Philosophie und Wissenschaft
11. Mai '13
Ein Universum
aus Nichts
Der Physiker Richard Feynman, dem es mit seinen legendären Vorlesungen
wie keinem anderen gelungen ist, die Physik aufregend und interessant
darzustellen, wartete immer wieder und allzu gern mit einem seiner
berühmten Bonmots auf. So konnte es passieren, dass er sich an Menschen
wandte und zu ihnen sagte: "Sie werden nicht glauben, was mir heute
passiert ist! Sie werden es einfach nicht glauben!" Auf die erstaunte
Frage seines Gegenübers, der wissen wollte, was denn geschehen sei,
pflegte er zu antworten: "Absolut nichts!"
> Viel Lärm um nichts oder: Weniger ist mehr
Philosophie und Wissenschaft
06. Mai '13
Naturwissenschaft
des Geistes
Alles, was real ist, kann von den
Naturwissenschaften erfasst und beschrieben werden. Dies gilt auch für den
Geist des Menschen, der geheimnisvoll in unserem Innern für unsere körperlichen
und geistigen Aktionen verantwortlich ist. Eindeutige Definitionen sind der
Ausgangspunkt jeder wissenschaftlichen Beschreibung. Also stellen sich die
Fragen: Wie kann der menschliche Geist naturwissenschaftlich definiert und
verstanden werden? Gilt diese Definition dann auch für andere Formen des
Geistes? Welche naturwissenschaftlichen Fakten stehen dafür zur Verfügung und
wie sind sie definiert?
> Naturwissenschaft des Geistes – Definitionen
Philosophie und Wissenschaft
06. Mai '13
Durkheims Verständnis
sozialer Tatsachen
Der französische
Soziologe Emile Durkheim (1858 – 1917) hat sich innerhalb der frühen Moderne im
Zuge des Übergangs von der ständisch organisierten feudalen Gesellschaftsordnung
hin zur komplexen individuellen Marktwirtschaft mit dem, aufgrund zunehmender
Arbeitsteilung vorangetriebenen, Differenzierungsprozess beschäftigt. Damit hatten sich zuvor bereits Auguste
Comtè, Karl Marx oder Herbert Spencer beschäftigt. Aufgrund der
gesellschaftlichen Umbrüche Frankreichs Ende des 19.Jhds./Anfang des 20.Jhds., gilt
Durkheims Interesse der Frage, auf welche Art und Weise sich, ...
> Èmile Durkheims Verständnis ,,sozialer Tatsachen“
Philosophie und Wissenschaft
01. Mai '13
Max Webers Ethik und
der Geist des Kapitalismus
Max Weber (1864 – 1920) versteht – als einer der
Gründerväter der Soziologie – genauso wie auch Marx die Entwicklung der
kapitalistischen Profitlogik als wichtigsten Faktor des Übergangs von der
traditionellen Ständegesellschaft zur modernen Klassengesellschaft. Für Marx
liegt der entscheidende Umbruch in den ökonomischen Produktions-bedingungen –
der ,,Basis“ –, den damit einhergehenden Ausbeutungs-, Unterdrückungs- und
Enteignungsprozessen und der fortschreitenden Domestizierung der Natur .
> Webers Werk ,,Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“
Philosophie und Wissenschaft
20. Maerz '13
Günther Anders' Ausblick
auf die Welt ohne Menschen
Solange es Krisen gibt, und darin liegt: solange es Menschen
gibt, hat die Apokalypse Konjunktur. Sie ist einfach nicht tot zu kriegen, es
sei denn, so das apokalyptische Paradox, sie würde eines Tages wirklich. Die
Apokalypse ist ungeheuer alt und doch jung geblieben – ein echter ‚Evergreen‘.
Trotz ihres fortgeschrittenen Alters ist sie ausgesprochen modern: Als
allgemeine Apokalypse treibt sie die Globalisierung auf die negative Spitze,
ist als ihr Höhe- zugleich ihr Endpunkt; als private Apokalypse vollendet sie
die zunehmende Atomisierung des Individuums im Zeitalter der Medialisierung der
Welt.
> ‚Apokalypse Soon‘? - Günther Anders’ Ausblick auf eine Welt ohne Menschen
Philosophie und Wissenschaft
26. April '13
Walther Ch. Zimmerli:
Hermeneutik des Wissens
Die Formulierung des Titels ist in verschiedener Hinsicht
anstößig: Allein schon über technisches Wissen nachdenken zu wollen scheint
unmöglich, weil paradox zu sein; Technik, im Wortsinne aus dem griechischen
'techne' abgeleitet, scheint mehr mit Können und Kunst als mit Wissen und
Kognition zu tun zu haben. Theoretisches Wissen - gewiss; aber technisches
Wissen? Und in der Tat lebt unsere abendländische epistemologische Tradition
von der Differenz zwischen Technik und Wissen. Wissen, griechisch 'episteme',
ist die - idealistisch oder materialistisch interpretierte - Repräsentation der
Welt...
> Walther Ch. Zimmerli: DIE HERMENEUTIK DES TECHNISCHEN WISSENS UND DIE ZUKUNFT DER BILDUNG
Philosophie und Wissenschaft
17. April '13
Naturwissenschaft
des Geistes - Leben
Grundlage des Lebens sind genetisch
abgespeicherte Informationen und ihre Verarbeitung.Obwohl wir heute in einer Wissensgesellschaft
leben, zählt die Entstehung des Lebens noch immer zu den ungelösten Rätseln der
Menschheit. Die Urzelle gilt als Ausgangspunkt der Evolution. Doch wie ist sie
entstanden? Was sind die Ursachen und die Mechanismen der Dynamik des Lebens?
Welche Triebkräfte lassen im Vorfeld des Lebens die notwendigen Biomoleküle und
die Zellstrukturen entstehen? Die Arbeit des genetischen Geistes und der elementaren
Geistformen, die mit physikalisch-chemischen Mechanismen molekulare
Informationen verarbeiten, ...
> Naturwissenschaft des Geistes - Teil 6 – Leben
Philosophie und Wissenschaft
29. April '13
Jacob Burckhardt
und der Rassismus
Der Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt (1818–1897)
ist wissenschaftlicher Zeitzeuge der großen gesellschaftlichen Umbrüche, die
seit der Französischen Revolution in Europa stattgefunden haben. Wer sich nicht
von seinem enormen geschichtlichen Faktenwissen und seiner kunst- wie
stilvollen Beredsamkeit blenden lässt, wird bei einem kritischen und sachlichen
Rückblick aus der heutigen Perspektive feststellen, dass die bei Burckhardt zu
findenden seltsamen und zum Teil geradezu menschenverachtenden Aussagen nicht
vereinzelte, unzusammenhängende Missverständnisse oder Ausrutscher sind.
> Ein Beispiel für den Rassismus in der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts
Philosophie und Wissenschaft
29. Maerz '13
Naturwissenschaft des
Geistes: Körper und Geist
Was der menschliche Geist ist,
wie er arbeitet und wie er sich von seinem Körper unterscheidet, gilt noch
heute für Philosophen und Theologen als ungelöstes Körper-Geist- und Leib-Seele-Problem.
Obwohl wir heute in einer Informations- und Kommunikationsgesellschaft leben
und genau wissen, wie Informationen entstehen und verarbeitet werden, ist dieses
Problem in diesem nahe liegenden Zusammenhang noch nicht erschöpfend
beantwortet worden. Fest steht indessen, dass Informationen und alle Formen des
Geistes, die sie verarbeiten, für alle Prozesse unseres körperlichen und
geistigen Lebens verantwortlich sind. Was dabei in unserem Körper bewusst, unterbewusst
und unbewusst geschieht, wird in diesem Artikel behandelt.
> Naturwissenschaft des Geistes - Teil 5 – Körper und Geist
Philosophie und Wissenschaft
21. Maerz '13
Michel Foucault und die
Herrschaft der Diskurse
Der französische Philosoph und Begründer der Diskursanalyse
Michel Foucault (1926 – 1984) verdeutlicht, auf welche Weise und in welchem
Ausmaß, durch Diskurse zustande gekommenes und weitergetragenes objektiv
geglaubtes Wissen vermag Macht auszuüben und Menschen dadurch zu konstituieren.
