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| Rubrik: Buchbesprechungen | Letzte Änderung: 04. Oktober '10 |
von Stefan Groß
Es ist eine Liebe, eine große Liebe, zwischen dem Schriftsteller, dem geistversprühenden Hommes de lettres, Fritz J. Raddatz, und seiner Stadt, ja, seiner Welt, die sich mit ihrer Kultur als „Freilichtmuseum“ wie ein Fächer Malarmés ausspannt. Es ist darüber hinaus eine bekennende Liebe, und die Art und Weise, wie sie sich offenbart, ist wie in einer alten Ehe ambivalent, mal intensiv, mal zugeneigt und bekennend, mal überreizt und voneinander abstoßend. Raddatz und sein Nizza, die spröde Stadt am Mittelmeer, sein Winter-Refugium, um den düsteren Tagen in Deutschland zu entfliehen, sie bleiben zwei Unzertrennliche, die sich anziehen und die sich momentweise auch einander verweigern und dennoch miteinander harmonieren.
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