alte Recht des Stärkeren, das hier noch in uns schlummert.
Das eigentliche Problem liegt dabei darin, dass,
entsprechend der Entstehung des Menschen in der Evolution, zwei völlig unterschiedliche
Verhaltensarten und -steuerungen im Menschen wirken. Im Grunde genauso wie es
nach Kant auch zwei unterschiedliche Stämme der menschlichen Erkenntnis gibt,
die Sinnlichkeit und den Verstand. Während die Instinkte genetisch erworben und
gespeichert wurden, darin nicht veränderbar sind und über die Emotionen oder
Gefühle stets nur (lernunfähig und unflexibel) in einer Richtung wirken, wird
das kulturelle Sein und Verhalten allein über die neuronalen Verknüpfungen
gelernt, gespeichert, weitergegeben und ist darin leicht veränderbar.
Diese beiden Verhaltensarten greifen sehr komplex
ineinander, was einen Nachweis auf der neuronalen Ebene oder gar der genetischen
erschwert bzw. unmöglich macht. Es kann nur theoretisch oder philosophisch
erfasst werden, etwa in dem Bild, dass die Begriffe und Vorstellungen wie Boote
den Strömungen und Winden eines Meeres (der Gefühle und Emotionen) ausgesetzt
sind, auf dem sie schwimmen. Die Boote haben zwar einen eigenen Antrieb, aber
es ist mit diesem Antrieb eben leichter und erfolgversprechender, den
ursprünglichen Strömungen und Winden zu folgen, anstatt sich ihnen
entgegenzustellen. Dabei kann ein unangepasster Instinkteinfluss nicht verändert
sondern nur kulturell überdeckt werden. Deswegen kann er jederzeit wieder
vollständig hervorbrechen, sowohl im individuellen Verhalten als Kriminalität
als auch dem eines ganzen Volkes oder Staates wie etwa im Nationalsozialismus.
Neben der Unveränderbarkeit seines evolutionären Erbes ist
das eigentliche Problem des modernen Menschen, dass er sich seines animalischen
Erbes und dessen Verhaltensbeeinflussungen überhaupt nicht bewusst ist, was
sich in den heutigen Problemen fatal auswirkt bzw. diese Probleme erst schafft.
An diesen Menschheitsproblemen und der Unkenntnis ihrer eigentlichen Ursachen
offenbart sich so, dass der moderne Mensch sein animalisches Erbe hinsichtlich
seines Verhaltens genauso verleugnet wie zu Zeiten Darwins seine Abstammung vom
Tier hinsichtlich des körperlichen Seins.
Insbesondere die Religion blockiert ein rein natürliches
Verständnis des Menschen. Selbst wenn sie vielleicht gerade noch die evolutionäre
Entstehung des körperlichen menschlichen Seins zugestehen kann, so gilt das
keinesfalls hinsichtlich des geistigen Seins und Verhaltens. Über das Verhalten
als Moralvorschriften definiert der religiöse Glaube seinen Weg, und die
übernatürliche Entstehung und Vollendung des geistigen menschlichen Seins ist
der Kern jedes religiösen Glaubens. Daher schließen sich hierbei religiöser
Glaube (in seinem übernatürlichen Selbstverständnis) und evolutionäre
Entstehung grundsätzlich aus.
Doch wer die Religion hier vorschnell zum alleinigen
Sündenbock abstempeln will, sollte sich bewusst darüber sein, dass er damit
entscheidende Teile der evolutionären Erklärung des Mensch-Seins ignoriert und
das dringend benötigte neue menschliche Selbstverständnis so selbst blockiert.
Denn wenn es keine übernatürlichen Wesen oder Kräfte gibt, so ist selbstverständlich
auch die Religion ein natürlicher Teil der Evolution, und zwar gemessen an
ihrer Verbreitung und Vielfalt ein für die menschliche Entwicklung ehemals
äußerst wichtiger. Ein umfassender evolutionärer Humanismus muss auch den
religiösen Glauben evolutionär verstehen, ansonsten ist das evolutionäre
Selbstverständnis als auch die Aufklärung unvollständig. Religiöser Glaube als
rein natürlicher Teil oder „Trick“ der Evolution schließen einander nicht aus,
sondern ergänzen sich vielmehr.
