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Philosophie und Wissenschaft Artikel lesen

02. Februar '12

Zur Definition Gottes

Klare und eindeutige Definitionen aller verwendeten Begriffe stellen die Voraussetzung für jede sinnvolle Kommunikation und für jede fundierte wissenschaftliche Arbeit dar. Dies gilt insbesondere für die Frage nach Gott, bei der nicht nur die verschiedenen Religionen sondern auch die einzelnen Menschen von unterschiedlichen Vorstellungen ausgehen. Als Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Natur- und Geisteswissenschaften wird eine interdisziplinär nutzbare und für alle Weltreligionen relevante Definition Gottes abgeleitet, die sich auf eindeutige Kernaussagen der Religionsgeschichte und auf unsere Erwartungen an einen Gott bezieht, der über allen anderen Gottheiten steht.

> Hans Sixl: Zur Definition Gottes - aus naturwissenschaftlicher Sicht
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08. November '11

Im Gespräch:
Julian Nida-Rümelin

Die Geisteswissenschaften sind gegenwärtig durch die Reformen an den Universitäten unter Druck geraten. Das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich fürchte, zumindest sehe ich darin eine Gefahr, dass sich hier eine Entwicklung wiederholt, wie sie aus den USA ziemlich vertraut ist, d. h. dass die harten Wissenschaften, insbesondere die Naturwissenschaften, aber auch die social sciences im Sinne einer harten Wissenschaft sehr stark dominieren...

> Stefan Groß im Interview mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin – Die Zukunft der Philosophie
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30. Dezember '11

Ludwig Feuerbach

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Ludwig Feuerbachs These, dass die sterblichen, beschränkten Menschen nach Vollkommenheit streben und deshalb eine Macht kreieren, die diese fehlenden Eigenschaften besitzt, hat in Zeiten der beherrschenden Stellung der christlichen Dogmatik in der BRD nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

> 160 Jahre „Das Wesen des Christentums“
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23. Dezember '11

Robert Spaemann:
Über Glauben und Wissen

Der letzte Mensch von dem Nietzsche spricht, ist in seinen Augen etwas ganz Negatives. Der letzte Mensch ist der Mensch, der wie der Erdfloh am längsten lebt. Dies ist der Mensch, der ein wenig arbeiten, sich ein bißchen amüsieren will, ein wenig Drogen konsumieren möchte, aber nicht so viel, damit dies der Gesundheit nicht schadet. Nietzsche gibt also ein Bild vom letzten Menschen, für den es nichts mehr gibt, was einen unbedingten Wert hat.

> Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch mit Stefan Groß
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16. November '11

Philosophische Probleme
der Mathematik

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Obwohl vermutlich jeder Leser im Laufe seines Lebens mehr als einmal mit Mathematik konfrontiert wurde – sei es als Schüler, der sich mit mehr oder weniger Begeisterung an mathematischen Aufgaben abmüht, oder als Benutzer von Technik, bei deren Entwicklung ein gewisses Maß an Mathematik unverzichtbar ist –, so kann doch kaum jemand auf die Frage, was Mathematik eigentlich sei, eine klare und möglichst überschaubare Antwort geben.

> Thomas Rießinger: Wahrheit oder Spiel - Philosophische Probleme der Mathematik
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10. Januar '12

Geist und Leben aus der
Sicht der Naturwissenschaft

Geist und Leben spielen in der Philosophie und in der Theologie eine zentrale Rolle. Wer ist das geistige Ich in uns? Wo kommt es her? Warum kann es ein von unserem Körper weitgehend unabhängiges Leben führen? Ist der menschliche Geist unsterblich?, lauten die Fragen, die schon seit Jahrtausenden die Menschheit bewegen. Schon vor Sokrates erkannten die Philosophen, dass der Geist des Menschen Ursprung, Mittel und Produkt denkender und schöpferischer Handlungen ist. Nach religiöser Tradition ist er von Gott geschaffen, von Gott beseelt und von Gott mit Verstand, Vernunft und Weisheit versehen.

> Hans Sixl: Geist und Leben aus naturwissenschaftlicher Sicht
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14. Dezember '11

John Miltons
politische Philosophie

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John Milton (9.12.1608-8.11.1674) war ein englischer Dichter und Staatsphilosoph. Milton wurde im Elternhaus und später im Christ College der Universität Cambridge streng puritanisch erzogen.Er widersetzte sich dem Wunsch seines Vaters, Theologe zu werden und widmete sich stattdessen der Historie und dem Studium der klassischen Literatur. Sein Jugendwerk „Comus“, das ein Maskenspiel allegorischer Art darstellte, spiegelte seine puritanische Erziehung wider.

> John Miltons politische Theorie
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11. November '11

Michel Foucault:
Der Mensch als Untertan

Es ist eine in der Foucault-Forschung gängige Praxis, das Werk des französischen Historiker-Philosophen in verschiedene Phasen zu unterteilen. Man wird um dieses Vorgehen selbst dann nicht herumkommen, wenn man versucht, stärker die Einheit der Theorie als ihre Brüche und Umkehrungen zu betonen. Ich orientiere mich an einer Einteilung in vier Phasen, die ich im folgenden kurz erläutern will: In der ersten Phase zeigt Foucaults Denken einen stark surrealistischen Einschlag, der sich mit von Heidegger abgeleiteten existenzphilosophischen Motiven zu einer Art ‚Gegen­psychologie‘ verbindet, wie sie exemplarisch in der „Introduction“ zu Ludwig Bins­wangers Le rêve et l’existence zum Vorschein kommt.

> Der Mensch als Untertan
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16. November '11

Sigmund Freuds
Zukunftsillusionen

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Religionskritiken, sowohl gegen ihre ideellen als auch praktischen Grundlagen, werden so alt sein wie die schriftlich fixierten Religionen. Sigmund Freud dürfte sowohl die subtile Kritik Ludwig Feuerbachs (1804-1872), die zerset­zende von Karl Marx (1818-1883), aber auch die verzweifelte seines Zeitge­nossen Friedrich Nietzsche (1844-1900) studiert ha­ben, denn er beruft sich auf „bessere Männer“, die „vollständiger, kraftvoller und eindrucksvoller“ als er Kritik an der Religion geübt hätten.

> Sigmund Freuds Zukunftsillusionen
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15. November '11

Nachhaltigkeit

Ich beginne mein Referat mit einem gewissen Zögern. Auf der einen Seite das Bemühen um Diskursphilosophie, mit dem weitreichenden Ansatz, möglichst alle, auch den Fernnächsten, auch zukünftige Generationen einzubeziehen, auf der anderen Seite – das wirkt vor den Niederungen der Politik wie ein luzider, glänzender Tempel – die Niederungen der Politik, in denen in der Regel nicht nach diesem Verfahren des Diskurses vorgegangen wird, sondern wo, mehr oder weniger brutal, Interessenpolitik eine Rolle spielt.

> Günter Altner: Nachhaltigkeit
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15. November '11

Kolonialisierung -
neu betrachtet

Wenn es um das Verhältnis von Kolonialisierung und Aufklärung geht, gibt im 20. Jahrhundert der bekannte Eröffnungssatz der Dialektik der Aufklärung den Ton an: „Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen, aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils.“

> Walther Ch. Zimmerli: Aspekte einer Philosophie der technologischen Zivilisation
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12. November '11

Die Verständlichkeit
der Wissenschaft

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rtc

Darüber, was Wissenschaft sei, lässt sich streiten. Eine Ende der Debatte ist nicht in Sicht, und dies, obwohl der Begriff ‚Wissenschaft’ seit mindestens einem Jahrhundert Gegenstand sorgfältiger Reflexionen ist. Im gegebenen Rahmen einen Lösungs­vor­schlag zu formulieren, wäre vermessen. Aber einen Aspekt des Problems einer iso­lierten Betrachtung zu unterziehen, das kann gelingen: Es gilt, die These zu entfalten, dass ‚Verständlichkeit’ als Minimalbedingung für Wissenschaft anzusehen ist.

