Finanz- und Kapitalmarkt
29. November '11
Wieviel Staat braucht
die Marktwirtschaft?
„Der deutsche Staat hat zur Stunde das Recht, das
Sondereigentum durch geeignete Zwangsmaßnahmen so weit in Gemeineigentum zu
verwandeln, als sein eigenes Dasein und seine innenpolitische Ordnung mit
dieser Wandlung stehen und fallen.“ Diese Aussage klingt sehr dramatisch nach
Staatssozialismus, scheint sehr aktuell zu sein und würde heute gewiss auf
weite Zustimmung stoßen, nicht nur bei den „Linken“.
> Wolfgang Ockenfels: Wie viel Staat braucht die Marktwirtschaft?
Finanz- und Kapitalmarkt
04. Februar '11
Joseph Alois Schumpeter
und der Sozialismus
„Es ist durchaus denkbar, dass künftige Generationen auf Beweise der Unterlegenheit des sozialistischen Plans ebenso herabsehen werden, wie wir auf Adam Smith’s Argumente gegen die Aktiengesellschaft.“ Diese Äußerung stammt nicht etwa aus der „kommunistischen Plattform“ einer Linkspartei, sondern von Joseph Alois Schumpeter, den letzten universalen Kopf unserer Wissenschaft, wie der Kölner Wirtschaftsprofessor und Volkswirtschaftspapst Günter Schmölders (1903-1991) ihn nannte.
> Joseph Alois Schumpeter (1883-1950) und der sozialistische Plan
Finanz- und Kapitalmarkt
07. November '11
Ethik für
Manager
Aus
der Bibel kennen wir den naturalen Rhythmus von sieben mageren und sieben
fetten Jahren. Auch die Erfahrung mit der modernen Wirtschaftswelt scheint die
ewige Wiederkehr eines Konjunkturzyklus zu bestätigen, der sich aber nicht auf
die geheiligte Zahl sieben festlegen läßt und sich überdies verläßlicher
Berechnung entzieht. Diese Unberechenbarkeit ist eine Frechheit, die sich der
Geschichtsverlauf gegenüber den politökonomischen Technokraten herausnimmt. Mit
den Konjunkturen und Strukturen wird man einfach nicht fertig. Wegen der
„Imponderabilien“, hätte Bismarck gesagt.
> Nach der Krise – vor der Krise
Finanz- und Kapitalmarkt
17. November '11
Der Schatten des
"Homo oeconomicus"
„Homo oeconomicus" meint zunächst den wirtschaftenden Menschen. Manche
wollen aber auch dahinter den „wirtschaftlichen Menschen" sehen, der zu
einem Objekt der Tauschbeziehungen wird. Jedenfalls gehört das
umstrittene Stichwort „Homo oeconomicus" zum Kernbestand der klassischen
Ökonomie und kommt bei allen Modifizierungen wieder in der
neoklassischen Variante vor. Es wird leicht Anlass zur Polemik und zur
Apologetik. Wir wollen das Stichwort aufnehmen, keine Karikatur daraus
machen, aber doch die Probleme im Zusammenhang von Ethik und
Wirtschaftstheorie bzw. Wirtschaft ansprechen.
> Karl Kardinal Lehmann: Der Schatten des „Homo oeconomicus"
Finanz- und Kapitalmarkt
16. Oktober '11
Reform des Finanzmarktes
dringender denn je
Da ist es wieder, das große Heulen und Zähneklappern. Obwohl während der
letzten Finanzkrise vor allem in den USA viele Banken Pleite machten,
sind die Finanzmärkte noch immer um ein Vielfaches größer als die
Realwirtschaft dies für ihre Investitionen und ihren Handel bräuchte.
