Unterstützen Sie die Tabula Rasa mit einer Spende, wir würden uns freuen: Schreiben Sie eine Mail an: dr.stefangross@web.de
| Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe | Letzte Änderung: 25. Juni '10 |
von Hartwig Mähler
Erneut wurden Traditionen angestiftet und Partnerschaften
gestiftet. Aber auch die „Stifter“ von Fördermitteln sind im Blick. Die 10
Kirchen und die 10 Konzerte wären nicht möglich ohne die Sparkasse
Mittelthüringen, die damit ihren Beitrag einbringen, den Reichtum der
Landschaft und die Seele der Tradition sichtbar werden zu lassen.
Faszinierend ist die Vielfalt derca. 170 Dorfkirchen des Weimarer Landes - romanische
Saalkirchen, neugotische Hallenkirchen, Chorturmkirchen, Wehrkirchen,
Klosterkirchen und winzige Kirchlein; mit Holztonnengewölben,
Jugendstilmalereien oder Mosaiken in höchst unterschiedlichem Erhaltungszustand
sind einzigartige Zeugnisse der Thüringer Geschichte.
„Auf der Kreiskarte sind bereits 97 grüne Punkte. In 97
Kirchen fanden mit vielen Künstlern an 52 Orgeln bereits Konzerte statt. Werke
von beachtlichen 413 Komponisten kamen zur Aufführung. Die weißen Flecken, hier
gelbe Punkte, werden immer weniger“, betonte Viola-Bianka Kießling,
Musikreferentin im Landratsamt des Weimarer Landes.
Die Konzerte bringen in schönster Weise die Verbindung
Kirche und Kultur zum Ausdruck“, betonte Michael von Hintzenstern, der sich mit
der Musikreferentin Konzeption und Künstlerische Leitung in bewährter Weise
teilt. Und jetzt schon ist der Blick in das Lisztjahr 2011 und die 20.
Kirchenmusiken (14.07.-16.08) gerichtet.
Als „Spielstätten“ einer ebenso einzigartigen Konzertreihe
im Weimarer Land und in den Städten Weimar und Apolda vermitteln sie in
besonderer Weise ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Musik, Malerei und
Historie. Diese sakralen Bauten zu beleben und gleichzeitig etwas für ihren
Erhalt zu tun, ist ein wichtiges Ziel der seit 1992 bestehenden Konzertreihe.
Vielfach können sich in den Konzerten dieser Reihe die Ohren
der Besucher auf eine ganz andere Weise der Musik öffnen. Es ist die
Authentizität der Aufführungsorte, die in ihren Bann zieht - die Frage, was
diese Mauern bereits gesehen haben, die immer mitschwingt. Und für manche ist
es sogar die erste Live - Begegnung mit der Musik.
Vom 26. Juni bis 25. Juli 2010 gibt es in diesem Jahr
durch großzügige Förderung der Sparkasse Mittelthüringen, des
Kultusministeriums des Freistaates Thüringen sowie durch finanzielle
Beteiligung der Städte Weimar und Apolda sowie des Landkreises Weimarer Land
bereits zum 19. Mal in vierzehn Gotteshäusern die Möglichkeit, die „Stadt- und
Dorfkirchenmusiken“ zu erleben.
Christine Lieberknecht (Sozialministerin) ließ es sich nicht
nehmen, auch in diesem Jahr Schirmherrin zu sein. Sie wird die Konzertreihe
eröffnen und am 04.07.2010 das Konzert in Kösnitz besuchen und einen
Fördermittel-Scheck überreichen.
Auch 2010 steht die Konzertreihe unter dem Motto „Klingende
Traditionslinien“. Es werden Werke zu hören sein, deren Komponisten im
Thüringer Raum gewirkt haben, aber auch Kompositionen, die Einflüsse anderer
Musikorte in das Weimarer Land tragen
Aber auch eine
zweite Traditionslinie wird in diesem Jahr wieder gepflegt – Gotteshäuser, die
zum ersten Mal dabei sind, um das besondere Engagement ihrer Gemeinde zu zeigen
– Gotteshäuser mit Instrumenten oder Glocken, die vielleicht noch nicht im
Gedächtnis der Menschen verankert sind, aber die man unbedingtkennen lernen sollte. Erstmals gastiert die
Reihe in Herressen, Hetschburg, Kösnitz, Rohrbach und Stedten.
Eingangs der Konzerte ertönt als dritte Traditionslinie das
jeweilige Geläut der Kirchgemeinde, um auf die Glockengusstradition des
Landkreises hinzuweisen.
Info, Kontakt: LRA Weimarer Land, Viola-Bianka Kießling,
Tel. 03644/ 540 222
>> Kommentar zu diesem Artikel schreiben. <<
Um diesen Artikel zu kommentieren, melden Sie sich bitte hier an.