Das Essay erhebt nicht den Anspruch kulturell tradierte Wissensbestände als, um
die Absolutheit dessen auszudrücken, ,,falsch“ zu bezeichnen. Vielmehr ist es
das Anliegen vorliegenden Essays, zu veranschaulichen, dass – nach kritischer
Auseinandersetzung mit Foucaults Diskursproblematik – ,,objektives“ Wissen
nicht notwendigerweise wahr sein muss, sondern auf Kontingenz basiert.
> Michel Foucault und die Macht und Herrschaft bestehender Diskurse
Philosophie und Wissenschaft
17. Maerz '13
Die Aktualität
Georg Simmels
Der Text veranschaulicht – auf Basis Georg Simmels Ansatzes
eines sich von der frühen Moderne bis in die Postmoderne zunehmend
verselbstständigenden Individualisierungsprozesses – die Veränderungen der
sozialen Integration der Menschen, im Kontext des großstädtischen Lebens. Aufgrund welcher Veränderungen innerhalb
der Prozesse der Sozialintegration und Vergesellschaftung sind die innerhalb
einer modernen Großstadt lebenden Individuen dadurch in immer stärkerem Maße
der Auflösung enger familiärer Bindungen, Konventionen und sozialer
Institutionen ausgeliefert?
> Die Aktualität Georg Simmels Theorieansatzes einer Verkümmerung menschlicher Seelen...
Philosophie und Wissenschaft
14. Maerz '13
Die sittliche
Erziehung bei Piaget
Jean Piaget vertrat eine Sichtweise der sittlichen
Erziehung, die im Gegensatz zu der Durkheims, bereits im Erziehungsvorgang das
Schwergewicht auf Freiwilligkeit, Gegenseitigkeit und Autonomie legt. Diese
Sichtweise war von der Hoffnung auf eine verwandelte Neugestaltung menschlichen
Zusammenlebens durch kommende Generationen begleitet. Es lassen sich in
Durkheims Konzept von moralischer Erziehung eine einseitige Betonung der
Momente von Disziplin und Autorität sehen, ohne dass die Erziehung sich die
Aufhebung der der Disziplin und Autorität entsprechenden seelischen
Dispositionen zum Ziele setzte.
> Michael Lausberg: Die sittliche Erziehung bei Piaget
Philosophie und Wissenschaft
07. Maerz '13
Richard Rorty:
Welchen Zweck hat Wahrheit?
Die
Frage Solidarität oder Objektivität?,
mit der Richard Rorty (1931-2007) seine Gedanken überschreibt, kann wie folgt
ausformuliert werden: Welchen Zweck hat Wahrheit und welche Bedeutung dieses
Wortes wird ihm gerecht? Der Mensch sucht nach Sinn im Leben und wendet dabei
unterschiedliche Strategien an. Einen Sinn finden, so setzt Rorty voraus, ist
gleichbedeutend mit der Vorstellung zu wissen, was Wahrheit bedeutet. Wissen,
was wahr ist, gehört zu einer anderen Fragestellung.
> Welchen Zweck hat Wahrheit? Essay zu Richard Rortys Solidarität oder Objektivität?
Philosophie und Wissenschaft
04. Maerz '13
HO Theorien des
Bewusstseins
In diesem Beitrag wird versucht, die im angelsächsischen
Raum verbreiteten Bewusstseinstheorien höherer Ordnung in ihren gängigsten
Ausprägungen (HOT, HOP, HOE) vorzustellen. In ihnen vereinen sich, so die
Meinung des Autors, phänomenologische Sprache und analytische Herangehensweise.
Dies kann als verbindendes Moment zwischen der analytischen Philosophie und der
Phänomenologie verstanden werden. Vor diesem Hintergrund scheint es angebracht
zu sein, sich auch im deutschsprachigen Raum einer eingehenden Analyse dieser
Theorien nicht zu verschließen.
> HO Theorien des Bewusstseins: Wo analytische Philosophie und Phänomenologie sich treffen
Philosophie und Wissenschaft
01. Maerz '13
Naturwissenschaft
des Geistes - Technik
Was wir wissen, ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
Der Kern dieser Aussage des Physikers Isaac Newton bleibt ewig bestehen, obwohl
die Menschheit ihr Wissen ständig vervielfacht. Wissen
basiert auf Informationen, es ist etwas Geistiges wie unser Bewusstsein und
unser Verstand. Auch unser Geist, der mit Informationen arbeitet, ist nicht
durch unsere Sinnesorgane erfassbar, aber er ist dennoch Realität. Telefon,
Radio, Fernsehen, Computer und ihre mobilen Ausführungen haben in allen
Kombinationen dafür gesorgt, dass wir heute in einer Informationsgesellschaft
leben.
> Hans Sixl: Naturwissenschaft des Geistes – Teil 4 – Technischer Geist
Philosophie und Wissenschaft
01. Februar '13
Martin Heidegger
und die Physik
Durch vorliegenden Text wird verdeutlicht, warum der
deutsche Philosoph Martin Heidegger die Physik nicht empirisch, sondern
mathematisch begründet sieht. Somit wird – in erkenntnistheoretischer Hinsicht
– die Frage beantwortet, inwieweit die Physik von Heidegger nicht als
empirische, auf Erfahrung basierende Wissenschaft angesehen wird, sondern als
mathematische, welche Erfahrung durch die Herleitung folgerichtiger Theoreme
aus schon existierenden Axiomen erst ermöglicht.
> Martin Heideggers Begründung der Physik als mathematische Wissenschaft
Philosophie und Wissenschaft
08. Februar '13
Naturwissenschaften
des Geistes
So wie sich der menschliche Geist
evolutionär entwickelt hat, so haben sich auch seine Lernfähigkeit, sein Wissen
und sein Wille, mit dem er kreativ seine Ziele verfolgt, nach den Prinzipien
von Ursache und Wirkung entwickelt.Damit
stellt sich die Frage, was Intelligenz und Zielstrebigkeit in der Natur verursacht
und wie diese rein geistigen Eigenschaften naturwissenschaftlich begründet und
auf elementare Prozessschritte zurückgeführt werden können.
> Hans Sixl: Naturwissenschaft des Geistes - Teil 3 – Ursprung des Willens
Philosophie und Wissenschaft
01. Februar '13
Michel Foucault
und der Diskurs
Der Poststrukturalist Michel Foucault veranschaulicht in seinem Text ,,Die
Ordnung des Diskurses“, nach welchen Ordnungsmustern
Diskurse entstehen, welche Struktur sie aufweisen und anhand welcher
Verknappungs- und Kontrollprozeduren sich ihre Aufrechterhaltung und
Weitertragung vollzieht. Wenn im Folgenden die wichtigsten Prozeduren des
Zustandekommens von Diskursen knapp und konzentriert dargestellt werden, kommt
damit genau das zustande, was Foucault kritisiert. Der von mir verfasste Text
verknappt Foucaults Diskurs, bündelt Elementares seiner Darstellung und lässt
Un-wichtiges wegfallen.
> Die Macht und Herrschaft bestehender Diskurse
Philosophie und Wissenschaft
16. Januar '13
Norbert Blüm:
Zurück ins Neandertal?
Eine der schönsten Geschichten von der Liebe zwischen Mann
und Frau wird in Platons Symposion
erzählt. Einst lebten die Menschen als „Mannweiber“ unentschieden nach Geschlecht.
Die „Mannweiber“ waren mächtige Wesen; „an Kraft und Stärke waren sie gewaltig
und hatten auch noch große Gedanken“. Für Zeus und die Götter wurden die
Menschen zu gefährlichen Konkurrenten. Also schwächten die Götter die
„Mannweiber“ und Zeus zerteilte sie eigenhändig in zwei Hälften: „wie wenn man
Früchte zerschneidet, um sie einzumachen“.
