Kunst und Künstler
20. Mai '13 (heute)
Max Brod Ausgabe
in zehn Bänden erschienen
Max Brod (1884-1968) war neben Franz Kafka (1883-1924) und Franz Werfel
(1890-1945) der bekannteste Autor aus dem „Prager Kreis“. Das war eine
deutschjüdische Gruppe von Schriftstellern zwischen 1910 und 1938, zu
denen auch der Literaturkritiker Willy Haas (1891-1973) , der
schreibende Arzt Ernst Weiß (1882-1940) und Johannes Urzidil
(1896-1970), der das hochgerühmte Buch „Goethe in Böhmen“ (1932)
geschrieben hat, gehörten. Mit der Okkupation der Tschechoslowakei durch
deutsche Truppen 1939 wurde der „Prager Kreis“ zerstört, seine
Mitglieder gingen ins Exil, ...
> Jörg Bernard Bilke: Max-Brod-Ausgabe in zehn Bänden Prager Romane von 1911 bis 1957
Kunst und Künstler
18. Mai '13
Wagner, Klinger, May:
Die sächsischen Olympier
"In Luigi
Pirandellos unvollendetem Drama 'Die Riesen vom Berge' steigt eine erfolglose
Schauspieltruppe in einer Villa ab, in der sonderbare Dinge geschehen. Man
fällt in diesen Mauern aus der Zeit. Mythologisches hängt in der Atmosphäre.
Ein Zauberer lädt das fahrende Volk ein, bei der Hochzeit eben jener Riesen
aufzuspielen. Man nennt sie die 'Könige der Welt', sonst weiß man nicht viel
über sie. Und hier bricht das Stück ab, der italienische Nobelpreisträger starb
1936 darüber. Die Riesen haben stets Anlass für wildeste Spekulationen gegeben:
> Die sächsischen Olympier
Kunst und Künstler
16. Mai '13
Der Elfte Tag:
Olympia-Attentat 1972
Das Attentat auf die israelische Mannschaft während der Münchner
Olympiade 1972 gilt generell als Auftakt des internationalen
Terrorismus, der seitdem den Rhythmus unserer Tage skandiert. Das
Attentat wurde in zahlreichen Filmen – u.a. von Steven Spielberg -
rekonstruiert, analysiert und interpretiert. Zum 40. Jahrestag des
blutigen Massakers hat Emanuel Rotstein vom TV-History unter dem Titel „Der elfte Tag“ eine
umfangreiche Dokumentation produziert, die nun im Rahmen des
diesjährigen DOKfests in Kooperation mit der Europäischen Janus Korczak
Akademie e.V. im Arri-Kino präsentiert wurde.
> Der Elfte Tag – Doku-Schau über die Überlebenden des Olympia-Attentats 1972
Kunst und Künstler
10. Mai '13
Wagnerjahr: Hermann Levi
und Alfred Pringsheim
Einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird
eine der herausragendsten Persönlichkeiten der deutschen Kulturwelt um die
vorausgegangene Jahrhundertwende: der Komponist und Orchesterdirigent Hermann
Levi. Nach München wurde der als Sohn des Hessischen Landesrabbiners Dr.
Benedikt Levi in Gießen geborene Musiker von König Ludwig II. an das Hof- und
Nationaltheater berufen, wo er unangefochten 24 Jahre als Generalmusikdirektor
wirkte. Dutzfreund vom jungen Johannes Brahms und Clara Schumann förderte Levi ...
> Zum 200. Jubiläum des Komponisten: Wagners jüdische Förderer: Levi und Pringsheim
Kunst und Künstler
09. Mai '13
David Platner
Extremwelten
Eine "weiße Dame" auf Burg Wolfsegg, der Märchenkönig Ludwig II. im
Starnberger See - es gibt viele Orte, an denen es angeblich noch spukt.
Geistern hier tatsächlich die Seelen Verstorbener umher? Sind die
Ereignisse in Spukhäusern etwa Aufzeichnungen der alten Gemäuer? Oder
entspringen diese Wahrnehmungen vielleicht doch nur den Hirngespinsten
von Spinnern? Zahlreiche Forscher sind heute der Auffassung, dass diese
Begebenheiten aller Wahrscheinlichkeit nach auf schwer nachweisbare
Infraschallwellen zurückzuführen sind. "Beispielsweise kann eine
Schallwelle mit der richtigen Frequenz - rund 18 Hz...
> [Der Mensch] ist gleichermaßen unfähig, das Nichts zu sehen...
Kunst und Künstler
09. Mai '13
Filigrane
Schönheiten
Seine Bilder sind berühmt. Vor allem eines: "Allein steht er da,
schwarze Hose, weißes Hemd, angespannt. Jede Faser seines Körper scheint
zu sagen: 'Ich gehe hier nicht weg!' Er ist mutig, denn sein Gegner ist
übermächtig: 3,60 Meter breit, 2,20 Meter hoch, 44 Tonnen schwer und
verbundgepanzert. Der chinesische Student stellt sich vier T-72
Kampfpanzern der Volksbefreiungsarmee in den Weg, ein fünfter Panzer
rollt gerade ins Bild." Sein1989 während des Massakers auf dem
Tian'anmen Platz aufgenommenes Foto ging um die Welt und schuf eine
fotografische Ikone.
> Filigrane Schönheiten
Kunst und Künstler
09. Mai '13
Das Blaue Band
Verschieden und auch sehr unterschiedlich sind die Orte, die
der international renommierten Künstlerin Petra Liebl Osborne in ihrem
rastlosen Dasein als Wanderin zwischen den Welten – der Alten und der Neuen –
als Inspirationsquelle dienen. Der Ort und der Augenblick, deren Faszination
sie zum Unterliegen kommt, beflügeln ihre Kreativität und leiten einen Prozess
ein, der zur Schaffung von Werken führt, die für immer – und sei es nur noch
ideell - zum Ort ihrer Wahlgehören. Dies selbst wenn das Ergebnis als
Kunstprodukt woanders transferiert wird, wie in der atemberaubenden Personale
VENEDIG – TITTMONING – MIAMI – EIN BLAUES BAND
> Das Blaue Band
Kunst und Künstler
03. Mai '13
Kerstin Decker:
Richard Wagner
Sein "Grundzug ist Gutmütigkeit, ein gewisses Phlegma, beides aber nur
solange, als sich nichts ereignet oder ... begegnet, was ...
schlummernde Leidenschaften auslöst. Es liegt hierin ein scheinbarer
Widerspruch, man kann es aber nicht anders bezeichnen, als daß Phlegma
und Leidenschaft unvermittelt nebeneinander ruhen." In dem Ausbruch
seiner Leidenschaft liegt "eine ungeheure Beharrlichkeit". Sein Wille
zeigt die gleiche Beschaffenheit. "Man hat oft dies Unvermittelte für
Jähzorn gehalten, ich möchte es mehr als eine äußerst heftige
Willensbetätigung bezeichnen, wozu sich ein unentwegtes Festhalten an
einem einmal gefaßten Entschluß gesellt."
> Der Virtuose der Distanzerklärungen oder doch nur ein musikalischer Skandalmacher
Kunst und Künstler
29. April '13
Georg Büchner und
der Existenzrealismus
Ihm zu Ehren gibt es seit 1923 den Büchner-Preis, den
bedeutendsten deutschen Literaturpreis.Gottfried
Benn, Marie Luise Kaschnitz, Erich Kästner, Max Frisch, Paul Celan,Wolfgang Koeppen, Hans Magnus Enzensberger, Ingeborg
Bachmann, Günter Grass, Wolfgang Hildesheimer, Heinrich Böll, Golo Mann, Thomas
Bernhard, Uwe Johnson, Elias Canetti, Peter Handke, Christa Wolf, Martin Walser,
Ernst Jandl, Heiner Müller, Friedrich Dürrenmatt, Erich Fried, Botho Strauß, Peter
Rühmkorf, Adolf Muschg, Elfriede Jelinek, Wilhelm Genazino, Martin Mosebach und viele mehr wurden
ausgezeichnet, für sie alle bleibt Büchner nicht nur ein interessanter casus...
> Georg Büchner und der Existenzrealismus
Kunst und Künstler
16. April '13
Lou Andreas Salomé:
Die Weiterdenkerin
Lou Andreas-Salomé - ein Name der unwillkürlich Assoziationen weckt:
Muse, Geliebte, Femme fatale. Was hatte diese Frau an sich, die sich im
Dunstkreis berühmter Männer ihrer Zeit bewegte und die im Sinne
Nietzsches, jenseits von Gut und Böse stand? Welche Faszination ging von
der mit einem unglaublichen Intellekt gesegneten, russischen
Generalstocher aus, die "in fast ärgerlicher Weise schon immer vorweg
weiß, was kommt, und worauf es hinaus soll.", wie es ihr langjähriger
Freund Paul Reé einmal treffend formulierte.
> Lou Andreas-Salomé - Die Weiterdenkerin
Kunst und Künstler
07. April '13
Jean Paul und
die Heiterkeit
Die Weimarer Klassiker mochten ihn nicht, zumindest Goethe und Schiller –
jenen Johann Paul Friedrich Richter, den Franken aus Wunsiedel, 1763 geboren, der
sich später Jean Paul nennen sollte. Früh begabt, aus protestantischem
Elternhaus, immatrikulierte sich Paul in Leipzig. Aber anstatt der Theologie den
Dienst zu erweisen, zog es das
jugendliche Genie, das sich mit seinen frühen literarischen Experimenten in die
Spuren von Jonathan Swift und Christian Ludwig Liscow begab, zur Literatur hin.
Und bereits damals erwies sich das Genre – wie heute – als kein
leichtzuwandelnder Pfad, und so blieb auch Jean Paul jene Erfahrung einer
„gescheiterten Existenz“ nicht erspart.
> Jean Paul und die Heiterkeit - Eine Anmerkung zum 250. Geburtstag
Kunst und Künstler
29. Maerz '13
Wolfgang Ullrich:
Alles nur Konsum
"In China erzählt man sich seit mehr als zweitausend Jahren die
Geschichte eines Geschäftsmannes, der mit Perlen handelte. Da er einen
möglichst guten Preis erzielen wollte, bemühte er sich um eine besonders
edle Verpackung. Für die Schachtel wählte er wertvolles Holz, ferner
bestückte er sie aufwendig mit Edelsteinen und parfümierte sie
zusätzlich mit teuren Aromen. Schnell fanden sich zahlreiche
Interessenten, und der Höchstbietende erhielt schließlich die Schachtel.
Die Perlen jedoch gab er, so die Pointe, dem Händler zurück, gefiel ihm
doch eigentlich nur die Verpackung."
> Choreografie der Emotionen in der Kulisse des Alltags
Kunst und Künstler
30. Januar '13
2013: Literaturpreis der KAS
geht an Martin Mosebach
Mit dem diesjährigen Literaturpreis der
Konrad-Adenauer-Stiftung wird der Schriftsteller Martin Mosebach ausgezeichnet.
Zur Begründung der Jury für den Preis an den 61jährigen Autor hieß es, dass er
insbesondere in den Frankfurt-Romanen „Der Mond und das Mädchen“ und „Was davor
geschah“ feinsinnig über das bürgerliche Milieu und sein Werteklima reflektiert.
Darüber hinaus werden sein Beiträge zur interkulturellen Verständigung, etwa im
Roman „Die Türkin“ und seine Reisebeschreibungen gewürdigt. Der mit 15 000 Euro
dotierte Preis wird am 23. Juni in Weimar verliehen. Preisträger vergangener
Jahre waren u. a. Sarah Kirsch, Günter de Bruyn, Thomas Hürlimann, Louis Begley
und Herta Müller.
> Martin Mosebach: Ein deutscher Papst in fremder Ferne> Mosebach, Keyserling und die Stimmung der Welt> Martin Mosebach: Offenbarung in Gips: Die Lourdes-Madonna
Kunst und Künstler
12. Maerz '13
Arno Rink in der
Galerie Schwind
Vom 16. März bis zum 25. Mai 2013 zeigt die Galerie Schwind
in Leipzig eine Einzelausstellung mit den neuesten Gemälden des Leipziger
Malers Arno Rink (*1940). Zu sehen sind vor allem Atelier- und Figurenszenen
aus den letzten beiden Jahren. Arno Rink studierte von 1962 bis 1967 an der
Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Werner Tübke und Bernhard
Heisig. Bedeutung und Anerkennung erlangte er nicht nur mit seiner Malerei,
sondern auch in der Rolle als Rektor der Kunsthochschule über die Wendezeit
hinweg von 1987 bis1994.
> GALERIE SCHWIND
Kunst und Künstler
04. April '13
Balkenhol-Skulptur Richard
Wagners vor Fertigstellung
Am 22. Mai 2013, dem 200. Geburtstag Richard Wagners, wird
in Leipzig ein Denkmal für den Komponisten errichtet werden. In einem
Künstlerwettbewerb war der Entwurf des Bildhauers Stephan Balkenhol von einer
namhaften Jury mit dem ersten Platz gekürt worden. Eine besondere
Herausforderung lag bei dieser Auftragsarbeit darin, den über einhundert Jahre
alten Entwurf eines anderen Künstlers in das Denkmal zu integrieren und
gleichzeitig einen Gesamtentwurf für die Zukunft zu gestalten. Derzeit arbeitet
Balkenhol in seinem Kasseler Atelier an der Umsetzung seines Entwurfs. Richard
Wagner wird darin als junger Mann in Lebensgröße vor seinem übergroßen Schatten
dargestellt.
> Balkenhol-Skulptur Richard Wagners kurz vor Fertigstellung> Wagner-Denkmal e. V.
Kunst und Künstler
01. April '13
Anna Seghers:
Briefe 1953/1983
Der zweite Band der Briefe von Anna Seghers, vom Jahr des
Arbeiteraufstands am 17. Juni 1953 bis ins Jahr ihres Todes 1983, sechs
Jahre vorm Untergang des SED-Staates, ist zweifellos der politisch und
literarisch aufschlussreichere als der erste von 2008 mit den Briefen
1924/52. Wenn man die 645 Seiten durchgearbeitet hat, dann ist man
erstaunt, was die Autorin alles an Informationen über ihr aufregendes
Leben preisgibt, wo sie doch bis zu ihrem Tod am 1. Juni 1983 wegen
ihrer „autobiographischen Enthaltsamkeit“ (Kurt Batt) gescholten wurde,
woran dann auch eine von Christa Wolf 1965 geplante „Biographie der Anna
Seghers“ scheiterte
> Anna Seghers, Briefe 1953/83
Kunst und Künstler
31. Maerz '13
Hanns-Josef Ortheil:
Die Insel der Dolci
"Daß ich Sizilien gesehen habe, ist mir ein unzerstörlicher Schatz auf
mein ganzes Leben." So fasst Johann Wolfgang von Goethe den
Sizilienaufenthalt während seiner großen Italienreise zusammen. Der
große Dichter ging im Frühjahr 1787 in Palermo an Land. Rom stillte
seinen ersten, großen Kunsthunger, Neapel weckte seine Lebensgeister,
Sizilien aber eroberte seine Seele: "Italien ohne Sizilien macht gar
kein Bild in der Seele; hier ist erst der Schlüssel zu allem." Man mag
dem antikentrunkenen Herrn Geheimrat nicht in all seinen Urteilen
folgen, im Falle Sizilien hatte Goethe allerdings recht. Aber nicht nur
mit der Seele, auch mit den Augen und dem Gaumen lassen sich
wunderschöne Erlebnisse einfangen - Sizilien macht süchtig.
> Das dauernde Blüten- und Duftuniversum der Dolci-Insel
Kunst und Künstler
29. Maerz '13
Meret Oppenheim:
Retrospektive
"Er nimmt unsere kubistischen Formen, aber er bringt in ihnen Gefühle
unter, an die wir nie gedacht haben", äußerte Picasso angesichts der
frühen Bilder des französischen Malers André Masson. Diesen Satz könnte
man auch auf die deutsch-schweizerische Künstlerin Meret Oppenheim
übertragen, deren 100. Geburtstag sich am 6. Oktober 2013 jährt. Ihr
Œuvre, das sich durch eine unglaublich komplexe Vielfalt an Stilen und
Formen surrealistischer und anderer avantgardistischer Einflüsse
auszeichnet, überrascht immer wieder und entzieht sich jeder
herkömmlichen Kategorisierung.
> Die Entdeckung des Wunderbaren im alltäglichen Akt des Verkleidens
Kunst und Künstler
25. Maerz '13
Sonderausstellung:
Heinrich & Therese Vogl
Im Wagnerjahr 2013 widmet die Gemeinde Tutzing dem berühmten Sängerpaar Heinrich und Therese Vogl eine Sonderausstellung. Die beiden Künstler waren jahrelang namhafte Interpreten von Richard Wagner und galten als das Traumpaar der deutschen Opernszene. Ihnen beiden ist die Glanzzeit der Münchner Oper in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Die Ausstellung "Das Tutzinger Sängerehepaar Heinrich und Therese Vogl" ist vom 21. März bis zum 22. September im Ortsmuseum besuchbar. Gefördert wird die Sonderausstellung von der "Sparda-Bank".
Kunst und Künstler
25. Maerz '13
Leben und Werk der
Dichterin Sophie Mereau
Das Gedicht der zweiundzwanzigjährigen Sophie Schubart
erschien 1792 in Friedrich Justin Bertuchs Journal
des Luxus und der Moden in Weimar. 1806 hat Ludwig van Beethoven es in
seinem Opus 52, Acht Liedern zum Piano, vertont. Der Zeit entsprechend wird der
Name der Autorin, die inzwischen Sophie Mereau heißt, nicht genannt. Im Gedicht ist ein Begriff zentral, der lebenslang eine wichtige Bedeutung für
die Dichterin hatte: Die Wahrheit. Wahrheit ist gekoppelt an Freiheit und an
die Liebe, das eine ohne das andere schließt sich aus für die Mereau, und
Wahrheit schließlich empfand sie immer, wenn sie in der geliebten Natur war:
> Annette Seemann: – Leben und Werk der Dichterin Sophie Mereau
Kunst und Künstler
24. Maerz '13
Das Fieber vom
Vergessen und Erinnern
Nur 37, auf den ersten Blick beinahe unspektakulär zu nennende Gemälde
hat der niederländische Maler Jan Vermeer hinterlassen. Sie zeigen
Szenen aus dem bürgerlichen Alltag, oft einzelne Figuren in
geschlossenen Räumen mit schmucklosen Wänden, in die aus einem
seitlichen Fenster Tageslicht fällt. Doch sie gehören, wie das berühmte
"Mädchen mit dem Perlenohrring", zum Besten, was die goldene Zeit der
niederländischen Malerei hervorgebracht hat. Vor allem seine späten
Arbeiten verbildlichen immer wieder einen zeitlichen Moment der Störung
innerhalb der dargestellten Situation.
