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Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe Letzte Änderung: 28.11.14

Spazierengehen: Matthias Mühling, Direktor des Lenbachhauses, Di, 2. Dezember, 18 Uhr in der Reihe NATUR ALS KUNST - Vortragsreihe zur Frühen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts in Deutschland und Frankreich aus der Christoph Heilmann Stiftung im Lenbachhaus

von Claudia Weber

Bild

Gustave Coubert
Schwarze Felsen am Strand von Trouville, 1865
Christoph Heilmann Stiftung

Georg-Knorr-Saal
Luisenstr. 33



Mit dieser jüngst dauerhaft ins Lenbachhaus integrierten Sammlung ist ein neuer Akzent in dessen Bestand gesetzt. Es handelt sich dabei um Landschaftsmalerei der früheren Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, die sich damals als führend unter den Kunstgattungen emanzipierte, und mit der neu errungenen Freiheit künstlerischer Selbstfindung eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung der Moderne legte.
Das konsequent verfolgte Sammlungskonzept zeigt ausgewählte Beispiele führender deutscher Landschaftsmaler aus nördlichen Regionen und Süddeutschland wie Johan Christian Dahl, Karl Blechen und Johann Georg von Dillis. Diesen sind charakteristische Werke der bedeutendsten Meister gleicher Generation aus Frankreich gegenübergestellt, hauptsächlich von den sogenannten Barbizon Malern, unter ihnen Jean-Baptiste Camille Corot, Gustave Courbet und Théodore Rousseau. Sie bereiteten den Boden für die Impressionisten und wirkten bald auch auf deutsche Maler anregend.
Alle diese Künstler zeichnet aus, dass sie die an den Kunstakademien vermittelten Traditionen vernachlässigten, ihren eigenen Naturerfahrungen und -stimmungen nachspürten und diese in selbst gefundenen Landschaftsmotiven umsetzten. Nicht mehr formale Schultraditionen, sondern subjektives Naturerlebnis, seelische Befindlichkeit, atmosphärische Besonderheit und (Adjektiv?) Farbwerte traten nun in den Vordergrund künstlerischen Schaffens.
Die Ölskizze vor dem Motiv, seit dem Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich bereits vereinzelt praktiziert, sollte den Natureindruck als Ganzes unmittelbar wiedergeben, während der erinnerte, im Atelier ausgeführte Natureindruck neben den traditionellen Kompositionen für den »Salon« als autonomes Kunstwerk galt. Nicht ohne Grund wurden in diesen Jahrzehnten auch die meisten Theorien zur Landschaftsmalerei entwickelt. Fünf Vorträge, inspiriert von den Künstlern und Kunstwerken der Stiftung, beleuchten ab Oktober 2014 Themen und Facetten, die sich aus der Auseinandersetzung mit der Sammlung ergeben.

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