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08. September '10 (gestern)

Nominierte für Deutschen
Buchpreis stehen fest

Jetzt sind es nur noch sechs Autoren, die sich Chancen auf den diesjährigen Deutschen Buchpreis ausrechnen können. Als Finalisten des Wettbewerbs nominierte die Jury: Jan Faktor, Thomas Lehr und Melinda Nadj Abonji. Doron Rabinovici bleibt neben Peter Wawerzinek und Judith Zander ebenfalls auf der Auswahlliste. Der Sieger soll am 4. Oktober bekannt gegeben werden. Zu dem Wettbewerb hatten deutschsprachige Verlage fast 150 Neuerscheinungen eingereicht. Der Deutsche Buchpreis (dbp) zeichnet seit 2005 jährlich den „besten Roman deutscher Sprache“ aus. Gestiftet wurde er vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Der Sieger erhält 25.000 Euro, die fünf anderen Finalisten je 2.500 Euro.

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06. September '10

Die Fänge des Geheimdienstes:
Wallraff und der Stasi-Veracht

Der Verdacht, doch für die Stasi gearbeitet zu haben, läßt Bestseller-Autor Günther Wallraff nicht los. Laut der Zeitung "Berlingske Tidende" soll der Journalist über die Begegnung mit einem Stasi-Mitarbeiter 1971 nicht die volle Wahrheit gesagt haben. Dies sei aus einem kürzlich entdeckten Papier des dänischen Geheimdienstes hervorgegangen. Demnach hatte sich Wallraff damals mit dem ostdeutschen Stasi-Mitarbeiter Heinz Gundlach unter vier Augen in einem Kopenhagener Hotel getroffen. Der Autor von "Ganz unten" hatte aber angegeben, Gundlach im Beisein weiterer Personen getroffen zu haben. In einer Verhandlung vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht 2006 wurde dies als entlastender Faktor gewertet. Damals hatte sich Wallraff erfolgreich gegen die Behauptung der "Bild"-Zeitung gewehrt, als Stasi-Spitzel tätig gewesen zu sein.

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06. September '10

Michel Houellebecq und
der Vorwurf des Plagiats

Die Edition "Flammarion" in Paris teilte mit, daß sie die Plagiatsvorwürfe gegen Bestsellerautor Michel Houellebecq nicht gelten lassen will. Wie aus der Metropole an der Seine zu hören war, verwendet Houellebecq in seinem neuen Roman "La carte et le territoire" zwar Auszüge aus Internetseiten als literarisches Rohmaterial, doch könnte dabei von einem Plagiat nicht gesprochen werden, da der Autor die Vorlagen künstlerisch bearbeite. "Flammarion" reagierte damit auf einen kritischen Artikel in der französischen Ausgabe des Online-Magazins "Slate". Darin wurden Passagen aus dem Roman Houellebecqs und Auszüge aus bestimmten Artikeln der Internet-Enzyklopädie "Wikipedia" über Künstler einander gegenübergestellt. Dabei waren auffällige wörtliche Parallelen zu erkennen. "La carte et le territoire" erscheint am 8. September.

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31. August '10

Bonjour Antonin Artaud

Lisz Hirn begibt sich auf Spurensuche, was dabei herauskommt, ist ein Gespräch mit einem der skurrilsten Künstler des. 20. Jahrhunderts. Antonin Artaud kommt 1896 in Marseille zur Welt. Er erwirbt sich im Laufe seines Lebens einen Ruf als Regisseur, Schauspieler und Theatertheoretiker. Ein Interview über die wuchernde Theaterunkultur, gesellschaftlichen Ausstoß und die postmoderne Obszönität der Kunst. Antonin Artaud wird am 5. März 1948 tot in seiner Wohnung in Ivry-sur-Seine aufgefunden.

> Was Kunst können sollte - Ein posthumes Interview mit Antonin Artaud
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30. August '10

Seit 20. Jahren Auf großer Fahrt:
Faber & Faber feiert Geburtstag

Bild

Rechte: Faber & Faber

Unter dem Motto "20 Jahre auf großer Fahrt!" feiert der Leipziger Verlag Faber & Faber am 5. September sein 20-jähriges Bestehen. 1990 wurde er von Elmar Faber und seinem Sohn in Berlin gegründet. Anfang 2010 wurde der Verlag beim bundesweiten Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" für seine Reihe "Die DDR-Bibliothek" als "Ausgewählter Ort 2010" ausgezeichnet. Ab 1975 war Faber Verleger von "Edition Leipzig" und von 1983 bis 1992 Verleger des Aufbau-Verlages sowie von "Rütten & Loening". Zu den Aufbau-Autoren zählten damals Christa Wolf, Volker Braun, Irmtraud Morgner und Erwin Strittmatter. Vom ersten Buch an gehörte auch Christoph Hein dazu, dessen Roman "Horns Ende" Elmar Faber 1985 ohne Druckgenehmigung auf den Markt brachte.

