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Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe Letzte Änderung: 25.06.13

Die Bedeutung des 17. Juni 1953 für die Zukunft - Erinnerung an wechselvolle Freiheitsgeschichte unverzichtbarer Teil demokratischer Bildung

von Karl-Eckhard Hahn

„Freiheit und Demokratie sind schnell verspielt und nur unter Opfern wiederzuerlangen.“ Das sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Mike Mohring, heute während einer Tagung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin, die sich mit der Bedeutung des Volksaufstandes vom 17.Juni 1953 für die Zukunft befasste. Für Mohring ist „die Erinnerung an die Aufbrüche, Abbrüche, Verirrungen und Erfolge der Freiheitsgeschichte unverzichtbarer Teil demokratischer Bildung. So werden wir hellhöriger und hellsichtiger gegenüber den Gefahren, die jeder freiheitlichen demokratischen Ordnung drohen.“ Nach Mohrings Worten erhoben sich die Menschen im Juni 1953 gegen die Zumutungen „ideologischer Bevormundung und Kontrolle, Ausbeutung in einer ineffizienten Wirtschaft, eine Parteidiktatur, die unentwegt das Wort Demokratie im Mund führte, und unter immer schrillerer Einheitspropaganda die deutsche Teilung vorantrieb“. Den von der SED durch den „Aufbau des Sozialismus“ provozierten Aufstand würdigte er „als Fanal der Freiheit. Er wurde zum Referenzpunkt für weitere Aufstände im damaligen Ostblock, wie etwa 1956, 1968, 1980 und schließlich 1989/90.“
Die lange Reihe zeige jedoch genauso, wie viele Opfer die Menschen bringen mussten, um die kommunistischen Diktaturen am Ende abzuschütteln. Dass es schließlich gelang, führte Mohring darauf zurück, dass immer wieder Bürger versuchten, „in der Wahrheit zu leben“ (Vaclav Havel), die Kirchen Raum für eine Gegenöffentlichkeit boten, die sich den totalitären Deutungsansprüchen der SED nicht unterwarf, und mit den Demokratien des Westens ein Gegenmodell bestand. Jeder Demokrat sei diesen Menschen zu Dank verpflichtet.
„Mut, geistige Widerständigkeit und eine Vorstellung davon, dass es anders sein könnte, ebneten den Weg in eine freiheitliche Ordnung. Das ist ohne einen Blick auf die Fülle der menschlichen Möglichkeiten nicht zu haben – ohne Erinnerung und Geschichte eben“, schloss Mohring. An der Podiumsdiskussion nahmen neben dem Thüringer CDU-Fraktionsvorsitzenden der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, die Schriftstellerin Susanne Schädlich und der Vorsitzende der Jungen Demokraten Polens, Mateusz Biały, teil.

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