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| Rubrik: Buchbesprechungen | Letzte Änderung: 06. Oktober '10 |
von Constantin Graf von Hoensbroech
Was für ein Mensch mag die Nonne Guda wohl gewesen sein? Sie
selbst beschreibt sich auf dem kunstvoll in die Initiale D eingezeichneten
Schriftband als „peccatrix mulier“, als sündiges Weib. Doch wer sie betrachtet,
wird das kaum glauben wollen. Selbstbewusst mutet die Körperhaltung der frommen
Frau an, die aus dem Buchstaben herausblickt und den Betrachtern auf dem
lateinisch gefassten Schriftzug innerhalb der Initiale mitteilt, dass sie dieses
Buch gemalt und geschrieben hat.
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