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| Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe | Letzte Änderung: 03. Juni '09 |
von Egidius Schwarz
Laut „Kunstkompass 2009“ sind die beiden deutschen Künstler
Georg Baselitz und Gerhard Richter die weltweit derzeit am meisten beachteten
zeitgenössischen Kunstschaffenden.Platz drei belegt der Amerikaner Bruce Nauman, berichtet
die Zeitschrift "manager magazin", die den "Kunstkompass"
in Auftrag gibt. Auf den Plätzen vier bis zehn folgen Sigmar Polke
(Deutschland), Maurizio Cattelan (Italien), Olafur Eliasson (Dänemark), Anselm
Kiefer (Deutschland), Richard Serra (USA), Mike Kelley (USA) und William
Kentridge (Südafrika).
Trotz der Erfolge asiatischer, osteuropäischer und afrikanischer Künstler
führen Deutsche nach wie vor die Nationenwertung an. 28 unter den Top 100 kommen
aus der Bundesrepublik, gefolgt von den USA (25 Künstler), Großbritannien (12),
Italien (4) und der Schweiz (4).
In der Liste der 100 einflussreichsten Künstler der Gegenwart finden sich so
viele neue Namen wie noch in der fast 40-jährigen Geschichte des
"Kunstkompass": 46 Namen tauchen erstmals im Ranking auf. Viele der
Newcomer kommen aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Entwicklung zeige,
dass die Globalisierung des Kunstbetriebs inzwischen Realität sei und sich die
Szene nicht mehr auf Nordamerika und Westeuropa konzentriere, resümierte die
Kunstexpertin Linde Rohr-Bongard, die den Kunstkompass für das "manager
magazin" erstellt hat.
Heute gilt der "Kunstkompass" als Gradmesser für Rang und Ruhm
lebender Künstler. Es misst die Resonanz, die der jeweilige Künstler und seine
Werke im internationalen Kunstbetrieb finden. In die Bewertung fließen
Einzelausstellungen in namhaften Museen ebenso ein wie die Teilnahme an
wichtigen Gruppenausstellungen und Rezensionen in renommierten Kunstmagazinen.
Markterfolg und Auktionspreise spielen bei der Bewertung allerdings keine
Rolle
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