> Norbert Blüm: Zurück ins Neandertal? Ein Plädoyer für den Schutz von Ehe und Familie
Philosophie und Wissenschaft
17. Januar '13
Hugo Grotius'
politische Philosophie
Der niederländische Theologe und Jurist Hugo Grotius hatte
mit seinem Werk „De jure belli ac pacis libri tres“ einen weitgehenden Einfluss
auf die spätere Formulierung des internationalen Rechtes. Dabei wurde er durch den Achzigjährigen
Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden sowie den 30jährigen Krieg zwischen
katholischen und protestantischen europäischen Staaten beeinflusst. Er war
davon beseelt, solche Konflikte auf der Grundlage eines juristischen und
politischen Konsenses für die Zukunft zu vermeiden.
> Michael Lausberg: Hugo Grotius‘ politische Philosophie
Philosophie und Wissenschaft
08. Januar '13
Christoph Martin Wieland
Zum 200. Todestag
Kaum ein Denker prägte seine Zeit nachhaltiger als Christoph Martin Wieland,
kaum einer entrückte unverdientermaßen so schnell wieder in die Vergessenheit
wie der einstmalige Dichter des Rokoko, der Libretto-, Operndichter, der am 20
Januar 1813 in Weimar verstarb. Der am 5. September 1733 in Biberach geborene
Pfarrerssohn war mehr als ein Literat; er formte das unter der Regentschaft
Anna Amalias mit ihm aufblühende Weimar – das kleine Herzogtum an der Ilm, und
eine der damals bekanntesten Zeitschriften, „Der Teutsche Merkur“ feierte durch
seinen Herausgeber große Erfolge.
> Stefan Groß: Christoph Martin Wieland – Zum 200. Todestag
Philosophie und Wissenschaft
20. Januar '13
Naturwissenschaft
des Geistes
Der Geist des Menschen ist das
zentrale Thema der Geisteswissenschaften. Er zählt auch heute noch zu den ungelösten
Rätseln der Menschheit, weil er sich dem direkten experimentellen Nachweis entzieht.
Erst in den letzten Jahrzehnten, nachdem verstärkt naturwissenschaftliche
Technologien bei der Erforschung der Fragen des körperlichen und geistigen Lebens
in Biologie und Genetik zum Einsatz kamen, konnten auch die neuronalen
Aktivitäten des Gehirns, die für den Geist des Menschen verantwortlich sind, experimentell
untersucht werden.
> Naturwissenschaft des Geistes – Historisches
Philosophie und Wissenschaft
15. Januar '13
Thomas Vašek:
"Denkstücke"
Darf ich Sie zu einem kleinen Gedankenspiel einladen? Stellen Sie
sich bitte einen Sandhaufen vor. So einen richtig schönen großen, mit
eigener Hände Arbeit angehäuft, vielleicht gar am Traumstrand Ihrer Wahl
(wobei letzteres keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf der
Geschichte hat). Entfernen Sie nun bitte ein Sandkorn von diesem Haufen.
Ja, nur ein einziges. Was sehen Sie jetzt? Genau: Einen Sandhaufen. Das
scheint unbestreitbar zu sein, schließlich macht ein einziges Sandkorn
nicht den Unterschied zwischen einem Haufen und einem "Nicht-Haufen"
aus.
> Ein großer Zwerg mit Glatzkopf und vollem Haar
Philosophie und Wissenschaft
02. Januar '13
Der Geist als
unsichtbarer Akteur
Der menschliche Geist ist seit Jahrtausenden eine nahezu
exklusive Domäne der Philosophie und Theologie, was in der Bezeichnung
Geisteswissenschaften zum Ausdruck kommt. Im Gegensatz zu ihnen befassen sich
die Naturwissenschaften erst neuerdings mit ihm in den Neuro- und
Kognitionswissenschaften. Neuere Erkenntnisse der Physik, der Genetik, der
modernen Technologien und der Informationswissenschaften erlauben es inzwischen
auch, sich grundsätzlich mit anderen Formen des Geistes zu beschäftigen. In
Analogie zu der Philosophie des Geistes ist es damit möglich, eine
Naturwissenschaft des Geistes zu etablieren.
> Naturwissenschaft des Geistes - Teil 1 - Der Geist als unsichtbarer Akteur
Philosophie und Wissenschaft
02. Januar '13
Der Geist, der
Informationen bearbeitet
Der denkende menschliche Geist stellt evolutionär die
vorläufig höchste Stufe des Geistes dar, die in einer endlosen Kausalkette aus
jeweils anderen Vorformen des Geistes entstanden ist. Mit ihm führt der Mensch
ein geistiges Leben, so wie er mit seinem Körper ein körperliches Leben führt.
Erst seit wenigen Jahrzehnten kann auf der Grundlage von
naturwissenschaftlichen Erkenntnissen eindeutig definiert und verstanden
werden, was der Geist des Menschen ist, was er im Körper des Menschen leistet,
welche Geistformen in ihm aktiv sind, wie sie zusammenwirken, was sie wie
machen, und woraus sie entstanden sind.
> Naturwissenschaft des Geistes – Teil 2 - Der Geist, der Informationen verarbeitet
Philosophie und Wissenschaft
06. Dezember '12
Über Antworten,
die Fragen bleiben
Vor rund 100 Jahren war es für die klassische Wissenschaft
an der Zeit, das deterministische Weltbild zu begraben, denn die
Unschärferelation verdeutlichte, dass man Ereignisse nicht exakt bestimmen
kann. Im Text „Quantenmechanik und Kantsche Philosophie“ verdeutlichte Werner
Heisenberg denn auch sehr anschaulich, dass die Gesetze der modernen Physik
vielmehr in einer Beobachtungssituation gefunden werden, die zwischen dem
Möglichen und Wirklichen förmlich changiert. Die Unvorhersehbarkeit und eine
zugehörige Unbestimmbarkeits-Erfahrung, die damals einen Albert Einstein noch
empörte und zum Ausruf „Gott würfelt nicht“ brachte, ist heutzutage allgemein
akzeptiert und wird vor allem in der zeitgenössischen Kunst reichlich
bearbeitet.
> Über Antworten, die Fragen bleiben
Philosophie und Wissenschaft
29. Oktober '12
Der "Erasmier"
Ralf Dahrendorf
„Ralf Dahrendorf ist mit seiner Begabung für ...
Wissenschaft und Politik – eine höchst seltene Kombination in Deutschland –,
ganz unersetzlich. Vielleicht hat vor ihm nur Max Weber, der den Unterbau für
die damals neu entdeckte Soziologie legte und gleichzeitig deren Erkenntnisse
für Gesellschaft und Ökonomie erschloß, diese beiden Eigenschaften in sich
vereinigt." Das schrieb Marion Gräfin Dönhoff 1989 zum sechzigsten
Geburtstag Dahrendorfs in der ZEIT.
> Karl-Heinz Hense: Von der tätigen Freiheit - Der „Erasmier“ Ralf Dahrendorf
Philosophie und Wissenschaft
23. November '12
Herausforderung für
den Naturalismus?
Gegenwärtig ist eine Naturalisierungsdämmerung (Schwägerl 2004) in der Philosophie des Geistes erkennbar. Verschiedene Ansätze materialistisch, physikalistischer Art (reduktiv, nicht-reduktiv, eliminativ, eigenschaftsdualistisch …), versuchen die Geist-Gehirn-Debatte, mit Rückgriff auf die Naturwissenschaften, einer Lösung zuzuführen. Dabei erweist sich das phänomenale Erleben, der Charakter phänomenaler Erfahrung, als hartnäckiges Problem.
> Zum Text kommen Sie hier!
Philosophie und Wissenschaft
09. November '12
Ist Gott ohne
Transzendenz denkbar?
Wenn der Ursprung unseres Universums alle göttlichen
Eigenschaften aufweist, dann ist das Universum nicht durch einen transzendenten
Gott, sondern aus einem immanenten Gott entstanden, der ebenfalls
wandlungsfähig ist. Die naturwissenschaftliche Erfahrung lehrt uns, dass alles
eine Ursache hat. Demnach kann es keinen absoluten Anfang einer Sache geben.
Nach dem vielfach bestätigten kosmologischen Standardmodell der Entstehung des
Universums ist unsere reale Welt (soweit nachweisbar) von der ersten Sekunde an
aus Energie nach den Regeln der Naturgesetze entstanden, die wiederum auch aus
etwas Anderem entstanden sein können.
