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Erschienen in Ausgabe: No 93 (11/2013) Letzte Änderung: 21.10.13

Der 5. UNO-Klimareport

von Nathan Warszawski

Der 5. UNO-Klimareport ist in Kurzform erschienen. Vor der Veröffentlichung ist es zu Spannungen gekommen. Gegen den Widerstand der Wissenschaftler hat die deutsche Bundesregierung gemeinsam mit vielen anderen politischen Auftraggebern verlangt, das Stocken der Erwärmung in den letzten 15 Jahren aus dem neuen IPCC-Reports (Intergovernmental Panel on Climate Change) heraushalten. Allenfalls eine "Verlangsamung des Temperaturanstiegs" dürfe zugegeben werden, die "wissenschaftlich nicht relevant" sei.
Die weltweit durchschnittliche Lufttemperatur ist seit 15 Jahren nicht weiter gestiegen, die Forscher sprechen vom "Hiatus" der Erwärmung, von einer Pause. Auf der Konferenz in Stockholm ist in geheimen Sitzungen eine für Politiker genehme Zusammenfassung ausgehandelt worden.
Dem Laien und ehrlichen Wissenschaftler erscheint die Vorgehensweise in Stockholm absurd. Man hat sich daran gewöhnt, dass Politiker ihre Forschungsergebnisse, ihre Doktorarbeiten, fälschen. Hier wollen Politiker wissenschaftliche Ergebnisse ehrbarer Forscher fälschen, um ihre politischen Ziele zu erreichen. Ist dies ethisch vertretbar? Die Antwort ist ein eindeutiges „Ja“, denn es handelt sich um gut bezahlte Auftragsarbeiten von Politkern an Forschern, die somit zu politischen Wissenschaftlern werden. Politische Wissenschaftler sind nur ihren Auftraggebern verpflichtet, nämlich den Politikern, nicht dem Wahlvolk und schon gar nicht der Wahrheitsfindung. Man kann es mit einem Hochzeitsfoto eines nicht mehr jungen Paares vergleichen. Die Kunden beschweren sich, wenn die Frau (selten der Mann) hässlich zu Papier kommt. Will der Fotograf sich damit herausreden, dass seine Darstellung der Wahrheit entspricht, dann argumentiert er gegen seine finanzielle Existenz. Das Paar möchte ein schönes Bild von sich haben, was heute – Photoshop sei Dank – mit wenigen Handgriffen zu meistern ist.

Wozu brauchen deutsche Politiker „geschönte“ wissenschaftliche Ergebnisse?

Zur Beantwortung muss ich weit ausholen.
Gesellschaften (Staaten, Stämme, Parteien) existieren oder gehen zu Grunde. Sie können nur dann bestehen, wenn sie in sich inhomogen sind. Oben sind die Reichen mächtig, unten haben die Armen wenig zu vermelden. Zusätzlich muss die Fluktuation von unten nach oben (und im geringeren Maße umgekehrt) gewährleistet sein. Sie sichert den technischen, politischen und moralischen Fortschritt, wenn sich ein begabter Mensch von Unten nach Oben hervorarbeitet. Homogene Gesellschaften und solche ohne Fluktuationsmöglichkeiten hören auf zu existieren, da sie keinen Fortschritt zulassen. Ob im Mittelalter, im Islamismus, in der Demokratie, im Kommunismus oder im Faschismus: Um Ungleichheit zu gewährleisten, um den Staat zu erhalten, sind alle Herrschenden gezwungen, den Reichtum ständig von unten nach oben zu verteilen!
Die Regierenden Deutschlands haben viele Wege gefunden, dem Armen zu nehmen, um dem Reichen zu geben. Drei Großereignisse sind hervorzuheben: die internationale Bankenkrise, die Verschuldung der „Südstaaten“ innerhalb der €-Zone und die Energiewende. In allen drei Beispielen ist den Armen genommen und den Reichen gegeben worden. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die internationale Bankenkrise, die Verschuldung der Südstaaten und die Energiewende beherrscht werden müssen oder nicht. Wichtig ist die Art der Problemlösung, der finanzielle Transfer! Durch jede Problemlösung werden die Armen ärmer und die Reichen reicher.
In einer Demokratie kämpfen verschiedene Gruppen mit gleichen Interessen um die Macht. Die Regierenden sind somit verpflichtet, sich selber und gezwungen, dem Wahlvolk zu erklären, warum finanziell schmerzliche Eingriffe notwendig sind. Deshalb haben die Politiker die Forscher beauftragt, die Klimaerwärmung zu beweisen, um die Energiewende vor sich und dem Wähler zu rechtfertigen. Die Aufgabe ist wissenschaftlich nicht zu bewerkstelligen, sie erfordert eine politischen Lösung! Leser, die die DDR oder die UdSSR bewusst erlebt haben, verstehen, was ich meine.