Noch immer ist ein großer Teil der weltweiten Finanztransaktionen reine
Spekulation und hat mit wirklichem Wirtschaften und echter Wertschöpfung
nicht das geringste zu tun. Der damalige Bundespräsident Horst Köhler –
selbst ausgebildeter Ökonom und ehemaliger Chef der Weltbank – hatte
vor einer Übermacht des Marktes gewarnt:
> Marco Meng: Reform des Finanzmarktes notwendiger denn je
Finanz- und Kapitalmarkt
29. Juni '11
Thomas de Maizière und
das christliche Wertebild
Christliche Verantwortung in
Politik und Wirtschaft standen im Mittelpunkt eines Vortrages von Verteidigungsminister
Dr. Thomas de Maizière auf den Sommerempfang des Bundes Katholischer
Unternehmer und seiner Vorsitzenden Marie-Luise Dött. Als eine der wesentlichen
Aufgaben des Christen in der modernen Gesellschaft bleibt für Verteidigungsminister
de Maizière (CDU) die kritische Einmischung in die Gesellschaft, eine
Einmischung, die nicht in Form einer moralisierenden Wertedebatte zu führen
ist, einer Art Sonntagsrede, die immer scheitern muß. Theoretisch lassen sich
Werte nicht verordnen, sondern nur im konkreten Fall und in einer auf die
Praxis bezogenen Diskussion ist der Wertediskurs überhaupt erst sinnvoll.
> Thomas de Maizière und das christliche Wertebild in der modernen Gesellschaft
Finanz- und Kapitalmarkt
20. Mai '11
Unternehmenskultur,
Führungsstil und Ethik
Niemand dürfte heutzutage
ernsthaft bestreiten, dass der Unternehmenskultur und den Elementen des
Führungsstils eine erhebliche Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg eines
Unternehmens beizumessen ist.
Deshalb ist es als erstaunlich zu
bezeichnen, dass die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass diesen
Erfolgsfaktoren offensichtlich immer weniger Bedeutung beigemessen wird. Die
festzustellende, ständige Erosion, der Unternehmenskulturen in den Unternehmen
ist deshalb auch bemerkenswert, da in allen Managerlehrgängen und ähnlichen
Veranstaltungen sehr deutlich auf die Notwendigkeit einer entsprechenden Kultur,
welche diese Bezeichnung verdient, hingewiesen wird.
> Unternehmenskultur, Führungsstil und Ethik
Finanz- und Kapitalmarkt
15. April '11
Gute Gründe für ein
Grundeinkommen
Der Vordenker der Neoliberalen
gilt als Befürworter eines „bedingungslosen Grundeinkommen“ in Form einer
Negativsteuer, wenn das Einkommen eines Menschen unter ein gewisses Niveau
absinkt. Es dürfte der Allgemeinheit bekannt sein, dass die Neoliberalen sich
gegen eine Einmischung des Staates wehren mit dem Hinweis, dass dieses einen
Eingriff in die Freiheit beinhalten würde. Man sollte alles den Märkten
überlassen. Dieser Unsinn, welcher die Unfreiheit, Ausbeutung und Ausgrenzung
der vermeintlich „Schwächeren“ beinhaltet, wird u.a. über die Sektierer der
„Tea-Party“ in den USA verbreitet.
> Rainer Westphal: Gründe für ein bedingungsloses Grundeinkommen
Finanz- und Kapitalmarkt
30. Januar '11
J. K. Galbraith und das
Versagen der Märkte
Wenn der 44. Präsident der Vereinigten
Staaten über eine Kommission feststellen lässt, dass wir es bei der Finanzkrise
um ein Ergebnis menschlicher Taten und Tatenlosigkeit zu tun haben, dann dürfte
er durchaus die Wahrheit ans Licht gebracht haben. Allerdings dürfte es sich
bei dem Gutachten um ein Alibigutachten handeln um vom Versagen der Politik abzulenken.
Scheinheilig werden Alan Greenspan, der ehemalige Chef der Notenbank, und der
jetzige, Bernanke, als Hauptschuldige ausgemacht. Offenbar soll die Öffentlichkeit wieder
einmal dahingehend getäuscht werden, dass die Politiker nicht in Kenntnis waren,
dass die Märkte von Mammutkonzernen, Banken, Versicherungen und Spekulanten sowie
Geldhäusern beherrscht wurden und werden. Dieses bezieht sich insbesondere auf
Finanzmärkte, welche völlig unkontrolliert zum Spielball der Interessen, die
von der Gier getrieben werden, mutiert sind.