> Joel Haahtela: Die Verschwundenen von Helsinki
Kunst und Künstler
22. Maerz '13
Mit dem "Prinzip Hoffnung"
durch Wagners "Ring"
Noch ehe aus dem Orchestergraben das berühmte
Kontrabass-Brummen aus den Urtiefen des Rheins erklang, erregte in Halle ein
besonderer Theatervorhang die Aufmerksamkeit des Opernbesuchers. Anlässlich
seiner „Ring“-Inszenierung für Halle und Ludwigshafen ließ Hansgünther Heyme,
seit 2004 Intendant am Theater im Pfalzbau/Ludwigshafen, aus jugendlichen
Wünschen und Träumen einen „Vorhang der Hoffnung“ gestalten, den er mit einem
verkürzten Zitat des in der Industriestadt am Rhein geborenen Philosophen Ernst
Bloch versah: Eine bunte Bild- Textcollage,
> Mit dem „Prinzip Hoffnung“ durch Richard Wagners „Ring“
Kunst und Künstler
15. Maerz '13
Die schönsten Gärten
und Parks von Paris
Am linken Flussufer in Richtung Eiffelturm spazieren, an
einem Bistro am Wasser einen Café Crème schlürfen, auf einer Liegewiese die
Boote vorbeifahren sehen - dies ist der Traum des Pariser Bürgermeisters
Bertrand Delanoë für seine Stadt und ihre Lebensader, die Seine. Bisher holte
den Sozialisten jedoch stets der alltägliche Alptraum ein: Statt
Vogelgezwitscher herrscht Autolärm, statt Blumenduft gibt es Abgasgestank.
Mehrspurige Schnellstraßen auf beiden Uferseiten trennen die Pariser von ihrem
Fluss. "Paris muss sich dem Auto anpassen", lautete in den 60er
Jahren der Wahlspruch des damaligen Staatspräsidenten George Pompidou.
> Heike Geilen: Paris wird grün(er)!
Kunst und Künstler
12. Maerz '13
Was können wir von
Friedrich Schiller lernern?
Die intellektuelle Welt ist sich einig: Friedrich Schiller bleibt der
große Wortführer des 19. Jahrhunderts – auch in Sachen Politik.
Er war aber, dies lässt sich nicht bestreiten, kein rein
politisierender Philosoph, wenngleich ihm die Frage nach dem rechten
Staatswesen all zu sehr interessierte. Was er zu erzielen erhoffte,
war eine Reformierung der Gesellschaft vor dem Hintergrund einer
ästhetischen Revolution. Schiller geht es nicht um ein utopisches
Ideal von Geselligkeit, sondern um ein dezidiertes Programm, wie
gesellschaftliches Miteinander überhaupt möglich wird. Er ist dabei
Visionär und kritischer Zeitzeuge zugleich.
> Was können wir von Friedrich Schiller lernen?
Kunst und Künstler
26. Februar '13
Im Gespräch:
Mark Mast
Die Tabula Rasa sprach mit dem Intendanten und Dirigenten der Bayerischen Philharmonie, Mark Mast, über seinen Lehrer Celibidache, über die Gabe und den Wert des pädagogischen Ethos als künstlerischer Pflicht. Wie Celibidache widmet Mast einen großen Schwerpunkt seiner Tätigkeit dem musikalischen Eros und sieht in ihm das Leitbild für eine Kultur menschlichen Zusammenwachsens, der internationalen Verständigung. Die Musik
bleibt für den Dirigenten Mast die eindringliche Botschaft, durch die es gelingt, diese Welt friedlicher und harmonischer zu machen. Kein Zusammenwachsen der Kulturen ohne die verbindende Kraft der Töne, so sein Credo.
> Im Interview – Mark Mast> Zur Webseite der Bayerischen Philharmonie kommen Sie hier
Kunst und Künstler
04. Maerz '13
Open Rambaldi 2013
Sie gelten als
die geglückte Alternative zu den städtisch verwalteten Künstlerateliers an
der Domagkstraße in Schwabing Nord.
Angesiedelt in
dem Areal einer ehemaligen Acetylen-Produktionstätte zur Herstellung von
ungiftigem, zum Schweißen verwendetem Gas, die ihren ursprünglichen Namen WIEDE-FABRIK
beibehalten hat, bilden die 30 Ateliers an der Rambaldi-Straße in
Johanneskirchen eine Insel der Kreativität für Münchner Kunstschaffende und Zugereiste
aus vielen Ecken Europas. Erhalten sind in
dem „revitalisierten“ Komplex die Strukturen der Werkhallen und der imposanten
Türme, aber ...
> OPEN RAMBALDI 2013: Industrielle Archäologie und Kunst
Kunst und Künstler
22. Februar '13
Nacht der Villa Massimo Rom
im Martin-Gropiusbau Berlin
Jan Löw
Mit Jazz geht´s los. Die lange Nacht der Stipendiaten der Villa Massimo
im Berliner Martin Gropiusbau. Till Brönners Trompeten Fanfaren, mit
reichlich Kontra von Dieter Ilg am Bass, salutieren den Fotografien,
Installationen, Architekturmodellen, Collagen, Animationen,
Manuskripte, Skulpturen und musikalischen Kompositionen, die 2012 an der
Allee der Ateliers im weitläufigen Park der Villa Massimo entstanden
sind. Ein Fest für den kreativen Geist ihrer Erschaffer und Dank für
formidable Produktionsatmosphäre. Vor 100 Jahren schenkte der jüdischstämmige Unternehmer Eduard Arnold
das 36000qm große Areal mit seiner repräsentativen Villa, ...
> Die Nacht der Villa Massimo Rom im Martin-Gropiusbau Berlin
Kunst und Künstler
22. Februar '13
Die Münchner Künstlerin
Ulla M. Scholl
Wie der Münchener Philosoph Prof. Dr. Vossenkuhl mit Platon
betonte, gibt es Bilder, „die man nur sehen, aber nicht denken könne. Ulla M.
Scholls gemalte Gesichter sind solche Bilder.“ Scholl (genannt d. J.) ist die
letzte Bildhauerin der Bildhauerfamilie Scholl, die bis ins frühe
17. Jahrhundert zurück zu verfolgen ist. Die gebürtige Münchnerin ist mit ihren
Eltern, der Bildhauerin Ulla Scholl (Ostermaier) und ihrem Vater, Rudolf Ostermaier,
ebenfalls Bildhauer, in Schwabing aufgewachsen. Und wie sie in einem Gespräch
verrät, hat sie eine Leidenschaft für Kinderporträts. Interessierte können die
Künstlerin über die Homepage kontaktieren.
> Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl: Zum Werk der Künstlerin Ulla M. Scholl> Zur Webseite von Ulla M. Scholl kommen Sie hier:
Kunst und Künstler
20. Februar '13
Die Ausnahmestellung
Jenas im Musikleben
Die Stadt Jena beherbergte lange Zeit die einzige
Universität in Thüringen, nachdem Erfurt für einen gewissen Zeitraum darauf
verzichten musste. Professoren und Studenten und nicht wenige Bürger, die zumindest
teilweise von der Universität lebten, waren auch - aktiv oder passiv - am
Musikleben interessiert. Ein Collegium musicum sorgte bis 1770 für die
Serenaden, mit denen Honoratioren geehrt wurden. Ein Bild um 1740 zeigt eine
solche Abendveranstaltung in der Johannisstraße vor dem Hause des Professors
Walch: im Halbkreis Fackeln tragender Studenten musizieren etwa drei Dutzend
Musikanten, die Pauken sind in Tische eingelassen; aus den Fenstern hören die
Zuschauer zu.
> Die Ausnahmestellung Jenas im Thüringer Musikleben
Kunst und Künstler
20. Februar '13
Ernst August II. Konstantin
von Sachsen-Weimar
Wer ein Volljährigkeitsalter von 21 Jahren im Kopf hat, sollte darauf verwiesen
werden, dass der wettinische Herzog obigen Namens dieses Alter nicht erreicht
hat. Immerhin wurde er der Vater des mit Goethe befreundeten Herzogs Carl
August, und der Kaiser erklärte ihn schon mit 18 Jahren als volljährig. Wer dem jungen Mann als Schicksalsausgleich für die kurze Lebensspanne eine
sorglose Kindheit gewünscht hätte, muss erneut enttäuscht werden. Dem Vater war
es wohl wichtiger, der Jagdleidenschaft nachzugehen, als sich um den Prinzen zu
kümmern. Als dieser zehn wurde, verstarb der prunkliebende alte Herr.
> Otto Löw: Herzog Ernst August II. Konstantin von Sachsen-Weimar
Kunst und Künstler
20. Februar '13
Theater des Lebens:
Malerei von Sofia Timofeeva
Bildkompositionen in mal kräftigen, mal dahin schwindenden
Farbtönen, auf deren Fläche sich die Konturen edler stilisierter Figuren
abheben. Paare in eleganter Garderobe beim abendlichen Spaziergang im
Mondschein oder bei einem Tango mitten im Straßenbild vor den Augen eines
Saxofonisten festgehalten, der sie mit dem verführerischen Klang seiner Musik
begleitet. Weibliche Gestalten, allein mit ihrer Zigarette, oder auch
Gruppenbilder, in denen jeder für sich steht, in eigenen Gedanken versenkt oder
vor sich ins Leere blickend.
> Malerei von Sofia Timofeeva in der „Europäischen Janusz-Korczak Akademie“
Kunst und Künstler
12. Februar '13
Tod in Venedig: 1883
stirbt Richard Wagner
Vor 130 Jahren starb der Musiker Richard Wagner. Nach seinem Tod
am 13. Februar 1883 in Venedig war es der Wunsch es Komponisten in Bayreuth
begraben zu werden. Der Komponist monumentaler Werke wie "Der Ring des
Nibelungen" hatte im September 1882 seine Reise nach Venedig angetreten. Während
einer Arbeit an dem Aufsatz "Über das Weibliche im Menschlichen" brach
er zusammen und starb. Am 22. Mai feiert die Klassikwelt den 200. Geburtstag
des Künstlers, der in Leipzig das Licht der Welt erblickte.
> Wagner ans Licht - ein Richard-Wagner-Denkmal für Leipzig zum 200. Geburtstag
Kunst und Künstler
12. Februar '13
Georg Büchner starb
vor 175 Jahren
Einer der genialsten deutschen Dichter, Revolutionär und Mediziner, Georg
Büchner, der mit Recht zu den bahnbrechenden Autoren des 19. Jahrhunderts gezählt
werden darf, ist nur 23 Jahre alt geworden. Am 19. Februar 1837, vor 175
Jahren, starb der an einer Typhus-Erkrankung völlig erschöpfte Dichter. Nach
wie vor begeistert Büchner die Bühnen mit seinen Texten, nach wie vor
fasziniert der geniale Spott, und auch die großen Themen, die immer wieder im
Zentrum seines Schaffens standen, die soziale Gerechtigkeit und der Umgang mit
psychisch Kranken beschäftigen die Literaturwissenschaft bis auf den heutigen
Tag. Die Tabula Rasa begab sich auf Spurensuche.
> Georg Büchner und der Idealismus
Kunst und Künstler
11. Februar '13
Michael Nischke zeigt
Fotos im Münchner Sofitel
In
Kooperation mit dem Fotografen und Galeristen Michael Nischke präsentierte das
Sofitel Munich Bayerpost München-Fotografien des Künstlers. Der Hausherr des
Sofitel Munich Bayerpost, Gregory Maliassas, lud zur Eröffnung der Ausstellung Liebhaber und Kunstinteressente ein. Michael Nischke,
Fotograf und Galerist, präsentierte 40 Fotografien, die er zwischen 2003-2012
aus den unterschiedlichsten Perspektiven in München aufnahm. „Diese
interessanten und schönen Fotos der Stadt München passen ganz hervorragend in
das historische Gebäude unserer alten Bayerpost“ so Maliassas. Die Ausstellung ist noch bis Ende März zu sehen.
> Details zum ‚Artwalk’ zur Ausstellung finden Sie auf:> Weitere Informationen über die Galerie Nischke finden Sie auf:
Kunst und Künstler
15. Januar '13
Joachim Kaiser:
Sprechen wir über Musik
Es ist immer wieder zu erleben: Man sitzt im Konzertsaal oder der Oper.
Gerade wird eine leise, besonders gefühlvolle Passage gespielt. Da reißt
urplötzlich das nervige Gedudel eines Handys die ergriffenen Zuschauer
aus ihrem Bann. Hektisch untersucht man seine Utensilien. Vielleicht
schrillt das vibrierende Ungeheuer gar aus den Tiefen der eigenen
Tasche? Puuh... noch einmal Glück gehabt. Es kommt von einem Platz drei
Sitze weiter links. Bloß gut, dass man selbst den Vibrationsalarm
eingeschalten hatte. Aber auch wenn sich persönliche Erleichterung
breitmacht, die Konzentration und der Genuss sind hin.
> Bitte keinen falschen Vibrationsalarm und auch kein "molto subito"
Kunst und Künstler
02. Februar '13
Von David Hockney
zu Rolf-Maria Krückels
Mit ihren
650.000 Besuchern hatte die Ausstellung
„A Bigger Picture“ des britischen Malers, Grafikers, Photographen, Bühnenbildners David Hockney in der Royal
Academy of Arts in London bereits alle Rekorde gebrochen. 500.000 waren es ein
Paar Monate später im Guggenheim Museum in Bilbao. Die Marke von 100.000 Gästen
war bereits im Dezember 2012 überschritten, als sie in veränderter Form in der kühn-eleganten
architektonischen Kulisse des Museums Ludwig zu Köln ab Ende Oktober 2012 das
ideale Ambiente vorfand.
Wo liegt aber
das Geheimnis des unglaublichen, lang anhaltenden Erfolgs eines Künstlers, der schon in den
weit entfernten 60er Jahre im Zenit seines Ruhmes stand?
> Anna Zanco-Prestel: Neue Kunst in Köln - Von David Hockney zu Rolf-Maria Krückels
Kunst und Künstler
27. Januar '13
Michael Köhlmeier: Die
Abenteuer des Joel Spazierer
Mit
"Abendland" legte Michael Köhlmeier bereits ein Opus magnum vor, ein
Buch, das völlig zu Recht auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2007 stand.
"Die Abenteuer des Joel Spazierer" stehen jenem in nichts nach. Der
österreichische Autor beweist einmal mehr, dass er sein Handwerk hervorragend
beherrscht. Erneut lässt er das Wesen der Dinge sichtbar werden, würdigt deren
unendliche Erscheinungsformen und bringt sie in eine gewisse Ordnung. Ich wage
eine Prognose und sehe ihn dieses Mal ganz oben auf dem Podest der Preisträger.
Verdient hätte er es.
> Alles ist wie es ist? oder: Alles kann aus uns werden?
Kunst und Künstler
21. Januar '13
Mozart + Festkonzert der
Bayerischen Philharmonie
In Erinnerung an den Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart am 27.
Januar 1756 wurde die Reihe »Mozart +« von der Bayerischen Philharmonie
ins Leben gerufen. Mit ihr wird jährlich das musikalische Werk Mozarts
im Zusammenspiel mit Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts
präsentiert und gewürdigt. 2013 wird Paul Hindemith (1895 – 1963) 50
Jahre nach seinem Tod zu Mozarts Gegenüber.
> Mozart + Festkonzert der Bayerischen Philharmonie
Kunst und Künstler
06. Januar '13
Mit Wotan ins
Wagner-Jahr
Für das Wagner-Jahr 2013 rüsten schon jetzt zahlreiche Bühnen der
Republik zum Nibelungenkampf. In Frankfurt ist der viel beachtete „Ring
des Nibelungen“ von Vera Nemirova in dieser Spielzeit vollendet worden,
in Mannheim und in München sind die Inszenierungen von Achim Freyer und
Andreas Kriegenburg bis zur „Walküre“ bzw in München auch bis zum
„Siegfried“ (Ende Mai) fortgeschritten. Am Rhein muss man die
Fortsetzung im Dezember, die zyklische Aufführung aller vier Teile im
Jubiläumsjahr abwarten.
> Mit Wotan ins Wagner-Jahr - Neuinszenierungen an Main, Rhein und Isar
Kunst und Künstler
04. Januar '13
Nike Wagner verläßt
Weimar mit Wagner
Die Wagner-Urenkelin Nike Wagner und langjährige Leiterin
des Kunstfestes „pèlerinages“ in Weimar verabschiedet sich mit dem "Wagner-Idyll".
Die Literatur- und Musikwissenschaftlerin betonte im Interview gegenüber der „dpa“:
"Es gibt eine Karikatur, die Liszt beim Aufklopfen eines Eies zeigt. Aus
der Schale streckt Wagner seinen Kopf heraus. Liszt war der unentbehrliche
Helfershelfer für Wagner, half ihm gleichsam ans Tageslicht. Und ins
Rampenlicht". Nachdem der Komponist des Silbernen Zeitalters in Weimar 2012
im Mittelpunkt stand, dreht sich 2013 alles um Richard Wagner, aber, so die
promovierte Intendantin, ohne großen Bombast und ohne jede inszenierte
Dramatik.
> Nike Wagner im Interview> Robert Wilson inszeniert Liszts kühnes Oratorium beim „pèlerinages“ Kunstfest Weimar
Kunst und Künstler
17. Januar '13
Elke Heidenreich:
Eine Reise durch Verdis Italien
Elke Heidenreich hat sich nach Italien begeben, um in die
noch immer vorhandene Aura des Künstlers einzutreten und ihre ganz persönliche
Geschichte mit Verdi zu erzählen. Entstanden ist ein wunderbar empathisches Hörbuch, das
stimmungsvolle Bilder der Emilia Romagna - Verdis Heimat - zeichnet und
erstaunt feststellt, dass über hundert Jahre nach seinem Tod immer noch eine
ganze Menge von ihm spürbar ist. Das sind nicht nur die unzähligen Geschäfte,
Hotels, Cafes, die seinen Namen tragen, sondern es gibt zum Beispiel auch eine
"Salame [Salami] Verdi" oder aber Pizzen die mitunter
"Aida", "Otello", "Nabucco" oder "Don
Carlo" heißen.
> Schöngeist, Freiheitskämpfer und Bauer
Kunst und Künstler
17. Januar '13
Wagner und
Fortuny in Venedig
Inmitten der
Vorbereitungen zu Wagners 200. Geburtstagin diesem Jahrkann man gewiss
ohne Übertreibung behaupten, dass Venedig eine Vorreiterrolle einnimmt.
In dem nach dem
verheerenden Brand vom Jahre 1996 wieder aus der Asche auferstandenen Teatro La
Fenice wurde der sächsische Komponist gemeinsam mit dem im gleichen Jahr
geborenen Giuseppe Verdi bereits im vergangenen November mit einer Tristan
und Isolde- Erstaufführungbedacht,
die der Koreaner Myung-Whung Chung zwei Tage nach Verdis Otello
dirigierte. Parallel zur Inszenierung, die sich Wagners Vorstellung eines
„unsichtbaren Theaters“ viel mehr näherte als den meisten in seinem Herkunftsland ...
