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| Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe | Letzte Änderung: 03. Juni '10 |
Christian Wilhelm Walter Wulff (* 19. Juni 1959 in Osnabrück) ist ein deutscher Politiker (CDU). Seit dem 4. März 2003 ist er Ministerpräsident des Landes Niedersachsen.
von Christian Wulff
Einleitung
Im Juni 2009 werden
die siebten Wahlen zum Europäischen Parlament stattfinden. 30 Jahre nach den
ersten Direktwahlen werden rund 375 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen sein,
insgesamt 736 Abgeordnete zu wählen. Die Abgeordneten werden nahezu 500
Millionen Menschen aus 27 Mitgliedstaaten und damit die zweitgrößte Demokratie
auf der Welt nach Indien repräsentieren. Deutschland wird weiterhin mit 99 Abgeordneten
im Europäischen Parlament vertreten sein, 10 Abgeordnete stammen gegenwärtig aus
Niedersachsen.
Sorge
bereitet mir, dass die Wahlbeteiligung seit den ersten Direktwahlen zum
Europäischen Parlament kontinuierlich zurückgegangen ist. Die Wahlbeteiligung
ging in Deutschland - ähnlich wie auf europäischer Ebene - von rund 65 Prozent
im Jahre 1979 auf 43 Prozent im Jahre 2004 zurück. In Niedersachsen fiel sie von
70 Prozent im Jahre 1979 auf rund 41 Prozent im Jahre 2004.
Hinweise auf die
mögliche Entwicklung der Wahlbeteiligung bei den Europawahlen 2009 enthält die
jüngste Eurobarometer-Umfrage. Danach
- wussten im
November 2008 nur 38 Prozent der Deutschen, dass im Jahre 2009 Wahlen zum
Europäischen Parlament stattfinden werden,
- nur 36 Prozent
gaben an, dass sie an der Wahl sicher teilnehmen werden und
- 56 Prozent
glaubten eher nicht, dass ihre Stimme in Europa zählt. Dieser Anteil lag in den
neuen Bundesländern
sogar bei 69 Prozent.
Entwicklung und Bedeutung der Europäischen
Union
Die Entwicklung
der Wahlbeteiligung steht im krassen Gegensatz zur Europäischen Integration und
zur stetig gewachsenen Bedeutung des Europäischen Parlaments.
Im März 2007
konnten wir den 50. Jahrestag der Römischen Verträge feiern. In diesen 50
Jahren ist aus den 6 Gründerstaaten der drei Europäischen Gemeinschaften eine
Europäische Union der 27 geworden. Die Mitgliedstaaten haben ihr immer mehr Politikfelder
übertragen, so dass das Handeln der Europäischen Union heute Auswirkungen auf
fast alle Lebensbereiche hat. Auf dem europäischen Kontinent herrscht seit über
60 Jahre Frieden. Die Spaltung Europas konnte überwunden werden. In allen
Mitgliedstaaten gelten Werte wie Demokratie, Rechtstaatlichkeit sowie Grund-
und Menschenrechte. Es gibt einen europäischen Binnenmarkt und in 16
Mitgliedstaaten eine stabile gemeinsame Währung. Für die Bürgerinnen und Bürger
sind eine Vielzahl konkreter Vorteile im Alltag spürbar.
Dazu gehören z.
B. das Reisen, Studieren und Arbeiten innerhalb der Europäischen Union, der
Euro im Portemonnaie, der Europa-Reisepass im Gepäck, die Teilnahme an EU-Bildungs-
und Ausbildungsprogrammen, erweiterte Verbraucherschutzrechte oder kostengünstigere
grenzüberschreitende Mobiltelefonate. Daher halten nach der jüngsten
Eurobarometer-Umfrage zu Recht 64 Prozent der Deutschen die Mitgliedschaft in
der Europäischen Union für eine gute Sache. 58 Prozent der Deutschen glauben,
dass Deutschland von der Mitgliedschaft in der Europäischen Union profitiert
hat.