> Daniel Krause: Zum Niedergang der Diskussionskultur in den Geisteswissenschaften
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11. November '11

Meister Eckhart und
das Christentum

Das Christentum besaß zu keiner Zeit eine einheitliche Lehre oder Theologie. Meister Eckhart eröffnet den Zugang zu einer alten christlichen negativen Theologie und Tradition, die eng mit der Philosophie (des Neuplatonismus) und dem Entstehen der christlichen Theologie überhaupt verbunden ist. Diese negative Theologie gründet entsprechend des Philosophiebezuges auf der Vernunft, geht gleichzeitig aber trotz dieses natürlichen und vernünftigen Ansatzes in einer wahren Transzendenz und Mystik über alles Weltliche hinaus. Gerade in der heutigen Zeit mit ihren religiösen Problemen ist diese strikte negative Theologie in ihrer Vernunft dabei alles andere als überholt.

> Meister Eckhart und die wahren Wurzeln des Christentums
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10. November '11

Magazin Philosophie

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Philosophisches Wissen hat nach wir vor Konjunktur. Immer mehr Verlage nützen den Trend der Zeit, um neue Magazine auf den Markt zu bringen. Dabei geht es nicht um die Philosophie als rein-akademische Wissenschaft im Elfenbeinturm, sondern um ein philosophisches Wissen, das praxisnah vermittelt wird, das die hochkomplexen Theorien der abendländischen Geistesgeschichte so verwandelt, daß die Inhalte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Bücher von Richard David Precht sprechen für diesen Erfolg. Auch die Tabula Rasa hat ein Ressort Philosophie, in dem Sie gern nachblättern können.

> Philosophie und Wissenschaft
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05. November '11

John Miltons
politische Theorie

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John Milton (9.12.1608-8.11.1674) war ein englischer Dichter und Staatsphilosoph. Milton wurde im Elternhaus und später im Christ College der Universität Cambridge streng puritanisch erzogen. Er widersetzte sich dem Wunsch seines Vaters, Theologe zu werden und widmete sich stattdessen der Historie und dem Studium der klassischen Literatur. Sein Jugendwerk „Comus“, das ein Maskenspiel allegorischer Art darstellte, spiegelte seine puritanische Erziehung wider.

> John Miltons politische Theorie
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17. Oktober '11

Wille und Freiheit bei
Schelling und Nietzsche

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Das Un-vernünftige des Willens als Prinzip der Philosophie setzend, gelangen sowohl Schelling wie auch Nietzsche – wenn auch auf verschiedenen Wegen – zu einem gemeinen Scheitern. Dieses zeigt sich einerseits, bei Schelling, nach den Untersuchungen über das Wesen des menschlichen Freiheit (wo das Thema des Willens die ursprüngliche Freiheit und ihre wesentliche Unsystematischkeit erleuchtet), als die Unmöglichkeit ein vollständiges System des Wissens zu definieren; bei Nietzsche, anderseits, als die unüberwindliche Schwierigkeit sein systematisches Werk, den Willen zur Macht (d.h. das Projekt der ‚Übermachtigung’ des idealistischen Willens, die als die absolute Freiheit des Ursprungs endlich gelesen werden soll) zu fassen.

> Wille und Freiheit zwischen dem ewigen Mögen Schellings und dem Wille zur Macht Nietzsches
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16. August '11

Albert Camus: Unfalltod
oder Auftragsmord des KGB?

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Der französische Philosoph und Existentialist, Albert Camus, war immer ein Freund der klaren Worte. So klar wie sein Denken, so klar war auch seine Kritik an der Politik der damaligen Sowjetunion. Ganz Frankreich trauerte nach seinem Unfalltod am 4. Januar 1960, als der Schriftsteller auf dem Weg nach Paris bei einem Autounfall ums Leben kam. Eigentlich wollte der Romancier mit seiner Frau und den Kindern die Bahn nehmen. Sein italienischer Verleger Michel Gallimard überredete ihn jedoch, ihn mit dem Auto zu chauffieren. Jetzt verdichteten sich Gerüchte, daß der Literaturnobelpreisträger Camus durch den sowjetischen Geheimdienst getötet worden sein soll.

> Steffen Dietzsch: Camus’ Tod oder Nichts scheint trügerischer als Tatsachen
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26. September '10

Rudolf Eucken und der Idealismus

Nie war eine Gegenwart vergangenheitsinteressierter als unsere eigene. Je moderner wir leben, umso ausgreifender entwickeln sich kulturell Tendenzen der Selbsthistorisierung. Exemplarisch heisst das: Die Zeitabstände zwischen den Feiern zur Erinnerung an ein- und dasselbe Ereignis verkürzen sich. Universitätsjubiläen des grossen Stils, zwischen denen früher viele Jahrzehnte liegen durften, werden heute bereits nach Ablauf von zwei Lustren abermals fällig.

> Hermann Lübbe: Rudolf Eucken und der Idealismus. Deutsche Weltanschauung nobelpreisgekrönt
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03. Januar '11

Der moderne Relativismus:
Robert Spaemann im Gespräch

Seit Jahren zählt der 1927 in Berlin geborene Philosoph Robert Spaemann zu den bekanntesten deutschen Denkern. Immer wieder schaltet er sich ein, wenn es um die großen Fragen der Menschheit geht, wenn der Mensch und seine Würde, sein Personsein, auf dem Spiel stehen. Spaemann, der auch als Berater des Papstes fungiert, spricht mit Stefan Groß über Gott, den Glauben, die Moderne und den Wertrelativismus. Für Aufsehen sorgte Spaemann, der mit "Glück und Wohlwollen" eines seiner wichtigsten Bücher vorlegte, mit seinem Buch "Der letzte Gottesbeweis", einem Beweis Gottes aus der Grammatik.

> Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch (Teil I)
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16. Dezember '10

Was darf ich hoffen?
Herr Schnädelbach

In Ihrem Grundkurs zur Philosophie, den Sie herausgegeben haben mit Ekkehard Martens, da gehen Sie von den kantischen Fragen aus. Sie zitieren Kant: „Alles Interesse meiner Vernunft – das spekulative sowohl als das praktische – vereinigt sich in folgenden drei Fragen: 1. Was kann ich wissen, 2. Was soll ich tun, 3. Was darf ich hoffen.“ In den Vorlesungen über Logik fügt Kant noch die Frage „Was ist der Mensch?“ hinzu. In Ihrem letzten Aufsatzband reden Sie wieder von allen vier Fragen Kants, aber dann ist so eine Frage wie „Was darf ich hoffen?“

> Herbert Schnädelbach: Erinnern, Glauben und Wissen
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15. Juni '11

Aspekte einer Philosophie
der technologischen Zivilisation

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Wenn es um das Verhältnis von Kolonialisierung und Aufklärung geht, gibt im 20. Jahrhundert der bekannte Eröffnungssatz der Dialektik der Aufklärung den Ton an: „Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen, aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils.“ Hier geht es von allem Aufklärungsanfang an um Kolonialisierung, und zwar gleichsam um eine gut gemeinte Kolonialisierung. Wir haben nämlich verges­sen, dass der Begriff „Kolonialisierung“ in seinem ursprünglichen Kontext eine ausge­sprochen positive Konnotation hatte, und zwar, bis die unbeabsichtigten unerwünsch­ten Nebenfolgen der Kolonialisierung bemerkt wurden.