> Das kosmopolitische Europa vom Fin du Siècle: Wagner und Fortuny in Venedig
Kunst und Künstler
03. Januar '13
Fernando Pessoa
Boca do Inferno
"Sollte man die Auffassung teilen, nach der das Fragmentarische oder
Unvollendete eine der wesentlichen künstlerischen Charakteristiken der
Moderne seien, dann müsste man Fernando Pessoa als einen ihrer
würdigsten Vertreter ansehen", stellt Pessoa-Forscher Dr. Steffen Dix
fest. Der Übersetzer und Herausgeber der Schriften des Dichters im
deutschsprachigen Raum, der derzeit auch als Fellow an der Universität
Lissabon arbeitet, beleuchtet im vorliegenden Buch eine weitere,
allerdings eher unbekannte Facette dieser großen poetischen
Schlüsselfigur des 20. Jahrhunderts, als der der portugiesische Autor
zweifelsohne bezeichnet werden kann.
> "Ich sollte eine vielgestaltige Lektüre sein / Selbst für mich!" (Fernando Pessoa)
Kunst und Künstler
01. Januar '13
Bühne frei! 101 Theaterbesuche
von Augustinus
bis Zadek
"Das
Theater glich einem Irrenhause, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende
Füße. Heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander
schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Türe. Es war
eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung
hervorbricht!" Hach, was waren das noch für Zeiten. Der Bericht stammt aus
der Feder einer unbekannten Person über die - man mag es kaum glauben -
Uraufführung der "Räuber" von Friedrich Schiller am 13. Januar 1782
im Nationaltheater Mannheim mit dem berühmten Schauspieler August Wilhelm
Iffland als Franz Moor, ...
> "Das Stück war ein großer Erfolg, nur das Publikum war eine glatte Fehlbesetzung."
Kunst und Künstler
01. Januar '13
Namhafte Erbschaft für
den Kölner Dom
Dank Berta Woodward kann die für die kommenden Jahre
geplante Restaurierung der Portale am Kölner Dom auf eine solide finanzielle
Grundlage gestellt und realisiert werden. Die Engländerin, die im vergangenen
Jahr im Alter von 80 Jahren gestorben ist, hat ihr Vermächtnis in Höhe von 363
890 Euro über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dem Kölner
Metropolitankapitel mit der Auflage hinterlassen, dass das Geld in die
Beseitigung von Kriegsschäden am Hohen Dom zu Köln investiert wird. Diese sind
an den Portalen besonders sichtbar.
> Namhafte Erbschaft für den Kölner Dom soll Kriegswunden heilen
Kunst und Künstler
28. Dezember '12
Hermann Levi
Es gehört zu den nicht abgegoltenen Ungerechtigkeiten der Geschichte,
dass das Schicksal der Menschen und der Kultur, die dazu beitrugen,
Richard Wagner zu dem zu machen, als den man ihn im Wagner-Jahr 2013
feiern wird, der Vergessenheit anheim gefallen sind. Während jedes Jahr
diejenigen, die es sich leisten können, zu den Wagner-Festspielen nach
Bayreuth pilgern und 2013 unzählige Veranstaltungen, Veröffentlichungen
und Feuilleton-Artikel zu Wagner erscheinen werden, redet kaum einer von
denen, die Wagner auf seinem Werdegang unterstützten und förderten und
die er selber in vielen Fällen beleidigte und verriet. Wer redet schon
von den bürgerlichen Salons, mit denen die jüdische Berlinerin Amalie
Beer die kulturelle Welt des Berlins des 19. Jahrhunderts prägte, die
ungefähr 100 Jahre später gemeinsam mit Beers Glaubensbrüdern und
-schwestern vernichtet werden sollte?
> Levi-Gideon Greif: Hermann Levi
Kunst und Künstler
22. Dezember '12
Peter Sehr im Duell
mit König Ludwig II.
Star-Regisseur Peter Sehr setzt in seinem neuen Spielfilm „König Ludwig II.“ auf Klischees, kocht emotional das auf, was man über den Bayernkönig eh schon weiß. Sensibilität und Verständnis im Umgang mit dem Regenten und Künstler – davon findet sich bei Sehrs neuer Produktion wenig. Dabei wäre bei einem Budget von 16 Milionen Euro viel Neues zu entdecken gewesen: die Tiefen der charismatischen Persönlichkeit ebenso wie seine Bedeutung als Brückenbauer vom Okzident zum Orient. Dieser gewagte Spagat gelingt der Filmemacherin und Historikerin Angelika Weber in ihrem Art Dokufilm "König Ludwig II. Mein Atem ist die Freiheit". Dieser lebt von den originalen Texten, unbekannten Dokumenten und einzigartigen Bildsequenzen. So porträtiert sich der König selbst, begleitet von den Klängen seiner Lieblingsstücke.
> Zerstörung und Rettung eines lebendigen Mythos
Kunst und Künstler
20. Dezember '12
Schöner Müll: Ein
Lob des Künstlichen
Digital erzeugte Musik kann ebenso „authentisch“ sein wie
solche, die „unplugged“ auf Naturinstrumenten hervorgebracht wird. Die
Sehnsucht nach dem vermeintlich „Echten“ erweist sich von der Hörerseite her
meist als schlechter Geschmack und bei den Musikern als rückwärts gewandter
Dilettantismus. Freilich muss versucht werden, nachvollziehbare Argumente für
das zu finden, was in dem weiten Feld der „Electronica“ zurecht für Qualität
gehalten werden kann.
> Adorján F. Kovács: Schöner Müll: Ein Lob des Künstlichen
Kunst und Künstler
14. Dezember '12
München
leuchtet
Rückblickend auf
glorreiche Münchner Kulturblätter wie den
Simplizissimus und Jugend in
ihren Ursprüngen oder den Zwiebelfisch
hat am 11.12.12 Bürgermeister Hep Monatzeder die Leistungen
der engagierten Herausgeberin der Kunstzeitschrift und-Münchner Kunstjournal
gewürdigt, die seit 29 Jahren ihr anspruchsvolles Projekt im
Eigenverlag weiterführt.
> Anna Zanco-Prestel: MÜNCHEN LEUCHTET
Kunst und Künstler
13. Dezember '12
Bayerische Philharmonie:
Mozart + Festkonzert
Sie suchen noch das passende Weihnachtsgeschenk? Dann
möchten wir Sie, liebe Freunde der Bayerischen Philharmonie, auf einen ganz
besonderen Hörgenuss im einzigartigen Ambiente des Cuivilliés-Theaters
aufmerksam machen: Dienstag, 29. Januar 2013, 19.30 Uhr, „Festkonzert Mozart+“,
Residenz München, Cuivilliés-Theater. Tickets sind ab sofort unter
info@bayerische-philharmonie.de oder 089 83 66 06 erhältlich. Wir würden uns
sehr freuen, Sie zu diesem musikalischen Highlight begrüßen zu dürfen!
> Bayerische Philharmonie
Kunst und Künstler
12. Dezember '12
König Ludwig II.
"Mein Atem ist die Freiheit"
Matthias Bienek: Was hat Sie bewogen, diesen Film zu machen?
Angelika Weber: Dies ist work in progress gewesen. Denn bei meinem Studium der
Bayerischen Geschichte habe ich König Ludwig II. geflissentlich übergangen. Im
Laufe der Jahre habe ich viele historische Filme - Spielfilme, TV Serien und
und Dokus – gedreht. Nur König Ludwig II. ist mir nicht in den Sinn gekommen.
Als ich dann den Imagefilm für die Ausstellung „Götterdämmerung“, im Auftrag
des Hauses des Bayerischen Geschichte, gedreht habe, ist mir schon während der
Produktion aufgefallen, dass es Aspekte in Ludwigs II. Leben und Werk geben
muss, die noch eher unbekannt sind.
> KÖNIG LUDWIG II. - Mein Atem ist die Freiheit
Kunst und Künstler
09. Dezember '12
Mo Yan und
Günter Grass
Der geniale chinesische Schriftsteller
und bekennender Kommunist Mo Yan erhält den Literaturnobelpreis
2012. Er steht der Kommunistischen Partei nahe und verteidigt die
Zensur in China. Zensur sei notwendig genau wie lästige
Sicherheitskontrollen an Flughäfen. Verleumdungen, Verunglimpfungen,
Gerüchte und Beleidigungen muss man zensieren. Mit dieser Ansicht
steht Mo Yan nicht allein. In Deutschland teilen nicht nur Salafisten
und orientalische Geistliche seine Meinung. Im Gegensatz zu seinem
Literaturnobelpreiskollegen Grass (Foto) sind die meisten Bücher Mo Yans
lesenswert.
> Mo Yan und Grass
Kunst und Künstler
04. Dezember '12
Bayerische Philharmonie
Interview mit Boris Braune
bayerische-philharmonie.de
Stefan Groß: 1994 gründete der
Dirigent Mark Mast den Verein Junge Münchner Philharmonie e.V., der 2007 in
Bayerische Philharmonie e.V. umbenannt wurde. Seit dieser Zeit ist er stets
gewachsen und vereinigt eine Vielzahl von Orchestern und Chören. Was macht die
Bayerische Philharmonie so einzigartig? Boris Braune: Einzigartig macht die Bayerische Philharmonie ihr
ganzheitliches Konzept. Dieses äußert sich in den verschiedensten Bereichen,
von jung bis alt, vom Kinder- und Jugendchor bis zum großen Chor, genauso wie
vom Amateur bis hin zum Profi, von instrumental bis vokal. Wir haben sieben Klangkörper
und insgesamt 1500 Musiker und Sänger, die aus 30 bis 35 Nationen pro Jahr zu
uns kommen.
> Interview mit Boris Braune
Kunst und Künstler
11. November '12
Florian Illies: 1913
Der Sommer des Jahrhunderts
"Das
Alte stürzt, es ändern sich die Zeiten". Waren die Herausgeber Visionäre,
als sie dieses Schiller-Zitat aus dem Wilhelm Tell für ihren
"Drogisten-Taschen-Kalenders 1913" auswählten? Die Angst, dass sich
dieses Jahr gar als Unglücksjahr erweisen sollte, sitzt jedenfalls einigen
Zeitgenossen mächtig im Nacken. "Gabriele D'Annunzio schenkt einem Freund
sein 'Martyrium des Heiligen Sebastian' und datiert es in der Widmung lieber
vorsorglich als '1912 + 1'.", findet Florian Illies heraus. Für Arnold
Schönberg, der nicht ohne Grund die "Zwölf-Ton-Musik" erfand, ist es
gar ein Martyrium.
> Ein Jahr am Südhang der Geschichte oder doch nur im Zeichen der Unglückszahl?
Kunst und Künstler
03. Dezember '12
Wer war eigentlich
Hermann Levi?
Während Kunstinteressierte dem Wagnerjahr 2013
entgegenfiebern, wird zumeist eine Person übersehen, die maßgeblich am Erfolg
Wagners beteiligt war. Der 1839 in Gießen geborene und 1900 in München
verstorbene Hermann Levi, aus einer bedeutenden jüdischen Familie stammend,
dirigierte nicht nur 1882 den "Parsifal" in Bayreuth, sondern war
nach dem Tod des Komponisten die rechte Hand seiner Witwe Cosima bei der
Leitung der Bayreuther Festspiele. Das Verhältnis zwischen Wagner und dem späteren Generalmusikdirektor
und Hofkapellmeister am Königlichen Hof- und Nationaltheater in München war stets spannungsreich. Die angesehene Münchner Filmemacherin und Historikerin Angelika Weber, die auf
Levi bei Dreharbeiten zu ihrem Art Dokufilm "KÖNIG
LUDWIG II. Mein Atem ist die Freiheit" (2011) gestossen ist, widmet sich
mit einem großartigen Projekt dem „vergessenen“ Komponisten und Dirigenten
Levi. Kontakt: weber.viacom@googlemail.com
> Mehr dazu: MEDIA MUSICA
Kunst und Künstler
06. November '12
Anton Bruckner:
Mystiker und Musikus
Günter Wand, vielleicht einer der letzten großen
Brucknerinterpreten des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts, bekannte in einem
späten, weitgehend unbeachtet geblieben Gespräch:“ Die Gnade bei Bruckner, so,
und einzig so zu schreiben, darin kann ich nur einen Gottesbeweis sehen.“ Wand,
der solche Ehrfurcht vor diesem Komponisten hatte, das er dessen Fünfte erst
mit zweiundsechzig Lenzen in Angriff nahm, wusste nicht zuletzt auch darum,
wovon er sprach, weil ihn das Schaffen des großen Oberösterreichers ein Leben
lang begleitet, beschäftigt – in den Bann gezogen hat.
> Anton Bruckner: Mystiker und Musikus
Kunst und Künstler
29. November '12
Pracht auf Pergament in
der Hypokunsthalle
Dank einer in ihrer Einmaligkeit beispielhaften Kooperation zwischen der
Bayerischen Staatsbibliothek München und der der Hypo-Kulturstiftung
erfreut sich die gleichnamige Kunsthalle an der Theatiner Straße bis zum
13. Januar 2013 einer außergewöhnlichen Schau, die ihre Einzigartigkeit
schon in dem ihr verliehenen Titel verrät: Pracht auf Pergament.
Schätze der Buchkunst von 780 bis 1180.
> Eine Ausstellung der Superlative
Kunst und Künstler
27. November '12
Künstlerporträt:
Rolf-Maria Krückels
Das Werk von Rolf-Maria Krückels ist charakterisiert durch
eine künstlerische Haltung, in der sich Neugier und Konsequenz der Methode
verbinden. Es gibt keine stilistische Parallele zu seinen Lehrern Daniel
Spoerri und Ben Willikens, bei denen er dann Assistent war, sondern
Berührungspunkte zu deren künstlerischen Vorgehensweisen. Eine Gastprofessur in
Kalifornien und ein Studienaufenthalt in New York folgten der Assistentenzeit
und dem Diplom (1993) an der Münchner Akademie. Auch wenn Rolf-Maria Krückels
Objekte oder Videos herstellt, bleibt sein Ausgangspunkt die Malerei, deren
Grenzen er überschreitet.
> Zur Webseite gelangen Sie hier:
Kunst und Künstler
24. November '12
"Hedda Gabler" am
Münchner Residenztheater
Sie hat schwarze Hände. Voller Ruß von den Ascheresten eines
Manuskripts, das sie im lodernden Feuer verbrannt hat. Als sie eine
weiße Wand berührt, hinterlassen ihre Hände merkwürdigerweise jedoch
keine Spuren. Nichts bleibt von Hedda Gabler - ihr gehören die Hände.
Weder im Leben, noch im Tod. Dieses besonders eindringliche Bild prägt
Intendant und Regisseur Martin Kusej dem Publikum im Residenztheater
München ins Gedächtnis ein.
> Leere Villa, leere Seelen, leere Ehe - Zarathustra-Phantasien in der Lebensgruft
Kunst und Künstler
23. November '12
Jüdisches in München
im Monat November
Nach
Israel führt das letzte Exponat einer sehenswerten Ausstellung im Kulturzentrum
im Sudetendeutschen Haus an der Hochstraße 8, die ganz im Zeichen Franz Kafkas
steht. Auf dem Bild mit Titel „ Ein ganz gewöhnlicher Gebrauchsgegenstand“ ist
eine Haarbürste zu sehen, die dem Prager Schriftsteller gehört hatte. Seine
letzte Liebe Dora Diamant schenkte sie nach seinem Tod zusammen mit einem
Portrait von ihm dem Hebräisch-Lehrer David Maletz bei ihrem Besuch in Palästina.
Dort wo das Paar „von einer gemeinsamen Zukunft träumte“.
> Anna Zanco-Prestel: Jüdisches in München im Monat November
Kunst und Künstler
27. Oktober '12
Victor Hugo
als Lyriker
In Frankreich ist Victor Hugo neben Molière der bekannteste
Schriftsteller, ja ein Nationaldichter, in Deutschland sind ihm an Bekanntheit
zahlreiche andere französische Romanciers, Dramatiker und Lyriker überlegen, so
Stendhal, Balzac und Flaubert im Roman, der erwähnte Molière oder Racine im
Drama oder Baudelaire, Rimbaud und Verlaine, was die Lyrik angeht.
> Annette Seemann: Victor Hugo als Lyriker
Kunst und Künstler
12. November '12
Gartenparadiese:
Oasen des Alltags
"Man muss auf den Hügel mit den alten Linden steigen und sich auf die
alte Granitbank setzen, dann den Blick über die Schilfwiese zum Tal der
Neiße schweifen lassen, kurz bei den drei Pappeln auf der Schlosswiese
verweilen, um schließlich am Südflügel des Schlosses just auf den
Fenstern, hinter denen die Gemächer des Fürsten lagen, hängen zu
bleiben. ...
> Von Arkadiens erster Wiedergeburt bis hin zu Oasen des Alltags
Kunst und Künstler
15. November '12
Paris:
Photo 2012
Das Pariser Grand Palais ist der
wundervollste Ort dieser Erde, um Photographien neu zu sehen. Und einer der
prachtvollsten wohl zudem. Wie aufgetaucht erscheint die Welt der
Kunstphotographie im zweiten Jahr nach dem Umzug aus den Katakomben des Louvre.
Ein bisschen ist das Flair zum spontanen Plausch mit Martin Parr oder Helmut
Newton unter der Glaskuppel verloren gegangen. Doch dafür locken noch
bedeutendere Namen des Kunstmarktes. Auch Karsten Greve ist nun mit dabei, und
zeigt Mimmo Jodice.
> Paris Photo 2012
Kunst und Künstler
14. November '12
Matthias Matusseks Erzählung:
„Die Apokalypse nach Richard“
„Die Apokalypse nach Richard. Eine festliche Geschichte.“ So
heißt eine gerade erschienene Weihnachtserzählung. Der Titel deutet schon an,
um was es geht: Apokalyptische Vorgänge und anheimelnde Feststimmung. Wunder
und Weihnachtszauber. Übersinnliches und Beschauliches. Das alles
aufgeschrieben vom Literaten Matussek. Nicht vom Bestseller-Provokateur. Und
nicht vom „Krawallkatholiken“, den der eine oder andere vielleicht erwartet.
Aber der Reihe nach.
> Matthias Matusseks Erzählung „Die Apokalypse nach Richard
Kunst und Künstler
17. Oktober '12
Gewagte Konstruktionen
Die großen Baumeister
Vor knapp 2100 Jahren wurde der Begriff Architektur das erste Mal
definiert. Der römische Architekt Vitruv (Marcus Vitruvius Pollio)
erklärt ihn in seinen "Zehn Büchern über Architektur" als das
Zusammenspiel von Baukunst und Technik, also die Kunst des Baumeisters
und des Ingenieurs. Diese Kunst vereint ein gemeinsames Ziel: aus allen
"Wichtigkeiten" logische Antworten entwickeln, um unter Beachtung der
drei Kriterien der Architektur - Nützlichkeit, ...
> Pioniere und Visionäre
Kunst und Künstler
22. Oktober '12
Schwarze Romantik
Von Goya bis Max Ernst
"Wirkung ist ihr höchstes Ziel, und um dieses zu erreichen, verschmähet
sie keine Mittel. Das Schöne ist nur Nebensache; am liebsten will sie
erstaunen und überraschen, niederdrücken durch gigantische Größe oder
erschüttern durch Extreme der Leidenschaft; sie hascht nach der Wahrheit
der Natur in ihren grässlichen Augenblicken und erlaubt ihrer Phantasie
den verwegenen Flug, nicht in das schöne Feenland des Ideals, sondern
in die verbotene Region der Geiser und Gespenster."
