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| Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe | Letzte Änderung: 21. Maerz '10 |
von Rainer Westphal
Schneller als gedacht geraten jetzt die EU und der Euro in
eine Zerreißprobe. In dieser Phase tritt ein von allen guten Geistern verlassener
Schlamann an die Öffentlichkeit mit dem Vorschlag die Griechen sollten Ihre
Inseln verkaufen zwecks Schuldenabbau. Derartige unsinnige Vorschläge kennzeichnen
das geistige Potential unserer Regierung.
Griechenland ist ein Gebirgsland mit ca. 3.000 Inseln von denen etwa 85 bewohnt
sind. Es handelt sich hierbei um eine ausserordentliche schwierige
Infrastruktur, deren Aufrechterhaltung erhebliche Mittel in Anspruch nimmt.
Dagegen können die Griechen neben Wein und Olivenöl wenig exportieren. Einige
europäische Staaten, darunter die BRD, haben den Eintritt der Griechen in die
EU sofort genutzt um schrankenlos in dieses Land mittels Kreditgewährung zu exportieren.
Die griechische Regierung hat mit den Eintritt in die EU offensichtlich
Erwartungen gehegt, welche sich in keinster Weise realisiert haben.
Aus diesen Überlegungen resultiert natürlich, dass die bestehenden Strukturen
in der EU anzugleichen sind, soweit dieses möglich ist. Ein entsprechender
Finanzausgleich hat zu erfolgen. Die Äußerung von dem sinnlosen Sinn, die
Griechen sollten aus dem Euro austreten ist in diesem Fall nicht falsch.
Allerdings sollte Herr Sinn sich mal fragen, welchen Sinn eigentlich die EU
noch unter den bestehenden Bedingungen ausser Lohndumping und der Schaffung von
Arbeitslosigkeit hat.
Ich hatte immer in meiner unschuldigen und naiven Einstellung gedacht, dass die
EU ein Bollwerk gegen externe Einflüsse im Interesse der Menschen darstellen
soll. Also nicht den Interessen von Personen und Gruppierungen, welche an
elitären Wahnvorstellungen leiden. Ich hatte immer angenommen, dass die starken
Volkswirtschaften die schwächern auf ein höheres Niveau anheben würden und
nicht umgekehrt.
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