> Walther Ch. Zimmerli: Kolonialisierung - neu betrachtet
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01. Juni '11

Peter Singer und
der Utilitarismus

Der australische Philosoph Peter Singer erhält den Ethik-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Der Festakt zur Preisverleihung findet am Freitag, 3. Juni 2011, in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main statt. Peter Singer wird für sein engagiertes Eintreten für Tierrechte ausgezeichnet, insbesondere für die Initiierung des Great Ape Project. Die Auszeichnung hat bereits im Vorfeld erbitterte Kontroversen ausgelöst, vor allem unter Menschen, die dem durchschnittlichen physischen und psychischen Ideal nicht entsprechen. Der Utilitarismus ist der zum Scheitern verurteilte Versuch, die vom Menschen erkannten Naturgesetze auf eine menschliche Ideologie zu übertragen.

> Der Utilitarismus des Peter Singer
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09. Mai '11

David Hume
300. Geburtstag

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Vor dreihundert Jahren, am 7. Mai 1711, wurde der Philosoph, Nationalökonom und Historiker David Hume im schottischen Edinburgh geboren. Hume zählt bis heute zu den größten Denkern des 18. Jahrhundert und gilt als der Vollender des englischen Empirismus und als Begründer des erkenntnistheoretischen Positivismus, der auch noch den Königsberger Philosophen Immanuel Kant beeinflußte. Sein wohl berühmtestes Werk ist die „Untersuchung über den menschlichen Verstand“. Für Hume stand fest, daß das menschliche Denken nur das miteinander verbinden kann, was ihm durch äußere Sinneswahrnehmung und durch innere Erfahrung (Erinnerung und Einbildungskraft) gegeben ist.

> Frank Stäudner: Die Metaphysik David Humes
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05. Mai '11

Michel Onfrays
"Anti-Freud"

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Der französische Popularphilosoph Michel Onfray, der in den letzten Jahren mit seinem Epikurismus für eine Philosophie des Leibes und der Sinne plädierte, später die Abkehr von den Religionen proklamierte, hat sich nun mit Sigmund Freud und insbesondere mit dessen Psychoanalyse kritisch auseinandersetzt. In seinem "Anti-Freud", ein Buch, das in Frankreich im vergangenen Jahr für Schlagzeilen in der linken Intellektuellenszene sorgte, entlarvt Onfray die Psychoanalyse im Gewand der freudschen Rhetorik als „großartiges Märchen“ und als eine kollektive Wahnvorstellung, der alle erliegen. Letztendlich nutzte die Analyse nur einem: Freud selbst.

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07. April '11

Georg Büchner
und der Idealismus

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Der Satz Georg Büchners über die „abscheuliche Kunstsprache“ der Philosophie verweist auf mehr als das unmittelbare Unbehagen des Rezipienten einer jeden lebendigen Sinnlichkeit entbehrender Metaphysik, jene „trostlose Wüste“, die ihr vorgeworfen wird.Büchner stellt die Forderung auf, für „menschliche Verhältnisse eine menschliche Sprache suchen“. Dies enthält die Forderung nach einer menschlichen Philosophie, die aber, wenn sie Realitätsgehalt haben sollte, auf menschliche Verhältnisse rekurrieren müsste. Metaphysik, wie überhaupt abstraktes Denken, war für Büchner nicht nur Denkform, sondern kam dem Sein wesentlich selbst zu.

> Michael Lausberg: Georg Büchner und der Idealismus
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16. Maerz '11

Nachhaltigkeit - Verantwortung
zwischen Diskurs und Erfolg

Im Thema klingt ein gewisser Pessimismus an, und ich möchte herausarbeiten, daß das Element des Diskurses im Vorfeld der Entscheidungsfindung wichtiger politischer Entwicklungen unverzichtbar ist und im Blick auf die Zukunft auch immer wichtiger wird. Das Thema ist so formuliert: Nachhaltigkeit – über die fast ausweglosen Schwierigkeiten des gesellschaftlichen Diskurses. Erhard Eppler hat in der Süddeutschen Zeitung vom 26. Oktober geschrieben: „Wer jetzt nicht mehr Demokratie wagt, wird sehr viel mehr Polizei brauchen.“ Das ist natürlich im Blick auf den Konflikt Stuttgart 21 formuliert. Man könnte auch sagen: wer jetzt, ob in Stuttgart oder an anderen Konfliktpunkten, nicht mehr Diskurs wagt, wird sehr viel mehr Polizei brauchen.

> Günter Altner: Nachhaltigkeit
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10. Maerz '11

Der Ausverkauf
europäischer Tugenden

Keine historische Ideologie hat die Geschichte des europäischen Monopols derart verfestigt wie das kapitalistische System. Mit seinem globalen Siegeszug übernahmen auch die europäischen Werte die Vorherrschaft. Der Kapitalismus ist bekanntlich eine Konzeption, die sich auf das Gewinnstreben des Einzelnen richtet. Es ist daher evident, die kapitalistischen Ideologien durch eine subjektive Werttheorie zu repräsentieren, in welchen der wertende Mensch zwischen seinem Maßstab und der zu bewertenden Sache eine Beziehung herstellt, ergo ein Werturteil bildet. Der Wert eines Gutes ergibt sich in der Volkswirtschaftslehre aus dem Angebot zum einen und der Nachfrage zum anderen.

> Lisz Hirn: EUROPAS WERTEINDUSTRIE
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14. Maerz '11

Die Wiederkehr
des Intellektuellen

Die Intellektuellen, immer wieder einmal totgesagt, leben noch. Zumindest sieht es für die Betrachter der deutschsprachigen Szene so aus, auch wenn einige behaup­ten, dass die hiesigen Intellektuellenstreitigkeiten kleinlicher und gehässiger ausge­tragen würden als diejenigen in Frankreich. Wie auch immer: in Deutschland be­wegt wieder einmal ein Sturm den Blätterwald. Gewiss, es mag mehr ein Sturm im Wasserglas sein, aber für deutsche Verhältnisse ist es bereits ein veritabler Orkan, und zwar - endlich wieder einmal! - ein Intellektuellenstreit, pikanterweise ange­zettelt ausgerechnet im Vorgarten der Frankfurter Lordsiegelbewahrer der Kriti­schen Theorie.

> Walther Ch. Zimmerli: Die ewige Wiederkehr der Intellektuellen
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12. Januar '11

Ist Lieben eine Kunst?
Nachgefragt bei Erich Fromm

Erich Fromm wird um 1900 in Frankfurt am Main geboren. Sein Interesse gilt schon früh der Psychologie und der Philosophie, insbesondere der praktischen Philosophie. In diesem Sinne schlägt er den Weg der Frankfurter Schule ein, die unter der Schirmherrschaft der berühmten Philosophen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer steht und sich mit der Innovation des marxistischen Gedankenguts auseinandersetzt. Wahrscheinlich wurde Erich Fromm in diesem Kreis zu seinen sozial-philosophischen Konzepten inspiriert.

> Ist Lieben eine Kunst? Nachgefragt bei Erich Fromm
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22. November '10

Was ist eigentlich
Diskurspragmatik?

