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Erschienen in Ausgabe: No 83 (1/2013) Letzte Änderung: 01.01.13

Gotteskrieger und Siedler

Warum werden weitere Siedlungen gebaut, obwohl klar ist, dass dadurch wieder Konflikte entstehen. Ich glaube so langsam beide Bevölkerungen brauchen die ständigen Streitereien, damit es nicht langweilig wird. Die meisten Zeitungen versuchen nicht, diese einfache Frage zu beantworten. Die antijüdische und antisemitische Stimmung in Deutschland, die die Journaille mit erzeugt hat, zwingt sie, den Pfad der Lüge und der Hetze fortzusetzen. Das Ergebnis ist bekannt und zeichnet sich bereits ab.

von Nathan Warszawski

Beginnen wir mit der mutmaßlichen Antwort, dass Israelis und Palästinenser, Juden und Araber ständige Streitereien benötigen, um sich nicht zu langweilen. Bingo!
Übersetzt bedeutet „Israel“ „Gotteskämpfer“. Nicht Kämpfer für, sondern gegen Gott.
Aus eigener Anschauung weiß der Leser, dass Juden nicht mit ihrer Umgebung klar kommen, unabhängig ob es sich um eine jüdische, atheistische, christliche, deutsch-israelische oder klingonische Umgebung handelt. Verbale Streitereien überwiegen. Araber streiten bevorzugt untereinander, ob in Gaza, Kairo, Damaskus, Köln oder Neukölln. Sie bevorzugen Waffen, von Steinen über Raketen bis zu giftigen Chemikalien.
Am einfachsten wäre es, wenn das Streiten genetisch bedingt wäre. Da dies wahrscheinlich nicht zutrifft – der unbescholtene, auch antisemitische Bürger würde es mit Rassismus gleichsetzen – zieht man zur Erklärung Geschichte und Kultur hinzu. Wenn wir die Problematik auflösen wollten, bräuchten wir uns um die NPD nicht mehr zu sorgen, da die Deutschen bis dahin ausgestorben sein werden.
Somit ist die Frage bereits beantwortet. Durch Siedlungen mögen zwar Konflikte entstehen, doch spielen sie bei den ständigen Streitereien zwischen Juden und Araber keine Rolle.
Ich werde dennoch auf die Worte „weitere Siedlungen“ eingehen. Sie sind in mehrfacher Hinsicht von Vornherein (à priori) falsch: logisch, historisch, geographisch.
Definition: Was sind „(weitere) Siedlungen“?
Antwort: Wohnungen für Israelis (Juden, Muslime, Christen, Drusen: Reihenfolge der Aufzählung nach abnehmender Zahl) außerhalb der Waffenstillstandslinie zwischen Israel und (Trans-)Jordanien über 18 Jahre von 1949 bis 1967. Jordanien hat irgendwann seinen völkerrechtlich nie anerkannten Anspruch auf Cisjordanien, das Westjordanland mit Waffenstillstandslinie, aufgegeben. Waffenstillstandslinien selber sind bekanntermaßen völkerrechtlich bedeutungslos.
Die meisten dieser Wohnungen sollen in Jerusalem gebaut werden, seit über 4.000 Jahren Hauptstadt der Juden. Jerusalem als Siedlung zu bezeichnen, ist eine Beleidigung für Juden, Christen und Muslime. Selbst der Jude Jesus, der Jerusalem öfters aufsucht, hat Jerusalem als Stadt betrachtet, ganz zu schweigen von Mohammed, der sein geflügeltes Pferd an der Klagemauer angebunden hat, seitdem die Stadt den Muslimen heilig ist. Das „ewige“ Rom hat mit 2800 Jahren bedeutend weniger Jahre auf dem Buckel. Wage niemand einem Italiener, gar Römer zu sagen, Rom sei eine Siedlung, es sei denn, der Angesprochene ist politisch überzeugter Norditaliener! Eher ist Berlin eine Siedlung, die seit weniger als 150 Jahre als Kapitale fungiert.
Weitere Häuser sind in der Stadt Ma`aleh Adumim geplant, die sieben Kilometer östlich von Jerusalem auf einem Hochplateau liegt. Die Stadt wurde 1975 gegründet. Es handelt sich somit auch hier nicht um eine weitere Siedlung, sondern um den Ausbau einer bestehenden Stadt.
Weitere Wohnungen sollen zwischen Jerusalem und Ma`aleh Adumim gebaut werden. Ob sie eigenständige Ortschaften oder Teile bestehender Orte sein werden, ist derzeit nicht bekannt.
Mit wenigen bekannten Ausnahmen wie Jaffo, Akko und Jerusalem, sind in Israel Dörfer und Städte homogen bewohnt. Juden und Araber leben gewöhnlich nicht im selben Ort. Die Nachbarn Israels kennen die Problematik ebenfalls nicht, da sie judenreiner sind als Nazi-Deutschland anfangs 1945.