Feuilleton

23. August '10

Christoph Schlingensief im Porträt

Video vorübergehend nicht erreichbar

Quelle: Quelle: You Tube

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17. August '10

Vierzehn Knoten bis Greenwich:
Das Leben der Lasker-Schüler

Viele Schriftsteller - so auch Johann Wolfgang von Goethe - fassten die Lust und den positiven Bildungseffekt einer Reise in Worte: "Die Reise gleicht einem Spiel; / es ist immer Gewinn und Verlust dabei, / und meist von der unerwarteten Seite; / man empfängt mehr oder weniger, als man hofft. / Für Naturen wie die meine ist eine Reise unschätzbar: / sie belebt, berichtigt, belehrt und bildet." In Olli Jalonens neuem Roman, der für den Finlandia Prize nominiert war und dessen Werk nun erstmals kongenial von Stefan Moster ins Deutschen übertragen wurde, geht es gleichfalls um eine Reise oder eher um einen Wettbewerb, einen sehr ungewöhnlichen noch dazu.

> Die Schlange beißt sich in den Schwanz
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16. August '10

Günter Grass kritisiert
unpolitische Kollegen

Der Schriftsteller Günter Grass hat seine jüngeren Kollegen kritisiert. Der Schriftsteller vermißt das politische Engagement beim Autoren-Nachwuchs. Früher sei der Beitrag der Intellektuellen zur Entwicklung der Demokratie in Deutschland erheblich gewesen, nun zeichnet sich ab, daß es dergleichen Engagement nicht mehr geben werde. Die Finanzkrise, die Kinderarmut, die Abschiebepraxis sowie die Schere zwischen Reich und Arm - das seien Themen, zu denen jüngere Schriftsteller eine Haltung entwickeln und verlautbaren sollten, so Grass.

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Artikel in dieser Rubrik:

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Was Kunst können sollte - Ein posthumes Interview mit Antonin Artaud

(Lisz Hirn)

Antonin Artaud kommt 1896 in Marseille zur Welt. Er erwirbt sich im Laufe seines Lebens einen Ruf als Regisseur, Schauspieler und Theatertheoretiker. Ein Interview über die wuchernde Theaterunkultur, gesellschaftlichen Ausstoß und die postmoderne Obszönität ...

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Die Kunst des Reisens

(Lisz Hirn)

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Leben wir in einer mythischen oder logischen Welt?

(Lisz Hirn)

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Zur Erinnerung an Rainer Maria Rilke

(Stefan Groß)

Zaghaft und verspielt kommt das lyrische Frühwerk Rainer Maria Rilkes dem Leser in den Blick, zaghaft die Versuche, jene große Emotionalität zu binden, die in einer Seele schlummert, die noch ungeformt, sich ...

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Heinrich Heine als Journalist

(Stefan Groß)

Gescholten und bewundert, gepriesen und verabscheut, die Facetten der Heineinterpretation sind vielgestaltig. Spektakulär ist Heine auf jeden Fall gewesen, auch wenn sein Abtritt von der Weltbühne vor 150 Jahren alles andere war. Das ...

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Urheberrecht und Hegemann-Wahn

(Bettina Röhl)

Anti-It-Girl Helene Hegemann verletzt offenbar notorisch Urheberrechte Dritter. Ihr Buch, eine etwas verkorkste Ansammlung von Wörtern, ist, unbeschadet dessen dass gerade so etwas von der Rezension zu Kunst erklärt wird, offenbar ein Konglomerat ...

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Prometheus´ Erben. Das Tragische als Schlüssel zur Erneuerung der abendländischen Kultur.

(Lisz Hirn)

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Rassist und Antisemit oder Patriot und Gelehrter?

(Constantin Graf von Hoensbroech)

Die Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald streitet über ihren Namenspatron

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"Schillers Vermächtnis: Kulturelle Bildung" - Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler bei der Wiedereröffnung des Schiller-Nationalmuseums am 250. Geburtstag Friedrich Schillers

(Horst Köhler)

"Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei - und wär' er in Ketten geboren". Das ist eine der bekanntesten Sentenzen von Friedrich Schiller - und es ist sozusagen reinster Schiller: ...

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Ciceroni: Cioran, Celibidache. Oder: über Musik.

(Daniel Krause)

Cioran Es herrscht kein Mangel an musikwissenschaftlichen Abhandlungen. Anders verhält es sich mit Musik-Philosophie: Zeitgenössische Ästhetik be­fasst sich viel eher mit Bildender Kunst und Literatur. Sollte die viel be­schwor­ene Sprachferne aller Musik – aller guten Musik – ...

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Nietzsches Zarathustra

(Marco Meng)

Nietzsches Zarathustra ist ein gewaltiges Opus und beeinflusste vielleicht die Geistesgeschichte der Menschheit mehr als jedes andere literarische Werk. Sagte ich, literarisches Werk? Ist es aber nicht vielmehr ein philosophisches? Was offenbart sein ...

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Der schöne Schein aus Wachs. Madame Tussaud feiert in Berlin ihr einjähriges.

(Lutz Rathenow)

„Nein, der macht mir Angst!“ bekräftigt die junge Dame entschlossen und tritt weg von Willy Brandt, mit dem sie sich nicht fotografieren lassen will: „Wer ist denn das eigentlich?“ legt sie nach. ...