Fichtes Diktum, daß die jeweilige Philosophie vom je reflektierenden Individuum abhänge, ist zum Gemeinplatz der Geschichte des abendländischen Denkens geworden. Doch was ist dran, an Ludwig Wittgenstein, an Jürgen Habermas (Foto), dem lingustic turn, an der modernen Sprachphilosophie und der sogenannten Transzendental-pragmatik. Der Philosoph Dietrich Böhler, Vertreter der "Berliner Diskurspragmatik" in der Nachfolge der Diskursethik gab prägnante und eingängige Aufschlüsse zu diesem Thema. Lesen Sie in der Tabula Rasa mehr dazu.

> Dietrich Böhler: Der Universalitätsanspruch der Diskurspragmatik
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17. Dezember '10

Sloterdijk meets
Schopenhauer

Der Philosoph Arthur Schopenhauer (geboren 1788, gestorben 1860) hat heute erst sein Publikum gefunden, er wird gelesen, gelesen und gelesen. Zeit seines Lebens kämpfte er gegen die Kathederphilosophie, gegen Hegel und die Dialektik. Wie keinem anderen Denker vor ihm gelingt dem Danziger Bürgersohn die Synthese zwischen Platonismus, indischer Weisheitslehre und Kantianismus. Und auch Friedrich Nietzsche, der Titan aus dem kleinen Ort Röcken bei Naumburg, hatte seinen Lehrer einst gefeiert, bevor er sich abwandte. Aber ohne Schopenhauer wäre Nietzsche nicht das, was er war. Doch 2010 ist Schopenhauer-Jahr.

> Schopenhauer
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28. Oktober '10

Mit Hans Jonas
im Gespräch

Die von Unternehmern, Philosophen und Wirtschaftswissenschaftlern gegründete Forschungsgruppe EWD des Freundeskreises des Hans Jonas-Zentrums e. V. hat zu einer Tagung in Berlin geladen, in deren Mittelpunkt die Berliner Diskurs-, die Transzendentalpragmatik von Karl Otto Apel und auch das Denken des Verantwortungsethikers Hans Jonas standen. Unter der Leitung von Professor Böhler entstand bereits 1992 an der FU Berlin ein wirtschaftsethischer Seminar- und Vorlesungszyklus. Böhler, der am 27. seine Abschiedsvorlesung hielt, ist Mitherausgeber der "Kritischen Werksausgabe" von Hans Jonas. Gerade ist der erste Band erschienen.

> Hans-Jonas-Zentrum> Ein Mahner mit prophetischer Eindringlichkeit> Volker Gerhardt: Ein Jahrhundertdenker> Der Universalitätsanspruch der Diskurspragmatik
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10. Oktober '10

Radikalismus auf leisen Sohlen

„Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel für den Menschen ist aber der Mensch selbst.“ Dieser Satz aus Marxens Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtphilosophie paßt wie kaum ein anderer auf das vorliegende Buch. Der Autor, bisher nicht gerade durch publizistische Breitenwirkung aufgefallen, setzt mit diesem Pamphlet zum gesellschaftlichen Rundumschlag an. Das bisweilen selbstbewußt, zumeist aber polemisch Vorgetragene wirkt durch sein Ansinnen, sich zu beinahe allen etablierten Denkstilen und Weltanschauungen in Gegnerschaft zu setzen, als anregende intellektuelle Provokation: Beinahe auf jeder Seite verspürt man als Leser das Bedürfnis, den Ausführungen und Behauptungen des Autors zu widersprechen. Bezeichnend ist dabei Küppers’ eigentümliches stilistisches Schwanken zwischen wissenschaftlicher Bescheidenheit auf der einen und technologisch imprägnierter Omnipotenzanmaßung auf der anderen Seite.

> Radikalismus auf leisen Sohlen
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02. Oktober '10

Mythos versus Logos

Was haben wir heutzutage mit dem „Mythischen“ zu tun? Leben wir nicht in einer „logischen“ und wissenschaftlichen Lebenswelt? Der Begriff „Mythos“ hat keinen Seltenheitswert aus. Ganz im Gegenteil: fast überall ist „er“ auffind- und lesbar, adelt sowohl Werbeprodukte als auch (historische) Persönlichkeiten. Aber was eigentlich das Wort „Mythos“ in der Urform bedeutet, stellt für den Normalverbraucher selbst einen Mythos dar. Was ist unter „Mythos“ zu verstehen? Und wie lässt sich der „Mythos“ vom „Logos“ differenzieren?

> Leben wir in einer mythischen oder logischen Welt?
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30. September '10

Postmoderne und Gartenkunst:
Facetten der Gestaltung

Der Begriff der Postmoderne verdeutlicht einen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sichtbar gewordenen kulturellen Wandel. „Schon die Konstruktion des Terminus gibt aber zu erkennen, dass sich >Postmoderne< in ein Verhältnis zur >Moderne< begibt.“ Dabei kommen diesem Begriff höchst unterschiedliche Bedeutungenzu. So „verweist er zunächst auf die Entwicklungen in den Künsten, die sich von der klassischen Moderne und den historischen Avantgarden fortbewegen.“ Diese Entfernung von den Idealen der klassischen Kunst wird vor allem im Bereich der Architektur und Literatur, als auch in Film, Theaterkunst und Musik deutlich.

> Postmoderne Ästhetik - Das Verhältnis von Ästhetik, Kunst und Natur
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26. September '10

Von Nietzsche zum Liberalismus

Die letzte Schrift Nietzsches, bevor er von seinen inneren Widersprüchen langsam in die geistige Umnachtung gerissen wird, Ecce Homo, enthält den berühmten Passus: „Ich kenne mein Los. Es wird sich einmal an meinen Namen die Erinnerung an etwas Ungeheures anknüpfen, – an eine Krisis, wie es keine auf Erden gab, an die tiefste Gewissens-Collision, an eine Entscheidung gegen alles, was bis dahin geglaubt, gefordert, geheiligt worden war.“ Dies wahnhafte Erleben löst heute Befremden, höchstens Bedauern aus, man kennt die Gefahren des sich vereinsamenden Denkers, Soziologen sprechen gern vom „Wahnsinn des Selbstseinwollens“

> Von Nietzsche zum Liberalismus
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25. September '10

Die Welt als Wille:
Schopenhauer zum 150.

Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) zählt heutzutage – neben Nietzsche – zu den meist gelesenen Autoren. Die Klarheit der Sprache, die Eindeutigkeit der Formulierungen und die Argumentation verleihen seiner Philosophie Ausdruck. Wie Nietzsche wird Schopenhauer, der um seinen philosophischen Auftrag wußte, die akademische Lehrbahn versagt. Ein Versuch in Berlin nach dem Tod Hegels dessen Professur zu übernehmen, mißlang. Der in Danzig geborene und in seiner Wohnung in Frankfurt/Main verstorbene Schopenhauer begreift sich einerseits als Vollender des kantischen Systems, andererseits steht er in der vorkantischen Tradition des Platonismus.

> Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (I.)> Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (II.)
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24. September '10

Was ist ein Individuum?

Die Philosophie des griechischen Neuplatonikers Plotin (205-270 n. Chr.) ist in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt als originärer Beitrag zu Grundfragen der Metaphysik, der philosophischen Anthropologie und auch der Ethik anerkannt worden. Dabei hat gerade auch das Phänomen der menschlichen Individualität einige Aufmerksamkeit gefunden, dessen Realität Plotin fraglos anerkennt, das aber im Rahmen einer neuplatonischen, das Eine über das Viele stellenden Metaphysik nicht leicht zu erklären ist.