> Die abgründige Macht des Bildes
Kunst und Künstler
26. September '12
Helmut Kästl
„Ankunft des Lichts“
Groß ist die Faszination, die von der Gestalt des Franz
von Assisi immer noch ausgeht, den „Heiligen
der Freiheit aus dem Geist der Armut“, wie ihn der ausgesprochen laizistische „konservative
Anarchist“ Giuseppe Prezzolini in einem meisterhaften Essay einmal
charakterisierte. Franziskus schlichte Lebensphilosophie,
wonach „Verzicht Freiheit, Unwissenheit Weisheit und Armut Reichtum“
bedeuten, hat im Zuge der Geschichte manche Krisen überstanden und ist
heute mehr
denn je von Gläubigen, Nicht-Gläubigen oder Andersgläubigen in aller
Welt
allgemein hoch angesehen und gepriesen.
> Helmut Kästl - „Ankunft des Lichts“ - Stadtgalerie Altötting
Kunst und Künstler
25. September '12
Die 60er Jahre
in München
Buchverlage LangenMüller Herbig nymphenburger terra magica
Mit einer „Künstlerischen Intervention“ von 40 jungen Akteuren
in – ganz in Anlehnung an André Courrèges Olympiade-Outfits - gelben, hellblauen oder orangefarbigen
Overalls ließ die Landeshauptstadt
München Anfang September den Geist der „Siebziger Jahre“ in ihrer Stadtmitte wieder
aufleben. „Recontructing Future“ nannte
sich das 14-tägige „Happening“ des Berliner Künstler-Duos Dellbrügge - de Moll,
beide Stipendiaten der Villa Waldberta. Ihre Absicht war, an die heitere Atmosphäre
der Olympischen Spiele 1972 zu erinnern, wodurch ein „neues Deutschlandbild“
hätte geprägt werden sollen.
> Auf den Spuren der Nostalgie - Die 60er Jahre in München
Kunst und Künstler
24. September '12
Christine von Brühl
Gebrauchsanweisung Dresden
"Ich
habe einer schönen Frau beim Ankleiden zugesehen. Ein Geschenk! Ich habe
gesehen, wie sie im Bademantel vor der Frisierkommode sitzt, ein wenig
gelangweilt schaut sie in den Spiegel. Doch dann richtet sie sich auf, kämmt
die Haare, schminkt sich die Lippen, wählt ein Parfum. Sie sucht den passenden
Schmuck, das passende Kleid. Sie probiert mehrere Paar Schuhe an, bis sie die
richtigen gefunden hat. Prüfend geht sie vor dem Spiegel auf und ab. Dann legt
sie noch Ohrringe an, lange, glänzende Steine, streift einen Ring über, wirft
sich schließlich den schweren Schal um die Schultern, greift zum warmen Mantel,...
> Wird in Dresden wirklich nur das verprasst, ...
Kunst und Künstler
24. September '12
„Art is Liturgy“
in „Kolumba
Die Wirkung ist außergewöhnlich: Vor der „Kirche“ von Robert
Klümpen (*1973) werden die Betrachter geradezu hineingezogen in den Innenraum
einer Kirche, den Mittelpunkt von Liturgie. Verstärkt wird die Wirkung des
großformatigen, an einen Flügelaltar erinnernden Gemäldes durch den schlichten
Hintergrund einer schmucklosen Wand, die die Plastizität des Gemäldes mit dem
Blick in den Innenraum eines reichhaltig ausgestatteten Gotteshauses noch
deutlicher hervortreten lässt. Was für ein Bild von Kirche, was für eine
Vorstellung von Liturgie haben die Besucher von Kolumba?
> Vom heiligen Charakter der Symbole
Kunst und Künstler
23. September '12
Fotospaziergänge
der Superlative
Die Fotografie (der Begriff wurde übrigens erstmals - noch
vor englischen oder französischen Veröffentlichungen - am 25. Februar 1839 vom
Astronomen Johann Heinrich von Mädler in der Vossischen Zeitung - eine
überregional angesehene Berliner Zeitung - verwendet) wurde in ihrer Geschichte
schon vielfach zu Grabe getragen. Völlig zu Unrecht. Denn das Medium erweist
sich heute als vitaler und facettenreicher denn je zuvor. Vor allem die
rasanten technologischen Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre haben dem Umgang
mit fotografischen Bildern zu einer neuen Konjunktur verholfen.
> Fotospaziergänge der Superlative
Kunst und Künstler
22. September '12
Photokina Köln
„Camera. Reburn.“ verkündet Samsung in Halle 5.2 der Koelnmesse. Was
wohl Oskar Barnack, dazu sagen würde? Von seiner ersten Idee für eine
Probestreifen-Belichtungskammer zur Bestimmung der richtigen Belichtung
für Kinofilmrollen bis zur Präsentation der serienreifen LEItz CAmera im
Filmformat 24 x 36 mm im Jahr 1925 vergingen damals über zehn Jahre.
Brennweitenangaben werden heute immer noch auf dieses Format bezogen.
Samsungs Chip in der GALAXY Camera misst heute 4,6 x 6,2 mm. 16
Millionen Bildpunkte konkurrieren darauf um Licht aus dem 23 - 483 mm
Superzoom Objektiv.
> Photokina 2012
Kunst und Künstler
17. September '12
Peter Rühmkorf - Ein
Poet mit viel Puste
Wünsch mir im Himmel einen Platz / (auch wenn die Balken
brächen) / Bei Bellmann, Benn und Ringelnatz / Und wünschte, dass sie einen
Satz / In einem Atem sprächen:/ nimm Platz! Dieses Gedicht von Peter Rühmkorf
könnte auch stellvertretend für das gesamte Buch stehen. Denn der wohl
profilierteste deutsche Lyriker, Essayist und Büchner-Preisträger, der die
Sprache so virtuos anzuwenden verstand, erfährt hier in seiner so herrlich
hallodrihaften Art eine besondere Würdigung. "In meinen Kopf passen viele
Widersprüche" ist geradezu der lebende Beweis, dass nicht alles Deutsche
tiefsinnig, schwer und unverständlich daherkommen muss.
> Peter Rühmkorf - Ein Poet mit viel Puste
Kunst und Künstler
17. September '12
Nike Wagner
im Interview
Bednarz: Zu Ihrem Gesamteindruck der nun vor Publikum aufgeführten "Via Crucis" – gab es noch einmal Überraschungen für Sie? Dr. Wagner: Bei der Kunst läßt sich nie alles „vorausberechnen“, es gibt immer
Überraschungen, vor allem bei Premieren. Hier war es zunächst das
Publikumsverhalten. Im ersten Teil der Veranstaltung, dem Begehen der
installativen Arbeiten der Studenten, staute sich der Besucherstrom plötzlich
vor dem Eingang zur eigentlichen „Via Crucis“ in der Viehauktionshalle.
Jedermann kramte nach seinen Eintrittskarten. Das verzögerte den Ablauf. In der
Halle wiederum begann die Vorstellung zu spät, technische Pannen im Hintergrund
waren schuld.
> Nike Wagner, künstlerische Leiterin des „pèlerinages“ Kunstfests Weimar, im Interview
Kunst und Künstler
14. September '12
Berlin
Art Week
Courtesy Terreno Baldio Arte, Mexiko
Berlin vergibt in diesem Jahr mehr als 100000 Bauaufträge.
Improvisationstalent und Kreativität gehört also zu den Berlinern. Nicht wenige
kommen, um sich davon anstecken zu lassen. Cyprien Gaillard, frisch mit dem
„Young Artist Award“ der Unternehmensberatung „A. T. Kearney“ und 10.000 Euro
ausgezeichnet, choreographierte dieser Tage ein Baggerballett vor dem
Schinkelpavillon an der Lindenoper für die Hippies der internationalen
Kunstszene. Im Pavillon bleibt als Erinnerung noch bis zum 21. Oktober ein Stelenfeld
mit Plexiglas verhaubten Baggermaulzähnen. „What it does to your city“ ist hier
das wirklich gelungene Motto.
> Jan Löw: Berlin Art Week
Kunst und Künstler
10. September '12
"1912 - Mission Moderne" im
Wallraf-Richartz Museum Köln
Grenzüberschreitungen
waren in Ausstellungen vor einhundert Jahren und noch länger zurück ein
durchaus gängiges und bewusst eingesetztes Stilmittel. In diesem Sinne ist auch
der Kapellenraum mit Gewölbe und spitzbogigen Blendarkaden einzuordnen, den die
Besucher im Jahr 1912 in der Mitte des Rundgangs durch die „Internationale
Kunstausstellung des Sonderbundes Westdeutscher Kunstfreunde und Künstler“ in
Cöln, damalige Schreibweise, betraten. Neben den von Erich Heckel und Ernst Ludwig
Kirchner bemalten Stoffbahnen, ...
> "1912 – Mission Moderne“
Kunst und Künstler
23. August '12
75 Jahre "Haus der
[Deutschen] Kunst"
Nicht vielen ist es vielleicht ganz bewusst, dass München seinen Ruf als
„Stadt der Künste“ dem unter König Max II. errichteten „Glaspalast“ im
Alten Botanischen Garten zu verdanken hat. Das nach dem Vorbild vom
„Crystal Palace“ in London aus Glas und Metall erschaffene
multifunktionale Ausstellungsgebäude, in dem ab 1854 Industrie- und
Wirtschaftsausstellungen unterschiedlicher Art stattfanden, wurde ab
1889 Austragungsort von Kunstschauen mit internationalem Charakter. Auch
ein Festspielhaus für Richard Wagner sollte nach Planungen von König
Ludwig II. und Arch. Gottfried Semper dem Komplex angegliedert werden.
> Anna Zanco-Prestel: Vielfalt der Geschichten
Kunst und Künstler
10. August '12
Zur DDR-Rezeption
Gottfried Benns
Der Berliner Lyriker Gottfried Benn (1886-1956), der die
Jahre 1935/45 als Arzt in der „Wehrmacht“ überstand und mit seinen späten
Gedichten in den Nachkriegsjahren zu unerhörtem Ruhm fand, blieb DDR-Lesern
mehr als zwei Jahrzehnte unbekannt. So war er in dem von Günther Deicke und Uwe
Berger edierten „Deutschen Gedichtbuch“ (Aufbau-Verlag, Berlin 1959) mit keiner
Zeile abgedruckt! Zeitgenossen aber aus seiner expressionistischen
Schaffensphase vor dem Ersten Weltkrieg wie Ernst Stadler (1883-1914), Georg
Heym (1887-1912) und besonders Georg Trakl (1887-1914) ...
> Dichter der Sintflut, des Weltuntergangs: Zur DDR-Rezeption Gottfried Benns
Kunst und Künstler
04. August '12
10. Thurn & Taxis
Festspiele 2012 eröffnet
Oper für jedermann, für die ganze Familie hieß es
also. Aufgeführt von der Oper Chemnitz. Die Inszenierung von Dominik Wilgenbus
betonte passend dazu die lustigen Seiten des märchenhaften Stücks. Und die
Gegensätze. Edle und filigrane (Guibee Yang als Pamina) bzw. ausdrucksstarke
(Julia Bauer als Königin der Nacht) Frauenfiguren kontrastierten auffällig mit
den männlichen Protagonisten, die - rollengemäß – mal eher derb (Andreas
Kindschuh als Papageno) und- nicht rollengemäß – mal eher facettenlos (André
Riemer als Tamino) waren.
> Liane Bednarz: 10. Thurn & Taxis Schlossfestspiele 2012
Kunst und Künstler
07. Mai '12
Mit Wotan ins
Wagnerjahr 2013
Für das Wagner-Jahr 2013 rüsten schon jetzt zahlreiche Bühnen der
Republik zum Nibelungenkampf. In Frankfurt ist der viel beachtete „Ring
des Nibelungen“ von Vera Nemirova in dieser Spielzeit vollendet worden,
in Mannheim und in München sind die Inszenierungen von Achim Freyer und
Andreas Kriegenburg bis zur „Walküre“ bzw in München auch bis zum
„Siegfried“ (Ende Mai) fortgeschritten.
> Mit Wotan ins Wagner-Jahr - Neuinszenierungen an Main, Rhein und Isar
Kunst und Künstler
11. Juli '12
Agilophusaltar kehrt in
Kölner Dom zurück
Mit festem Händedruck presst der Händler in seinem prächtigen Gewand den
prall gefüllten Geldbeutel an seinem Körper, um nicht einen Schlag von
Jesus Christus abzubekommen, der mit einem Holzstück in der rechten Hand
und weit ausholender Armbewegung die Wechsler und Händler aus dem
Tempel vertreibt. Prächtig gekleidet ist auch die junge Frau, die sich
anlässlich der Erweckung des Lazarus die Nase zuhält. Bei der
Kreuztragung Christi lässt sich an den Gesichtern der Schaulustigen
deutlich deren abfällige Meinung über den erkennen, der da mit blutigem
Gesicht an ihnen vorüberzieht.
> Constantin Graf von Hoensbroech: Voll überbordender Lebendigkeit und Plastizität
Kunst und Künstler
10. Juli '12
Gustav Klimt
und Emilie Flöge
Zwischen 1902 und 1904 malte Gustav Klimt eines seiner berühmtesten
Bilder: das erste Damenporträt, in dem das Ornament im Vordergrund
steht. Es wurde 1908 auf der Kunstschau neben sieben anderen Gemälden
(u. a. "Der Kuss") gezeigt. Obwohl das "Porträt Emilie Flöge" den Beginn
jener Schaffensperiode des wohl bekanntesten Vertreters der Wiener
Sezession markiert, deren Kunstwerke in den vergangenen Jahren auf
internationalen Auktionen Rekordpreise erzielten, fand es zur damaligen
Zeit keinen Anklang.
> "Heute wirst Du verschachert, respektive einkassiert!" (Gustav Klimt 1908 an Emilie Flöge)
Kunst und Künstler
03. Juli '12
50 Alltagsfotografien
von Andy Warhol
Im Mai 1979 trafen sich in der Düsseldorfer Galerie Denise René/Hans Mayer Andy Warhol und Joseph Beuys, der Mann mit dem Filzhut. Vieles trennte sie, doch die einfache Feststellung, dass in jedem Menschen ein Künstler stecke oder eben jeder Mensch das Recht habe, für fünfzehn Minuten ein Star zu sein, hatte eine Stahlkraft, die bis ins Facebook-Zeitalter nachwirkt.
> Thomas Zander zeigt 50 Alltagsfotografien von Andy Warhol
Kunst und Künstler
07. Maerz '11
Sigmund Freuds
Zukunftsillusion
Religionskritiken,
sowohl gegen ihre ideellen als auch praktischen Grundlagen, werden so alt sein
wie die schriftlich fixierten Religionen. Sigmund
Freud dürfte sowohl die subtile Kritik Ludwig
Feuerbachs (1804-1872), die zersetzende von Karl Marx (1818-1883), aber auch die verzweifelte seines Zeitgenossen
Friedrich Nietzsche (1844-1900)
studiert haben, denn er beruft sich auf „bessere Männer“, die „vollständiger,
kraftvoller und eindrucksvoller“ als er Kritik an der Religion geübt hätten. Er
„habe bloß“ wie er bekennt, „der Kritik“ seiner „großen Vorgänger etwas
psychologische Begründung hinzugefügt“. Die besseren Männer zählt er nicht auf,
denn „es soll nicht der Anschein geweckt werden“, dass er sich „in ihre Reihe
stellen will“
> Sigmund Freuds Zukunftsillusionen
Kunst und Künstler
26. Juni '12
Joyce: Künstler
als junger Mann
"Ich war ein anderer damals. (...) Ich meine (...), dass ich nicht ich
war, wie ich jetzt ich bin, wie ich werden musste.", erklärt Stephen
Dedalus am Ende des Romans seinem Freund Cranly. Der junge Mann hat sich
gewandelt, vom gottesfürchtigen, ängstlichen Buben, zum
selbstbewussten, freien Künstler, der religiöse Autoritäten in Zweifel
zieht und klare Ziele für sich gesteckt hat. Er will nicht mehr dem
dienen, woran er nicht länger glaubt. Sei es nun der Kirche oder aber
auch seinem Zuhause und seinem Vaterland.
> "Zeit ist, Zeit war, aber Zeit wird nicht mehr sein."
Kunst und Künstler
10. Juni '12
Desillusion oder Neuanfang?
Tschechow in München
Sein Kollege Thomas Dannemann setzt in seiner Inszenierung
von Tschechows „Drei Schwestern“ im Volkstheater ebenfalls partiell auf laute
und schrille Töne. Gleich zweimal gibt es also aktuell
Tschechow-Neuinszenierungen in München zu sehen. Die Spätwerke des Meisters der
subtilen Psychologie. Zufall? Zeitphänomen? In beiden geht es um zerplatzte
Träume und den Untergang einer alten Zeit. Um emotionale Abgründe sowieso. Und
somit ganz generell um die Frage: Desillusion oder Neuanfang?
> Neuanfang oder Desillusion? Zweimal Tschechow in München
Kunst und Künstler
05. Juni '12
Wagner wagen
Festtage 2012
Zum siebten Mal drehte sich in Leipzig am „Vorabend“ zum Jubiläumsjahr
2013 der Veranstaltungsreigen um Richard Wagner, dessen schillernde
Persönlichkeit im Zusammenhang mit dem Missbrauch im Dritten Reich
Schatten auf sein musikalisches Genie geworfen hatte und dem in der
ehemaligen DDR wenig Rehabilitation widerfahren war. Aber Leipzig ist
nicht nur Bach, Mendelssohn, Schumann, Thomaner oder Gewandhaus ,
Literatur, Messe, Porsche und BMW, Leipzig ist auch die Geburtsstadt
Wagners, in der er prägende Jugendjahre verbrachte.
> Wagner wagen - die Leipziger Wagner Festtage 2012
Kunst und Künstler
09. Mai '12
Renoir. Zwischen Bohème
und Bourgeoisie
Noch bis zum 12. August 2012 zeigt das Kunstmuseum Basel 50 Frühwerke
des gefeierten, aber gern auch auf das Klischee des "Maler des Glücks"
reduzierten Pierre-Auguste Renoir. Aber gerade seine frühe
Schaffensperiode ab dem Jahr 1864 - dem Jahr, in dem Renoir sich
erstmals mit einem Gemälde am offiziellen Salon beteiligen konnte -
offeriert künstlerisch herausragende und in seiner Vielschichtigkeit
überraschende Gemälde. "Die Epoche von etwa Mitte der 1860er- bis zum
Ende der 1870er-Jahre war in Frankreich von extremen sozialen,
politischen und künstlerischen Umbrüchen geprägt.
> Renoir. Zwischen Bohème und Bourgeoisie: Die frühen Jahre
Kunst und Künstler
09. Mai '12
José Saramago
Kain
"Wie alles haben auch die Wörter ihr Was, Wie und
Warum. Manche sind feierlich, sprechen uns mit pompösem Gehabe an, tun sich
wichtig, als wären sie für Großes bestimmt, und dann stellt sich heraus, dass
sie nicht mehr als ein leises Lüftchen waren, das keinen Mühlenflügel hätte in
Bewegung setzen können, andere, gewöhnliche, übliche, alltägliche haben am Ende
Folgen, die niemand vorauszusehen gewagt hätte, dafür waren sie nicht gemacht,
und doch haben sie die Welt erschüttert.", schreibt der Portugiesische
Literaturnobelpreisträger kurz vor seinem Tod.