Dass wir auch in
Niedersachsen von der Europäischen Union profitieren, möchte ich an zwei
Beispielen zeigen:
Erstens: Aus
Niedersachsen wurden im Jahre 2007 Waren im Wert von 51,4 Mrd. Euro in die
Mitgliedstaaten der EU exportiert. Das entsprach 70 Prozent der
Gesamtausfuhren, hat Arbeitsplätze geschaffen und die Zukunft unserer
Unternehmen gesichert. Von Januar bis Oktober 2008 hatten die Ausfuhren in die
EU ein Gesamtvolumen von rund 45,5 Mrd. €, was einer Steigerung um 5,6 Prozent
gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahres entspricht.
Zweitens: Niedersachsen
wird in der Förderperiode 2007-2013 über 2,5 Mrd. Euro aus den EU-Strukturfonds
erhalten. Die europäischen Mittel leisten einen wichtigen Beitrag zur
wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung unserer Regionen. Mit ihnen können
Projekte finanziert werden, die ansonsten nur schwer zu realisieren wären.
Zu den
herausragenden Projekten gehören:
- Die
Herstellung eines Offshore Basishafens in Cuxhaven, von dem aus die gewaltigen
Gründungskörper für Windkraftanlagen in der Nordsee verschifft werden,
- die Errichtung
eines Besucherzentrums der Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH,
- die Erweiterung
des Zoos Hannover um die Alaskalandschaft Yukon Bay und
- der Aufbau
eines weltweit anerkannten Kompetenzzentrums für numerische flugphysikalische Simulation
auf dem Forschungsflughafen Braunschweig.
Die Welt wartet
nicht auf uns, sie verändert sich rasch. Wir brauchen die Europäische Union
auch in Zukunft, um gemeinsam Antworten auf diese Veränderungen und die globalen
Herausforderungen zu finden. Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise
und der Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland haben uns noch einmal vor Augen
geführt, dass es Fragestellungen gibt, die wir als einzelner Staat nicht bewältigen
können. Vor bulgarischen oder slowakischen Politikern hat Gazprom wenig
Respekt, wenn sie sich beschweren, dass ihre Bürger frieren. Wenn die Europäische
Union aber für 500 Mio. Menschen verhandelt, sieht dies schon anders aus.
Deswegen brauchen wir eine starke Gemeinschaft.
Weitere
Probleme, die die Staaten Europas nur gemeinsam lösen können, sind zum Beispiel
der Klimawandel, die Zuwanderung in die Europäische Union und die
Friedenssicherung in der Welt. Gleichzeitig gilt es aber – und darauf können
wir die europäischen Institutionen nicht oft genug hinweisen - , die eigene
Identität zu bewahren, so wie es in den bestehenden Verträgen garantiert wird
und im Motto der Europäischen Union „In Vielfalt geeint“ zum Ausdruck kommt.
Entwicklung und Bedeutung des
Europäischen Parlaments
Ebenso wie die
Bedeutung der Europäischen Union ist auch die Bedeutung des Europäischen Parlaments
immer größer geworden. Aus der parlamentarischen Versammlung mit beratender
Funktion ist das einzige unmittelbar demokratisch legitimierte Organ der
Europäischen Union geworden, das bereits jetzt eine zentrale Rolle insbesondere
bei der Rechtsetzung auf europäischer Ebene spielt. Nach dem Inkrafttreten des Vertrages
von Lissabon wird das Europäische Parlament zum gleichberechtigten Mitgesetzgeber
neben dem Rat werden.
Die große
Bedeutung des Europäischen Parlaments wird auch von der Bevölkerung anerkannt. Nach
der jüngsten Eurobarometer-Umfrage schreiben 70 Prozent der Deutschen dem
Europäischen Parlament eine wichtige Rolle zu. Bemerkenswert ist: Das
Europäische Parlament genießt mit 47 Prozent unter den befragten Deutschen sogar
mehr Vertrauen als der Deutsche Bundestag.