> Einheit, Individualität und Selbstbewußtsein in Plotins Metaphysik der Seele
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22. September '10

Welche Macht hat die Philosophie?

Wenn man den geistigen Autoritäten und Inhabern der kulturellen Deutungshoheit Glauben schenken darf, so ist etwas im Begriff, an sein Ende zu gelangen – oder es ist schon zu Ende. In der Zeitschrift Merkur stellt Karl-Heinz Bohrer im Juli 2010 die resignativ anmutende Frage: „Welche Macht hat die Philosophie heute noch?“ Ebenso kreist Peter Sloterdijks neues Buch, das aus einer Tübinger Vorlesung vom Sommer 2009 hervorgegangen ist, um dieses Problem, hat aber gegenüber Bohrer den didaktischen Vorteil, zunächst große Mühe auf die Beantwortung der Frage „Was ist Philosophie?“ zu verwenden.

> Die Prekarität der Philosophie
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22. September '10

Zur Ästhetik der Musik:
Von der Antike zur Gegenwart

Richard Wagner hat in Auseinandersetzung mit der Antike „ein Ideal für [s]eine musische Kunstanschauung“ herausgearbeitet. Im Unterschied zur vorangegangenen Operntradition, mit der er brechen wollte, sollte bei seinen Musikdramen der ethisch-rituelle Gehalt eine zentrale Rolle spielen. Auf diese Weise wollte er auch eine kulturelle Revolution auslösen. Seine Intentionen hinsichtlich der ethischen Bedeutung von Musikdramen waren jedoch durchaus analog zu denen der Erfinder der Oper, die diese am Ende des 16. Jh. in Florenz auf der Basis einer intensiven Auseinandersetzung mit der antiken Musikphilosophie entwickelten.

> Einige Überlegungen zur antiken und modernen Musikphilosophie
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01. September '10

Michel Serres' Bekenntnis
zum Unpolitischen

Der französische Professor für Philosophie Michel Serres, der auch in Stanford lehrte, bekennt in der "Süddeutschen Zeitung", daß er kein Interesse daran habe, mit Dinosuariern zu spielen. Der Autor von "Der Parasit" ist sich dahingehend sicher, daß sich die Welt derart verändert hat, daß die politischen Institutionen dagegen wie Dinosaurier wirken. Die Kluft zwischen politischer Welt und Wirklichkeit sei so derart groß, daß man sich die Beschäftigung mit der Politik restlos verkneifen kann, da sich die wahren Dinge ohnehin nicht in dieser ereigneten. Auch wiederholte Serres seinen Vorschlag, daß die Naturelemente den Status einer juristischen Person erhalten sollten, denn dann könnte das Meer, wie bei der Ölpest im Golf von Mexiko, den BP-Konzern verklagen. Der Philosoph ist sich auch sicher, daß er mit seinen Thesen auf Spott stößt, aber die Machtlosigkeit, mit der die Politik auf die Katastrophe reagierte, zeigt mit Nachhaltigkeit, daß man in einem derartigen Fall anders denken müßte.

Philosophie und Wissenschaft

30. August '10

Optimierung des Menschen? Peter Sloterdijk

Video vorübergehend nicht erreichbar

Quelle: Quelle: You Tube

Philosophie und Wissenschaft

30. August '10

Norbert Bolz und linke Medien

Video vorübergehend nicht erreichbar

Quelle: Quelle: You Tube

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18. Juli '10

Der Philosoph des Politischen

Richard Hooker war ein anglikanischer Priester, der zusammen mit Thomas Cranmer und Matthew Parker das Denken der anglikanischen Kirche wesentlich mitbestimmte. In seinem Werk „Of The Laws Of Ecclesiastical Polity”, wo er sich mit der anglikanischen Kirchenverfassung auseinandersetzte, breitet er seine Gedanken zur politischen Theorie aus. Zu seinen Lebzeiten sind davon die Bücher I-IV (1593) und V (1597) erschienen. Hooker vertritt einen Gesetzesbegriff, der die Natur als göttliche Schöpfungsordnung und die von den Menschen selbst geschaffenen weltlichen und geistlichen Ordnungen umfasst

> Die politische Philosophie Richard Hookers
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Der Mensch als Untertan

(Robert Lembke)

Zum Begriff der Subjektivierung bei Michel Foucault Robert Lembke

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John Miltons politische Theorie

(Michael Lausberg)

Biographische Notizen John Milton (9.12.1608-8.11.1674) war ein englischer Dichter und Staatsphilosoph. Milton wurde im Elternhaus und später im Christ College der Universität Cambridge streng puritanisch erzogen.[1] Er widersetzte sich dem Wunsch seines ...

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Wille und Freiheit zwischen dem ewigen Mögen Schellings und dem Wille zur Macht Nietzsches

(Emilio Carlo Corriero)

Einleitung Das Un-vernünftige des Willens als Prinzip der Philosophie setzend, gelangen sowohl Schelling wie auch Nietzsche – wenn auch auf verschiedenen Wegen – zu einem gemeinen Scheitern. Dieses zeigt sich einerseits, ...

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´Sprich dein Wort und zerbrich!´ - Über Friedrich Nietzsche

(Shanto Trdic)

„Mein ganzes Leben hat sich vor meinen Blicken zersetzt: dieses ganze unheimliche verborgen gehaltene Leben, das alle sechs Jahre einen Schritt thut und gar nichts weiter will als diesen Schritt: während alles übrige, allgemeine menschliche Beziehungen, ...

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Von der Tugend der Gerechtigkeit zur Gerechtigkeit des Marktes – Der Widerspruch von religiöser Hoffnung und politischer Analyse in Adam Smith Theorie des freien Marktes

(Burkhard Kühnemund)

Einleitung Gemeinhin wird unter dem Adam Smith-Problem der Widerspruch zwischen der auf Sympathie gegründeten‚Theorie der ethischen Gefühle’ und dem auf Eigeninteresse beruhenden ‚Wohlstand der Nationen’ verstanden.Auch wenn Sympathie nicht mit altruistischem Handeln gleichzusetzen ...

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Interview mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin – Die Zukunft der Philosophie

(Julian Nida-Rümelin)

Die Tabula Rasa hat auf dem XXII. Kongress für Philosophie der Deutschen Gesellschaft für Philosophie mit ihrem Präsidenten, Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a. D., gesprochen.

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Julian Nida-Rümelin –
Die „Welt der Gründe“

(Julian Nida-Rümelin)

Herr Professor Nida-Rümelin, Sie haben als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie dem diesjährigen Kongress das Thema „Welt der Gründe“ vorangestellt. Warum sollten wir 2011 darüber reflektieren und was ist diese „Welt der Gründe“? ...

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Camus’ Tod oder Nichts scheint trügerischer als Tatsachen

(Steffen Dietzsch)

Eine Tatsache ist eine Tatsache – denkt man kurzschlüssig … Sie scheint zunächst fest umrissen, handgreiflich, verlässlich, man kommt eine zeitlang gut mit ihr voran, aber dann – kurz vor dem Gipfel (ihrer ...

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Nach dem Bankrott

(Jürgen Habermas)

Der Privatisierungswahn ist an sein Ende gekommen. Nicht der Markt, sondern die Politik ist für das Gemeinwohl zuständig: Ein Gespräch mit dem Philosophen Jürgen Habermas über die Notwendigkeit einer internationalen Weltordnung

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Kolonialisierung - neu betrachtet
Aspekte einer Philosophie der technologischen Zivilisation

(Walther Ch. Zimmerli)

Der Felsen, an den unser Denken geschmiedet ist Wenn es um das Verhältnis von Kolonialisierung und Aufklärung geht, gibt im 20. Jahrhundert der bekannte Eröffnungssatz der Dialektik der Aufklärung den Ton ...