> Ist Gott ohne Transzendenz denkbar?
Philosophie und Wissenschaft
04. November '12
Nietzsche und Wagner:
Geschichte einer Hassliebe
"Wir
waren Freunde und sind uns fremd geworden. Aber das ist recht so und wir
wollen's uns nicht verhehlen und verdunkeln, als ob wir uns dessen zu schämen
hätten. Wir sind zwei Schiffe, deren jedes sein Ziel und seine Bahn hat; wir
können uns wohl kreuzen und ein Fest miteinander feiern, wie wir es gethan
haben, - und dann lagen die braven Schiffe so ruhig in Einem Hafen und in Einer
Sonne, daß es scheinen mochte, sie seien schon am Ziele und hätten Ein Ziel
gehabt. ...
> Zarathustra übersteht Parsifal, Das Dunkel des gelebten Augenblicks
Philosophie und Wissenschaft
03. November '12
Emmanuel Levinas
La philosophie de Levinas est une intensification
progressive de l'intention d’autre, propre de la volonté humaine; et ainsi une
exigeante appel a la justice jusqu'á la fin de la sainteté. On est située,
donc, dans le domaine de l'ouverture de la personne à l'intersubjectivité. La
découverte de l'altérité situé Levinas dans le plan de la volonté humaine. Car
le propre de cette puissance de l'esprit, et ce qui la distingue de
l'intelligence, c’est son intention d'altérité: du bien comme l’autre que l'être;
mais qui peut arriver à être, si nous voulons qu’il soit: le bien comme ce que
nous ajoutons l’être.
> Levinas: la phenomenologie et l’anthropologie de l’altérité intersubjective
Philosophie und Wissenschaft
24. Oktober '12
Im Gespräch:
Julian Nida-Rümelin
Die Geisteswissenschaften sind gegenwärtig durch die
Reformen an den Universitäten unter Druck geraten. Das darf man nicht auf die
leichte Schulter nehmen. Ich fürchte, zumindest sehe ich darin eine Gefahr,
dass sich hier eine Entwicklung wiederholt, wie sie aus den USA ziemlich vertraut
ist, d. h. dass die harten Wissenschaften, insbesondere die
Naturwissenschaften, aber auch die social sciences
im Sinne einer harten
Wissenschaft sehr stark dominieren...
> > Stefan Groß im Interview mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin – Die Zukunft der Philosophi
Philosophie und Wissenschaft
19. Oktober '12
Das Eliasson Alphabet
Nach der mittlerweile ausverkauften limitierten „Art
Edition“ (200 Stück) hat sich der Taschen-Verlag entschlossen, eine auf 21x26
cm geschrumpfte Ausgabe der „Enzyklopädie des Studio Olafur Eliasson“ auf den
Markt zu bringen. Das Buch mit seinen 530 Seiten liegt nun zwar gut in der
Hand, aber das Lesen der arg klein geratenen Texte ist dafür mit einiger
Anstrengung verbunden. Eine, die sich jedoch lohnt, denn die Arbeitsweise und
der Anspruch eines forschenden Künstlers werden im vorliegenden Band sehr anschaulich.
> Christian J. Grothaus: Das Eliasson Alphabet oder: Eine Spielanleitung für Raum und Zeit
Philosophie und Wissenschaft
05. Oktober '12
Methoden des
Philosophierens
Gibt es eine dem Fach
Philosophie eigene Unterrichtsmethode? Diese Frage ist weniger wichtig, als sie
zunächst vielleicht erscheinen mag. Denn kennt man allgemeine
Unterrichtsmethoden, die sich auch im Philosophieunterricht einsetzen lassen,
so spielt es keine große Rolle mehr, ob diese Methoden nun fachspezifisch seien
oder nicht. Dennoch ist die Frage wichtig, denn sie zwingt einen, eine andere
Frage zu stellen, der man sonst vielleicht zu wenig Beachtung schenkt: Was sind
die Methoden des Philosophierens?
> Jonas Pfister: Methoden des Philosophierens und Unterrichtsmethoden
Philosophie und Wissenschaft
04. Oktober '12
Irrte Kant?
Wissen basiert auf
sinnlicher Wahrnehmung. Und real ist nur, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen
können. Diese beiden Statements hörte ich vor zwei Tagen in einer
Radiosendung unter Bezug auf den Philosophen Immanuel Kant (1724-1804).
Sie erscheinen mir allerdings eine unzulässige Verkürzung seiner Aussage zu sein, nach der Sinnlichkeit und Verstand die beiden Wurzeln
der Erkenntnis sind. Es kommt also noch der Verstand hinzu, der uns auch
noch weitere Dinge als real erkennen lässt, die wir nicht direkt mit unseren
Sinnen wahrnehmen können.
> Hans Sixl: Irrte Kant?
Philosophie und Wissenschaft
21. September '12
Jörg Friedrich
Kritik der vernetzten Vernunft
In diesem Buch geht es um Vernunft und darum, was es heute heißt,
vernünftig zu sein. Oft verlangt man von uns, vernünftig zu sein, die
Vernunft zu gebrauchen. Aber was ist Vernunft? Und was ist vernünftig?"
Dies fragt sich Jörg Friedrich in seiner "Kritik der vernetzen Vernunft"
und trifft damit genau den Nerv unserer Zeit. Denn fast jeder ruft
heute nach Vernunft, hält sie für notwendig und möglich. Aber allem
Anschein nach sind die meisten davon überzeugt, dass der Mensch alles
andere als vernünftig ist. Der Naturwissenschaftler, Unternehmer und
Philosoph unternimmt in seinem Buch den Versuch, Klarheit darüber zu
gewinnen, "was Vernunft heute ist, ...
> "Alles wird besser, aber nichts wird gut." (Werner Karma)
Philosophie und Wissenschaft
21. September '12
Michael Nedo
Ludwig Wittgenstein
Über Ludwig Wittgenstein wird viel erzählt: dass er als Person ziemlich
unerträglich gewesen sein muss und ständig seine Umgebung belästigte -
bis sie ihm selbst lästig wurde. Dann hat er sie gewechselt. So wurde
aus dem Ingenieur ein Schriftsteller und nachdem er sein Millionenerbe
verschenkte, ein Volksschullehrer, der in großer Bescheidenheit lebte.
Später wirkte er als Philosophieprofessor in Cambrige. Privat war er mit
sich nicht im Reinen. Sein Leben lang litt er unter Depressionen und
stand häufig am Rande des Selbstmordes (drei seiner Brüder wählten den
Freitod).
> "Beim Philosophieren muss man ins alte Chaos hinabsteigen und sich dort wohlfühlen."
Philosophie und Wissenschaft
22. August '12
"Wir müssen wissen,
wir werden wissen"
Eines der beeindruckendsten Fresken, die der römische Renaissancemaler
Raffael geschaffen hat, findet man in den Stanzen des Raffael, im
Apostolischen Palast in der Vatikanstadt: "Die Schule von Athen". Der
Titel des Bildes verweist auf die herausragende philosophische
Denkschule des antiken Griechenland, verkörpert von ihren Vorläufern,
Hauptvertretern und Nachfolgern. In der Bildmitte stehen die Philosophen
Platon und Aristoteles. Platon zeigt auf die überirdische Welt der
Ideen, Aristoteles auf die Welt der konkreten Dinge - "eine symbolische
Szene für die alles überragende Frage philosophischen Denkens", stellt
Bernd-Olaf Küppers fest.
> Bernd-Olaf Küppers: Die Berechenbarkeit der Welt
Philosophie und Wissenschaft
14. Dezember '11
John Miltons
politische Philosophie
John Milton (9.12.1608-8.11.1674) war ein englischer Dichter und
Staatsphilosoph. Milton wurde im Elternhaus und später im Christ College der
Universität Cambridge streng puritanisch erzogen.Er
widersetzte sich dem Wunsch seines Vaters, Theologe zu werden und widmete sich
stattdessen der Historie und dem Studium der klassischen Literatur. Sein
Jugendwerk „Comus“, das ein Maskenspiel allegorischer Art darstellte, spiegelte
seine puritanische Erziehung wider.