Europapolitische Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit
Die gemeinsame
Zielsetzung besteht darin, den Trend der sinkenden Wahlbeteiligung zu stoppen
und nach Möglichkeit umzukehren. Dazu müssen wir auf die Bedürfnisse der
Bürgerinnen und Bürger eingehen.
Nach der jüngsten
Eurobarometer-Umfrage gaben 47 Prozent der Deutschen an, dass sie in der
letzten Zeit nichts vom Europäischen Parlament in der Presse, im Internet, im
Radio oder im Fernsehen wahrgenommen hätten. 2/3 der Deutschen fühlen sich
schlecht informiert über die Aktivitäten des Europäischen Parlaments.
Dem bestehenden Informationsdefizit
kann mit einer aktiven europapolitischen Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit
begegnet werden. Diese wird von Kommission, Europäischem Parlament, Bund und
Ländern gemeinsam wahrgenommen. Die Länder haben dieser gemeinsamen Arbeit über
den Bundesrat und die Europaministerkonferenz zahlreiche wichtige Impulse
gegeben. Niedersachsen kommt dabei eine besondere Rolle zu.
Denn es hat
unter den Ländern die Federführung bei der europapolitischen Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit und vertritt diese bei Abstimmungsgesprächen mit den
weiteren Akteuren.
Niedersachsen
nimmt aber nicht nur eine koordinierende Rolle wahr, sondern betreibt auch
selbst eine aktive europapolitische Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei
steht im ersten Halbjahr 2009 die Europawahl besonders im Fokus. Das
vielfältige, landesweite und auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtete Informationsangebot
umfasst über 40 Maßnahmen des Europäischen Informations-Zentrums Niedersachsen
und der Europabüros der vier Regierungsvertretungen. Die Maßnahmen umfassen
- Informationsangebote
in Printform,
- Internetangebote,
- Veranstaltungen
und Kongresse, wie z.B. Bürgerforen,
- Projekte an Schulen,
wie z.B. den EU-Projekttag am 9. März 2009 und
- Medienpartnerschaften
mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und der Schüler- und Jugendzeitung
„Spiesser“.
Die Medien
spielen eine besondere Rolle für das Bild, das die Bürgerinnen und Bürger von
der Europäischen Union oder dem Europäischen Parlament haben.
Hinweisen möchte
ich auf zwei weitere Aktivitäten der Landesregierung, die sich an
Medienvertreter richten:
-
Das Land fördert einen mehrtägigen Informationsbesuch niedersächsischer
Nachwuchsjournalistinnen und –journalisten bei der EU-Kommission in Brüssel. Junge
Medienschaffende sollen dadurch für Europa interessiert und motiviert werden,
EU-Themen in ihren Beiträgen aufzugreifen.
-
Das derzeitige Vorsitzland der Europaministerkonferenz Thüringen plant mit
Bremen und Niedersachsen ein Symposium mit Chefredakteuren deutscher Medien.
Wahrnehmung europapolitischer Interessen
durch die Länder
Die beste Kommunikations-
und Öffentlichkeitsarbeit wird keine Früchte tragen, wenn die Deutschen nicht
davon überzeugt sind, dass ihre Interessen in der Europäischen Union hinreichend
berücksichtigt werden. Nach den Ergebnissen der Eurobarometer-Umfrage
- sind zwar 79 Prozent
der Deutschen der Ansicht, dass die Stimme ihres Landes in der Europäischen Union
zählt,
- aber nur 54 Prozent
der Deutschen meinen, dass die Interessen ihres Landes in der Europäischen
Union gut vertreten werden und
- 49 Prozent der
Deutschen haben das Gefühl, dass allein die Europäische Union ihre Politik
innerhalb Europas durchsetzt.
Das besondere
Kennzeichen insbesondere der Politik auf europäischer Ebene ist der Kompromiss
und der Interessenausgleich.