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Der Utilitarismus des Peter Singer

(Nathan Warszawski)

Der australische Philosoph Peter Singer erhält den Ethik-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Der Festakt zur Preisverleihung findet am Freitag, 3. Juni 2011, in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main statt. Peter Singer wird ...

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Die Metaphysik David Humes

(Frank Stäudner)

Einleitung Das Kernstück der Erkenntnistheorie des schottischen Philosophen David Hume (1711-1776) ist die Kausalanalyse: die Untersuchung über Art und Weise, wie kausale Verknüpfungen zwischen Ursachen und Wirkungen hergestellt werden. Daß diese hergestellt werden ...

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Ethnizitäts-Kontroverse - zwischen konstruierter Objektivität und subjektivem Konstrukt

(Philipp Legrand)

Zusammenfassung Der Artikel widmet sich der Ethnizitäts-Diskussion und beschäftigt sich mit verschiedenen Ansätzen objektivistischer und konstruktivistischer Interpretationen ethnischer Erscheinungen. Defizite beider Erklärungsansätze werden dargestellt und auf integrative Konzepte, die sowohl objektivistische als auch konstruktivistische Elemente ...

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Die ethischen Vorstellungen von G.H. Mead

(Michael Lausberg)

1) Einleitung George Herbert Mead (1863-1931) war bis zu seinem Tode Professor für Philosophie und Sozialpsychologie an der Universität Chicago. Beeinflusst durch die Evolutionstheorie Darwins verstand Mead das Bewusstsein des Menschen als evolutionäres Projekt ...

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Georg Büchner und der Idealismus

(Michael Lausberg)

1. Einleitung In der Abhandlung wird die Frage untersucht, wie das Verhältnis Georg Büchners, der trotz seines frühen Todes als einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller gilt, zum Idealismus war. Der Idealismus ...

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Nachhaltigkeit – über die „fast“ ausweglosen Schwierigkeiten des gesellschaftlichen Diskurses.

(Günter Altner)

Verantwortung zwischen Diskurs und Erfolg. Philosophische und wirtschaftsethische Perspektiven

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Walther Ch. Zimmerli: Die ewige Wiederkehr der Intellektuellen

(Walther Ch. Zimmerli)

Die ewige Wiederkehr der Intellektuellen1 Die Intellektuellen, immer wieder einmal totgesagt, leben noch. Zumindest sieht es für die Betrachter der deutschsprachigen Szene so aus, auch wenn einige behaup­ten, dass ...

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Moral und Politik

(Dietrich Böhler)

Geneigte Leser, zumal Günter Altner, haben vorgeschlagen, diesen Handbuchartikel aus dem „Lexikon des Sozialismus“, hg. von Thomas Meyer u.a., Bund-Verlag, Köln 1986, zur Diskussion zu stellen. Das geschieht hier in leicht bearbeiteter Form – und erweitert durch den energiepolitischen Passus aus Helmut Schmidts Bilanz „Ausser Dienst (2008). Fortgesetzt wird so die Konfrontation von politischer Dialogethik, in deren Perspektive der Artikel verfaßt ist, und der, sich als verantwortungsethisch verstehenden, Politik des hochgeachteten Bundeskanzlers a. D. Helmut Schmidt. Ein Denk- und vielleicht Lehrstück zur politischen Ethik ...

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EUROPAS WERTEINDUSTRIE -
Der Ausverkauf europäischer Tugenden

(Lisz Hirn)

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Sigmund Freuds Zukunftsillusionen

(Siegmar Faust)

Ein paar Vorworte Religionskritiken, sowohl gegen ihre ideellen als auch praktischen Grundlagen, werden so alt sein wie die schriftlich fixierten Religionen. Sigmund Freud dürfte sowohl die subtile Kritik Ludwig Feuerbachs (1804-1872), die zerset­zende ...

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Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch mit Stefan Groß (Teil II)

(Robert Spaemann)

Stefan Groß: Wie läßt sich Ihrer Meinung nach der zunehmende Werterelativismus stoppen? Benedikt XVI. plädiert für eine Überordnung der Ethik über die Politik. Wie stehen Sie dazu? Prof. Dr. mult. Robert Spaemann: ...

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Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch (Teil I)

(Robert Spaemann)

Inwieweit spielt die neuplatonische Philosophie mit ihren Lehren von den drei Wesenheiten innerhalb Ihres christlichen Denkens eine prägende Rolle? Kann man mit diesem Denken heutzutage noch philosophieren? Da stecken schon in ...

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Der Universalitätsanspruch der Diskurspragmatik und die relativistische Selbstgefährdung der pragmatischen Wende oder des „dritten Paradigmas“.

(Dietrich Böhler)

Die Berliner Diskurspragmatik fiel nicht vom Himmel. Nicht allein, daß sie auf meinen Ansatz einer Philosophie und Theorie der Rechts- und Sozialwissenschaften als kritische Reflexion bzw. als transzendentalphilosophische Theorie des Sozialen (1970 und ...

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Das Nietzsche-Dokumentationszentrum in Naumburg/Saale

(Andreas Urs Sommer)

Zur Eröffnung am 14. Oktober 2010

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Finanzkrise und Neue Ökonomien

(Bernd Villhauer)

Herbsttagung des Darmstädter „Instituts für Praxis der Philosophie“ beschäftigte sich mit Wirtschaftsfragen

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Erinnern, Glauben und Wissen

(Herbert Schnädelbach)

In Ihrem Grundkurs zur Philosophie, den Sie herausgegeben haben mit Ekkehard Martens, da gehen Sie von den kantischen Fragen aus. Sie zitieren Kant: „Alles Interesse meiner Vernunft – das spekulative ...

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Radikalismus auf leisen Sohlen

(Robert Lembke)

Bernd-Olaf Küppers, Wissen statt Moral. Fünf Thesen zur Wissensgesellschaft, Köln: Fackelträger-Verlag 2010, 192 S.

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Postmoderne Ästhetik - Das Verhältnis von Ästhetik, Kunst und Natur

(Stephanie Schmidt)

1.Einleitung Der Begriff der Postmoderne verdeutlicht einen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sichtbar gewordenen kulturellen Wandel. „Schon die Konstruktion des Terminus gibt aber zu erkennen, dass sich >Postmoderne< in ein ...

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Wahrheit oder Spiel - Philosophische Probleme der Mathematik

(Thomas Rießinger)

Obwohl vermutlich jeder Leser im Laufe seines Lebens mehr als einmal mit Mathematik konfrontiert wurde – sei es als Schüler, der sich mit mehr oder weniger Begeisterung an mathematischen Aufgaben abmüht, oder als ...

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Was sollen wir jetzt tun?

(Lisz Hirn)

“Die Welt [...] besteht im wesentlichen aus Dingen, die Gebilde von Menschenhand sind; und diese Dinge, die ohne den Menschen nie entstanden wären, sind wiederum die Bedingung menschlicher Existenz. Die Menschen leben also ...

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Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (II.)

(Stefan Groß)

Fortsetzung von Teil I Vom rationalen Standort aus gesehen ist nicht zu erklären, warum ein Mensch mit einem anderen Mitleid empfindet. Rationalen und zweckbestimmten Vorstellungen steht das Mitleid quer. Ein kategorischer Imperativ ...