> John Miltons politische Theorie
Philosophie und Wissenschaft
11. November '11
Meister Eckhart und
das Christentum
Das
Christentum besaß zu keiner Zeit eine einheitliche Lehre oder
Theologie. Meister Eckhart eröffnet den Zugang zu einer alten
christlichen negativen Theologie und Tradition, die eng mit der
Philosophie (des Neuplatonismus) und dem Entstehen der christlichen
Theologie überhaupt verbunden ist. Diese negative Theologie
gründet entsprechend des Philosophiebezuges auf der Vernunft,
geht gleichzeitig aber trotz dieses natürlichen und vernünftigen
Ansatzes in einer wahren Transzendenz und Mystik über alles
Weltliche hinaus. Gerade in der heutigen Zeit mit ihren religiösen
Problemen ist diese strikte negative Theologie in ihrer Vernunft
dabei alles andere als überholt.
> Meister Eckhart und die wahren Wurzeln des Christentums
Philosophie und Wissenschaft
23. Dezember '11
Robert Spaemann:
Über Glauben und Wissen
Der letzte Mensch von dem Nietzsche spricht, ist in seinen
Augen etwas ganz Negatives. Der letzte Mensch ist der Mensch, der wie der
Erdfloh am längsten lebt. Dies ist der Mensch, der ein wenig arbeiten, sich ein
bißchen amüsieren will, ein wenig Drogen konsumieren möchte, aber nicht so
viel, damit dies der Gesundheit nicht schadet. Nietzsche gibt also ein Bild vom
letzten Menschen, für den es nichts mehr gibt, was einen unbedingten Wert hat.
> Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch mit Stefan Groß
Philosophie und Wissenschaft
13. Februar '12
Auf der Suche nach Gott
Der Wissenszuwachs der Naturwissenschaften der letzten
Jahrzehnte erlaubt es uns heute, auch geisteswissenschaftliche Aussagen anhand
von experimentellen Fakten zu überprüfen. Mit den Erkenntnissen der modernen
Kosmologie, der Genetik und der Informatik kann anhand einer eindeutigen
Definition Gottes gezeigt werden, dass nicht nur im Geschehen auf unserer
realen Welt rein göttliche Merkmale identifiziert werden können, sondern dass
sich mit ihnen auch der immanent in unserer Welt wirkende Teil des
übernatürlichen Wesens Gottes offenbart und auf diese Weise
naturwissenschaftlich erkannt und verstanden werden kann. Dies wird im
Zusammenhang mit früheren Gottesbeweisen diskutiert.
> Gott und Naturwissenschaften - Auf der Suche nach Gott
Philosophie und Wissenschaft
13. Februar '12
J. G. Fichte - Handelsstaat
versus Globalisierung
Mit
seiner Schrift „Der geschloßne Handelsstaat“, die Johann
Gottlieb Fichte 1800 vorlegt, formuliert er sein Programm eines
autonomen Nationalstaates. In strikter Abgrenzung vom offenen
Handelsstaat geht es dem deutschen Idealisten auch um eine Kritik an
der sogenannten Globalisierung. Schon Fichte monierte also ein
globales Wirtschaftsdenken, weil er die Autonomie des
Nationalstaates dadurch gefährdet sah. Bereits vor 200
Jahren hatte er die Schwachstellen einer rein sich auf Globalisierung
beschränkenden Wirtschaftspolitik herausgearbeitet. So sehr
Fichte wegen seines geschlossenen Handelssystems auch kritisiert
wurde, gerade mit Blick auf die globale Wirtschaft des 21.
Jahrhunderts lohnt sich eine erneute Auseinandersetzung mit seinem
Handelsmodell.
> Stefan Groß: Anmerkungen zu Johann Gottlieb Fichtes „geschloßnem Handelsstaat“
Philosophie und Wissenschaft
30. Dezember '11
Ludwig Feuerbach
Ludwig Feuerbachs These, dass die sterblichen, beschränkten Menschen
nach Vollkommenheit streben und deshalb eine Macht kreieren, die diese
fehlenden Eigenschaften besitzt, hat in Zeiten der beherrschenden
Stellung der christlichen Dogmatik in der BRD nichts von seiner
Aktualität eingebüßt.
> 160 Jahre „Das Wesen des Christentums“
Philosophie und Wissenschaft
14. Februar '12
Das Noumenon
vom Erdrechtsbund
Neben
nationalen Rechtsinteressen, die Krause in seiner Rechtsphilosophie
immer wieder aufgreift, ist es die übernationale Idee eines
Rechtsbundes, der die unterschiedlichen Völker miteinander
vereinen soll, auf die er immer wieder reflektiert. Mit der Idee
eines „europäischen Staatenbundes“ sowie mit seinem Gedanken
einer universal geltenden Rechtsordnung – dem „Erdrechtsbund“ –
greift Krause Gedanken aus der Renaissance auf. Schon Erasmus von
Rotterdam und – vor ihm – Nikolaus von Kues hielten an einer Idee
Europas fest. Aber auch Gedanken, die mittlerweile innerhalb der UNO
diskutiert werden, lassen sich, wie anfangs betont, bereits bei
Krause finden. In Anlehnung an Kants Idee eines ewigen Friedens sucht
er nach einem universalen Rechtsbegriff, der für alle Völker
Rechtsgültigkeit besitzen soll.
> Stefan Groß: Das Ideal vom „Erdrechtsbund“
Philosophie und Wissenschaft
07. Februar '12
Natural Theology
In the history of ideas, there is the old concept of natural
theology which assumes that man can have knowledge of God through looking at
nature. Natural theology was not only advanced by great Greek philosophers such
as Plato and Aristotle but also by renowned church fathers like Augustine or
Thomas Aquinas. The idea of recognizing God in nature was also advanced by the
Apostle Paul who, in his letter to the Roman church, asserted that God’s
“invisible attributes, namely his eternal power and divine nature, have been
clearly perceived, ever since the creation of the world, in the things that
have been made”.
> Natural Theology Revisited: A Scientific Approach to the Question of God
Philosophie und Wissenschaft
02. Februar '12
Zur Definition Gottes
Klare und eindeutige Definitionen aller verwendeten Begriffe
stellen die Voraussetzung für jede sinnvolle Kommunikation und für jede
fundierte wissenschaftliche Arbeit dar. Dies gilt insbesondere für die Frage
nach Gott, bei der nicht nur die verschiedenen Religionen sondern auch die
einzelnen Menschen von unterschiedlichen Vorstellungen ausgehen. Als Grundlage
für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Natur- und Geisteswissenschaften
wird eine interdisziplinär nutzbare und für alle Weltreligionen relevante
Definition Gottes abgeleitet, die sich auf eindeutige Kernaussagen der
Religionsgeschichte und auf unsere Erwartungen an einen Gott bezieht, der über
allen anderen Gottheiten steht.
> Hans Sixl: Zur Definition Gottes - aus naturwissenschaftlicher Sicht
Philosophie und Wissenschaft
16. November '11
Philosophische Probleme
der Mathematik
Obwohl vermutlich jeder Leser im
Laufe seines Lebens mehr als einmal mit Mathematik konfrontiert wurde – sei es
als Schüler, der sich mit mehr oder weniger Begeisterung an mathematischen
Aufgaben abmüht, oder als Benutzer von Technik, bei deren Entwicklung ein gewisses
Maß an Mathematik unverzichtbar ist –, so kann doch kaum jemand auf die Frage,
was Mathematik eigentlich sei, eine klare und möglichst überschaubare Antwort
geben.
> Thomas Rießinger: Wahrheit oder Spiel - Philosophische Probleme der Mathematik
Philosophie und Wissenschaft
10. Januar '12
Geist und Leben aus der
Sicht der Naturwissenschaft
Geist und Leben spielen in der
Philosophie und in der Theologie eine zentrale Rolle. Wer ist das geistige Ich
in uns? Wo kommt es her? Warum kann es ein von unserem Körper weitgehend
unabhängiges Leben führen? Ist der menschliche Geist unsterblich?, lauten die
Fragen, die schon seit Jahrtausenden die Menschheit bewegen.