> Rainer Westphal: John Kenneth Galbraith und das Versagen der Märkte
Finanz- und Kapitalmarkt
24. Januar '11
Maynard Keynes und
das Ende der Finanzkrise
Mit Befremden ist zur Kenntnis zu nehmen, dass sich gewisse
Politiker und selbsternannte Ökonomen rühmen, die richtigen Entscheidungen
zwecks Überwindung der Finanzkrise getroffen zu haben. Dieses betrifft
insbesondere die Verfechter des Neoliberalismus, welche immer noch nicht
zugeben können, dass dieses Konzept als endgültig gescheitert angesehen werden
kann, zumal Deregulierungen der Finanzmärkte als eine der Hauptursachen für das
eingetretene Desaster anzusehen sind. Als besonders merkwürdig kann diese
Verhaltensweise angesehen werden, da keineswegs davon auszugehen ist, dass die
Finanzkrise überstanden ist.
> John Maynard Keynes und die Bewältigung der Finanzkrise
Finanz- und Kapitalmarkt
13. Januar '11
Die Aktualität
von "Stamokap"
Zu
Beginn der siebziger Jahre geriet diese Lehre unter dem Kürzel „Stamokap“
wieder in die Diskussion der SPD. Hans Ulrich Klose, ehemals Erster
Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, stellte eine typische
Stamokap-Behauptung auf, als er in einem Interview erklärte, dass „wir (der
Staat) uns ziemlich handfest als Reparaturbetrieb des Kapitalismus betätigen“. Die
Finanzkrise, welche mit dem Scheitern des Neoliberalismus als solches in Verbindung
gebracht werden kann, zwingt förmlich dazu, sich mit der Stamokap-These und den
Erkenntnissen von Rudolf Hilferding wieder intensiv zu befassen.
> Rainer Westphal: Staatsmonopolkapitalismus
Finanz- und Kapitalmarkt
27. Januar '11
Milton Friedman
und der Sozialstaat
Milton
Friedman (1912-2006) gilt als einer der bedeutendsten Ökonomen unserer Zeit,
die dem klassischen Kapitalismus das Wort geredet haben. Der Staat hätte nach
seinen Thesen für nichts anderes zu sorgen als den Besitz der Bürger und diese
selbst, durch die Polizei zu schützen und die Landesverteidigung zu sichern.
Vor allem aber dürfe sich der Staat nicht in die Wirtschaft einmischen, und von
der Bevölkerung immer mehr Steuern verlangen. Friedman gilt als einer der Vordenker
der Neoliberalen, welche seine Lehren dankbar übernommen haben, und den Begriff
vom „Nachtwächterstaat“ prägten.
Wie
vor zweihundert Jahren zuvor Adam Smith (1723-1790) gab Friedman vor zu
glauben, dass im System der freien Marktwirtschaft eine harmonisierende Kraft
steckt, die gleichsam, wie von Gott gewollt, automatisch die bestmögliche
Versorgung der Menschen mit Geld und Gütern sichert.
> Rainer Westphal: Milton Friedman und der Sozialstaat
Finanz- und Kapitalmarkt
11. Januar '11
Vom sozialen Ethos
des Unternehmers
Einundzwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer trauern viele
ostdeutsche Bundesbürger noch der Planwirtschaft nach. Von Sozialer
Marktwirtschaft hingegen halten sie wenig, sehen darin nichts anderes als eine
andere Form von Raubtierkapitalismus. Auch die Rolle des Unternehmers in der
Gesellschaft wird zumeist kritisch gesehen. Aber wie sehr richtiges
Unternehmertum mit der Idee des Sozialen verbunden ist, bleibt für viele damit
auf den ersten Blick verschlossen. In der Tabula Rasa wirft Marie-Luise Dött,
die seit 2001 Bundesvorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer ist, einen
Blick auf die Soziale Marktwirtschaft und unterstreicht ihre
"gesellschaftliche Aufgabe" und ihre "soziale" Funktion.