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Das Ziel und das Heil des Menschen. Eine Groteske des lautstarken Lebens unweit der Krise

(Ulrich Büchler)

Die Sicherung: das Ziel des Menschen Der einzelne Mensch hat immer ein Ziel. Mindestens eines, sein Minimalziel. Was auch immer er tut, sein Tun ist, sofern es bewusst geschieht, zuerst auf die Sicherung ...

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Zum Gedenken an den Vater der Psychoanalyse: Sigmund Freud - 70. Todestag

(Sophie Bartholome)

„Das Unbewusste ist viel moralischer, als das Bewusste wahrhaben will.“

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De felicitate.

(Lisz Hirn)

Was bedeutet es heutzutage, glücklich zu sein?

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Die Notwendigkeit tragischen Denkens in Krisenzeiten

(Lisz Hirn)

“Car le tragique n´est pas une épreuve parmi beaucoup d´autres, il est l´épreuve par excellence de l´exister comme homme.”[1] (François Chirpaz) Dieser Essay behandelt die These, dass eine Renaissance des tragischen Denkens in unserer ...

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Welchen Zweck hat Wahrheit?

(Teresa Tammer)

Essay zu Richard Rortys Solidarität oder Objektivität?

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Antisemitismus und Literatur

(Marcel Reich-Ranicki)

Bettina Röhl im Interview mit Marcel Reich-Ranicki

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Marcel Reich-Ranicki - der große Theaterdonner im deutschen Literaturbetrieb!

(Bettina Röhl)

Reich-Ranicki ist ein großartiger Provokateur und ein verkannter Opportunist. Ein Film zeigt jetzt sein frühes Leben und auch sein Überleben im Warschauer Ghetto. Aus diesem Anlass erscheint hier ein Nachdruck des Interviews der Autorin ...

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Unwissen macht nichts?
Das Prinzip Verantwortung wird 30

(Teresa Tammer)

Vor 30 Jahren erschien ein Buch mit dem Titel: Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation. Der Autor, Hans Jonas (1903-1993), schrieb es als Antwort auf die drängenden Fragen der ...

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Warum Vorlesen wichtig ist

(Lutz Rathenow)

Warum wollen kleine Kinder bestimmte Bilderbücher immer wieder vorgelesen bekommen? Bis sie diese auswendig können. Um diese selbst wieder und wieder durchzublättern und sich plötzlich eine eigene Lesefähigkeit vorzuspielen. Lesefähigkeit bedeutet Denkfähigkeit, sie führt zu Handlungsmöglichkeiten und ist keineswegs nur Ausdruck simpler Anpassung.

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Das geteilte Bilderbuch

(Lutz Rathenow)

Wir reden viel über Pisa und Lesekompetenz, kümmern uns aber beschämend wenig um die ersten konkreten Leseanregungen in Form von Büchern. Wäre unser Interesse an dem, was Kinder zuerst zu lesen bekommen, größer, wäre der diskutierenden Feuilleton-Öffentlichkeit längst ein Problem aufgefallen: der gespaltene deutsch-deutsche Bilderbuchmarkt.

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Einsamkeit. Über ein Problem in Leben und Werk des späten Goethe

(Ernst Osterkamp)

In einem mit den Künstlern und dem Publikum seiner Zeit bitter hadernden Rückblick auf die im Jahre 1805, dem Todesjahr Schillers, durchgeführte letzte Weimarische Kunstausstellung hat Goethe die düstere Prognose for­mu­liert: „die Weimarischen Kunstfreunde, ...

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Hilft das Lesen in der Not? Warum unsere Wirtschaftskrise eine Krise der Moderne ist

(Hartmut Böhme)

Vielleicht sind die Reservoirs der westlichen Kulturen erschöpft. Der Mo­tor des Fortschritts und der Ausdifferenzierung scheint ein Auslaufmodell zu sein. Ideenverlassenheit, Welt- und Selbstfremdheit, Traditionsverlust, „das Grauen“ (Joseph Conrad) sind die Stichwörter der Moderne ...

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Die Kunst des Loslassens

(Heike Geilen)

Frido Mann Achterbahn. Ein Lebensweg Rowohlt Verlag, Reinbek (Mai 2008) 383 Seiten, Gebunden ISBN-10: 3498045105 ISBN-13: 978-3498045104 Preis: 19,90 EURO

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Schöngeist, Freiheitskämpfer und Bauer

(Heike Geilen)

Elke Heidenreich Eine Reise durch Verdis Italien. Flieg, Gedanke.. Gekürzte Lesung; Sprecherin: Elke Heidenreich Random House Audio (Oktober 2008) 2 CDs, ca. 146 Minuten ISBN-10: 3866049285 ISBN-13: 978-3866049284 Preis: 19,95 EURO

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Was können wir von Friedrich Schiller lernen?

(Stefan Groß)

Die intellektuelle Welt ist sich einig: Friedrich Schiller bleibt der große Wortführer des 19. Jahrhunderts – auch in Sachen Politik. Er war aber, dies lässt sich nicht bestreiten, kein rein politisierender Philosoph, wenngleich ...

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