In der
Öffentlichkeit dürfte nur wenig bekannt sein, dass auch die Länder aktiv an
diesem Prozess beteiligt sind und die regionalen Interessen ihrer Bürgerinnen und
Bürger einbringen. Ich möchte daher kurz auf die wesentlichen
Mitwirkungsmöglichkeiten der Länder eingehen:
-
Die Länder wirken in Angelegenheiten der EU durch den Bundesrat mit, in dem
auch Niedersachsen 6 Stimmen hat.
-
Die Bundesregierung muss den Bundesrat umfassend und zum frühest möglichen
Zeitpunkt über alle Vorhaben im Rahmen der EU, die für die Länder von Interesse
sein könnten, unterrichten. Die Ländermitwirkung betrifft die Festlegung der
Verhandlungsposition und die
-
Außenvertretung gegenüber der Europäischen Union. Die Intensität der
Ländermitwirkung ist abgestuft, je nach Ausmaß der Betroffenheit
von Länderinteressen oder -zuständigkeiten. Bei der innerstaatlichen Festlegung
der Verhandlungsposition kann der Bundesrat eine Stellungnahme abgeben. Ein
Teil dieser Stellungnahmen hat Bindungswirkung für die
Bundesregierung. Bei der Außenvertretung reicht
die Mitwirkung unter Umständen bis zur Übertragung der Verhandlungsführung auf
einen Ländervertreter, wenn Vorhaben im Schwerpunkt ausschließliche Gesetzgebungszuständigkeiten
der Länder betreffen. Dies ist in der Kultur-, Bildungs- und Rundfunkpolitik
der Fall.
-
Dazu ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit: Im Mittelpunkt der Medienpolitik
der vergangenen Jahre stand der sogenannte Beihilfekompromiss mit der
Europäischen Kommission. Dabei ging es darum, den Auftrag des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der digitalen Welt zu konkretisieren. Es
musste ein fairer Ausgleich zwischen dem nationalen öffentlichen Interesse an
einem qualitativ hochwertigen und zugleich bezahlbaren öffentlich-rechtlichen
Angebot sowie der wettbewerblichen Ausgestaltung einer dualen Medienlandschaft,
wie sie die EU-Kommission favorisiert, gefunden werden.
-
Hier haben die Länder direkt - ohne Einschaltung der Bundesregierung - mit der
Europäischen Kommission verhandelt und das Verhandlungsergebnis dann auch
selbst mit dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag umgesetzt.
-
Die Länder nehmen ihre Interessen in Brüssel im Ausschuss der Regionen wahr. Dieser
hat eine beratende Funktion und vertritt die lokalen und regionalen
Gebietskörperschaften im institutionellen Gefüge der EU. Deutschland ist in ihm
mit 24 Mitgliedern vertreten, zwei von ihnen - Landtagspräsident Hermann Dinkla
und Staatssekretär Gibowksi - stammen aus Niedersachsen.
-
Auf Länderebene werden europapolitische Themen im Rahmen der
Europaministerkonferenz der Länder behandelt, je nach Gegenstand aber auch von
anderen Fachministerkonferenzen und der Ministerpräsidentenkonferenz.
Stellungnahmen dieser Ländergremien werden der Kommission im Rahmen von Konsultationsverfahren,
wie z. B. zur künftigen Kohäsionspolitik, unmittelbar übermittelt.
-
Außerdem verfügt Niedersachsen - wie andere Länder auch - über eine Landesvertretung
in Brüssel. Durch sie kann das Land sich frühzeitig über Entwicklungen auf
EU-Ebene unterrichten und seine landesspezifischen Interessen direkt gegenüber
den EU-Organen vertreten.
-
Die Landesvertretung ist „Frühwarnsystem“ und „Sprachrohr“ der Landesregierung
zugleich.