Schon vor Sokrates erkannten die Philosophen,
dass der Geist des Menschen Ursprung, Mittel und Produkt denkender und
schöpferischer Handlungen ist. Nach religiöser Tradition ist er von Gott
geschaffen, von Gott beseelt und von Gott mit Verstand, Vernunft und Weisheit
versehen.
> Hans Sixl: Geist und Leben aus naturwissenschaftlicher Sicht
Philosophie und Wissenschaft
11. November '11
Michel Foucault:
Der Mensch als Untertan
Es ist eine in der Foucault-Forschung gängige Praxis, das Werk
des französischen Historiker-Philosophen in verschiedene Phasen
zu unterteilen. Man wird um dieses Vorgehen selbst dann nicht
herumkommen, wenn man versucht, stärker die Einheit der Theorie
als ihre Brüche und Umkehrungen zu betonen. Ich orientiere mich
an einer Einteilung in vier Phasen, die ich im folgenden kurz
erläutern will: In der ersten Phase zeigt Foucaults Denken einen
stark surrealistischen Einschlag, der sich mit von Heidegger
abgeleiteten existenzphilosophischen Motiven zu einer Art
‚Gegenpsychologie‘ verbindet, wie sie exemplarisch
in der „Introduction“ zu Ludwig
Binswangers Le rêve et
l’existence zum Vorschein kommt.
> Der Mensch als Untertan
Philosophie und Wissenschaft
16. November '11
Sigmund Freuds
Zukunftsillusionen
Religionskritiken,
sowohl gegen ihre ideellen als auch praktischen Grundlagen, werden so alt sein
wie die schriftlich fixierten Religionen. Sigmund
Freud dürfte sowohl die subtile Kritik Ludwig
Feuerbachs (1804-1872), die zersetzende von Karl Marx (1818-1883), aber auch die verzweifelte seines Zeitgenossen
Friedrich Nietzsche (1844-1900)
studiert haben, denn er beruft sich auf „bessere Männer“, die „vollständiger,
kraftvoller und eindrucksvoller“ als er Kritik an der Religion geübt hätten.
> Sigmund Freuds Zukunftsillusionen
Philosophie und Wissenschaft
15. November '11
Nachhaltigkeit
Ich beginne mein Referat mit einem gewissen Zögern. Auf der einen Seite das
Bemühen um Diskursphilosophie, mit dem weitreichenden Ansatz, möglichst alle,
auch den Fernnächsten, auch zukünftige Generationen einzubeziehen, auf der
anderen Seite – das wirkt vor den Niederungen der Politik wie ein luzider,
glänzender Tempel – die Niederungen der Politik, in denen in der Regel nicht
nach diesem Verfahren des Diskurses vorgegangen wird, sondern wo, mehr oder
weniger brutal, Interessenpolitik eine Rolle spielt.
> Günter Altner: Nachhaltigkeit
Philosophie und Wissenschaft
15. November '11
Kolonialisierung -
neu betrachtet
Wenn es um das Verhältnis von Kolonialisierung und
Aufklärung geht, gibt im 20. Jahrhundert der bekannte Eröffnungssatz der Dialektik
der Aufklärung den Ton an: „Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden
Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als
Herren einzusetzen, aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen
Unheils.“
> Walther Ch. Zimmerli: Aspekte einer Philosophie der technologischen Zivilisation
Philosophie und Wissenschaft
12. November '11
Die Verständlichkeit
der Wissenschaft
Darüber,
was Wissenschaft sei, lässt sich streiten.
Eine Ende der Debatte ist nicht in Sicht, und dies, obwohl der
Begriff ‚Wissenschaft’ seit mindestens einem Jahrhundert
Gegenstand sorgfältiger Reflexionen ist. Im gegebenen Rahmen
einen Lösungsvorschlag zu formulieren, wäre
vermessen. Aber einen Aspekt des Problems einer isolierten
Betrachtung zu unterziehen, das kann gelingen: Es gilt, die These zu
entfalten, dass ‚Verständlichkeit’ als
Minimalbedingung für Wissenschaft anzusehen ist.
> Daniel Krause: Zum Niedergang der Diskussionskultur in den Geisteswissenschaften
Philosophie und Wissenschaft
10. November '11
Magazin Philosophie
Philosophisches Wissen hat nach wir vor Konjunktur. Immer mehr Verlage nützen den Trend der Zeit, um neue Magazine auf den Markt zu bringen. Dabei geht es nicht um die Philosophie als rein-akademische Wissenschaft im Elfenbeinturm, sondern um ein philosophisches Wissen, das praxisnah vermittelt wird, das die hochkomplexen Theorien der abendländischen Geistesgeschichte so verwandelt, daß die Inhalte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Bücher von Richard David Precht sprechen für diesen Erfolg. Auch die Tabula Rasa hat ein Ressort Philosophie, in dem Sie gern nachblättern können.
> Philosophie und Wissenschaft
Philosophie und Wissenschaft
05. November '11
John Miltons
politische Theorie
John Milton (9.12.1608-8.11.1674) war ein englischer Dichter
und Staatsphilosoph. Milton wurde im Elternhaus und später im Christ College
der Universität Cambridge streng puritanisch erzogen. Er widersetzte sich dem
Wunsch seines Vaters, Theologe zu werden und widmete sich stattdessen der
Historie und dem Studium der klassischen Literatur. Sein Jugendwerk „Comus“,
das ein Maskenspiel allegorischer Art darstellte, spiegelte seine puritanische
Erziehung wider.
> John Miltons politische Theorie
Philosophie und Wissenschaft
17. Oktober '11
Wille und Freiheit bei
Schelling und Nietzsche
Das Un-vernünftige des Willens als Prinzip der Philosophie setzend,
gelangen sowohl Schelling wie auch Nietzsche – wenn auch auf verschiedenen
Wegen – zu einem gemeinen Scheitern. Dieses zeigt sich einerseits, bei
Schelling, nach den Untersuchungen über
das Wesen des menschlichen Freiheit (wo das Thema des Willens die
ursprüngliche Freiheit und ihre wesentliche Unsystematischkeit erleuchtet), als
die Unmöglichkeit ein vollständiges System des Wissens zu definieren; bei
Nietzsche, anderseits, als die unüberwindliche Schwierigkeit sein
systematisches Werk, den Willen zur Macht
(d.h. das Projekt der ‚Übermachtigung’ des idealistischen Willens, die als die
absolute Freiheit des Ursprungs endlich gelesen werden soll) zu fassen.
> Wille und Freiheit zwischen dem ewigen Mögen Schellings und dem Wille zur Macht Nietzsches
Philosophie und Wissenschaft
16. August '11
Albert Camus: Unfalltod
oder Auftragsmord des KGB?
Der französische Philosoph und Existentialist, Albert Camus,
war immer ein Freund der klaren Worte. So klar wie sein Denken, so klar war
auch seine Kritik an der Politik der damaligen Sowjetunion. Ganz Frankreich
trauerte nach seinem Unfalltod am 4. Januar 1960, als der Schriftsteller auf
dem Weg nach Paris bei einem Autounfall ums Leben kam. Eigentlich wollte der
Romancier mit seiner Frau und den Kindern die Bahn nehmen. Sein italienischer
Verleger Michel Gallimard überredete ihn jedoch, ihn mit dem Auto zu chauffieren.
Jetzt verdichteten sich Gerüchte, daß der Literaturnobelpreisträger Camus durch
den sowjetischen Geheimdienst getötet worden sein soll.
> Steffen Dietzsch: Camus’ Tod oder Nichts scheint trügerischer als Tatsachen
Philosophie und Wissenschaft
26. September '10
Rudolf Eucken und der Idealismus
Nie war eine Gegenwart
vergangenheitsinteressierter als unsere eigene. Je moderner wir
leben, umso ausgreifender entwickeln sich kulturell Tendenzen der
Selbsthistorisierung. Exemplarisch heisst das: Die Zeitabstände
zwischen den Feiern zur Erinnerung an ein- und dasselbe Ereignis
verkürzen sich. Universitätsjubiläen des grossen Stils, zwischen
denen früher viele Jahrzehnte liegen durften, werden heute bereits
nach Ablauf von zwei Lustren abermals fällig.