> Marie-Luise Dött: Unternehmerverantwortung in der Sozialen Marktwirtschaft
Finanz- und Kapitalmarkt
16. Dezember '10
Der Schatten des
„Homo oeconomicus"
„Homo oeconomicus" meint zunächst den wirtschaftenden Menschen. Manche
wollen aber auch dahinter den „wirtschaftlichen Menschen" sehen, der zu
einem Objekt der Tauschbeziehungen wird. Jedenfalls gehört das
umstrittene Stichwort „Homo oeconomicus" zum Kernbestand der klassischen
Ökonomie und kommt bei allen Modifizierungen wieder in der
neoklassischen Variante vor. Es wird leicht Anlass zur Polemik und zur
Apologetik. Wir wollen das Stichwort aufnehmen, keine Karikatur daraus
machen, aber doch die Probleme im Zusammenhang von Ethik und
Wirtschaftstheorie bzw. Wirtschaft ansprechen.
> Karl Kardinal Lehmann: Der Schatten des „Homo oeconomicus"
Finanz- und Kapitalmarkt
15. Dezember '10
Wie viel Staat braucht
die Marktwirtschaft?
„Der deutsche Staat hat zur Stunde das Recht, das
Sondereigentum durch geeignete Zwangsmaßnahmen so weit in Gemeineigentum zu
verwandeln, als sein eigenes Dasein und seine innenpolitische Ordnung mit
dieser Wandlung stehen und fallen.“ Diese Aussage klingt sehr dramatisch nach
Staatssozialismus, scheint sehr aktuell zu sein und würde heute gewiss auf
weite Zustimmung stoßen, nicht nur bei den „Linken“. Allerdings ist der eben
zitierte Ausspruch ein Zitat aus der Schrift „Was nun?“, die Eberhard Welty
1945 in einer extremen Notsituation verfasste.
> Wie viel Staat braucht die Marktwirtschaft?
Finanz- und Kapitalmarkt
18. November '10
"Nach der Krise - vor der Krise
Verantwortung und Freiheit"
Die Welt sähe heute anders, will sagen: besser aus, wenn Immanuel
Kants kategorischer Imperativ auf dem Finanzmarkt oder auch in der
Politik für Familien und Kinder angewandt werden würde. Eine spannende,
auf den ersten Blick vielleicht allzu gewagt anmutende These, die der
ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof (Foto) formuliert. Doch bei näherer
Betrachtung ist es durchaus nachvollziehbar und möglicherweise geradezu
notwendig, das oberste Prinzip der Moralität des berühmtesten
Philosophen der Aufklärung als zeitlos gültige ethische Kategorie in den
aktuellen Debatten um Ursachen, Verlauf und Konsequenzen der
zurückliegenden Wirtschaftskrise anzumahnen.
> Kants Imperativ und Rüttgers` Regeln
Finanz- und Kapitalmarkt
10. Oktober '10
Die Wirtschaftskrise in Europa
Was die gegenwärtige Periode der Spekulation in Europa kennzeichnet, ist die
Allgemeinheit des Fiebers. Auch früher hat es Spekulationsfieber gegeben - um
Getreide, Eisenbahnen, Bergwerke, Banken und Baumwollspinnereien - kurz,
Spekulationsfieber jeder möglichen Art. Doch wenn auch während der großen
Handelskrisen von 1817, 1825, 1836, 1847/48 jeder Zweig der Industrie und des
Handels betroffen war, eine Manie herrschte vor, die jeder Zeit ihren
bestimmten Charakter verlieh. Obgleich alle Zweige der Wirtschaft vom Geist der
Spekulation durchdrungen waren, beschränkte sich doch jeder Spekulant auf seine
Branche.