Der politische Wissenschaftler müsste folgendes zur Klimaerwärmung beweisen:

a.Die durchschnittliche Temperatur nimmt auf dem Planeten Erde zu
b.Die zunehmende Temperatur ist durch den CO2-Anstieg bedingt
c.Der CO2-Anstieg ist vom Menschen verursacht
d.Die Temperaturerhöhung erkennt man am Anstieg der Meeresspiegel, am Rückgang von Eisflächen und an der Zunahme von Wetterereignissen, die dem Menschen schaden
e.Die Temperaturerhöhung ist eine Gefahr für Mensch, Tier und Pflanze, für den gesamten Planeten
f.Sowohl das kirchliche, als auch das weltliche Recht greift. Was der Mensch verbrochen hat, kann durch Buße, Opfer und Verzicht wieder in Ordnung gebracht werden

Schon beim Überfliegen der Forderungen, die Politiker stellen, um die nächsten Wahlen zu gewinnen, wird klar, dass ein ordentlicher Forscher, der nur der Wahrheit verpflichtet ist, mit der Lösung der Aufgaben überfordert ist.

a) Für einen demokratisch oder nicht-demokratisch gewählten Politiker ist ein Zeitraum von 15 Jahren mit wenigen herausragenden Ausnahmen nicht überschaubar. Der Klimawandel ist ein ständiger und notwendiger Begleiter unseres mit Leben gefüllten Planeten. Das Klima ändert sich fortlaufend. Der Wandel macht sich nicht nach Jahren oder Jahrzehnten, sondern erst nach Jahrhunderten bemerkbar. Politiker können mit solch langen Zeiten nichts anfangen. Somit wird verständlich, dass eine Pause von 15 Jahren, in dem die durchschnittliche Welttemperatur nicht zunimmt, keine wissenschaftliche, nur politische Schlussfolgerungen über das Wetter zulässt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Messmethoden im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte sich derart verändert haben, dass deren Ergebnisse erst mit sehr hohem Aufwand miteinander verglichen werden können.

b) Die Grenze zum Wahnsinn wird durch die Behauptung überschritten, dass die Erwärmung des Planeten Erde einer einzigen chemischen Verbindung, dem CO2, geschuldet ist. Naturereignisse sind komplex, ihre Modelle sind einfach. Der unmündige, nicht wissenschaftlich gebildete Bürger und der Politiker verwechseln das Modell mit dem eigentlichen Naturereignis.

c) Diese Behauptung der atheistischen und christlichen Weltenretter überschreitet gewaltig die Grenze zur Blasphemie! Der CO2-Anstieg ist nicht allein für die Klimaerwärmung zuständig, unabhängig davon, wodurch der CO2-Anstieg verursacht ist. Der Mensch bildet sich als Ersatzgott ein, für das Wetter verantwortlich zu sein. Doch nicht der Mensch bestimmt das Wetter und die Natur, sondern umgekehrt: Es sind die Naturkräfte, einschließlich des Wetters, welche das Schicksal der Menschen bestimmen! Greifen wir auf wenige Daten der neueren Geschichte. Der Untergang Santorins, das Platon als Atlantis bezeichnet hat, hat den Aufstieg der Griechen und den Exodus aus Ägypten bewirkt. Die Warmzeit vor 2000 Jahren ist ursächlich für die Ausdehnung des Römischen Reiches nach Norden verantwortlich. Klimaänderungen mit Hungersnöten haben die Völkerwanderung in Gang gesetzt, die letztendlich zum Fall von Konstantinopel geführt hat. Christlichen Europäern wird dadurch der Landweg nach Asien versperrt. Sie suchen einen Seeweg nach Indien und „entdecken“ dabei zufällig Amerika. Der äußerst kalte Winter rettet die Sowjetunion und die restliche mehr oder weniger freie Welt vom faschistischen Untergang. Wissenschaftlich, nicht politisch, sind meine Behauptungen fundiert. In seinem Größenwahn strebt der Mensch die Herrschaft über das Wetter an, schlimmer, er glaubt die Herrschaft über das Wetter zu besitzen.