> Hermann Lübbe: Rudolf Eucken und der Idealismus. Deutsche Weltanschauung nobelpreisgekrönt
Philosophie und Wissenschaft
03. Januar '11
Der moderne Relativismus:
Robert Spaemann im Gespräch
Seit Jahren zählt der 1927 in Berlin geborene Philosoph Robert Spaemann
zu den bekanntesten deutschen Denkern. Immer wieder schaltet er sich
ein, wenn es um die großen Fragen der Menschheit geht, wenn der Mensch
und seine Würde, sein Personsein, auf dem Spiel stehen. Spaemann, der auch als Berater des Papstes fungiert,
spricht mit Stefan Groß über Gott, den Glauben, die
Moderne und den Wertrelativismus. Für Aufsehen sorgte Spaemann, der mit
"Glück und Wohlwollen" eines seiner wichtigsten Bücher vorlegte, mit
seinem Buch "Der letzte Gottesbeweis", einem Beweis Gottes aus der
Grammatik.
> Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch (Teil I)
Philosophie und Wissenschaft
16. Dezember '10
Was darf ich hoffen?
Herr Schnädelbach
In
Ihrem Grundkurs zur Philosophie, den Sie herausgegeben haben mit
Ekkehard Martens, da gehen Sie von den kantischen Fragen aus. Sie
zitieren Kant: „Alles Interesse meiner Vernunft – das spekulative sowohl
als das praktische – vereinigt sich in folgenden drei Fragen: 1. Was
kann ich wissen, 2. Was soll ich tun, 3. Was darf ich hoffen.“ In den
Vorlesungen über Logik fügt Kant noch die Frage „Was ist der Mensch?“
hinzu. In Ihrem letzten Aufsatzband reden Sie wieder von allen vier
Fragen Kants, aber dann ist so eine Frage wie „Was darf ich hoffen?“
> Herbert Schnädelbach: Erinnern, Glauben und Wissen
Philosophie und Wissenschaft
15. Juni '11
Aspekte einer Philosophie
der technologischen Zivilisation
Wenn es um das Verhältnis von Kolonialisierung und
Aufklärung geht, gibt im 20. Jahrhundert der bekannte Eröffnungssatz der Dialektik
der Aufklärung den Ton an: „Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden
Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als
Herren einzusetzen, aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen
Unheils.“ Hier geht es von allem Aufklärungsanfang an um Kolonialisierung, und
zwar gleichsam um eine gut gemeinte Kolonialisierung. Wir haben nämlich vergessen,
dass der Begriff „Kolonialisierung“ in seinem ursprünglichen Kontext eine ausgesprochen
positive Konnotation hatte, und zwar, bis die unbeabsichtigten unerwünschten
Nebenfolgen der Kolonialisierung bemerkt wurden.
> Walther Ch. Zimmerli: Kolonialisierung - neu betrachtet
Philosophie und Wissenschaft
01. Juni '11
Peter Singer und
der Utilitarismus
Der australische Philosoph Peter Singer erhält den Ethik-Preis
der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Der Festakt zur Preisverleihung findet am
Freitag, 3. Juni 2011, in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
statt. Peter Singer wird für sein engagiertes Eintreten für Tierrechte
ausgezeichnet, insbesondere für die Initiierung des Great Ape Project. Die
Auszeichnung hat bereits im Vorfeld erbitterte Kontroversen ausgelöst, vor
allem unter Menschen, die dem durchschnittlichen physischen und psychischen Ideal
nicht entsprechen. Der Utilitarismus ist der zum
Scheitern verurteilte Versuch, die vom Menschen erkannten Naturgesetze
auf eine menschliche Ideologie zu übertragen.
> Der Utilitarismus des Peter Singer
Philosophie und Wissenschaft
09. Mai '11
David Hume
300. Geburtstag
Vor dreihundert Jahren, am 7. Mai 1711, wurde der Philosoph, Nationalökonom und Historiker David Hume im schottischen Edinburgh geboren. Hume zählt bis heute zu den
größten Denkern des 18. Jahrhundert und gilt als der Vollender des englischen
Empirismus und als Begründer des erkenntnistheoretischen Positivismus, der auch
noch den Königsberger Philosophen Immanuel Kant beeinflußte. Sein wohl
berühmtestes Werk ist die „Untersuchung über den menschlichen Verstand“. Für
Hume stand fest, daß das menschliche Denken nur das miteinander verbinden kann,
was ihm durch äußere Sinneswahrnehmung und durch innere Erfahrung (Erinnerung und Einbildungskraft) gegeben ist.
> Frank Stäudner: Die Metaphysik David Humes
Philosophie und Wissenschaft
05. Mai '11
Michel Onfrays
"Anti-Freud"
Der französische Popularphilosoph Michel Onfray, der in den letzten Jahren mit seinem Epikurismus für eine Philosophie des Leibes und der Sinne plädierte, später die Abkehr von den Religionen proklamierte, hat sich nun mit Sigmund Freud und insbesondere mit dessen Psychoanalyse kritisch auseinandersetzt. In seinem "Anti-Freud", ein Buch, das in Frankreich im vergangenen Jahr für Schlagzeilen in der linken Intellektuellenszene sorgte, entlarvt Onfray die Psychoanalyse im Gewand der freudschen Rhetorik als „großartiges Märchen“ und als eine kollektive
Wahnvorstellung, der alle erliegen. Letztendlich nutzte die Analyse nur einem: Freud selbst.
Philosophie und Wissenschaft
07. April '11
Georg Büchner
und der Idealismus
Der Satz Georg Büchners über die
„abscheuliche Kunstsprache“ der Philosophie verweist auf mehr als das
unmittelbare Unbehagen des Rezipienten einer jeden lebendigen Sinnlichkeit
entbehrender Metaphysik, jene „trostlose Wüste“, die ihr vorgeworfen wird.Büchner stellt die Forderung auf,
für „menschliche Verhältnisse eine menschliche Sprache suchen“. Dies
enthält die Forderung nach einer menschlichen Philosophie, die aber, wenn sie
Realitätsgehalt haben sollte, auf menschliche Verhältnisse rekurrieren müsste.
Metaphysik, wie überhaupt abstraktes Denken, war für Büchner nicht nur
Denkform, sondern kam dem Sein wesentlich selbst zu.
> Michael Lausberg: Georg Büchner und der Idealismus
Philosophie und Wissenschaft
16. Maerz '11
Nachhaltigkeit - Verantwortung
zwischen Diskurs und Erfolg
Im Thema klingt ein gewisser Pessimismus an, und ich möchte herausarbeiten, daß das Element des Diskurses im Vorfeld der Entscheidungsfindung wichtiger politischer Entwicklungen unverzichtbar ist und im Blick auf die Zukunft auch immer wichtiger wird. Das Thema ist so formuliert: Nachhaltigkeit – über die fast ausweglosen Schwierigkeiten des gesellschaftlichen Diskurses. Erhard Eppler hat in der Süddeutschen Zeitung vom 26. Oktober geschrieben: „Wer jetzt nicht mehr Demokratie wagt, wird sehr viel mehr Polizei brauchen.“ Das ist natürlich im Blick auf den Konflikt Stuttgart 21 formuliert. Man könnte auch sagen: wer jetzt, ob in Stuttgart oder an anderen Konfliktpunkten, nicht mehr Diskurs wagt, wird sehr viel mehr Polizei brauchen.
> Günter Altner: Nachhaltigkeit
Philosophie und Wissenschaft
10. Maerz '11
Der Ausverkauf
europäischer Tugenden
Keine historische Ideologie hat die Geschichte des europäischen Monopols
derart verfestigt wie das kapitalistische System. Mit seinem globalen
Siegeszug übernahmen auch die europäischen Werte die Vorherrschaft. Der
Kapitalismus ist bekanntlich eine Konzeption, die sich auf das
Gewinnstreben des Einzelnen richtet. Es ist daher evident, die
kapitalistischen Ideologien durch eine subjektive Werttheorie zu
repräsentieren, in welchen der wertende Mensch zwischen seinem Maßstab
und der zu bewertenden Sache eine Beziehung herstellt, ergo ein
Werturteil bildet. Der Wert eines Gutes ergibt sich in der
Volkswirtschaftslehre aus dem Angebot zum einen und der Nachfrage zum
anderen.
