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| Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe | Letzte Änderung: 28. April '11 |
von Egidius Schwarz
Bis zum 18. April 2010 läuft im Stadtmuseum Gera die
ungewöhnliche Ausstellung „Sonne, Mond und Kulleraugen“, die sich eines oft
verpönten Themas annimmt: Mangas. Die beiden jungen Zeichnerinnen Olivia Vieweg
und Katja Klengel (beide 22 Jahre) zeigen über 160 Arbeiten aus den letzten
Jahren. Es bleibt nicht ausschließlich bei der Manga-Ästhetik in ihren Bildern;
die beiden Künstlerinnen zeigen querbeet, wie sie sich in den verschiedensten
Stilrichtungen ausprobiert haben, von düster-makaber, wie die Beiträge zum
Buchprojekt der Metal-Band „Subway to Sally“, bis bunt-fröhlich bei ihren
aktuellen Kinderbuch-Illustrationen.
Die Museumsleiterin Ute Heckmann war von Anfang an von der
Ausstellungsidee begeistert und hat dafür gesorgt, dass zwei so junge
Künstlerinnen eine professionelle Plattform bekommen, um ihre Kunst
auszustellen und auch jenen zu nahezubringen, die der Materie eher ablehnend
gegenüberstehen.
Begleitend zur Ausstellung hielt bereits im Januar Dr. Lambert
Wiesing, Professor für vergleichende Bildtheorie (Uni Jena) einen Vortrag zur „Entstehung
der Sprechblase“.
Andreas Platthaus, der führende deutsche Comic-Journalist (Feuilleton
der F.A.Z.), stellt am 27. Februar um 15 Uhr die deutschen Comic-Erfolgsgeschichten
der letzten Jahre vor.
Lange Zeit galt Deutschland als verspätete Comicnation. Das
ist seit 1989 vorbei. Zeichner, die in der DDR groß wurden, haben nicht nur
ihre Neugier auf die Form mit eingebracht, sondern auch ihre intensive
handwerkliche Ausbildung. Seitdem werden deutsche Avantgarde-Comics
international wahrgenommen. Und mittlerweile haben sich auch beim breiten
Publikum etliche junge Künstler durchgesetzt.
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