> Heike Geilen: José Saramago Kain
Kunst und Künstler
11. Maerz '12
Lou Andreas Salomé
Lou Andreas-Salomé - ein Name der unwillkürlich Assoziationen weckt:
Muse, Geliebte, Femme fatale. Was hatte diese Frau an sich, die sich im
Dunstkreis berühmter Männer ihrer Zeit bewegte und die im Sinne
Nietzsches, jenseits von Gut und Böse stand? Welche Faszination ging von
der mit einem unglaublichen Intellekt gesegneten, russischen
Generalstocher aus, die "in fast ärgerlicher Weise schon immer vorweg
weiß, was kommt, und worauf es hinaus soll.", wie es ihr langjähriger
Freund Paul Reé einmal treffend formulierte.
> Lou Andreas-Salomé - Die Weiterdenkerin
Kunst und Künstler
27. Februar '12
Friedrich Nietzsche
Gedichte
Der Name Friedrich Nietzsches steht in erster Linie für den Philosophen.
Als großer Zweifler, Provozierer, Prophet und radikaler Kritiker des
Christentums wird er assoziiert. Aber Nietzsche war auch Philologe und
Schriftsteller. Mag der Denker Nietzsche auch noch so umstritten sein,
wenn man seine Werke liest, kommt man nicht umhin, den Stilisten zu
bewundern. Der jüdische Journalist und Kritiker Leo Berg schrieb bereits
1889 über ihn: "Man mag einst über Nietzsche denken, was man will, über
den Schriftsteller wird es bald keinen Zweifel geben. Er ist der größte
Virtuose der deutschen Sprache."
> Heike Geilen: Nur Narr! Nur Dichter!
Kunst und Künstler
29. Februar '12
"Architekt der Leere"
Eduardo Chillida
„Moderne Unart, die Künste theoretisch auseinandergehalten
als einzelne genießen zu müssen“, schrieb Friedrich Nietzsche im Herbst 1869
nieder. Ihm leuchtete dabei freilich das antike Musikdrama als Vorbild. Wie ist
es aber heutzutage bestellt mit der Überschreitung der Grenzlinien der Künste?
Die Verbindung von Musik, Tanz und Raum bzw. Architektur ist Dank der kürzlich
verstorbenen Pina Bausch oder auch Sasha Waltz schon auf gutem Wege. Wie aber
kann die bildende Kunst in die Bewegung geraten?
> Christian J. Grothaus: Ein „Architekt der Leere“ zwischen Kunst und Philosophie.
Kunst und Künstler
29. Maerz '12
Martin Mosebach und
die Lourdes-Madonna
Woran erkennt man einen konservativen Revolutionär?
Was hätte er zu tun, wäre er keine bloß historische Erscheinung? Er
müsste im Widerspruch stehen zur Mehrheitsmeinung, zum Zeitgeist aus
wohlüberlegten Gründen. Er müsste die Gegenwart so sehr lieben, dass er
sie umstürzen wollte mit Mitteln, die ihm die Vergangenheit an die Hand
gibt. Er müsste durchdrungen haben, was er ablehnt, und begehren, was
war, und also in etwa so reden, wie es zum „Aschermittwoch der Künstler“ Martin Mosebach in der Münchner Muffathalle tat.
> Alexander Kissler: Martin Mosebach und die Lourdes-Madonna
Kunst und Künstler
11. Februar '12
Bazon Brock und das Internet
als Gulag des 21. Jahrhunderts
Der emeritierte Ästhetikprofessor und Aktionskünstler Bazon Brock hat vor dem Internet gewarnt. Wie er gegenüber der Berliner "tageszeitung" betonte, sei das Internet der Gulag des 21. Jahrhunderts. Denn hier würden persönliche Daten gespeichert, was letztendlich darauf hinausläuft, möglicherweise die Menschheit in Zukunft jederzeit in der Hand zu haben. Was heute noch unter Terror-Abwehr läuft, könnte eines Tages dazu mißbraucht werden, die Demokratie aufzuheben, so Brock. Der studierte Philosoph hatte zuletzt in der Bundeshauptstadt eine "Denkerei" eröffnet, bei der Bürger unlösbare Probleme einreichen sollen.
> Bazon Brock: Die Kultur zivilisieren
Kunst und Künstler
28. Januar '12
300. Geburtstag
von Friedrich II.
Liebe Jubiläumsgäste, wenn Friedrich II. jetzt in den Saal schauen
könnte, wäre er wohl zufrieden: passend zur großen Bühne ein großes
Publikum! So viele, die sein Leben erforscht, sein Erbe entdeckt,
gerettet und gepflegt haben – oft hartnäckig und mit preußischer
Hingabe, wie einst der König selbst. Ich glaube, so mancher von Ihnen
hier im Saal hätte zu Friedrichs Lebzeiten eine Einladung zur berühmten
Tafelrunde erhalten. Weltoffene, belesene und kulturinteressierte
Mitstreiter wusste der Monarch besonders zu schätzen. Allerdings hätte
man an dieser Tafel einige Wahrheiten – zum Beispiel über Niederlagen
auf dem Schlachtfeld – schweigsam mit dem Wein herunterschlucken müssen.
Denn was sein Image betraf, kannte der Herrscher kein Pardon!
> Festakt zum 300. Geburtstag von Friedrich II.
Kunst und Künstler
20. Januar '12
Mario Vargas Llosa
und das Cervantes-Institut
Der peruanisch-spanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa hat dem
spanischen Cervantes-Institut eine Absage erteilt. Wie der Nobelpreisträger
betonte, sei die ihm vom Kulturinstitut angebotene Leitung nicht vereinbar mit
seiner literarischen Tätigkeit. Spaniens König Juan Carlos hatte den
Literaturnobelpreisträger im Namen der Regierung für das Amt
vorgeschlagen. Vargas Llosa hatte den Posten 1996 allerdings schon einmal
abgelehnt.
> Mario Vargas Llosa - ein politischer Schriftsteller
Kunst und Künstler
14. Januar '12
55. Todestag
Arturo Toscanini
War Arturo Toscanini ein Unmensch? Und wenn ja: musste er einer sein?
Nicht wenige sahen (und sehen) in ihm einen echten Teufel. Das in dieser
Sache gern vorgebrachte ´Beweismaterial´ gibt solchen Leuten offenbar
Recht und man könnte, einschließlich aller Mythen, Legenden und
Anekdoten, die sich bis heute um die Person des Dirigenten ranken, eine
Enzyklopädie damit füllen.
> Shanto Trdic: Arturo Toscanini: Mit Pauken und Trompeten
Kunst und Künstler
11. November '11
Naturbegriff: Goethe
und die Moderne
Über
Goethe ist so viel gesagt und geschrieben worden, daß man den
Eindruck haben muß, es gäbe bei diesem einzigartigen
Menschen nichts Neues zu entdecken. Dieser Eindruck ist jedoch
falsch. Wer sich näher mit dem Naturwissenschaftler Goethe
beschäftigt und wer dabei völlig vorurteilsfrei vorgeht und
sich nicht von der 200 Jahre alten Rufmordkampagne der herrschenden
Naturwissenschaft gegen Goethe irre machen läßt, der wird
in dessen naturwissenschaftlichen Schriften einen bisher
weitgehend unbekannten Kontinent des Denkens entdecken. Gemeint ist
der Begriff Goethes von der Natur, der uns modernen Menschen fremd
und unverständlich geworden ist und der sich von unserem
modernen Naturverständnis grundsätzlich unterscheidet.
> Der Bruch zwischen den Naturbegriffen Goethes und der Moderne
Kunst und Künstler
06. November '11
Sibylle Lewitscharoff
erhält Literaturpreis
Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff erhält für ihrem Roman "Blumenberg" den Wilhelm-Raabe Literaturpreis. Zur Begründung hieß es, daß die Autorin die Pfade herkömmlichen
Erzählens mit provokantem Übermut verläßt. Die Schriftstellerin hat in
ihrem Buch eine biografische Fantasie über den 1996 in Münster
gestorbenen Philosophen Hans Blumenberg entworfen. Der Wilhelm-Raabe
Literaturpreis ist mit 30.000 Euro dotiert und wird jedes Jahr von der
Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk verliehen.
Kunst und Künstler
31. Oktober '11
Musikalisches
Glaubensbekenntnis
Die berühmte symphonische Dichtung „Die Moldau“ von Bedrich
Smetana fließt als ehrwürdiger Messgesang „Cantare, iubilare“, Musik des
kanadischen Rockpoeten Leonhard Cohen wird zum „Hallelujah“, und der herrliche
Hymnus „Tantum Ergo“ über das allerheiligste Altarsakrament korrespondiert mit
dem berühmten Rhythmus des „Bolero“ von Maurice Ravel. Es klingt unerhört, aber
genau das ist es auch, was sich auf der CD „Die Priester – Spiritus Dei“
nachhören lässt. Zwei Mönche und ein Weltpriester sind die Interpreten einer
Abfolge von Kirchenliedern und Gebeten, die in einer bislang vollkommen
unerhörten Version vertont wurden.
> Musikalisches Glaubensbekenntnis
Kunst und Künstler
16. Oktober '11
Franz Liszt:
200. Geburtstag
Anlässlich
des 200. Geburtstages von Franz Liszt (1811–1886) am 22. Oktober 2011 zeigt die
Klassik Stiftung Weimar vom 24. Juni bis zum 31. Oktober 2011 die in
Kooperation mit der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar erarbeitete
Landesausstellung »Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar«. Im Mittelpunkt der
über 350 Exponate umfassenden zweiteiligen Ausstellung im Schiller-Museum und
im Schlossmuseum stehen die europäischen Dimensionen sowohl des Komponisten und
Interpreten Liszt wie auch seiner in Weimar verwirklichten Kunstprojekte. Dabei
werden Liszts Leben und Wirken und die Bedeutung Liszts für die europäische
Musik- und Geistesgeschichte umfangreich dokumentiert.
> Ein Europäer in Weimar> Franz Liszt in Jena
Kunst und Künstler
24. September '11
Fünfte Jahresausstellung
"Kolumba" in Köln
Zart und subtil entfalten sich die Klänge im Raum, wie klingende
Seifenblasen reihen sie sich unablässig aneinander und verklingen –
kaum, dass sie gehört worden sind - auch ebenso schnell wieder in der
hoch aufragenden Funktionalität des Raumes, der von einem
Heilig-Geist-Retabel aus dem 15. Jahrhundert beherrscht wird. Dabei
korrespondieren die drei Parabolschüsseln der „RaumReflexion“, die
Bernhard Leitner als Ton-Raum-Skulptur vor einem Jahr geschaffen hat,
mit ihren sphärisch anmutenden Tönen in faszinierender Weise mit den
drei Tafeln des spätmittelalterlichen Altaraufsatzes, dessen
farbenprächtige Gestaltung die Versammlung der Apostel mit der
Muttergottes am Pfingstfest zum Thema hat.
> Wer nicht denkt fliegt raus“ - Fünfte Jahresausstellung von „Kolumba“
Kunst und Künstler
22. September '11
Streit um Preis für
Peter Handke
Der Schriftsteller Peter Handke sollt eigentlich Ende
Oktober den Candide-Preis erhalten, einen deutsch-französischen Literaturpreis des Literararischen
Vereins Minden, doch nun weigert sich der Sponsor, die Kolbus
Buchbindereimaschinen, den Preis auszuzahlen. Der Grund sind die umstrittenen
Äußerungen des Schriftstellers zu Jugoslawien. Die Firma befürchtet Negativschlagzeilen,
weil der Preisträger ihr nicht gefällt. Bereits 2006 hatte es Ärger um Handkes
Auszeichnung mit dem Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf gegeben, auf den
er damals freiwillig verzichtet hat.
> Adolescentia Obscura – Die Leiden des Peter Handke
Kunst und Künstler
29. September '10
Palladio - Eine Einführung
Näher dürfte man der historischen Person Andrea Palladio
kaum kommen, als in dem hier in deutscher Fassung vorliegenden Buch von Guido
Beltramini. Aus den spärlichen Quellen, die sich zu ihm und seinem nächsten
Umfeld erhalten haben, wird das intime Lebensbild eines Mannes konturiert, der,
wie kaum ein anderer Künstler vor oder nach ihm, zur Signatur einer Epoche und
zum Namensgeber eines Baustils geworden ist, der sich über Jahrhunderte und
Kontinente erstreckt.
> Werke ohne Tage. Palladios Leben in Büchern
Kunst und Künstler
25. Juli '11
150. Geburtstag des Kölner
Wallraf-Richartz-Museum
Ein Museum stellt sich selbst aus. Mehr noch: Es wird und will Tatort
sein. Zwar nicht im kriminalistischen Sinne. Doch jenes unabdingbare Gespür für
das Zusammensetzen vieler Details zu einem schlüssigen Gesamtbild, wie es
besonders bei der kriminalistisch-detektivischen Untersuchung eines Tatorts
notwendig ist, sollten auch die Besucher am „Tat Ort Museum“ mitbringen oder
beim Rundgang durch die gleichnamige Ausstellung mit ausgewählten Bildern vom
Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert im Kölner Wallraf-Richartz-Museum (WRM)
entwickeln können.
> Zum 150. Geburtstag zeigt das Kölner Wallraf-Richartz-Museum
Kunst und Künstler
30. Mai '11
Richard Wagner
und Leipzig
Die Musikstadt Leipzig hatte in diesen Maitagen noch mehr zu
bieten als gewöhnlich. Das Mahler-Festival mit allen Sinfonien des Komponisten
und den großen Orchestern der Welt im Gewandhaus (etablierte Hochkultur) und
die von der „Richard Wagner Gesellschaft Leipzig 2013“ ins Leben gerufenen
Wagner-Festtage (Humus für ein neues Musikverständnis) an verschiedenen Orten
und mit unterschiedlichem Charakter. Vom volksfestartigen Treiben mit
subversivem Einschlag auf dem Fockeberg – das „Feste Spielhaus“, dessen Richtfest
man feierte, wird wohl nie gebaut werden – bis zur konzertanten Aufführung des
dritten Aufzugs vom „Siegfried“ in der Peterskirche als fulminanter Höhepunkt.
> Erwache Leipzig mit Wagner – die Wagner-Festtage 2011 zwischen High und Low
Kunst und Künstler
27. Mai '11
200. Todestag -
Heinrich von Kleist
Scheitern als Lebensprinzip, so könnte man kurz Heinrich von Kleists
irdisches Schicksal umschreiben. Und diese Maxime unterstrich der
berühmte Dramatiker selbst, als er sich zuletzt als „nichtsnütziges
Glied der menschlichen Gesellschaft“ bezeichnete. Dabei hatte der
1777 im Frankfurt/Oder geborene Dichter die besten Voraussetzungen für
eine gesellschaftliche Karriere; er kam aus einer einflußreichen
pommerschen Familie, ausgestattet also mit dem besten Pedigree, hatte
von Jugend an beste Beziehungen zu einem erlesenen Kreis einflußreicher
Politiker des preußischen Staatsapparates. Anfang der 90er Jahre des 18.
Jahrhunderts trat er in das das 3. Bataillon des Garderegiments in
Potsdam ein, wurde Leutnant; 1797 befreundete er sich mit Ernst von
Pfuel, dem späteren preußischen Ministerpräsidenten.
> Stefan Groß: Der post-moderne Heinrich von Kleist
Kunst und Künstler
18. Mai '11
Vor 100 Jahren
starb Gustav Mahler
Gustav Mahler, geboren 1860 in Kalischt, war ein Komponist
und europaweit anerkannter Dirigent. Mahlers musikalische Entwicklung begann bereits
in jungen Jahren. Schon zu dieser Zeit komponierte er erste kleine Stücke. Er
studierte Musik am Konservatorium in Wien und arbeitete anschließend als
Kapellmeister. Mahler bereiste als Gastdirigent viele Städte in Europa. Auch eigene
Kompositionen führte er europaweit auf. Heute gilt er als ein bedeutender
Komponist der Spätromantik. Ab 1909 leitete er die New Yorker Philharmonika. Am
18. Mai 1911 verstarb Mahler.
> Leipzig fördert Mahler-Festival 2011
Kunst und Künstler
15. Mai '11
In Jena kommt die Malerin
Louise Seidler zur Welt
Am 15. Mai 1786 kam in Jena die Malerin Caroline Louise
Seidler zur Welt. Sie war eine Bekannte von Johann Wolfgang von Goethe, in
dessen Auftrag sie das Altarbild des Heiligen Rochus anfertigte. Seidler hatte
Zugang zu intellektuellen Kreisen der damaligen Zeit und erhielt Stipendien,
auf Veranlassung von Goethe, vom damaligen Großherzog Carl August, mithilfe
derer sie zur malerischen Weiterentwicklung nach München und Italien ging. Ihren
Lebensabend verbrachte die Malerin in Weimar, bis sie 1866 verstarb. In Weimar
verfasste sie ihre Autobiographie mit dem Titel „Erinnerungen aus dem Leben der
Malerin Louise Seidler“, die 1873 veröffentlicht wurde. Seidler erfreute sich
zeitlebens einer hohen gesellschaftlichen Wertschätzung, die durch die
Unterstützung und Förderung von Goethe begünstigt wurde.
Kunst und Künstler
06. Mai '11
Rabindranath Tagore
150. Geburtstag
Pünktlich zum 150. Geburtstag des am 7. Mai 1861 geborenen Rabindranath Tagore ist eine ganze Reihe von Publikationen erschienen, die sich dem Lyriker und Mystiker widmen, den sein ganzes Leben lang die Sehnsucht nach Natur, Kosmos und Transzendenz erfüllte. 1913, fast noch unbekannt, erhielt Tagore den Literatur-Nobelpreis für seinen Gedichtband "Gitanjali". Der "Insel Verlag" wartet nun mit einer neuen Auswahl seiner Gedichte auf, und Martin Kämpchen, der sich für die Edition der Gedichte verantwortlich zeigte, hat sich darüber hinaus im "Marbacher Magazin" mit dem Verhältnis Tagores zu Deutschland beschäftigt. Hier erhält der Leser tiefere Einblicke in die deutsche Rezeptionsgeschichte.
Kunst und Künstler
04. Mai '11
August von Kotzebue
250. Geburtstag
Pünklich zum 250. Geburtstag des in Weimar geborenen August Friedrich Ferdinand von Kotzebue (3. Mai 1761) sind zwei Bücher erschienen, die sich dem Werk des Literaten widmen. Axel Schröter hat eine Biographie vorgelegt, die den literarischen Einflüssen Kotzebues nachgeht, die die Beziehungen zu seinem Onkel Johann Carl August Musäus analyisert und die Bedeutung der Bühnenmusik für Kotzebues theatralische Sendung nachzeichnet. Johannes Birgfeld, Julia Bohnengel und Aleander Kosenina haben im Wehrhan Verlag ihr Lexikon "Kotzebues Dramen" vorgelegt. Kotzebue, der nach dem Sieg Napoleons bei Jena nach Rußland floh, wurde 1819 von einem Jenaer Burschenschaftler ermordet.