Dort, wo neu gebaut wird, werden keine bestehenden arabischen Gebäude abgerissen. Somit führen Neubauten bei arabischen Palästinensern zu keinen Konflikten. Konflikte entstehen für beide Seiten, wenn Araber und Juden zusammenziehen oder wenn Araber oder Juden illegal ohne Genehmigung bauen.
Als Israel sich aus dem Gazastreifen zurückzog, wurden viele Gebäude nicht zerstört, die heute wegen ihrer guten Qualität den Reichen und Mächtigen von Gaza vorbehalten sind. Hamas hat sich darüber noch nie beklagt!
Konflikte entstehen nicht durch den Bau, sondern durch Zerstörung von Häusern (s. Twin-Towers. Reichskristallnacht).
Um das Ganze ad absurdum zu führen, behaupte ich keck, dass die Wohnungen (= weitere Siedlungen) nicht gebaut werden. Es handelt sich um einen Trick Netanyahus, seine Anhänger vor der nächsten Parlamentswahl im Januar 2013 um sich zu scharren. Schon öfters hat ein dahin gesprochener Gedanke eines Juden im Nahen Osten zu weltpolitischen Turbulenzen geführt: Moses, Jesus, und nun Netanyahu.
Die eigentliche und interessante Frage lautet, warum westliche Staaten in Waffenstillstandslinien vernarrt sind.
Betrachtet man die heutigen Ländergrenzen der USA und der europäischen Staaten, so sind diese fast ausschließlich aus Waffenstillstandslinien entstanden, ob zwischen Briten und Indianern, Bayern und Thüringern, Amerikanern und Spaniern, Deutschen und Polen, Russen und Türken, Süd- und Nordzyprioten. Staatsgrenzen, also Waffenstillstandslinien, sind dem Homo Europaeicus nach zwei selbstverschuldeten Weltkriegen heilig. Staatsfreie Gebiete sind ihm ein Graus. Der Europäer überträgt seine Ängste auf die ganze Welt: Naher Osten, Asien, Afrika, Südamerika, wo er nicht verstanden wird. Gewitzte Araber nutzen die Ängste des Homo Europaeicus zu ihrem Vorteil aus.
Dabei gibt es im Nahen Osten überreichlich Streitereien und Konflikte, die Arabern und Europäern den Schlaf rauben sollten.
Am gefährlichsten ist der Krieg in Syrien. Die NATO mit Deutschland steht kurz davor, von der Türkei in einem Krieg um Syrien hineingezogen zu werden, wobei es den Türken um die Vernichtung der Kurden geht, die einen eigenen Staat anstreben. Wären die Türken Juden, hätte die UNO den Kurden zumindest einen vorläufigen Sitz zugesichert. Pech für die Kurden! Sollte chemische oder biologische Waffen von Diktator Assad eingesetzt werden, dann hilft nur noch beten um Windstille. Seltsamerweise (?) interessiert sich kein deutscher Pazifist dafür, wie die Chemie von Deutschland nach Syrien gelangt ist.
Der etwas weniger gefährliche Konfliktherd liegt im Iran. Iran ist wie Israel von feindlichen Arabern umgeben und strebt deshalb den Besitz von Atombomben an. Um von internen Problemen abzulenken, wird die iranische Regierung die Arabische Halbinsel atomar angreifen, sobald sie über Atomwaffen verfügt. Die Energiekosten werden anschließend in Deutschland derart in die Höhe schießen, dass ein überdurchschnittliches Gehalt nicht ausreichen wird, für die Fahrtkosten zur Arbeitsstätte aufzukommen.
Am wenigsten gefährlich ist die „Demokratie“ in Ägypten. Für Europa am günstigsten wäre die Einführung der Scharia mit Steinigung ungehorsamer Frauen, öffentlichem Hängen homosexueller Männer und Handabhacken bei minderschweren Vergehen, solange nach außen alles friedlich, also beim alten bleibt. Sollte die ägyptische Diktatur zusammenbrechen, dann werden viele Millionen arabische und afrikanische Flüchtlinge Europas Küsten überschwemmen, was zu einem Zusammenbruch sämtlicher europäischen Sozialsysteme führen wird.
Wird sich dann irgendjemand um den Bau weiterer Siedlungen in der Westbank sorgen?

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So kann man bei Dummen punkten

Warszawski 03.02.2013 17:16

Danke, dass ich bei Ihnen punkte.

KFSchmucker 12.01.2013 16:49

So einen Schwachsinn liest man selten. Da meint einer, global zu denken, vergisst aber total die ökonomischen Bedingungen. So kann man bei Dummen punkten. Was der ales weiß, hat der sich schon bei der UN als Berater beworben?

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