> Die Wirtschaftskrise in Europa
Finanz- und Kapitalmarkt
11. August '10
Im Gespräch mit Dieter Engels
Wenn es um das Offenlegen von Misswirtschaft und
Steuerverschwendung geht, ist der Bundesrechnungshof nicht weit. Zwar
hat die
in Bonn ansässige Einrichtung eine im Grundgesetz verfasste
Legitimation,
gleichwohl sind ihre Sanktionsmöglichkeiten gering. Doch nicht zuletzt
der
immer stärker gewachsene Druck zu nachhaltigem wirtschaftlichem Handeln
hat die
Bedeutung und den Einfluss dieser Obersten Bundesbehörde wachsen lassen.
> Interview mit dem Präsidenten des Bundesrechnungshofes, Professor Dieter Engels
Artikel in dieser Rubrik:
Reform des Finanzmarktes notwendiger denn je
(Marco Meng)
Da ist es wieder, das große Heulen und Zähneklappern. Obwohl
während der letzten Finanzkrise vor allem in den USA viele Banken Pleite gingen, sind die Finanzmärkte noch
immer um ein Vielfaches größer ...
Ausweitung des Euro-Rettungsfonds EFSF und das Problem der Glaubwürdigkeit
(Rainer Westphal)
Der Verfasser dieses Kommentars
ist nicht dafür bekannt, dass er der Ausweitung des Euro- Rettungsfonds
ablehnend gegenüber steht. Es hat achtzehn Monate gedauert, bis die Kanzlerin
aller Deutschen dem Kernproblem in dieser Angelegenheit ...
Walter Eucken (1891-1950) - Einer der Väter der „Sozialen Marktwirtschaft"
(Rainer Westphal)
In Freiburg war es die um Walter
Eucken entstandene Freiburger Schule, wobei es sich um eine Gruppe christlich
gesinnter Professoren handelte,die im
Sommer 1942 einen gefährlichen Auftrag übernahm. Der Auftrag erfolgte von der
„Bekennenden ...
Thomas de Maizière und das christliche Wertebild in der modernen Gesellschaft
(Stefan Groß)
„Der Beruf ist der Ort der Verantwortung“ (Dietrich Bonhoeffer, Ethik)
Nach der Krise – vor der Krise
(Wolfgang Ockenfels)
Aus
der Bibel kennen wir den naturalen Rhythmus von sieben mageren und sieben
fetten Jahren. Auch die Erfahrung mit der modernen Wirtschaftswelt scheint die
ewige Wiederkehr eines Konjunkturzyklus zu bestätigen, der sich aber ...
BKU unterstützt Professor Yunus
Dött: Verstaatlichung und Politisierung der Grameen Bank verhindern
(Marie-Luise Dött)
Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) unterstützt Friedensnobelpreisträger Professor Muhammad Yunus in seinem Bemühen um die Unabhängigkeit der Grameen Bank. Die BKU-Bundesvorsitzende Marie-Luise Döttt (MdB) erklärte hierzu: „Das unternehmerische Engagement ...
Joseph Alois Schumpeter (1883-1950) und der sozialistische Plan
(Rainer Westphal)
„Es ist durchaus denkbar, dass künftige
Generationen auf Beweise der Unterlegenheit des sozialistischen Plans ebenso
herabsehen werden, wie wir auf Adam Smith’s Argumente gegen die Aktiengesellschaft.“
Diese Äußerung stammt nicht etwa aus der ...
John Kenneth Galbraith und das Versagen der Märkte
(Rainer Westphal)
Wenn der 44. Präsident der Vereinigten
Staaten über eine Kommission feststellen lässt, dass wir es bei der Finanzkrise
um ein Ergebnis menschlicher Taten und Tatenlosigkeit zu tun haben, dann dürfte
er durchaus die ...
Milton Friedman und der Sozialstaat
(Rainer Westphal)
Milton
Friedman (1912-2006) gilt als einer der bedeutendsten Ökonomen unserer Zeit,
die dem klassischen Kapitalismus das Wort geredet haben. Der Staat hätte nach
seinen Thesen für nichts anderes zu sorgen als den Besitz ...
