Drucken -

Die aktuelle Juli-Ausgabe 2016 ist da!

Anzeige
Erschienen in Ausgabe: No 98 (04/2014) Letzte Änderung: 16.04.14

Wiedereröffnung der Staatsgalerie in der Benediktinerabtei Ottobeuren

von Tine Nehler

Die Staatsgalerie in der Benediktinerabtei Ottobeuren ist wieder geöffnet: Ab sofort kann man diese kleine, aber feine Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen nach längerer Schließung erneut besichtigen. Ein Jahr lang waren die Werke der Galerie nach München ausgelagert. Grund hierfür war die Restaurierung der spätbarocken Decken der historischen Galerieräume unter Leitung des Staatlichen Bauamts Kempten. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen nahmen die Schließung der Galerie zum Anlass, die Gemälde und ihre Rahmen dringend notwendigen konservierenden und restauratorischen Maßnahmen zu unterziehen.
Unter den prachtvollen Deckendekorationen erstrahlen die zurückgekehrten Bilder – Altartafeln der allgäu-schwäbischen Spätgotik und Werke der Barockmalerei – nun in neuem Glanz. Erläuternde Texte geben dem Besucher Grundinformationen an die Hand und erklären die Bildsprache der Gemälde. Auch inhaltlich komplexe Werke wie die um 1450 entstandene Ottobeurer Marientafel lassen sich so entschlüsseln.

Die Staatsgalerie in der Benediktinerabtei Ottobeuren ist eine der zwölf Zweiggalerien der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die sich auf ganz Bayern verteilen. Sie umfasst überwiegend Bestände der ehemaligen Klostergalerie der früheren Reichsabtei Ottobeuren. Viele der Werke dürften ursprünglich zur Einrichtung des Klosters und seiner Kirche beziehungsweise zu Filialkirchen gehört haben und verloren insbesondere durch die Barockisierung ihre ursprüngliche Funktion. Schon im 18. Jahrhundert wurden sie Teil der Stiftsgalerie: Bereits Abt Rupert II. Neß (reg. 1710–1740) vereinte ausgewählte Gemälde des Klosters in einer Schausammlung, die auch Geschenke und Ankäufe aufnahm; Abt Honorat Göhl (reg. 1767-1802) erweiterte sie. Mit der Klosterauflösung im Zuge der Säkularisation 1802/03 gelangten die Bilder in staatliches Eigentum. In der Folge wurde der Bestand durch Versteigerungen stark verringert. Um die verbliebenen Werke in ihrer Mehrzahl wieder dauerhaft am Ort ihrer Herkunft zeigen zu können, wurde 1967 die Staatsgalerie gegründet.

Öffnungszeiten des Klostermuseums und der Staatsgalerie: Palmsonntag bis Allerheiligen täglich 10.00-12.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr. In der übrigen Zeit eingeschränkte Öffnungszeiten.

Bild

Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Staatsgalerie in der Benediktinerabtei Ottobeuren

>> Kommentar zu diesem Artikel schreiben. <<

Um diesen Artikel zu kommentieren, melden Sie sich bitte hier an.

Neueste Artikel ▲

Meist gelesene ▼

  •  
  • Anzeige
  •  
  • Anzeige
  •  
  •  
  •  
Zum Seitenanfang zurück