Wie der religiöse Glaube in einem natürlichen, evolutionären
Verständnis wirkte und die Menschheitsentwicklung beeinflusst hat, zeigt sich
besonders deutlich an der jüdisch-christlichen Tradition. Zunächst wandelte
sich die jüdische Religion von einer polytheistischen Naturreligion, die noch
über Tier- und Menschenopfer den Bezug zum Göttlichen herstellte, zu einem
monotheistischen Glauben, bei dem ein Text, nämlich die Moralvorschriften der
zehn Gebote, das Tieropfer als Bezug zum Göttlichen ablöste. Dieser Text als
kulturelle Verhaltensvorschrift, der in der Bundeslade verwahrt wurde, erlangte
göttliche Verehrung, stand im Mittelpunkt des Glaubens und ist darin vielleicht
sogar als Beginn der allgemeinverbindlichen kulturellen Entwicklung im sozialen
Bereich zu sehen, zumindest aber als erster Vorläufer so wichtiger kultureller
Einrichtungen und Entwicklungen wie der Justiz und der Menschenrechte.
Diese Moralvorschriften galten zunächst aber nur innerhalb
des Stammes bzw. des jüdischen Volkes. Zu anderen Völkern hin war das, was wir
heute als Völkermord bezeichnen, nicht nur erlaubt, sondern wurde vom alttestamentlichen
Gott sogar ausdrücklich verlangt (5 Mose/Deuteronomium Kapitel 20 Vers 17). Das
änderte sich dann mit der Entstehung des Christentums und dem neutestamentlichen
Gott mit dem neuen Thema der völkerübergreifenden Nächstenliebe, bei dem die
göttliche Anweisung des alten Gottes zur größten Sünde überhaupt wurde.
Aus theologischer Sicht macht diese radikale Kehrtwende, bei
der ein Gott auch noch sein Wesen zu einem dreieinigen Gott hin änderte, gar
keinen Sinn, ist widersprüchlich und erscheint vollkommen willkürlich. Dabei
bestand auch schon der Übergang vom jüdischen Polytheismus zum Monotheismus aus
einer solchen Wesensänderung des Göttlichen. Desto mehr liegt dieser Sinn in
der evolutionären Perspektive vor, in der das Göttliche wie bei Kant oder
Feuerbach nur eine Projektion des Menschen ist. Aber auch in diesem
evolutionären Verständnis war das neue christliche Gottesbild ein epochaler
Schritt der menschlichen Entwicklung, der durch die völkerübergreifende
Nächstenliebe eine einschneidende Verhaltensänderung (gegen den Widerstand
eines mächtigen alten Instinktes, den wir bis heute noch als Fremdenhass
kennen) erst unsere heutigen viele Völker umfassenden Staatswesen ermöglichte,
und der von der Bedeutung her daher auch aus dieser evolutionären Perspektive
eine neue Zeitrechnung rechtfertigt.
Angesichts der heutigen Menschheitsprobleme ist wiederum
eine grundlegende Verhaltensänderung des Menschen nötig. Doch heute kann die
Religion das nicht mehr leisten. Denn es bedürfte im religiösen Glauben genau
wie vor 2000 Jahren im Falle des damals erforderlichen neuen Verhaltens der
völkerübergreifenden Nächstenliebe einer neuen Offenbarung, damit einer Wesensänderung
des Gottes bzw. eines neuen Gottes mitsamt entsprechender Wunder zur
Legitimation des Übernatürlichen und der neuen Verhaltensanweisung. Diese
Anpassung als neuer religiöser Glaube ist aber in der heutigen von der modernen
Naturwissenschaft durchdrungenen und geprägten Welt in dem erforderlichen
Umfang nicht mehr möglich. Ganz abgesehen davon besteht das notwendige neue
Verhalten gerade darin, sich über die rein natürliche Entstehung des Menschen
und seines (oft noch animalischen) Verhaltens mittels der Vernunft bewusst zu
werden.
Aus einem evolutionären Verständnis der Religionsgeschichte
ist es als Fortführung dieser kulturellen und humanen Menschheitsentwicklung
daher heute notwendig, dass der Mensch sein geistiges Sein und Verhalten nicht
mehr übernatürlich begründet und anpasst, sondern mitsamt der Religion allein
und umfassend aus seiner natürlichen, evolutionären Entwicklung heraus, und
auch nur in diesem rein natürlichen Sein einen Sinn, eine Orientierung und
einen Weg für die weitere Entwicklung findet. In diesem neuen Selbstverständnis
würde dem Menschen vor allem bewusst, dass seine natürliche Entwicklung
keinesfalls abgeschlossen ist, sondern dass er sich vielmehr erst mitten in
einem weiten Tier-Mensch-Übergangsfeld befindet und gerade in der heutigen Zeit
wieder vor einer weiteren großen Stufe darin.