John Maynard Keynes und die Bewältigung der Finanzkrise
(Rainer Westphal)
Mit
Befremden ist zur Kenntnis zu nehmen, dass sich gewisse Politiker und selbsternannte
Ökonomen rühmen, die richtigen Entscheidungen zwecks Überwindung der
Finanzkrise getroffen zu haben. Dieses betrifft insbesondere die Verfechter des
Neoliberalismus, welche immer ...
Staatsmonopolkapitalismus
(Rainer Westphal)
Zu
Beginn der siebziger Jahre geriet diese Lehre unter dem Kürzel „Stamokap“
wieder in die Diskussion der SPD. Hans Ulrich Klose, ehemals Erster
Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, stellte eine typische
Stamokap-Behauptung auf, ...
Wie viel Staat braucht die Marktwirtschaft?
(Wolfgang Ockenfels)
Der Weg aus staatlicher Bevormundung und bloßer
Mangelverwaltung
„Der deutsche Staat hat zur Stunde das Recht, das
Sondereigentum durch geeignete Zwangsmaßnahmen so weit in Gemeineigentum zu
verwandeln, als sein eigenes Dasein und ...
Kants Imperativ und Rüttgers` Regeln
Buß- und Bettagsgespräch des Instituts für Gesellschaftswissenschaften Walberberg
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Die Welt sähe heute anders, will sagen: besser aus, wenn Immanuel
Kants kategorischer Imperativ auf dem Finanzmarkt oder auch in der
Politik für Familien und Kinder angewandt werden würde. Eine ...
Unternehmerverantwortung in der Sozialen Marktwirtschaft
(Marie-Luise Dött)
1.) Die
erste Verantwortung der Unternehmer gilt den Kunden!
In der Sozialen Marktwirtschaft
ist der Kunde König! Er ist der Souverän des wirtschaftlichen Geschehens und
bestimmt durch seine Nachfrage, was und ...
Die Wirtschaftskrise in Europa
(Karl Marx)
Was die gegenwärtige Periode der Spekulation in Europa kennzeichnet, ist die
Allgemeinheit des Fiebers. Auch früher hat es Spekulationsfieber gegeben - um
Getreide, Eisenbahnen, Bergwerke, Banken und Baumwollspinnereien - kurz,
Spekulationsfieber jeder möglichen ...
Staatsbankrott
(Rainer Westphal)
Ein Possenstück ersten Ranges haben sich die 20 mächtigsten Industrie-
und Schwellenländer G20 bei ihrem Treffen vergangenes Wochenende geleistet. Es
wurde verkündet kräftig sparen zu wollen. International darf munter weiter
profitiert und spekuliert ...
Der Schatten des „Homo oeconomicus", Zur Notwendigkeit einer integrativen und lebensdienlichen Ethik des Wirtschaftens
(Karl Kardinal Lehmann)
Professor Dr. Dr. Karl Kardinal Lehmann ist Bischof von Mainz
Interview mit dem Präsidenten des Bundesrechnungshofes, Professor Dieter Engels
(Constantin Graf von Hoensbroech)
"Der Bundesrechnungshof, dessen Mitglieder richterliche Unabhängigkeit besitzen, prüft die Rechnung sowie die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes. Er hat außer der Bundesregierung unmittelbar dem Bundestag und dem Bundesrat jährlich zu berichten." (Artikel 114 Grundgesetz)
Helmut Schmidt: Überalterung und Schrumpfung zwingen zum Umbau
(Helmut Schmidt)
In Deutschland leben 82 Millionen Menschen, davon sind 40 Millionen
erwerbstätig. Sie arbeiten Voll- oder Teilzeit, einige sind selbständig.
Weitaus die meisten sind Arbeitnehmer in einem sozialversicherungspflichtigen
Arbeitsverhältnis. Die übrigen 42 Millionen Einwohner ...