d) Es sind Annahmen, dass Temperaturerhöhungen von wenigen Celsius-Graden zu einem Anstieg der Meeresspiegel, zum Rückzug von Eisflächen und zu einer Zunahme von schädlichen Wetterereignissen führt. Wir wissen nicht, on die Annahmen stimmen. Wir wissen nicht, ob die aufgezeigten Naturereignisse durch eine Erhöhung der Temperaturen bedingt sind.

In den letzten 110 Jahren hat sich Meeresspiegel weltweit um 20 cm erhöht. Nur in wenigen Inseln des Indischen und Pazifischen Ozeans ist eine scheinbare Steigung der Wassermassen festgestellt worden, die wahrscheinlich entweder tektonische Ursachen hat oder durch Raubabbau am Sand der Inseln bedingt ist. Tektonisch bedeutet, dass sich Erdplatten mitsamt den Inseln senken und diese irgendwann verschwinden werden. Der Sand andrerseits wird benötigt, um im Arabischen Golf künstliche Inseln entstehen zu lassen. In Europa ist die steigende Meereshöhe ohne medialen Rummel unbemerkt geblieben. Es wird angeregt, alte Landkarten von 1900 zur Rate und zum Vergleich mit heutigen Küstenlinien ziehen.

Die Eisflächen nehmen seit dem Ende der Eiszeit vor einigen 1000 Jahren ab. Zuweilen nehmen sie zu.

Wetterereignissen, die dem Menschen schaden, sind eine anthropozentrische Betrachtung, die keinen Bezug zur Natur haben. Wetterereignisse, die dem Menschen schaden, haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht faktisch, sondern nur gefühlt zugenommen.

e) Eine Temperaturerhöhung ist keine Gefahr für Mensch, Tier und Pflanze. Geschichtlich einwandfrei belegt, ist eine Temperaturerhöhung ein Segen für Mensch, Tier und Pflanze.

f) Selbst für einen klugen Menschen, der seine Religion als einzige Richtschnur für ein richtiges Leben ansieht, ist die Aussage gotteslästerisch. Sein atheistischer Pedant gibt der lächerlichen Behauptung eine unverdiente Bedeutung. Doch sogar wenn wir uns wissenschaftlich mit der Aussage redlich auseinandersetzen wollen, fällt uns sofort ein, dass es weitere Wege in den Naturwissenschaften gibt, eine Temperaturerhöhung zu verhindern.

Zusammenfassung

Die Umverteilung des von allen erwirtschafteten Reichtums von unten nach oben kennt physische Grenzen. Arbeitslose, Geringverdiener, Immigranten, bestimmte Rentner und Beamte können nur bis zu einer bestimmten Höhe ausgebeutet werden. Wenn nichts mehr zu holen ist, ist der Mittelstand an der Reihe. Da es die Menschen des Mittelstandes sind, die den Fortschritt erbringen, bedeutet die übermäßige finanzielle Belastung er mittleren Einkommen das Ende des technischen, politischen und moralischen Fortschritts. Die Mächtigen und Reichen sind nicht daran interessiert, weshalb davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Zustand nicht willentlich von der deutschen Politik herbeigesehnt wird. Darüber sind die Grünen bei der Bundestagswahl gestützt.

Die Regierung wird sich entscheiden müssen: €-Rettung oder Energiewende. Für beides ist nicht genug Geld vorhanden. Da den Industriellen die €-Rettung näher am Herzen liegt, wird ab der nächsten Legislaturperiode die Energiewende heruntergefahren werden. Zugesicherte Gelder für wirtschaftlich sinnlose Investitionen werden nicht ausbezahlt werden. An der endgültigen Ausarbeitung des UNO-Klimareports werden wir die zukünftige wirtschaftliche Richtung der Politik erkennen.