Neben seinem animalischen Erbe würde der Mensch in diesem
neuen Selbstverständnis jedoch auch das aus seiner bisherigen evolutionären und
geschichtlichen Entwicklung heraus erkennen, das ihm in der Evolution exklusiv
zukommt und das ihn erst zum Menschen gemacht hat und weiterhin macht, nämlich
seine geistigen Fähigkeiten, seine Vernunft und sein kulturelles Sein. Ein
wichtiges Indiz oder ein Prüfstein für den Fortschritt dieses geistigen und
kulturellen Seins hin zu einem neuen Weltbild oder Paradigma zeigt sich dann
genau daran, wie dieser Übergang vom alten Paradigma mit dem göttlichen
Selbstbildnis angegangen und vollzogen wird. D.h. wird der heute zur weiteren
geistig-kulturellen Entwicklung hinderliche religiöse Glaube, der für das alte
Weltbild steht, als bloßer Sündenbock gesehen und ganz dem alten Verhalten nach
als Feindbild auf emotionale und polemische Art verteufelt, oder wird er
sachlich als ehemals notwendiger Teil der evolutionären Entwicklung verstanden,
was darin statt eines emotional geprägten ein vernünftiges und humanes Klima zu
den noch religiös Gläubigen bedingt. Ohne diese Ethik in der Überwindung
emotionaler Instinktbeeinflussungen und das damit verbundene Mit- statt Gegeneinander
werden die großen Probleme nicht zu lösen sein. Das heißt auch, dass von jeher
jede Ethik nicht einfach und willkürlich gottgegeben ist, sondern sich stets
aus der evolutionären Entwicklung heraus ergibt und von daher notwendig ist.
Daneben wird das neue Weltbild es erfordern, den Lebenssinn
nicht mehr in einer exzessiven Anhäufung und dem Konsum von materiellen Werten
zu finden, denn das ist nicht nur aus der evolutionären Perspektive heraus eine
Sackgasse. Die Erde ist überbevölkert, gleichzeitig überladen mit
Massenvernichtungswaffen, die Ressourcen sind begrenzt und die Gefährdungen des
Ökosystems, von dem der Mensch existentiell abhängig ist, wachsen bedrohlich
an.
Aber auch darüber hinaus sind diese alten, materiellen Werte
nicht das, was den Menschen eigentlich ausmacht, d.h. darin sollte er
dementsprechend auch nicht den Sinn seines Seins sehen. Sie entsprechen in den
materiellen Genüssen eher noch unserem animalischen Erbe, besonders im
Zusammenhang mit der Gier nach Macht und Rang. Genau wie eine übermäßige
Nahrungsaufnahme dem individuellen menschlichen Sein nicht mehr nutzt, sondern
es im Gegenteil gefährdet, bedroht heute das exzessive wirtschaftliche Wachstum
als Sinn des Seins allgemein das Leben und Sein des Menschen. Wie bei einem
übergewichtigen Menschen die körperliche Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird,
werden heute aufgrund des „materiellen Übergewichts“ die geistig-kulturelle
„Bewegungsfreiheit“ und weitere geistig-kulturelle Entwicklungen mehr und mehr
eingeschränkt. Der Mensch ist dabei wie ein Drogensüchtiger von einem ruinösen
Wettbewerb um immer größeres Wirtschaftswachstum abhängig. Statt des immer
weiteren materiellen Wachstums sowie der immer noch nicht überwundenen
steinzeitlichen, sprich gewalttätigen, Problemlösungsstrategien muss daher das
geistige und kulturelle Wachstum zum neuen Leitbild werden, auch wenn das,
genau wie ein Verzicht auf eine übermäßige Nahrungsaufnahme, zunächst
ungewohnt, unbequem und mühsam ist.
Nur dieses neue Leitbild bringt den weiteren stetigen
Fortgang der menschlichen, d.h. geistig-kulturellen Entwicklung in der Evolution
mit sich, während das weitere exzessive Festhalten an den materiellen Werten
unter den jetzigen Umständen mehr und mehr einen Rückschritt in der weiteren
natürlichen Menschwerdung bedeutet. Dieser Rückschritt würde jedoch nicht lange
anhalten, da durch die so bedingten Katastrophen der Wandel sich nur auf
andere, archaische Weise vollziehen würde.