Kunst und Künstler
18. April '11
Peter Ustinov wäre
90 Jahre alt geworden
Der Schauspieler Sir Peter Ustinov wäre am 16. April 90 Jahre alt
geworden. Parallel zur Schauspielerei betätigte er sich auch als Regisseur,
Journalist und Kolumnist, initiierte Opern und schrieb als Autor satirische
Stücke, Erzählungen sowie Romane. Sozial engagierte er sich für das
Kinderhilfswerk UNICEF und setzte sich für die Völkerverständigung sowie die
Reduktion von Vorurteilen ein. Am 11. August 2003 gründete er gemeinsam mit der
Stadt Wien das Sir-Ustinov-Institut, das sich mit der Erforschung von
Vorurteilen beschäftigt. Er selbst bezeichnete sich stets als Weltbürger. Sir
Peter Ustinov verstarb am 28. März 2004.
Kunst und Künstler
18. April '11
Freiheit für
Ai Weiwei
Vom Kunstaktivisten und China-Kritiker Ai Weiwei fehlt auch zwei Wochen nach seiner
Festnahme durch die chinesischen Behörden jede Spur. Wo sich der international bekannte Künstler und Aktivist derzeit aufhält, ist ungewiß. Unterdessen hat der Menschenrechtsausschuß des Bundestages in Berlin
die sofortige Freilassung des Künstlers gefordert. In Berlin haben 150 Menschen vor der chinesischen Botschaft - unter dem Motto "1.001 Stühle für Ai
Weiwei" - protestiert. Zu Protesten kam es auch in München, Hamburg,
Minden in Westfalen, New York, Moskau und Hongkong.
Kunst und Künstler
12. April '11
Die Mutter aller Kunstmessen
wird 45 - Artcologne 2011
Es war einmal.
In einer aufstrebenden Kreativstadt wuchs eine Kunstmesse parallel zur arroganten
und verfetteten Mutter im Rheinland. 2007 verzieht sich die honorige Dame vom angestammten
Herbsttermin in den neu erwachenden Frühling. Vier Jahre sind seither ins
Rheinland gegangen. Im Focus stehen heuer neueste Positionen junger Kunst, die
längst keine Trennungen der klassischen Medien mehr kennt. Plastiker werden
Videokünstler, experimentieren mit Fotografie und Collagetechniken, suchen.
Wirklich neues zu kreieren fällt immer seltener leicht aus. Neue Facetten am
eigenen Selbst zu finden ist für jeden Betrachter eine Übung mit unendlichen
Möglichkeiten.
> Jan Löw: Artcologne 2011
Kunst und Künstler
02. Maerz '11
Van-De-Velde-Jahr 2013
Henry van de Velde war das, was man heute als einen „Alleskünstler“ bezeichnet.
Die Gestaltung eines Hauses und eines Raumes, die Form von Kleidung und
Schmuck, aber auch das Design von Alltagsgegenständen gehörten für ihn
zusammen. Der Belgier, der 1902 nach Thüringen kam, ignorierte die Grenzen
zwischen Kunst und Kunsthandwerk und gestaltete Objekte praktisch für jedes
Gebiet des Lebens. In Thüringen hinterließ er zahlreiche Spuren, auf denen im
Jahr 2013 anlässlich seines 150. Geburtstages gewandelt werden kann.
> Ein Alleskünstler wird 150. Das Van-de-Velde-Jahr 2013 in Thüringen
Kunst und Künstler
03. Maerz '11
Mit Alfred Kubin
im Gespräch
Alfred
Leopold Isidor Kubin ist ein österreichischer Grafiker, Schriftsteller und
Buchillustrator. Geboren wird er 1877 in Leitmeritz, heute in der Tschechischen
Republik. Bekanntheit erlangt er als Gründungsmitglied der Neuen
Künstlervereinigung München, der unter anderem auch Wassily Kandinsky angehört.
Aus der N.K.V.M. geht 1911 die Redaktion des Blauen Reiters hervor, an deren
ersten Ausstellung er sich beteiligt.
> „Ich aber weiß um den Schaffenszwang...“
Kunst und Künstler
16. Januar '11
Kein dicker Picker für
die Heiligen Drei Könige
Der dicke Pitter hat seine Stimme verloren. Dieser Zustand der -
medizinisch gesprochen – sogenannten Aphonie, also Störung der
Tonbildung oder Stimmlosigkeit, wird auch noch Monate so bleiben. Und es
ist ungewiss, ob der Patient anlässlich des nächsten Osterfestes
tatsächlich wieder wie erhofft mit dem weithin hörbaren warmen Schlagton
,C’ ertönen wird. Denn die größte am geraden Joch freischwingende
Glocke der Welt, von der hier die Rede ist und die in der Glockenstube
des Kölner Doms hängt, hat ausgerechnet am Dreikönigstag (6. Januar)
seinen Klöppel verloren.
> Kein dicker Pitter für die Heiligen Drei Könige
Kunst und Künstler
08. Dezember '10
Der Realismus des
Michael Triegel in Leipzig
Er ist der offizielle Porträtmaler des Papstes, der 1968 in Erfurt geborene Michael Triegel. Landschaftsskizzen und Stillleben, vor allem aber mythologische und religiöse
Themen stehen im Mittelpunkt seines Schaffens. Triegel selbst bezeichnet seine
Malweise als „Bella Maniera“. Immer wieder greift er in seiner Kunst auf
altmeisterliche italienische Schulen zurück. Und wie Dieter Bartetzko in der "FAZ" bemerkt, huldigt Triegel in seinem Werk "in erster Linie neuen Rätselmythen - und sich selbst". Die Ausstellung von Michael Triegel "Verwandlung der Götter" ist bis zum 6. Februar 2011 im "Museum der Bildenden Künste" Leipzig zu sehen. Der Ausstellungskatalog kostet 29, 90 Euro.
Kunst und Künstler
06. Oktober '10
Neues von Goethe
Einerseits gibt es eine nahezu unüberschaubare
Goethe-Literatur, also Literatur über Literatur, die zuweilen auch eigenen
Literatur-Wert hat, vor allem, wenn sie von Dichtern bzw. großen Literaten
geschrieben worden ist: etwa von den Schlegels oder gar Heinrich Heine, von
Gerhart Hauptmann oder gar Thomas Mann, den Zweigs, Joh. Robert Becher, Louis
Fürnberg oder gar Bertolt Brecht geschrieben ward, weniger Martin Walser, umso
lieber Peter Hacks!
> Goethes erstes Weimarer Jahrzehnt
Kunst und Künstler
29. September '10
Neues aus der Comicforschung
Der diesjährige „Internationale Comic-Salon“ vom 3. bis 6.
Juni 2010 hat das Medium Comic wieder in die Medien gebracht. In Erlangen, das
die Veranstaltung alle zwei Jahre beherbergt, fanden sich anlässlich des
Comic-Salons nach Angaben der Veranstalter mehr als 25.000 Besucher ein. Der
Comic-Salon besteht aus einer Vielzahl von Veranstaltungen, die zum einen in
der zentralen Heinrich-Lades-Halle stattfinden, zum anderen an den
unterschiedlichsten Orten in der gesamten Stadt wie Galerien, Buchhandlungen
und Cafés.
> Kundschafter im Land der Zeichen
Artikel in dieser Rubrik:
Die sächsischen Olympier
(Heike Geilen)
"In Luigi
Pirandellos unvollendetem Drama 'Die Riesen vom Berge' steigt eine erfolglose
Schauspieltruppe in einer Villa ab, in der sonderbare Dinge geschehen. Man
fällt in diesen Mauern aus der Zeit. Mythologisches hängt in ...
Kunstbiennale Venedig 2013:
Erstmalig ein Pavillon vom Heiligen Stuhl
(Anna Zanco-Prestel)
Als Versuch, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts bestehende Spaltung zwischen Kunst und Kirche zu überwinden, wird der Entschluss vom Heiligen Stuhl bewertet, an der Biennale von Venedig 2013 mit ...
Der Elfte Tag – Doku-Schau über die Überlebenden des Olympia-Attentats 1972
(Anna Zanco-Prestel)
Der geplante Gedenkraum in München
Kunst nach Konzept?
(Hans Gärtner)
Die 5. Thambacher Kunsttage geben sich frech, sinnlich, theorielastig und rätselhaft
Das Blaue Band
(Anna Zanco-Prestel)
Miami – Venedig – Tittmoning - Fotos und Installationen von Petra Liebl-Osborne
Der Virtuose der Distanzerklärungen oder doch nur ein musikalischer Skandalmacher
(Heike Geilen)
Sein "Grundzug ist Gutmütigkeit, ein gewisses Phlegma, beides aber nur solange, als sich nichts ereignet oder ... begegnet, was ... schlummernde Leidenschaften auslöst. Es liegt hierin ein scheinbarer Widerspruch, man ...
Zum 200. Jubiläum des Komponisten: Wagners jüdische Förderer: Hermann Levi und Alfred Pringsheim
(Anna Zanco-Prestel)
Das 200. Wagner-Jubiläum in diesem Jahr zwingt beinahe dazu,
auch jene Weggefährten des großen sächsischen Komponisten wieder zu entdecken,
die einen wesentlichen Beitrag zur Akzeptanz und Verbreitung seiner
revolutionären Musik und seiner bahnbrechenden ...
Max-Brod-Ausgabe in zehn Bänden Prager Romane von 1911 bis 1957
(Jörg Bernhard Bilke)
Richard Wagners Münchner Jahr
(Anna Zanco-Prestel)
Eine „bestandbezogene“ Ausstellung „aus der
Perspektive der Freunde“ zeigt zum Wagner-Jubiläumbis zum 28. Mai die Bayerische
Staatsbibliothek in ihrer Schatzkammer. Fokussiert wird Richard Wagner – wie
bereits das schöne Plakat ankündigt -im Umkreis ...
Heute schon Leichtgeschrieben? oder: Immer fällt mir, wenn ich an Goethe denke, China ein!
(Heike Geilen)
"Für einen Mann seines Alters, zweiundfünfzig, geschieden, hat er seiner Ansicht nach das Sexproblem recht gut im Griff." (J. M. Coetzee: Schande) "Als Konrad Lang zurück kam stand alles ...
Laisser-faire in Unter Sankt Veit oder Ein Stück Italien in Grinzing
(Heike Geilen)
Georg Büchner und der Existenzrealismus
(Stefan Groß)
Kunstfrühling in Berlin – Gallery Weekend, Paul Klee und Neuentdeckungen bei Gloria
(Jan Löw)
Gallery
Weekend ist ja eigentlich immer. Vor 9 Jahren eröffneten 20 Galerien
gemeinsam, mit dem Ziel, für einen Event weltweit potente Kunstsammler
mit besonders luxuriösem Service zu begeistern. Vom 26. ...
Ein Spiel im Chaos des Zufalls oder: Es muss das Alter sein
(Heike Geilen)
Es hätte so schön kommen können für den fast sechzigjährigen
Norweger Claes Otto Gedde. Eine Reise nach Berlin und dann den ganzen Winter in
der großzügigen Wohnung seiner verstorbenen Freundin Margot Breivik, ...
Jean Paul und die Heiterkeit - Eine Anmerkung zum 250. Geburtstag
(Stefan Groß)
„Schreib alles auf; gerade wenn sich etwas zuträgt, glaubt man, es nie zu vergessen, weil die Gegenwart glänzt; aber die nächste tuts auch, und dann vergißt man.“ (Jean Paul - Gedanken)
Michael Triegel – Porträt Benedikt XVI.
(Galerie Schwind)
Offizielle Übergabe des Porträts Benedikt XVI. 16. April 2013 um 11 Uhr
Residenz des Deutschen Botschafters beim Heiligen Stuhl
Via dei Tre Orologi 22 | 00197 Rom
Es spricht Erzbischof Gerhard Ludwig Müller.
Das dauernde Blüten- und Duftuniversum der Dolci-Insel
(Heike Geilen)
"Daß ich Sizilien gesehen habe, ist mir ein unzerstörlicher Schatz auf mein ganzes Leben." So fasst Johann Wolfgang von Goethe den Sizilienaufenthalt während seiner großen Italienreise zusammen. Der große Dichter ...
Die Entdeckung des Wunderbaren im alltäglichen Akt des Verkleidens
(Heike Geilen)
"Er nimmt unsere kubistischen Formen, aber er bringt in ihnen Gefühle unter, an die wir nie gedacht haben", äußerte Picasso angesichts der frühen Bilder des französischen Malers André Masson. Diesen ...
Balkenhol-Skulptur Richard Wagners kurz vor Fertigstellung
(Henrik Hornung)
Kassel/Leipzig. Am
22. Mai 2013, dem 200. Geburtstag Richard Wagners, wird in Leipzig ein Denkmal
für den Komponisten errichtet werden. In einem Künstlerwettbewerb war der
Entwurf des Bildhauers Stephan Balkenhol von ...
Mit dem „Prinzip Hoffnung“ durch Richard Wagners „Ring“ - Hansgünther Heymes neuer „Ring des Nibelungen“ als Zyklus in Halle/Saale
(Sylvia Hüggelmeier)
Noch ehe aus dem Orchestergraben das berühmte
Kontrabass-Brummen aus den Urtiefen des Rheins erklang, erregte in Halle ein
besonderer Theatervorhang die Aufmerksamkeit des Opernbesuchers. Anlässlich
seiner „Ring“-Inszenierung für Halle und Ludwigshafen ließ Hansgünther ...
GALERIE SCHWIND
(kein Autor)
Leipzig | Frankfurt am Main | Berlin
Kurzvorstellung Neofelis Verlag
(kein Autor)
Der Neofelis Verlag wurde im März 2011 von Matthias Naumann und Frank Schlöffel in Berlin gegründet. Er verlegt sowohl belletristische als auch wissenschaftliche Literatur. Die wissenschaftliche Ausrichtung des Verlags liegt ...
OPEN RAMBALDI 2013
(Anna Zanco-Prestel)
Industrielle Archäologie und Kunst
Im Interview – Mark Mast
(Mark Mast)
Was hat
Sie damals bewogen, die Bayerische Philharmonie zu gründen. Es gab doch zu
diesem Zeitpunkt schon eine ganze Reihe von Orchestern in München?
Als ich 1987 nach München zu ...
Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl: Zum Werk der Künstlerin Ulla M. Scholl
(Wilhelm Vossenkuhl)
Kein
geringerer als Platon sagte, dass es Bilder gebe, die man nur sehen, aber nicht
denken könne. Ulla M. Scholls gemalte Gesichter sind solche Bilder. Ihre
Vielfalt übersteigt alles, was man sprachlich ausdrücken ...
Die Nacht der Villa Massimo Rom im Martin-Gropiusbau Berlin
(Jan Löw)
Mit Jazz geht´s los. Die lange Nacht der Stipendiaten der Villa Massimo
im Berliner Martin Gropiusbau. Till Brönners Trompeten Fanfaren, mit
reichlich Kontra von Dieter Ilg am Bass, salutieren den ...
Der Mann ohne Vergangenheit oder: Am Abgrund des Vergessens
(Heike Geilen)
"O
Gilgamesh, es gab bisher
Noch niemals
einen, der das verlangte,
Noch keinen,
der durchmaß des Berges Innere:
Zwölf
Doppelstunden dehnt er sich aus,
Dicht ist die
Dunkelheit, es gibt kein Licht -
Gehst du
hinein, ...
Theater des Lebens: Malerei von Sofia Timofeeva in der „Europäischen Janusz-Korczak Akademie“
(Anna Zanco-Prestel)
Wem Gott die rechte Gunst erweisen will
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Ein Gespräch mit dem Benediktinerabt Rhabanus Petri über die Motivation der singenden Geistlichen
Neue Kunst in Köln - Von David Hockney zu Rolf-Maria Krückels
(Anna Zanco-Prestel)
Mit ihren
650.000 Besuchern hatte die Ausstellung
„A Bigger Picture“ des britischen Malers, Grafikers, Photographen, Bühnenbildners David Hockney in der Royal
Academy of Arts in London bereits alle Rekorde gebrochen. 500.000 waren es ...
Alles ist wie es ist? oder: Alles kann aus uns werden?
(Heike Geilen)
Alles kann
aus uns werden!
Auf den
ersten Blick drückt dieser Satz Hoffnung aus, Zuversicht, Entschlossenheit. Auf
den zweiten jedoch könnte er gar als Drohung im Raum stehen. Zweifel schleichen
sich ein. Kann ...
Mozart + Festkonzert der Bayerischen Philharmonie
(Boris Braune)
Dienstag, 29. Januar 2013, 19.30 Uhr, Residenz München, Cuvilliés-Theater
Das kosmopolitische Europa vom Fin du Siècle:
Wagner und Fortuny in Venedig
(Anna Zanco-Prestel)
Inmitten der
Vorbereitungen zu Wagners 200. Geburtstagin diesem Jahrkann man gewiss
ohne Übertreibung behaupten, dass Venedig eine Vorreiterrolle einnimmt.
In dem nach dem
verheerenden Brand vom Jahre 1996 wieder aus der Asche auferstandenen ...
Wie viele Schnittmengen benötigen Erinnerungen?
(Heike Geilen)
Bitte keinen falschen Vibrationsalarm und auch kein "molto subito"
(Heike Geilen)
Es ist immer wieder zu erleben: Man sitzt im Konzertsaal oder der Oper. Gerade wird eine leise, besonders gefühlvolle Passage gespielt. Da reißt urplötzlich das nervige Gedudel eines Handys die ...
Die Ausnahmestellung Jenas im Thüringer Musikleben
(Otto Löw)
Die Stadt Jena beherbergte lange Zeit die einzige
Universität in Thüringen, nachdem Erfurt für einen gewissen Zeitraum darauf
verzichten musste. Professoren und Studenten und nicht wenige Bürger, die zumindest
teilweise von der Universität ...
Die „Via Crucis“ in der postmodernen Kathedrale - Robert Wilson inszeniert Liszts kühnes Oratorium beim „pèlerinages“ Kunstfest Weimar
(Liane Bednarz)
Franz Liszt und Robert Wilson. Was für ein Paar. Musikalischer Avantgardist des 19. Jahrhunderts meets Regie-Ikone der Postmoderne. Was die beiden Genies über die Jahrhunderte hinweg miteinander auszumachen haben, sollte das „pèlerinages“ Kunstfest Weimar nun zeigen. Robert Wilson, bekannt für seine experimentelle Bühnenkunst, hatte sich ausgerechnet eines der experimentellsten Sakralstücke Liszts zur Inszenierung vorgenommen: die „Via Crucis“.
Namhafte Erbschaft für den Kölner Dom soll Kriegswunden heilen
(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)
Dank Berta Woodward kann die für die kommenden Jahre
geplante Restaurierung der Portale am Kölner Dom auf eine solide finanzielle
Grundlage gestellt und realisiert werden. Die Engländerin, die im vergangenen
Jahr im Alter ...
Hermann Levi
(Levi-Gideon Greif)
Es gehört zu den nicht abgegoltenen Ungerechtigkeiten der Geschichte, dass das Schicksal der Menschen und der Kultur, die dazu beitrugen, Richard Wagner zu dem zu machen, als den man ihn ...
