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Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe Letzte Änderung: 04.02.11

„Sehnsucht Stadt“: erstes Stadtgespräch widmet sich der Kultur des Erinnerns

von Leipzig Dezernat Stadtentwicklung und Bau

„Orte der Erinnerung – politische Denkmale zwischen Pathos und Beliebigkeit“ lautet das Thema der ersten Veranstaltung der neuen Reihe „Stadtgespräche Leipzig 2011 – Sehnsucht Stadt“, das am 8. Februar, 18:30 Uhr, im Grassi-Museum stattfindet. Alle interessierten Leipzigerinnen und Leipziger sind dazu herzlich eingeladen. Guillaume Paoli (Hausphilosoph am Centraltheater Leipzig), Dr. Richard Hüttel (Leiter der graphischen Sammlung des Museums der bildenden Künste) und Prof. Dr. Dieter Daniels (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) geben Impulsreferate zu wichtigen Aspekten des Themas, danach ist die Diskussion für das Publikum geöffnet. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Wolfgang Hoquél (Kulturstiftung Leipzig) und Britt Schlehahn (Kunstverein Leipzig e. V.). Beide Einrichtungen haben sie federführend vorbereitet.

Zum Thema
Nach der Friedlichen Revolution von 1989 setzte im Osten Deutschlands eine tiefgreifende, teils äußerst emotional geführte Debatte um politische Denkmale ein. Einerseits wollte man sich möglichst rasch von vielen Denkmalen der DDR-Diktatur trennen, andererseits sollten neue Objekte an erlittenes Unrecht, an die Friedliche Revolution von 1989, aber auch an kulturelle Aspekte der älteren Geschichte erinnern. In Leipzig kulminierten diese Diskussionen zunächst um die Entfernung und die Wiederaufstellung des Marx-Reliefs vom ehemaligen Hauptgebäude der Universität am Augustusplatz. Mit der vom Bundestag beschlossenen Errichtung von Freiheits- und Einheits-Denkmalen in Berlin und Leipzig, die an den Fall der Mauer, an die Montagsdemonstrationen in Leipzig und die Wiedervereinigung erinnern sollen, hat die Auseinandersetzung um die Sinnhaftigkeit derartiger Monumente eine neue Qualität erreicht. Ist die Erinnerung mittels künstlerischer Monumente in der Informationsgesellschaft noch zeitgemäß? Die Diskussionsveranstaltung fragt u. a. danach, ob heute noch ein anwendbares Vokabular von Kunstformen der Erinnerung bereit steht oder ob heute nicht vergeblich versucht wird, beliebige Formen mit politischen Bedeutungsgehalten aufzuladen.

Zur Veranstaltungsreihe
Die Veranstaltungsreihe „Stadtgespräche Leipzig“ wird getragen vom Netzwerk Baukultur Leipzig, in dem das Dezernat Stadtentwicklung und Bau, das Architektur-Institut der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK), die Architektenkammer Sachsen, die Kulturstiftung Leipzig, der BDA Bund Deutscher Architekten, Landesgruppe Sachsen, der Kunstverein Leipzig sowie die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung zusammenarbeiten. Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt durch die Bundesstiftung Baukultur, culturtraeger GmbH, die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig (IHK), die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) und die Sparkasse Leipzig.

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