Die elegantere und humanere Form des Wandels und
Fortschritts ist zweifellos die geistige, philosophische, auf Reflexion des eigenen
Tuns und Seins gründende, denn das vorausschauende und vernünftige Denken ist
das, was den Menschen erst zum Menschen macht. Hierauf sollte er vertrauen und
bauen. Andererseits wäre der Mensch bei weitem nicht die erste Art, die durch
fehlende Anpassung einfach so von diesem Planeten verschwindet. In seinem Falle
wäre es nur im wahrsten Sinne des Wortes ausgesprochen dumm, da die Natur ihm
alles zu dieser Anpassung Nötige zur Verfügung gestellt hat. Der Mensch müsste,
ganz nach Kant, nur den Mut aufbringen, sich seines eigenen Verstandes und
seiner Vernunft zu bedienen, sich damit vom magischen Denkenendgültig befreien und stattdessen sein
evolutionäres Erbe erkennen und damit mittels seiner ihm exklusiv zukommenden
Eigenschaft eben vernünftig umzugehen lernen.
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NathanW 03.02.2010 21:04
von Bernd Ehlert. „Zunächst wandelte sich die jüdische Religion von einer polytheistischen Naturreligion, die noch über Tier- und Menschenopfer den Bezug zum Göttlichen herstellte, zu einem monotheistischen Glauben, bei dem ein Text, nämlich die Moralvorschriften der zehn Gebote, das Tieropfer als Bezug zum Göttlichen ablöste.“ Nicht die jüdische, sondern die israelitische Vorgänger-Religion war polytheistisch. Sie kannte keine Menschenopfer (s. Abraham und Isaak), sondern nur Tieropfer, die die jüdische Religion während der Zeit der Tempel beibehielt. Richtig ist, dass in den Zehn Geboten das Tieropfer keine Rolle spielt. „Dieser Text als kulturelle Verhaltensvorschrift, der in der Bundeslade verwahrt wurde, erlangte göttliche Verehrung, stand im Mittelpunkt des Glaubens und ist darin vielleicht sogar als Beginn der allgemeinverbindlichen kulturellen Entwicklung im sozialen Bereich zu sehen, zumindest aber als erster Vorläufer so wichtiger kultureller Einrichtungen und Entwicklungen wie der Justiz und der Menschenrechte.“ Richtig ist, dass die Zehn Gebote als Vorläufer von Justiz und Menschenrechte angesehen werden. Nicht richtig ist, dass die Zehn Gebote im Mittelpunkt des Glaubens standen. Die Fünf Bücher der Thora sind voller Gebote und Verbote, die deutlichere Spuren hinterließen. „Diese Moralvorschriften galten zunächst aber nur innerhalb des Stammes bzw. des jüdischen Volkes. Zu anderen Völkern hin war das, was wir heute als Völkermord bezeichnen, nicht nur erlaubt, sondern wurde vom alttestamentlichen Gott sogar ausdrücklich verlangt (5 Mose/Deuteronomium Kapitel 20 Vers 17). Das änderte sich dann mit der Entstehung des Christentums und dem neutestamentlichen Gott mit dem neuen Thema der völkerübergreifenden Nächstenliebe, bei dem die göttliche Anweisung des alten Gottes zur größten Sünde überhaupt wurde.“ Logischerweise galten die Moralvorschriften zunächst nur innerhalb der israelitischen Stämme. Genozid als solches wurde jedoch nicht verlangt. In Moses5 K20 V17 wird das Töten der aufgeführten Stämme mit der Lebensgefahr für die Israeliten erklärt, wenn diese Stämme weiterhin existierten. Neudeutsch: Solange Kinderschänder nicht sicher verwahrt sind, sind deine Kinder in Gefahr. Sicherlich keine Aufforderung zum Völkermord. Die völkerübergreifende Nächstenliebe des Neuen Testamentes ist nicht belegt. Schon gar nicht durch den Juden Jesus. Sobald das Christentum Staatsreligion wurde, wurde die jüdische Konkurrenz verfolgt und „die göttliche Anweisung des alten Gottes zur größten Sünde überhaupt.“ „Aus theologischer Sicht macht diese radikale Kehrtwende, bei der ein Gott auch noch sein Wesen zu einem dreieinigen Gott hin änderte, gar keinen Sinn, ist widersprüchlich und erscheint vollkommen willkürlich. Dabei bestand auch schon der Übergang vom jüdischen Polytheismus zum Monotheismus aus einer solchen Wesensänderung des Göttlichen.“ Die Dreieinigkeit des Christentums stammt von den damals vorherrschenden heidnischen Religionen. Dank diesem strategischen Polytheismus gelang es dem Christentum, zur Staatsreligion aufzusteigen. Dieser Prozess hat keinerlei Gemeinsamkeiten mit dem jüdischen Monotheismus, der aus dem israelitischen Polytheismus entstand. „Die Erde ist überbevölkert, gleichzeitig überladen mit Massenvernichtungswaffen, die Ressourcen sind begrenzt und die Gefährdungen des Ökosystems, von dem der Mensch existentiell abhängig ist, wachsen bedrohlich an.“ Stimmt.