"Das Stück war ein großer Erfolg, nur das Publikum war eine glatte Fehlbesetzung."
(Heike Geilen)
"Das
Theater glich einem Irrenhause, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende
Füße. Heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander
schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Türe. Es war
eine allgemeine ...
Zerstörung und Rettung eines lebendigen Mythos - Peter Sehrs und Angelika Webers neue Ludwig II.-Verfilmungen im Vergleich
(Anna Zanco-Prestel)
Schöner Müll: Ein Lob des Künstlichen
(Adorján F. Kovács)
Zur Musik der Rockgruppe Garbage Digital erzeugte Musik kann
ebenso „authentisch“ sein wie solche, die „unplugged“ auf Naturinstrumenten
hervorgebracht wird. Die Sehnsucht nach dem vermeintlich „Echten“ erweist sich
von der Hörerseite ...
MÜNCHEN LEUCHTET
(Anna Zanco-Prestel)
für und-Kunstjournal Herausgeberin Johanna Kerschner
KÖNIG LUDWIG II. -
Mein Atem ist die Freiheit
(Angelika Weber)
Interview mit der
Filmemacherin und Historikerin Angelika Weber Presserezension und
Kommentare zum Film gibt es auf: www.viacom-media.de .
Filmvorführungen im
Kurtheater Tutzing als Matinee jeweils um 11. 30 Uhr am ...
Mo Yan und Grass
(Nathan Warszawski)
Der geniale chinesische Schriftsteller
und bekennender Kommunist Mo Yan erhält den Literaturnobelpreis
2012. Er steht der Kommunistischen Partei nahe und verteidigt die
Zensur in China. Zensur sei notwendig genau wie lästige
Sicherheitskontrollen an ...
Die Macht der Gefühle
(Angelika Weber)
Wenn Sie Freitagabend vor die
Wahl gestellt werden, entweder Richard Wagners Lohengrin in einer Live
Übertragung aus der Mailänder Scala unter Daniel Barenboim zu erleben oder
Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium in der Allerheiligen ...
Was Goethe und Schiller an
der englischen Gartenkunst missfiel
(Stefan Groß)
Goethe, die Gartenkunst und die übergeordneten Gattungen
Die Kunst ist „lange bildend, eh’
sie schön ist, und doch so wahre, große Kunst, ja oft wahrer und größer als die
schöne. ...
MEDIA MUSICA ®
(Angelika Weber)
Richard Wagner zum Jubiläumsjahr
EIN SOLITÄR namens HERMANN LEVI
IDEE und KONZEPT zur Levi ( Wander- ) Kunstausstellung 2013 mit Dokumentarfilm von Angelika Weber
Eine menschliche Achtermann ...
Interview mit Boris Braune
(Boris Braune)
1994 gründete der
Dirigent Mark Mast den Verein Junge Münchner Philharmonie, der 2007 in
Bayerische Philharmonie e.V. umbenannt wurde. Seit dieser Zeit ist er stets
gewachsen und vereinigt eine Vielzahl von Orchestern und ...
Eine Ausstellung der Superlative:
Pracht auf Pergament in der Hypokunsthalle
(Anna Zanco-Prestel)
Dank einer in ihrer Einmaligkeit beispielhaften Kooperation zwischen der Bayerischen Staatsbibliothek München und der der Hypo-Kulturstiftung erfreut sich die gleichnamige Kunsthalle an der Theatiner Straße bis zum 13. Januar 2013 ...
Leere Villa, leere Seelen, leere Ehe - Zarathustra-Phantasien in der Lebensgruft - „Hedda Gabler“ am Münchner Residenztheater
(Liane Bednarz)
Sie hat schwarze Hände. Voller Ruß von den Ascheresten eines Manuskripts, das sie im lodernden Feuer verbrannt hat. Als sie eine weiße Wand berührt, hinterlassen ihre Hände merkwürdigerweise jedoch keine Spuren. Nichts bleibt von Hedda Gabler - ihr gehören die Hände. Weder im Leben, noch im Tod. Dieses besonders eindringliche Bild prägt Intendant und Regisseur Martin Kusej dem Publikum im Residenztheater München ins Gedächtnis ein.
Jüdisches in München im Monat November
(Anna Zanco-Prestel)
Nach
Israel führt das letzte Exponat einer sehenswerten Ausstellung im Kulturzentrum
im Sudetendeutschen Haus an der Hochstraße 8, die ganz im Zeichen Franz Kafkas
steht. Auf dem Bild mit Titel „ Ein ganz ...
Manchmal werden aus einfachen, alltäglichen Materialien strahlende Kunstwerke
(Heike Geilen)
Weihnachtliche Vorfreude trotz familiärer Risse – Wunder und
Weihnachtszauber – Matthias Matusseks Erzählung „Die Apokalypse nach Richard
(Liane Bednarz)
„Die Apokalypse nach Richard. Eine festliche Geschichte.“ So heißt eine gerade erschienene Weihnachtserzählung. Der Titel deutet schon an, um was es geht: Apokalyptische Vorgänge und anheimelnde Feststimmung. Wunder und Weihnachtszauber. Übersinnliches und Beschauliches. Das alles aufgeschrieben vom Literaten Matussek. Nicht vom Bestseller-Provokateur. Und nicht vom „Krawallkatholiken“, den der eine oder andere vielleicht erwartet. Aber der Reihe nach.
Paris Photo 2012
(Jan Löw)
Das Pariser Grand Palais ist der
wundervollste Ort dieser Erde, um Photographien neu zu sehen. Und einer der
prachtvollsten wohl zudem. Wie aufgetaucht erscheint die Welt der
Kunstphotographie im zweiten Jahr nach dem ...
Von Arkadiens erster Wiedergeburt bis hin zu Oasen des Alltags
(Heike Geilen)
Ein Jahr am Südhang der Geschichte oder doch nur im Zeichen der Unglückszahl?
(Heike Geilen)
"Das
Alte stürzt, es ändern sich die Zeiten". Waren die Herausgeber Visionäre,
als sie dieses Schiller-Zitat aus dem Wilhelm Tell für ihren
"Drogisten-Taschen-Kalenders 1913" auswählten? Die Angst, dass sich
dieses Jahr gar als Unglücksjahr ...
Anton Bruckner: Mystiker und Musikus
(Shanto Trdic)
„Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie.“
Arthur Schopenhauer
„Da woaß i´ selber nimmer, was i´ mir
dabei denkt hab´ !“
´Kommentar´ Bruckners ...
Der Tod eines Dichters und Europa -
Ist Europa ein ökonomischer Club?
(Adorján F. Kovács)
Die
fragile Liebe des Deutschen zu Europa wird zur Zeit auf eine harte Probe
gestellt. Schuld daran sind so periphere Länder wie Griechenland, Irland,
Portugal, Spanien. Gehören sie überhaupt zu Europa? – das ...
Victor Hugo als Lyriker
(Annette Seemann)
In Frankreich ist Victor Hugo neben Molière der bekannteste
Schriftsteller, ja ein Nationaldichter, in Deutschland sind ihm an Bekanntheit
zahlreiche andere französische Romanciers, Dramatiker und Lyriker überlegen, so
Stendhal, Balzac und Flaubert im ...
Die abgründige Macht des Bildes
(Heike Geilen)
"Wirkung ist ihr höchstes Ziel, und um dieses zu erreichen, verschmähet sie keine Mittel. Das Schöne ist nur Nebensache; am liebsten will sie erstaunen und überraschen, niederdrücken durch gigantische Größe ...
Pioniere und Visionäre
(Heike Geilen)
Vor knapp 2100 Jahren wurde der Begriff Architektur das erste Mal definiert. Der römische Architekt Vitruv (Marcus Vitruvius Pollio) erklärt ihn in seinen "Zehn Büchern über Architektur" als das Zusammenspiel ...
Es war einmal...
(Heike Geilen)
...so beginnen viele Märchen aus einem Buch, das vor 200 Jahren, am 20. Dezember 1812, erstmalig erschien: die "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Es ist das ...
Wendung nach innen
(Heike Geilen)
"Expressionismus sollte konkurrieren mit der Entdeckung der Psychoanalyse von Siegmund Freud und mit der Entdeckung der Quantentheorie von Max Planck." Der österreichische Maler Oskar Kokoschka prägte diese Worte. Beginnend mit ...
Helmut Kästl
„Ankunft des Lichts“
Stadtgalerie Altötting
(Anna Zanco-Prestel)
Groß ist die Faszination, die von der Gestalt des Franz
von Assisi immer noch ausgeht, den „Heiligen
der Freiheit aus dem Geist der Armut“, wie ihn der ausgesprochen laizistische „konservative
Anarchist“ Giuseppe Prezzolini ...
Wird in Dresden wirklich nur das verprasst, was in Chemnitz erarbeitet und in Leipzig gehandelt wird?
(Heike Geilen)
"Ich
habe einer schönen Frau beim Ankleiden zugesehen. Ein Geschenk! Ich habe
gesehen, wie sie im Bademantel vor der Frisierkommode sitzt, ein wenig
gelangweilt schaut sie in den Spiegel. Doch dann richtet sie ...
Vom heiligen Charakter der Symbole
(Constantin von Hoensbroech und Constanze von Hoensbroech)
Anmerkungen zur neuen Jahresausstellung „Art is Liturgy“ in „Kolumba – Kunstmuseum des Erzbistums Köln“
Photokina 2012
(Jan Löw)
„Camera. Reburn.“ verkündet Samsung in Halle 5.2 der Koelnmesse. Was wohl Oskar Barnack, dazu sagen würde? Von seiner ersten Idee für eine Probestreifen-Belichtungskammer zur Bestimmung der richtigen Belichtung für Kinofilmrollen ...
Comedian Harmony:
Das Schweigen der Lämmer
(Shanto Trdic)
„Die Feigheit,“ fand der Dramatiker Sigmund Graff,“ tarnt
sich am liebsten als Vorsicht oder Rücksicht.“ So sprach einer, der sich
auskannte; der es wirklich wissen musste. Zwischen 1924 und 1933 war Graff ...
Dr. Nike Wagner, die künstlerische Leiterin des „pèlerinages“ Kunstfests Weimar, im Interview mit der Gesellschaft Freunde der Künste
(Liane Bednarz)
Zu Ihrem Gesamteindruck der nun vor Publikum aufgeführten "Via Crucis" – gab es noch einmal Überraschungen für Sie? Bei der Kunst läßt sich nie alles „vorausberechnen“, es gibt ...
Berlin Art Week
(Jan Löw)
Berlin
vergibt in diesem Jahr mehr als 100000 Bauaufträge. Improvisationstalent und
Kreativität gehört also zu den Berlinern. Nicht wenige kommen, um sich davon
anstecken zu lassen. Cyprien Gaillard, frisch mit dem „Young Artist ...
Die Jahrhundertschau:
Das
Wallraf-Richartz Museum erinnert mit „1912 – Mission Moderne“ an die bahnbrechende
Sonderbundschau in Köln
(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)
Grenzüberschreitungen
waren in Ausstellungen vor einhundert Jahren und noch länger zurück ein
durchaus gängiges und bewusst eingesetztes Stilmittel. In diesem Sinne ist auch
der Kapellenraum mit Gewölbe und spitzbogigen Blendarkaden einzuordnen, den die
Besucher ...
Vielfalt der Geschichten:
75 Jahre „Haus der [Deutschen] Kunst“
(Anna Zanco-Prestel)
Nicht vielen ist es vielleicht ganz bewusst, dass München seinen Ruf als „Stadt der Künste“ dem unter König Max II. errichteten „Glaspalast“ im Alten Botanischen Garten zu verdanken hat. Das ...
Auftakt der 10. Thurn & Taxis Schlossfestspiele 2012 - Wie im Märchen: Die Zauberflöte im Schlosshof
(Liane Bednarz)
Die Zauberflöte im fürstlichen Schlosshof. Prinz Pamino und Prinzessin Pamina in der Märchenkulisse St. Emmerams. Was für ein Auftakt für die Thurn & Taxis Schlossfestspiele, die heuer zum 10. Mal einluden. Und auch diesmal ein zauberhaftes kulturelles Potpourri boten, von Katie Melua über Roger Cicero und Peter Kraus bis hin zu Vittorio Grigolo.
Voll überbordender Lebendigkeit und Plastizität
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Der Agilophusaltar kehrt nach 20 Jahren in den Kölner Dom zurück
"Heute wirst Du verschachert, respektive einkassiert!" (Gustav Klimt 1908 an Emilie Flöge)
(Heike Geilen)
Zwischen 1902 und 1904 malte Gustav Klimt eines seiner berühmtesten Bilder: das erste Damenporträt, in dem das Ornament im Vordergrund steht. Es wurde 1908 auf der Kunstschau neben sieben anderen ...
Thomas Zander zeigt 50 Alltagsfotografien von Andy Warhol
(Liane Bednarz)
Auf den Spuren von Andy Warhol in Köln - Take a walk on Warhol’s side – mit dem „Zeitgeist-Catcher“ durch New York City
Charlotte von Kalb - Anlässlich ihres 250 Geburtstags
(Annette Seemann)
Die Königin aller Kunstmessen öffnet ihre Tore
(Jan Löw)
Wo die Kasseler Dokumenta den Weg weg vom Galeriebusiness sucht, sammelt sich dieser Tage fast alles, was Rang und Namen in der Kunst des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts hat, an ...
Neuanfang oder Desillusion? Zweimal Tschechow in München - Residenz- und Volkstheater zeigen Neuinszenierungen des „Kirschgartens“ und der „Drei Schwestern“
(Liane Bednarz)
Schreie, Nackte, Bomben. Von Calixto
Bieito ist man Krawall gewöhnt. Ihn erwartet das Publikum. Und bekommt ihn in
Bieitos Münchner Inszenierung „Kirschgarten“- im Residenztheater zu sehen. Wenn
auch etwas zahmer als erwartet. ...
Wagner wagen - die Leipziger Wagner Festtage 2012
(Sylvia Hüggelmeier)
Zum siebten Mal drehte sich in Leipzig am „Vorabend“ zum Jubiläumsjahr 2013 der Veranstaltungsreigen um Richard Wagner, dessen schillernde Persönlichkeit im Zusammenhang mit dem Missbrauch im Dritten Reich Schatten auf ...
Mit Wotan ins Wagner-Jahr - Neuinszenierungen an Main, Rhein und Isar
(Sylvia Hüggelmeier)
Für das Wagner-Jahr 2013 rüsten schon jetzt zahlreiche Bühnen der Republik zum Nibelungenkampf. In Frankfurt ist der viel beachtete „Ring des Nibelungen“ von Vera Nemirova in dieser Spielzeit vollendet worden, ...
Wie man sich das Sparen spart
(Alexander Kissler)
Es muss ein anderes Volk gewesen sein, dessen Mund einmal so überging: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Das Eichhörnchen war deutsches Nationalsymbol. Es sparte sich ...
Auf zur Art Cologne
(Jan Löw)
Daniel Hug hat
alles richtig gemacht. Als er vor vier Jahren die Kölner Kunstmesse übernahm,
war sie wie eine etwas mürrische Tante in der Midlive Crisis. Vor dem Art Forum
Berlin, der FIAC ...
Martin Mosebach und die Lourdes-Madonna
(Alexander Kissler)
Woran erkennt man einen konservativen Revolutionär? Was hätte er zu tun, wäre er keine bloß historische Erscheinung? Er müsste im Widerspruch stehen zur Mehrheitsmeinung, zum Zeitgeist aus wohlüberlegten Gründen. Er ...
Ein „Architekt der Leere“ zwischen Kunst und Philosophie.
- Eduardo Chillida Retrospektive in Münster -
(Christian J. Grothaus)
„Moderne Unart, die Künste theoretisch auseinandergehalten
als einzelne genießen zu müssen“, schrieb Friedrich Nietzsche im Herbst 1869
nieder. Ihm leuchtete dabei freilich das antike Musikdrama als Vorbild. Wie ist
es aber heutzutage bestellt ...
Festakt zum 300. Geburtstag von Friedrich II.
(Christian Wulff)
Liebe Jubiläumsgäste, wenn Friedrich II. jetzt in den Saal
schauen könnte, wäre er wohl zufrieden: passend zur großen Bühne ein
großes Publikum! So viele, die sein Leben erforscht, sein Erbe ...
Arturo Toscanini:
Mit Pauken und Trompeten
(Shanto Trdic)
„Nenn´s ungewöhnliche Wirksamkeit, durch ungewöhnliches Bedürfnis erregt und unterhalten.“ Lavater; über das Genie „Der Künstler, der nicht sein ganzes Selbst preisgibt, ist ein unnützer Knecht.“ Schlegel; ...
Cora Irsen auf den Spuren Franz Liszts
(Otto Löw)
Nun wird doch noch ein Glanzpunkt auf das Liszt-Jahr in Jena gesetzt: Das Collegium Europaeum hat die Pianistin Cora Irsen zu Konzerten nach Jena eingeladen. Und was war da zu ...
Musikalisches Glaubensbekenntnis
(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)
„Die Priester“ legen zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen ihre CD vor
„Wer nicht denkt fliegt raus“ - Fünfte Jahresausstellung von „Kolumba“, dem Kunstmuseum des Erzbistums Köln
(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)
Zart und subtil entfalten sich die Klänge im Raum, wie klingende Seifenblasen reihen sie sich unablässig aneinander und verklingen – kaum, dass sie gehört worden sind - auch ebenso schnell ...
In und hinter den Museumskulissen - Zum 150. Geburtstag zeigt das Kölner Wallraf-Richartz-Museum den „Tat Ort Museum“
(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)
Ein Museum stellt sich selbst aus. Mehr noch: Es wird und will Tatort
sein. Zwar nicht im kriminalistischen Sinne. Doch jenes unabdingbare Gespür für
das Zusammensetzen vieler Details zu einem schlüssigen Gesamtbild, ...
Herzog Ernst August II. Konstantin von Sachsen-Weimar
(Otto Löw)
Wer ein Volljährigkeitsalter von 21 Jahren im Kopf hat, sollte darauf verwiesen
werden, dass der wettinische Herzog obigen Namens dieses Alter nicht erreicht
hat. Immerhin wurde er der Vater des mit Goethe ...
Mit Richard Wagner auf Augenhöhe - Stephan Balkenhol ist der Sieger im Wettbewerb für das Richard-Wagner-Denkmal in Leipzig
(Sylvia Hüggelmeier)
Im blauen Gehrock und in Original-Körpergröße tritt der
jugendliche Wagner aus dem Schatten seines anderen, berühmten Ich, einer vier
Meter hohen Silhouette, die dem Entwurf von Max Klinger aus den Jahren 1904/05
nachempfunden ...
Art Basel - Die Kaiserin aller Kunstmärkte hält Hof
(Jan Löw)
Kunst kommt von Können und uneigentlich von Müssen, ausdrücken müssen. Wer Freitagabends
in der Kneipe mit Freunden alles Wichtige besprechen kann, wird seltenst
Künstler. Interviews mit ihnen führen selten in die Tiefe. ...