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Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (I.)

(Stefan Groß)

Einleitung Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) zählt heutzutage – neben Nietzsche – zu den meist gelesenen Autoren. Die Klarheit der Sprache, die Eindeutigkeit der Formulierungen und die Argumentation verleihen seiner Philosophie Ausdruck. ...

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Einige Überlegungen zur antiken und modernen Musikphilosophie

(Stefan Lorenz Sorgner)

In memoriam Vincenzo Galilei Es ist schwer, sich deutlich vorzustellen, in welcher Art die Musik von je ihre besondere Macht der Erscheinungswelt gegenüber äußerte. Uns muß es dünken, daß die Musik der ...

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Die Prekarität der Philosophie

(Robert Lembke)

Wenn man den geistigen Autoritäten und Inhabern der kulturellen Deutungshoheit Glauben schenken darf, so ist etwas im Begriff, an sein Ende zu gelangen – oder es ist schon zu Ende. In der ...

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Hans Jonas – Zum hundertsten Geburtstag

(Stefan Groß)

Der Philosoph Hans Jonas zählt in unserem Jahrhundert zu denjenigen bedeutsamen Persönlichkeiten, die im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen stehen. Jonas ist analytischer Philosoph, der einerseits von den Errungenschaften der Kantischen Philosophie ausgeht, andererseits als ...

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Deskriptive Zugänge zur Seele nach Wilhelm von Ockham

(Romy Schmidt)

I Dass Autoritäten fehlbar sind, steht außer Zweifel, es sei denn, so Ockham, man argumentiere von der Autorität desjenigen her, der sich nicht täuscht noch täuschen lassen kann. Entsprechend folge nicht ‚Aristoteles hat ...

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Arabische Philosophie im Mittelalter

(Michael Lausberg)

1)Einleitung Im arabischen Raum existierten parallel zur christlichen Scholastik verschiedene Philosophen, die auf die griechische Philosophie zurückgriffen. Die arabische Philosophie besaß aufgrund der Tatsache, dass über die vollständigen Schriften des Aristoteles ...

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Asymmetrische Dialektik?
Bemerkungen zum Umgang mit der Subjekt-Objekt-Dichotomie bei Theodor W. Adorno und Bruno Latour

(David Kaeß)

„Wann also trifft die Seele die Wahrheit? Denn wenn sie mit dem Leibe versucht, etwas zu betrachten, dann offenbar wird sie von diesem hintergangen. […] Und sie denkt offenbar am besten, wenn nichts ...

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DIE REVOLTE GEHT WEITER

(Lisz Hirn)

„Über den Nihilismus hinaus bereiten wir alle in den Ruinen eine Renaissance vor. Doch wenige wissen es.“ Zum 50. Mal jährt sich heuer der Todestag Albert Camus´. Was von der Revolte übrig ...

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Die politische Philosophie Richard Hookers

(Michael Lausberg)

Richard Hooker (März 1554 – 3 11. 1600) war ein anglikanischer Priester, der zusammen mit Thomas Cranmer[1] und Matthew Parker[2] das Denken der anglikanischen Kirche wesentlich mitbestimmte. In seinem Werk „Of The Laws ...

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Nietzsche on Facebook? - Postmoderne Welten des Philosophierens

(Lisz Hirn)

Hand auf´s Herz: Sind Sie bei Facebook? Haben Sie einen persönlichen Account, den Sie regelmäßig nutzen, um neue Freunde zu „adden“ und sich zu „connecten“? Auch die Philosophie nimmt teil am postmodernen Reigen ...

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Von Nietzsche zum Liberalismus

(Robert Lembke)

Die letzte Schrift Nietzsches, bevor er von seinen inneren Widersprüchen langsam in die geistige Umnachtung gerissen wird, Ecce Homo, enthält den berühmten Passus: „Ich kenne mein Los. Es wird sich einmal an meinen Namen ...

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Was ist ein Individuum? Einheit, Individualität und Selbstbewußtsein in Plotins Metaphysik der Seele[1]

(Christian Tornau)

1. Einleitung Die Philosophie des griechischen Neuplatonikers Plotin (205-270 n. Chr.) ist in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt als originärer Beitrag zu Grundfragen der Metaphysik, der philosophischen Anthropologie und auch der Ethik anerkannt worden. ...

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Die Vorstellungen Platons von Krieg und Frieden

(Michael Lausberg)

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Die Geschichte des Begriffs der Toleranz

(Michael Lausberg)

1 Einleitung Der lateinische Begriff der tolerantia wurde von Martin Luther als „Tollerantz“ in die deutsche Sprache übertragen. Der Autor geht in der nachfolgenden Untersuchung von folgender Definition aus:i „Toleranz ...

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Die Aufgabe des Denkens und das Geviert

(Alejandro Rojas Jiménez)

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Zur Rolle von Moral und Ethik in der modernen Gesellschaft

(Geraldine Ermisch)

Im Kapitel zehn „Die Moral der Gesellschaft: Paradigm Lost“ aus Reese-Schäfers „Niklas Luhmann: Zur Einführung“ erläutert der Autor den Standpunkt des Soziologen Luhmann in Hinblick auf die Rolle von Moral und Ethik in ...

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Theodicy shading off into Anthropodicy in Milton, Twain and Kant

(Karim Akerma)

Antinatalism as Eve’s Escape Route in the Face of Wrongful Creation, Unrequested Existence and the Evil of Freedom

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Leitbilder der philosophischen Entwicklungsphase Bakunins

(Michael Lausberg)

Im Jahre 1835 quittierte Bakunin seinen Dienst als Leutnant in der russischen Armee und wechselte an die Universität Moskau.[1] Hier lernte er den jungen Dichter Nikolay W. Stankjewitsch kennen, von dem er seinen ersten ...

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Die Angst vor der Technik

(Teresa Tammer)

Kann bessere Wissenschaft die Angst vor der Technik überwinden?

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Nietzsche: "Vom Freigeist zum Übermenschen"

(Lisz Hirn)

Friedrich Nietzsche diskutiert in seiner Philosophie zwei anthropologische Ideale, die chronologisch eindeutig voneinander unterscheidbar sind: Der Philosoph konstruiert zum einen in seinen „frühen“ Werken das Ideal des „freien Geistes“, zum anderen erörtert er in ...

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Philosophische Aspekte der Gartenkunst am Beispiel des Wörlitzer Parks

(Stefan Groß)

Abstract Wie in vielen englischen Gärten der damaligen Zeit, wurde auch im Wörlitzer Gartenreich die regelmäßig-barocke Anordnung der Natur zugunsten des freien Spiels der freien Formen aufgehoben. Die Natur wurde ...

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Die Ausnahme. Zum 50. Todestag von Albert Camus

(Robert Lembke)

Heute vor 50 Jahren war die Welt mit einem Male ärmer geworden. Von ihr gegangen war Albert Camus, gestorben bei einem Autounfall mit seinem Verleger Gallimard, als dieser ihm seinen ...

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Schopenhauer: Kunst und Wille

(Lisz Hirn)

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"Basedow und das Dessauer Philanthropin"

(Michael Lausberg)

Rousseaus pädagogische Gedanken haben in der europäischen Geisteswelt außerordentlich gewirkt, am tiefsten aber wohl in Deutschland.[1] Sie förderten vor allem jene schulreformatorischen Bestrebungen der deutschen Aufklärung, die sich um 1770 in dem Kreise der ...

