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| Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe | Letzte Änderung: 24. November '10 |
von Pressestelle jenakultur
Am 4. September eröffnet die Kunsthalle
Jena eine Ausstellung mit 114 Arbeiten von Louise Bourgeois. Die Schau ist die
erste nach dem Tod der französisch-amerikanischen Künstlerin am 31. Mai in New
York.
Höhepunkt der Werke, die aus internationalen Sammlungen nach
Jena kommen, sind "Personnages". Die abstrakten Totem-Figuren stellen
symbolhaft Individuen und ihre Beziehungen untereinander dar.
Die Bildhauerin schaffte den internationalen Durchbruch erst
im Alter von 70 Jahren. Museumsleiter Erik Stephan sagte, als Bourgeois die
Gipfel internationalen Ruhms erklomm, war sie als Bildhauerin fast alleine in
einer Männerwelt. Heute zähle sie aber zu den bedeutendsten Künstlerinnen aus
der Wendezeit vom 20. zum 21. Jahrhundert. Bourgeois schuf bis ins hohe Alter
figürliche Plastiken und raumgreifende Installationen.
In der Ausstellung sind auch Zeichnungen der Künstlerin zu
sehen. Sie zeigen die Gedanken und Einfälle, die Bourgeois mit Feder, Stift und
Pinsel zu Papier gebracht und oft später in ihren Skulpturen aufgegriffen hat.
Louise Bourgeois wurde 1911 in Paris geboren. Ihre Eltern waren
Stoff-Restauratoren. Ihr offenbar traumatisches Verhältnis zu ihrem Vater
verarbeitete Bourgeois in Installationen, wie zum Beispiel "The
Destruction of the Father" – "Die Vernichtung des Vaters". Zu
ihrer Mutter hatte sie eine bessere Beziehung. Sie bezeichnete die Weberin oft
als beste Freundin. Zudem symbolisierte sie sie häufig als Spinne – die bis zu
neun Meter hohen Bronze-Skulpturen nannte sie "Maman". Sie stehen
weltweit in namhaften Museen.
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