Die Deutungshoheit wissenschaftlicher Ergebnisse obliegt dem Auftraggeber. Selbst die Grünen haben es begriffen. Sie sind gestrauchelt, weil sie den Zeitpunkt der Veröffentlichung einer von ihnen angeregten Studie schlecht gewählt haben! Der forschende, meist schreibende Auftragsakademiker wird zum politischen Wissenschaftler, der die Wünsche der Politik zu erfüllen hat. Wenn der Wissenschaftler dies nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, so muss er sich nach einem schlechter bezahlten Job umsehen!

Die Menschen gemachte Klimaerwärmung lässt sich nicht beweisen, auch nicht widerlegen. Die abendländische Wissenschaft verlangt, dass jede neue Behauptung bewiesen werden muss, um als wahr zu gelten. Somit findet eine Menschen gemachte Klimaerwärmung derzeit nicht statt. Es gibt Regionen und Ideologien auf diesen Planeten, wo diese abendländische wissenschaftliche Regel nicht gilt. Denjenigen, die von der Obsession der Menschen gemachten Klimaerwärmung nicht wegkommen, wird empfohlen, ihre „wissenschaftlichen“ Thesen mit Erfolg in diesen Regionen und unter diesen Ideologien zu verbreiten.

Der ungenaue, ideologische besetzte Begriff „Klimaleugner“ beschreibt die wissenschaftlich denkende Person, der die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung anzweifelt. Diese Person lässt sich nicht von Ideologien in seinem Denken beherrschen. Menschen, die sich weigern, sich einem Dogma zu unterwerfen, sind der Kirche suspekt.

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KOmmentar von Uwe Wienke

wienke 29.09.2013 07:30

Wer braucht den Klimawandel? In erster Linie die UNO. Sie hat das Projekt angerissen, weil nach ihrer Meinung die Themen „Klima“ und „Umwelt“ alle Staaten, die gesamte Weltgemeinschaft interessieren sollten. Der UNO zufolge handelt es sich um ein „Weltproblem“, weil das Weltproblem „Atomkrieg“ nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Ostblocks nicht mehr existierte oder zumindest keine ernstliche Gefahr mehr bedeutete. Die UNO braucht solche Probleme zur Rechtfertigung ihrer eigenen Existenz, weil sie unfähig ist ihrer eigentlichen Aufgabe nachzukommen, nämlich bewaffnete Konflikte zu verhindern. Die UNO kann also das Projekt „Klimawandel“ nicht aufgeben und sagen: „Außer Spesen nichts gewesen“. Das Projekt „Klimawandel“ muss deshalb immer weiterkochen, manchmal, wie jetzt, auf größerer Flamme. Der neu IPCC-Report musste also, trotz Stillstand der globalen Erwärmung, noch allarmistischer ausfallen als die vorangegangenen Berichte. Nach dem Motto: je geringerer die Gefahr, desto lauter das Geschrei. Man muss also abwarten wie die „Weltgemeinschaft“ an der nächsten Monsterveranstaltung zum Klimawandel reagiert. Wer braucht die Energiewende? Offensichtlich Deutschlands Regierungen. Diese rechtfertigen ihre Energiepolitik mit dem Klimaschutz, d.h. mit der Notwendigkeit die CO2-Emissionen unter das Niveau von 1990 herunterzuschrauben. Dass das eine blödsinnige Begründung ist, fällt offenbar nur wenigen auf. Es ist absurd: Die Emissionen von 80 Millionen Deutschen sollen das Klima retten, während für 2,5 Milliarden Chinesen und Inder die Emissionen kein Thema sind, weil sie andere, schwerer wiegende Probleme haben. Verschwiegen wird in Deutschland, dass der Klimaschutz nur eine vorgeschobene Begründung für die Energiewende ist und war. Der eigentliche Grund für die „Energiewende“ war die Hoffnung, dass Photovoltaik und Windturbinenbau der deutschen Wirtschaft ein weiteres Bein, neben Automobil- und Maschinenbau, hinzufügen könnte. Diese Spekulation ist leider in die Hose gegangen. Die deutsche Photovoltaikindustrie ist pleite und auch die meisten Windturbinen werden von anderen gebaut. Das kann jedoch keine deutsche Regierung zugeben. Deshalb muss weiterhin der Klimawandel, bzw. der Klimaschutz als verlogene Begründung für die Energiewende herhalten. In diesem Sinne ziehen Deutschland und die UNO am gleichen – fiktiven - Strang.

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