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Schopenhauer

(Peter Sloterdijk)

Schopenhauer ist der erste Denker ersten Ranges gewesen, der aus der abendländischen Vernunftkirche ausgetreten ist. Neben Marx und den Junghegelianern war er derjenige, der den revolutionären Bruch im Denken des 19. Jahrhunderts in ...

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Zum Tode von Claude Lévi-Strauss – Ein Rückblick

(Michael Lausberg)

Claude Lévi-Strauss, der „wohl bedeutendste Ethnologe des 20. Jahrhunderts“[1], verstarb am 30. Oktober 2009 in Paris. In seinen Forschungen entwickelte er die ethnologische Methode des Strukturalismus weiter, insbesondere zur Analyse der Verwandtschaftssysteme und Denkformen der ...

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Die Stellung des Subjekts bei Foucault und Habermas

(Markus Paulus)

Zusammenfassung The query for the nature of human subjects, their position between social forces and self-determined agency has been a topic of philosophy and social theory since their origins. This paper confronts ...

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Die Resonanz des gobinistischen Rassen­begriffs bei Wagner und Nietzsche

(Michael Lausberg)

Einleitung Der Grundinhalt des Rassismus, d.h. eine Über- oder Unterlegenheit einer bestimmten Menschengruppe gegenüber einer anderen, die als Abstammungs- oder Fortpflanzungsgemeinschaften mit „artgleichen“ physischen, psychischen und charakterlichen Eigenschaften aufgefasst wird, ist wahrscheinlich ...

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Ist der Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation gescheitert? - Eine kritische Besprechung von Hans Jonas‘ „Das Prinzip Verantwortung, Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation.“

(Geraldine Ermisch)

In Hans Jonas’ ethischem Hauptwerk Das Prinzip Verantwortung, Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation erklärt der Autor die Grundzüge und Eigenschaften traditioneller Ethikformen und verdeutlicht, welche neuen Anforderungen eine der heutigen technisierten ...

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Das Epiphänomen des Bewußtseins

(Borislaw Wankow)

Ich verstehe das Bewußtsein nicht. Ich habe nichts Ver­nünftiges oder Intelligentes darüber zu sagen. (Der große Evolutionsbiologe John Maynard Smith im Gespräch mit Robert Wright1) Stuart: Was ist Bewußtsein? Al: ...

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Das ökonomistische Projekt der Macht im Spiegel der Systemkrise - Eine Analyse, Kritik und Polemik zur politischen Rollenidentität

(Ulrich Büchler)

„Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“[1] „Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von ...

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Deleuzes Hegel-Kritik

(Stefan Groß)

I. Einleitung Gilles Deleuzes Denken ist spannungsreich und abwechslungsvoll, nicht umsonst plädiert er in seinem Hauptwerk Differenz und Wiederholung letztendlich dafür, daß ein Buch entweder wie ein Kriminal- oder wie ein Science-Fiction-Roman geschrieben ...

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Christentum und Repräsentation

(Gonsalv K. Mainberger)

Die christliche Religion ist, wie die anderen Buchreligionen, ein Repräsentationssystem. Spezifisches Merkmal ist die „Gottesperspektive“[1], ein Blickwinkel, der den Religionsausübenden zwar von einer fremden Instanz auferlegt und überantwortet ist, von ihnen aber im Zuge ...

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Die Philosophie des Konfuzius

(Michael Lausberg)

1) Einleitung Die auf Konfuzius zurückgehende, neben Daoismus und Buddhismus ein­flussreichste philosophische Geisteshaltung in China und Ostasien ist der Konfuzianismus, der in China seit der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) ...

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Ethik als TÜV der Religionen

(Jakob A. Bertzbach)

Interview vom 24.04.09 mit dem Berliner Ethikdozenten Jakob A. Bertzbach zu Ethik, Religion und Volksabstimmungen

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Die Funktion der Religion und die Autonomie der Politik

(Volker Gerhardt)

Braucht die demokratische Gesellschaft Religion? SPD-Bundestagsfraktion und Arbeitskreis Christen in der SPD Berlin, Bundestag, 13. März 2009

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Correctness. Über Moral als Mittel der Meinungskontrolle

(Hermann Lübbe)

Hermann Lübbe: „Die Herrschaft von Correctness - Regeln fixiert partielle Realitätsverluste“. „Correctness“ gilt im englisch angereicherten Neudeutsch als Neologismus für die uns angesonnene Beachtung moralisch qualifizierter Verhaltensregeln von öffentlicher Relevanz. In dieser ...

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Rudolf Eucken und der Idealismus. Deutsche Weltanschauung nobelpreisgekrönt.

(Hermann Lübbe)

Professor Dr. Dr. hc. Hermann Lübbe zählt zu den einflußreichsten Philosophen in der Bundesrepublik. Zuletzt sind von ihm folgende Bücher erschienen: Vom Parteigenossen zum Bundesbürger. Über beschwiegene und historisierte Vergangenheiten. München, 2007; Die Zivilisationsökumene. Globalisierung kulturell, technisch und politisch. München, 2005; Religion nach der Aufklärung. München, 2004; Modernisierungsgewinner. Religion, Geschichtssinn, Direkte Demokratie und Moral. München, 2004.

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Kritische Anmerkungen zu Bernd Ehlerts Kritik: „Der Denkfehler und die Inhumanität der „Neuen Atheisten“ um Richard Dawkins.“

(Notker Gloker)

Erschienen in: TABVLA RASA, Die Zeitung für Mitteldeutschland. Ausgabe 30. Oktober 2007.

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Was heißt Frausein?

(Heike Geilen)

Hans-Martin Schönherr-Mann Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht Dtv (November 2007) 238 Seiten, Taschenbuch ISBN-10: 3423246480 ISBN-13: 978-3423246484 Preis: 14,50 EURO

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Samuel von Pufendorfs politische Philosophie

(Michael Lausberg)

1. Einleitung Samuel von Pufendorf war der führende Staatstheoretiker im Deut­sch­land des aufgeklärten Absolutismus. Neben staats- und völker­rechtlichen Schriften verfasste er als Historiograph für die Regenten von Brandenburg und Schweden geschichtliche Werke. ...

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Probleme der Induktion und Deduktion

(Borislaw Wankow)

Zusammenfassung: Es werden Induktion und Deduktion bzw. Verifikation und Falsifikation als vermeintlich grundlegende Verfahren für die Begründung der Wissenschaft und damit den Erkenntnisgewinn untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf der Kritik von Karl Poppers wissenschaftstheoretischen Ansichten. Dabei ...

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VIDAY REFLEXION EN EL PENSAMIENTO ANTIGUO: PLOTINO Y PSEUDO DIONISIO AREOPAGITA

(Stefan Groß)

Junto a la filosofía de Platón y Aristóteles fue especialmente el Neoplatonismo, el que influenció sistemáticamente la filosofía cristiana de occidente. Por un período de mil años las preguntas planteadas por el platonismo ...

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Lebenswelt und Wissenschaft

(Alejandro Rojas Jiménez)

Es hat neulich eine Sitzung in Heidelberg stattgefunden, wo besprochen wurde, worin das wissenschaftliche Phänomen spezifisch besteht. Sollte die Intuition des Wiener Kreises richtig sein, dann würde die Suche nach dem Spezifischen des wissenschaftlichen ...

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Philosophie auf dem „Holodeck“ – wie könnte sie aussehen?

(Ralf Beuthan)

Zu A. F. Kochs „Versuch über Wahrheit und Zeit“ (Paderborn: Mentis 2006/ ISBN: 3897855615)

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