-
Auch dazu ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit:
Eine
der heftigsten Debatten des letzten Jahres drehte sich um die Vorschläge der
Kommission für ein Klima- und Energiepaket und die darin enthaltenen Regelungen
zum „Emissionshandel“. Problematisch waren die Regelungen insbesondere für die
energieintensive Industrie, wie die Chemie-, Stahl-, Aluminium- und
Zementindustrie. Durch die zu erwartenden Kosten für den Erwerb von
Emissionshandelszertifikaten drohte auch niedersächsischen Unternehmen eine
massive Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen.
-
Es galt, Arbeitsplatzverluste oder - noch schlimmer – Verlagerungen von
Produktionsstandorten in das außereuropäische Ausland zu verhindern. Gemeinsam
mit dem VCI und der IG BCE sowie den beiden global agierenden Unternehmen, Dow
Chemical und Solvay haben wir in unserer Landesvertretung in Brüssel ein
Symposium veranstaltet und bei den europäischen Institutionen für unsere
Positionen geworben. Unser Engagement hat mit dazu beigetragen, die
beabsichtigten Regelungen erheblich abzumildern.
-
Dadurch ist es gelungen, einen vernünftigen Kompromiss zwischen dem Erhalt von
Arbeitsplätzen und Standorten auf der einen Seite und den berechtigten Anliegen
des Klima- und Umweltschutzes andererseits zu finden.
Natürlich gibt
es daneben auch viele direkte politische Kontakte zwischen den Mitgliedern der
Landesregierung und herausgehobenen Repräsentanten der EU. Zuletzt
habe ich am 27. Januar 2009 mit Kommissionspräsident Barroso unter anderem über
die soziale Dimension Europas und das neue VW-Gesetz gesprochen. Beides sind im
Übrigen Themen, die auch für die Wahlbeteiligung in Niedersachsen nicht
unerheblich sein dürften.
Insbesondere der
Verzicht auf eine Fortsetzung des Vertragsverletzungsverfahrens in Sachen
VW-Gesetz dürfte die Wahrnehmung der EU gerade in der Region
Braunschweig/Wolfsburg positiv beeinflussen.
Bei all diesen
Gesprächen herrscht übrigens eine sehr konstruktive Atmosphäre. Oft gelingt es
uns, die Europäischen Institutionen, namentlich die Europäische Kommission, von
unseren Anliegen zu überzeugen. Für diese kooperative Zusammenarbeit zwischen
Landesregierung und Europäischer Kommission bin ich sehr dankbar. Aber auch
wenn wir in Brüssel mit unseren Anliegen einmal keinen Erfolg haben, ändert das
nichts an meiner Haltung als überzeugter Europäer.
Auch wenn einige
Entscheidungen aus Brüssel oder aus Luxemburg zu unseren Ungunsten ausfallen,
überwiegen aus meiner Sicht klar die Vorteile der Europäischen Union – auch und
gerade für Niedersachsen. Dies gilt es in den kommenden Monaten
herauszustellen. Und dazu möchte ich die heute anwesenden Medienvertreter noch
einmal aufrufen.
Der 7. Juni 2009
ist ein wichtiger Tag im Superwahljahr 2009.
Die Teilnahme an
den Wahlen zum Europäischen Parlament ist für die Bürgerinnen und Bürger die
Chance, einen Ansprechpartner ihres Vertrauens in eine europäische Institution
zu entsenden, über den sie ihre Anliegen in den Willensbildungsprozess auf
europäischer Ebene unmittelbar einfließen lassen können. Die Abgeordneten des
Europäischen Parlaments sind auch für die Landesregierung wichtige Partner, um
die Interessen der niedersächsischen Bürgerinnen und Bürger in Brüssel und
Straßburg wirksam vertreten zu können. Max Frisch, einer der bedeutendsten
deutschsprachigen Schriftsteller der Nachkriegszeit hat einmal zu Recht gesagt:
„Die Würde des Menschen besteht in der Wahl.“
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