Erwache Leipzig mit Wagner – die Wagner-Festtage 2011 zwischen High und Low
(Sylvia Hüggelmeier)
Die Musikstadt Leipzig hatte in diesen Maitagen noch mehr zu bieten als gewöhnlich. Das Mahler-Festival mit allen Sinfonien des Komponisten und den großen Orchestern der Welt im Gewandhaus (etablierte Hochkultur) ...
Die Mutter aller Kunstmessen
wird 45 - Artcologne 2011
(Jan Löw)
Es war einmal.
In einer aufstrebenden Kreativstadt wuchs eine Kunstmesse parallel zur arroganten
und verfetteten Mutter im Rheinland. 2007 verzieht sich die honorige Dame vom angestammten
Herbsttermin in den neu erwachenden Frühling. Vier ...
Franz Liszt in Jena
(Otto Löw)
Es ist schon etwas eigentümlich mit der Liszt-Pflege in der Universitätsstadt Jena. Dabei hätte man manchen Grund, etwas dafür zu tun, denn er hat so manches für Jena getan. Was ...
Adolescentia Obscura – Die Leiden des Peter Handke
(Shanto Trdic)
„Ich aber weiß um den Schaffenszwang...“
(Lisz Hirn)
Austro-Allround-Künstler Alfred Kubin im intimen Talk mit Lisz Hirn
GALERIE SCHWIND
Leipzig / Frankfurt am Main
(Karl Schwind)
Die
Galerie Schwind wurde 1989 in Frankfurt am Main gegründet. Der Geschäftsführer,
Karl Schwind, pflegte bereits zuvor Kontakt zur jungen Kunstszene in Leipzig
und Dresden, weshalb von Beginn an Leipziger Künstler durch die ...
Vom leisen Sterben des Aufbegehrens der Liebstedter Bürger
Die einzigartige Ordensburg im Weimarer Land ist verkauft!
(Hartwig Mähler)
Das Motto: „Rettet die Ordensburg zu Liebstedt!“ ist Geschichte. Der Thüringer Landtagsausschusses für Haushalt und Finanzen bewilligte am 20. Januar 2011 den Verkauf der Burg. Der Zuschlag ging an Winzer ...
Kein dicker Pitter für die Heiligen Drei Könige
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Der dicke Pitter hat seine Stimme verloren. Dieser Zustand der - medizinisch gesprochen – sogenannten Aphonie, also Störung der Tonbildung oder Stimmlosigkeit, wird auch noch Monate so bleiben. Und es ...
Martin Pollack erhält den Leipziger Buchpreis zur
Europäischen Verständigung 2011
(Dezernat für Kultur Leipzig)
Für sein einprägsames und richtungweisendes Œuvre wird dem österreichischen Publizisten,
Schriftsteller und Übersetzer Dr. Martin Pollack von einer international
besetzten Jury der mit 15.000 Euro dotierte Leipziger Buchpreis zur
Europäischen Verständigung für das ...
Im Jahr 2010 wird der zweihundertste Geburtstag von Robert Schumann gefeiert.
(Otto Löw)
Im Jahr 2010 wird der zweihundertste Geburtstag von Robert
Schumann gefeiert. In Jena gab es dazu ab Oktober in den altehrwürdigen
Rosensälen eine kleine Ausstellung. Während mancherorts ganze Konzert- und
Vortragsreihen mit seiner ...
In Memoriam Nordahl Grieg
(Otto Löw)
Der Name Grieg
verbindet sich in Deutschland am häufigsten mit dem eindrucksvollen,
großen Komponisten der Romantik, Edvard Grieg, der bis zu Beginn des 20.
Jahrhunderts lebte. In Norwegen selbst besitzt ...
Kulturquartier von europäischem Rang
(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)
Die Paternosterkette besteht aus sieben hölzernen
Totenköpfen, jeder von ihnen kaum größer als eine Fingerkuppe. Die Schädel sind
aufklappbar und enthalten zu beiden Seiten jeweils eine kunstvoll geschnitzte
und mit Kolibrifedern hinterlegte Darstellung ...
Berühre mich nicht!
(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)
„Noli me tangere!“ ist die neue Jahresausstellung von Kolumba überschrieben
21 neu entdeckte Briefe Wielands - Sommertagung zu Goethes Geburtstag
(Ettore Ghibellino)
Anlässlich der Tagung „Goethe – Wieland – Görtz“ der Anna Amalia und Goethe
Akademie zu Weimar am 28. August im Grand Hotel Russischer Hof werden unter
anderem neu entdeckte Briefe Christoph Martin ...
Georg-Büchner-Preis für Reinhard Jirgl
(Jörg Bernhard Bilke)
Der Schriftsteller Reinhard Jirgl (57), dem am 9. Juli der Darmstädter „Georg-Büchner-Preis“ zugesprochen wurde, war vor zwei Jahrzehnten, im Jahr des Mauerfalls 1989 in Berlin, ein noch völlig unbekannter Autor! ...
Schriftsteller und Parteisoldat - Zum Tod des Schlesiers Günter Görlich
(Jörg Bernhard Bilke)
Am 14. Juli 2010 verstarb in einem Hospiz in Berlin-Lichtenberg der DDR-Schriftsteller Günter Görlich (1928-2010). Die Beisetzung wird am 10. August auf dem Friedhof in der Landsberger Allee stattfinden. Geboren ...
Goethes unsentimentalischer Abschied vom Landschaftsgarten
(Stefan Groß)
„Ich besah für mich Menzels architektonische Hefte und bedauerte, daß er nicht in die friedliche Zeit von Hirschfeld und andren Gartenfreunden gekommen sey, wo ein tiefer Friede den Menschen Mittel und Muße gab, mit ihrer Umgebung zu spielen.“
Goethes erstes Weimarer Jahrzehnt
(Jochanan Trilse-Finkelstein)
Vorstellung des
gleichnamigen Buches auf der Frühjahrestagung der Anna Amalia und Goethe Akademie
zu Weimar am 1. Mai 2010
»GOETHES ERSTESWEIMARER JAHRZEHNT«
Ilse Nagelschmidt/Stefan Weiß/Jochanan
Trilse-Finkelstein (Hrsg.) Interdisziplinäres Symposium anlässlich des 270.
Geburtstags ...
Kundschafter im Land der Zeichen
(Bernd Villhauer)
Interdisziplinär und voller Überraschungen: Comicforschung
Mit Licht für die Ewigkeit gemalt
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Markus Lüpertz gestaltete für die Kölner Dominikanerkirche Sankt Andreas zwölf Fenster
Der Chemiker Wolfgang Döbereiner befürwortet Robert Schumanns Promotion in Jena
(Otto Löw)
Robert
Schumann und seine spätere Frau Clara Wieck mussten lange auf ihre
Hochzeit warten:
sein kommender Schwiegervater verweigerte nicht nur die Erlaubnis dazu,
sondern
er strengte zudem einen langwierigen Prozess gegen die jungen ...
Als Gesunder in der Irrenanstalt
(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)
Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der
Romantik: Robert Schumann, dessen 200. Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200.
Male jährt. Vor allem als Komponist von Klaviermusik und Liedern hat sich ...
Wagner-Fest (tage) in Leipzig oder wem gehört Wagner?
(Sylvia Hüggelmeier)
Mit dem „Walkürenritt“ als Zugabe
feierten Publikum und David Timm mit dem Mendelssohn-Orchester um Mitternacht im
Westwerk in Richard Wagners 197. Geburtstag hinein. Es sind bereits die 5.
Festtage, die die Richard Wagner ...
„Das Fräulein von Sternheim“, der erste Bestseller einer Frau in Deutschland - Aufsatz über Maria Sophie von la Roche (1730-1807)
(Annette Seemann)
Die erste Frau Deutschlands, die einen Bestseller schreiben
sollte, wurde am 6. Dezember 1730 als erstes Kind des Kaufbeurer Stadtphysikus
Georg Friedrich Gutermann geboren. Sie war zunächst eine Enttäuschung für den
Vater, denn ...
Wagner ans Licht - ein Richard-Wagner-Denkmal für Leipzig zum 200. Geburtstag
(Sylvia Hüggelmeier)
„An Richard Wagner, den berühmten Sohn Leipzigs, soll mit einem unserer Stadt als Geburtsstadt angemessenen Denkmal erinnert werden“, beschloss der Stadtrat mehrheitlich in seiner Sitzung vom 16.09.2009. Einer Lichtgestalt der ...
„Himmel und Hölle, doch Hölle vorherrschend“ – Leben und Werk der Dichterin Sophie Mereau
(Annette Seemann)
Feuerfarb Ich weiß eine Farbe, der bin ich so hold, die achte ich höher als Silber und Gold, die trag`ich so gerne um Stirn und Gewand, und habe sie ...
Heimat und Heimatlosigkeit in der Musik
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Zum sechsten Mal findet in Köln die MusikTriennale, eines
der bedeutendsten Festivals für zeitgenössische Musik, statt Von Constantin
Graf von Hoensbroech In der ersten Stunde des Tages intoniert ein Synthesizer
die Himmelfahrt. Zwei ...
Felix Mendelssohn Bartholdy in Jena
(Otto Löw)
Um es vorweg zu nehmen: Der 1809 geborene Komponist hat
die Saalestadt nach heutiger Kenntnis nie besucht. So bedeutet der Titel also
nur die Beantwortung der Frage: Welche Rolle spielte seine Musik ...
Enzyklopädie der Melancholie, Zum Werk W.G. Sebalds
(René Steininger)
Man wird in der deutschen Literatur nach 1945 nicht leicht
ein Werk finden, das so hartnäckig um die Themen der Zerstörung und Trauer
kreist, wie jenes des 1944 in Wertach im Allgäu ...
Eine gewöhnliche Geschichte. Über Marlen Haushofer
(René Steininger)
Marlen Haushofer ist 48 Jahre alt, als ihr 1968 für den
Erzählband Schreckliche Treue, zwei
Jahre vor ihrem Tod, der Österreichische Staatspreis verliehen wird. Obwohl
preisgekrönt, geraten Buch und Werk der Autorin bald ...
"Das kulturelle Erbe lebendig erhalten" - Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler anlässlich der feierlichen Wiedereröffnung des Bach-Archivs
(Horst Köhler)
Das ist ein guter Tag heute, für Leipzig, für Sachsen und für die ganze
deutsche Kulturlandschaft. Das Bach-Archiv Leipzig wird wiedereröffnet und das
Bach-Museum, neu gestaltet und doppelt so groß wie früher, ...
Schillerjahr 2009: Friedrich Schiller und die Gartenkunst
(Stefan Groß)
Friedrich Schiller
(1759-1805) gilt als aufgeklärter Dichter,
Tragödienschriftsteller und ästhetischer Theoretiker. Daher
muß es den Leser verblüffen, ihn – wie hier versucht
wird – vor dem Hintergrund der Gartenthematik zu
interpretieren. Schiller geht – ähnlich ...
Restaurierungspaten für Albert den Großen
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Auch ein Jahr nach dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln sind noch nicht alle Archivalien geborgen worden
Kunsthaus Tacheles von Geldgier bedroht
(Helmut Lorscheid)
Wer
kennt es nicht, das Tacheles in Berlin? Bunt und schrill steht das 1907
errichtete ehemalige Kaufhaus an der Oranienburger Straße. Eine Trutzburg der
alternativen Kunstszene – ein wichtiger Ort für künstlerische Experimente ...
Georg Friedrich Händel
(Egidius Schwarz)
Seine erstaunliche Karriere begann in Halle an der Saale. Georg Friedrich
Händel wurde am 23. Februar 1685 im "Haus zum Gelben Hirschen" als
Sohn eines Mediziners geboren. Der früh talentierte Händel wurde ...
"Vorhang auf - und Film ab" Das 52. Internationale Leipziger Filmfestival für Dokumentar- und Animationsfilm
(Sophie Bartholome)
Der Dokumentarfilmer Joris Ivens
Leipzig fördert Mahler-Festival 2011
(kein Autor)
Vom 17. bis 28. Mai 2011 veranstaltet das
Gewandhaus ein in Europa und über die europäischen Grenzen hinweg einmaliges
Mahler-Festival, bei dem alle seine zehn Sinfonien gespielt werden. Aus
Anlass seines 100. Todestages ...
Was bleibt?
(Constantin Graf von Hoensbroech)
„Hinterlassenschaft“ heißt die neue Jahresausstellung von Kolumba in Köln
Vergessenes aus der Jenaer Musikgeschichte: Das Wirken von Heinrich Möller
(Otto Löw)
Immerhin war es der Thomaskantor Kurt Thomas, der 1976
anläßlich des 100. Geburtstages von Prof. Dr. Heinrich Möller die Gedenkrede im
Naumburger Rathaus hielt, und das sollte aufhorchen lassen. Thomas hatte 1954
als ...
Die DADArstellung des Individualisten George Grosz
(1893-1959) – 50. Todestag –
(Sophie Bartholome)
„Wir nahmen kein Blatt vor den Mund ... Wir verhöhnten einfach alles, nichts war uns heilig, wir spukten auf alles, und das war Dada!“ (George Grosz)
Große Musik und Gottes Schönheit
(Constantin Graf von Hoensbroech)
„Ich weiss es
nicht anders zu machen. Wie ich’s habe, so geb’ ich’s. Wenn ich aber an Gott
denke, so ist mein Herz so voll Freude, dass mir die Noten wie von ...
Das Wort "Star" mag sie nicht
(Jan Löw)
Anmerkungen zur Annie Leibovitz-Ausstellung in Berlin
Zum Motto des Kunstfestes 2009: "Die Ideale"
(Nike Wagner)
„Die Ideale“ lautet das Kunstfest-Motto 2009. Es ist der
Titel einer sinfonischen Dichtung von Franz Liszt nach dem gleichnamigen
Gedicht von Friedrich Schiller. Sie wurde anläßlich der Enthüllung des
berühmten Doppeldenkmals von Goethe ...
Eine Aufgabe für Generationen
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Die Restaurierung der beschädigten Dokumente aus dem eingestürzten Historischen Archiv der Stadt Köln wird Jahre dauern
Wer malt abstrakt? Ein Besuch im "Haus der Kunst" in München
(Robert Lembke)
Das
ehemals nationalsozialistische „Haus der deutschen Kunst“ steht trotz seiner
vermeinten Monumentalität seltsam unauffällig in der Gegend. So eingebaut liegt
es an der Straße, daß man nie in den rechten Abstand kommt, um ...
Adolf Meyer (1881-1929) - die rechte Hand von Walter Gropius (1883-1969)
(Annette Seemann)
Wieso hat man den Namen Adolf Meyers, wenn
vom Bauhaus die Rede ist, im Grunde nicht parat? Immerhin arbeitete dieser wohl
ausgebildete Architekt, Designer und Möbeltischler zusammen mit Walter Gropius
schon von 1910 ...
Werke ohne Tage. Palladios Leben in Büchern.(1) Eine
Einführung
(Andreas Beyer)
Näher dürfte man der historischen
Person Andrea Palladio kaum kommen, als in dem hier in deutscher Fassung
vorliegenden Buch von Guido Beltramini. Aus den spärlichen Quellen, die sich zu
ihm und seinem nächsten ...
100 Jahre Futurismus
(Egidius Schwarz)
Nun gibt es ihn schon seit 100 Jahren – den Futurismus. Seine
Anhänger waren nicht nur von einem grenzenlosen Fortschrittsoptimismus
überzeugt, sondern wollten mit der Beschleunigung der Welt auch deren Dynamik
verändern. Der ...
Nietzsche und die ewige Wiederkehr
(Peter Lemar)
Nietzsches Gedanke der ewigen Wiederkehr hat
längst ewig andauernde Diskussionen und Kontroversen ausgelöst,
und es ist wie mit allen Dingen: Auf der einen Seite gibt es die
Anhänger und Befürworter, auf der ...
„Ich mach ein Lied aus Stille“ – Eva Strittmatter im Zwiegespräch mit Irmtraud
Gutschke
(Stefan Groß)
Eigentlich sollte es ein Zwiegespräch sein, ohne ihn, Erwin
Strittmatter. Eigentlich. Doch so sehr Eva Strittmatter, mit väterlichem Namen
Eva Braun, versucht über sich selbst zu sprechen, spricht sie auch immer über
ihn. ...
Schillerjahr 2009: Schillers Garten in Jena
(Stefan Groß)
Im Epilog zu Schillers Glocke heißt es: „Nun schmückt’ er sich die
schöne Gartenzinne, Von wannen er der Sterne Wort vernahm.“ Kein anderer als Goethe
ist es, der mit diesen Versen seinen ...
Weltschmerz schlägt Ware, Rückblick auf die diesjährige Friedenspreis-Verleihung an Anselm Kiefer
(Robert Lembke)
Viel ist seinerzeit darüber geschrieben worden, ob die Verleihung
des Friedenspreises an Anselm Kiefer Sinn macht oder nicht. Erstmalig
ging die Ehrung an einen bildenden Künstler, nach grands hommes
de lettres wie Friedländer, ...
Ein Weltbürger und Humanist der Musik: Anmerkungen zu Leben und Werk von Olivier Messiaen anlässlich seines 100. Geburtstages
(Constantin Graf von Hoensbroech)
Im
Jahr 1946 trat Sergei Kussewitzki, der damalige Chefdirigent des
Boston Symphony Orchestra, mit einem ungewöhnlichen Auftrag an den
36-jährigen Olivier Messiaen heran: „Schreiben Sie mir ein Werk,
das Sie schreiben wollen in dem ...
Künstler und ihre Krankheitsbilder: Anmerkungen zur Ausstellung "schmerzhaft genial"
(Martha Giertz und Constantin Graf von Hoensbroech)
„Da,
wo der gelbe Fleck ist und worauf ich mit dem Finger deute, da tut es
mir weh“, merkte der kranke Albrecht Dürer über sein
Selbstporträt von 1510 an. Ein außerordentliches Werk,
etabliert es ...
Die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel
Seit der Eröffnung
im Herbst 1997 ist die Fondation Beyeler im kleinen Basler Vorort Riehen eine
beständige Attraktion, die wie kaum ein Museum für Kunst einen stets steigenden
Besucherstrom zu verzeichnen hat. Allein ...
Was bleibt aber stiftet der Dichter - Erinnerungen an Samuel Beckett
(Stefan Groß)
Unverständlichkeit
wird dem vor hundert Jahren geborenen Samuel Beckett von vielen
Kritikern, ausgenommen den Philosophen, vorgeworfen; seine Stücke
seien von Absurditäten durchtränkt, so dass es kaum gelänge,
Sinnzusammenhänge, Sinnhaftigkeit, all dem zu entnehmen. Ein ...
Die DDR als Dauerwitz
(Roberto Simanowski)
Thomas Brussigs Roman Helden wie wir (Verlag Volk & Welt, Berlin 1995)
Wem gefallen gefallende Mythen? Christa Wolfs "Medea"
- eine Stimme
(Roberto Simanowski)
Nach der Feuilletonschlacht und dem IM-Vorwurf war es lange Zeit ruhig
um Christa Wolf. Sie hatte Zeit, sich neu zu Wort zu melden. Dies geschieht nun
mit ihrem Roman "Medea. Stimmen". Schon ...