Freiheit und Verantwortung
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Die Kölner Industrie- und Handelskammer erinnert bei ihrer Bestenehrung an die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft
Die Reform der Weltfinanzordnung verlangt Beteiligung der Gewerkschaften
(Horst Köhler)
Ansprache von Bundespräsident Horst Köhler bei der Festveranstaltung "60 Jahre DGB"
Die Entwendung der Krise. Ein Lehrstück des Irrsinns im Namen der Vernunft
(Ulrich Büchler)
„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, Doch ach – es wankt der Grund, auf den wir bauten.“ [1]
Wegweisung für den Wegweiser gesucht: Wer rettet die Soziale
Marktwirtschaft?
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Muss der ordnungspolitische Rahmen der Sozialen
Marktwirtschaft neu gefasst werden? Oder hat der derzeitige staatliche
Interventionismus in der Ökonomie die Grundprinzipien der Jahrzehnte lang
erprobten und bewährten Wirtschaftsordnung zugunsten eines konzeptionslos
anmutenden Krisenmanagements nicht ...
Wo wir stehen. Überlegungen zur gegenwärtigen Krise
(Gesine Schwan)
Unser Land ist in eine tiefe Krise geraten. Diese Krise betrifft jedoch
nicht nur die Finanzmärkte oder die Wirtschaft, wie es auf den ersten Blick den
Anschein haben könnte. Ihre Ursachen liegen ...
BKU-Jubiläum im Zeichen der Finanzkrise
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Seine Sorge darüber, dass viele Menschen möglicherweise
immer noch nicht recht begriffen haben, was die Kernfrage der gegenwärtigen
gesamtwirtschaftlichen Krisensituation eigentlich ausmacht und welch
fundamentale Frage sich daraus ergibt, war vor diesem Auditorium ...
Wall Street in Trümmern
(Peter Scholl-Latour)
Schlimmer konnte es nicht kommen. Die weltweite Bankenkrise
wurde vor allein durch unsinnige Immobilienspekulationen in den USA ausgelöst,
aber allzu viele europäische Geldinstitute hatten sich daran beteiligt. Die
deutsche Finanzwelt zumal hatte mit ...
Die Weltfinanzkrise 2008 als Vorbotin eines epochalen Umbruchs
(Bernd Rebe)
Die gegenwärtige Kapitalmarktkrise ist erst die Vorkrise für den erwartbaren Zusammenbruch des überkommenen Weltwirtschaftssystems.
Der Verlust der Wirklichkeit
(Bernd Rebe)
Eine noch wenig beachtete fatale Folge der Weltfinanzkrise: Sie beraubt die Politik der Fähigkeit, die eigentlichen Probleme zu behandeln.
Günter Schabowski: Zwieback im Politbüro, Die profitfreie Planwirtschaft
(Günter Schabowski)
Wenn Bürger gegen die eigene Regierung aufbegehren, so
hat es im Vorfeld meist ernste wirtschaftliche Probleme gegeben. Wussten Sie
1989, wie schlecht es um die Wirtschaft der DDR bestellt war?
Wie prekär ...
Randolf Rodenstock im Gespräch mit Dirk von Nayhauß
(Dirk von Nayhauß und Randolf Rodenstock)
In welchen Momenten fühlen Sie sich lebendig?
Ich fühle mich generell lebendig. Wenn ich was Neues denke,
fühle ich mich allerdings besonders lebendig, geistige Anregungen sind für mich
ein Höhepunkt. Ich ...
Der neue und der alte Glaube
(Stefan Groß)
Norbert
Bolz hatte ganz recht, als er das Spiel mit den Ängsten seiner
kritischen Zeitdiagnose voranstellte. Die Konsumreligion ist in der
Krise, ihr allgegenwärtiger Gott, das Finanzkapital, entzieht sich
auf unbestimmte Zeit. Der Skandal ...
Nach
dem Bankrott, Der Privatisierungswahn ist an sein Ende gekommen. Nicht
der Markt, sondern die Politik ist für das Gemeinwohl zuständig:
(Jürgen Habermas)
Ein Gespräch mit dem Philosophen Jürgen Habermas über die Notwendigkeit einer internationalen Weltordnung