> Lisz Hirn: EUROPAS WERTEINDUSTRIE
Philosophie und Wissenschaft
14. Maerz '11
Die Wiederkehr
des Intellektuellen
Die Intellektuellen, immer wieder einmal totgesagt, leben noch.
Zumindest sieht es für die Betrachter der deutschsprachigen Szene so
aus, auch wenn einige behaupten, dass die hiesigen
Intellektuellenstreitigkeiten kleinlicher und gehässiger ausgetragen
würden als diejenigen in Frankreich. Wie auch immer: in Deutschland
bewegt wieder einmal ein Sturm den Blätterwald. Gewiss, es mag mehr ein
Sturm im Wasserglas sein, aber für deutsche Verhältnisse ist es bereits
ein veritabler Orkan, und zwar - endlich wieder einmal! - ein
Intellektuellenstreit, pikanterweise angezettelt ausgerechnet im
Vorgarten der Frankfurter Lordsiegelbewahrer der Kritischen Theorie.
> Walther Ch. Zimmerli: Die ewige Wiederkehr der Intellektuellen
Philosophie und Wissenschaft
12. Januar '11
Ist Lieben eine Kunst?
Nachgefragt bei Erich Fromm
Erich Fromm
wird um 1900 in Frankfurt am Main geboren. Sein Interesse gilt schon früh der
Psychologie und der Philosophie, insbesondere der praktischen Philosophie. In
diesem Sinne schlägt er den Weg der Frankfurter Schule ein, die unter der
Schirmherrschaft der berühmten Philosophen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer
steht und sich mit der Innovation des marxistischen Gedankenguts
auseinandersetzt. Wahrscheinlich wurde Erich Fromm in diesem Kreis zu seinen
sozial-philosophischen Konzepten inspiriert.
> Ist Lieben eine Kunst? Nachgefragt bei Erich Fromm
Philosophie und Wissenschaft
22. November '10
Was ist eigentlich
Diskurspragmatik?
Fichtes Diktum, daß die jeweilige Philosophie vom je reflektierenden Individuum abhänge, ist zum Gemeinplatz der Geschichte des abendländischen Denkens geworden. Doch was ist dran, an Ludwig Wittgenstein, an Jürgen Habermas (Foto), dem lingustic turn, an der modernen Sprachphilosophie und der sogenannten Transzendental-pragmatik. Der Philosoph Dietrich Böhler, Vertreter der "Berliner Diskurspragmatik" in der Nachfolge der Diskursethik gab prägnante und eingängige Aufschlüsse zu diesem Thema. Lesen Sie in der Tabula Rasa mehr dazu.
> Dietrich Böhler: Der Universalitätsanspruch der Diskurspragmatik
Philosophie und Wissenschaft
17. Dezember '10
Sloterdijk meets
Schopenhauer
Der Philosoph Arthur Schopenhauer (geboren 1788, gestorben 1860) hat heute erst sein Publikum gefunden, er wird gelesen, gelesen und gelesen. Zeit seines Lebens kämpfte er gegen die Kathederphilosophie, gegen Hegel und die Dialektik. Wie keinem anderen Denker vor ihm gelingt dem Danziger Bürgersohn die Synthese zwischen Platonismus, indischer Weisheitslehre und Kantianismus. Und auch Friedrich Nietzsche, der Titan aus dem kleinen Ort Röcken bei Naumburg, hatte seinen Lehrer einst gefeiert, bevor er sich abwandte. Aber ohne Schopenhauer wäre Nietzsche nicht das, was er war. Doch 2010 ist Schopenhauer-Jahr.
> Schopenhauer
Philosophie und Wissenschaft
10. Oktober '10
Radikalismus auf leisen Sohlen
„Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel
für den Menschen ist aber der Mensch selbst.“ Dieser Satz aus Marxens Einleitung
zur Kritik der Hegelschen Rechtphilosophie paßt wie kaum ein anderer auf
das vorliegende Buch. Der Autor, bisher nicht gerade durch publizistische
Breitenwirkung aufgefallen, setzt mit diesem Pamphlet zum gesellschaftlichen
Rundumschlag an. Das bisweilen selbstbewußt, zumeist aber polemisch
Vorgetragene wirkt durch sein Ansinnen, sich zu beinahe allen etablierten
Denkstilen und Weltanschauungen in Gegnerschaft zu setzen, als anregende
intellektuelle Provokation: Beinahe auf jeder Seite verspürt man als Leser das
Bedürfnis, den Ausführungen und Behauptungen des Autors zu widersprechen.
Bezeichnend ist dabei Küppers’ eigentümliches stilistisches Schwanken zwischen
wissenschaftlicher Bescheidenheit auf der einen und technologisch imprägnierter
Omnipotenzanmaßung auf der anderen Seite.
> Radikalismus auf leisen Sohlen
Philosophie und Wissenschaft
02. Oktober '10
Mythos versus Logos
Was haben wir heutzutage mit dem „Mythischen“ zu tun? Leben wir nicht in
einer „logischen“ und wissenschaftlichen Lebenswelt? Der Begriff
„Mythos“ hat keinen Seltenheitswert aus. Ganz im Gegenteil: fast überall
ist „er“ auffind- und lesbar, adelt sowohl Werbeprodukte als auch
(historische) Persönlichkeiten. Aber was eigentlich das Wort „Mythos“ in
der Urform bedeutet, stellt für den Normalverbraucher selbst einen
Mythos dar. Was ist unter „Mythos“ zu verstehen? Und wie lässt sich der
„Mythos“ vom „Logos“ differenzieren?
> Leben wir in einer mythischen oder logischen Welt?
Philosophie und Wissenschaft
30. September '10
Postmoderne und Gartenkunst:
Facetten der Gestaltung
Der Begriff der Postmoderne
verdeutlicht einen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sichtbar
gewordenen kulturellen Wandel. „Schon die Konstruktion des Terminus gibt aber
zu erkennen, dass sich >Postmoderne< in ein Verhältnis zur
>Moderne< begibt.“ Dabei kommen diesem Begriff höchst
unterschiedliche Bedeutungenzu. So „verweist er zunächst auf die Entwicklungen
in den Künsten, die sich von der klassischen Moderne und den historischen
Avantgarden fortbewegen.“ Diese Entfernung von den Idealen der
klassischen Kunst wird vor allem im Bereich der Architektur und Literatur, als
auch in Film, Theaterkunst und Musik deutlich.
> Postmoderne Ästhetik - Das Verhältnis von Ästhetik, Kunst und Natur
Philosophie und Wissenschaft
26. September '10
Von Nietzsche zum Liberalismus
Die letzte Schrift Nietzsches, bevor er von seinen inneren
Widersprüchen langsam in die geistige Umnachtung gerissen wird, Ecce Homo,
enthält den berühmten Passus: „Ich kenne mein Los. Es wird sich einmal an
meinen Namen die Erinnerung an etwas Ungeheures anknüpfen, – an eine Krisis,
wie es keine auf Erden gab, an die tiefste Gewissens-Collision, an eine
Entscheidung gegen alles, was bis dahin geglaubt, gefordert, geheiligt worden
war.“ Dies wahnhafte Erleben löst heute Befremden, höchstens Bedauern aus, man
kennt die Gefahren des sich vereinsamenden Denkers, Soziologen sprechen gern
vom „Wahnsinn des Selbstseinwollens“
> Von Nietzsche zum Liberalismus
Philosophie und Wissenschaft
25. September '10
Die Welt als Wille:
Schopenhauer zum 150.
Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) zählt
heutzutage – neben Nietzsche – zu den meist gelesenen Autoren. Die Klarheit der
Sprache, die Eindeutigkeit der Formulierungen und die Argumentation verleihen
seiner Philosophie Ausdruck. Wie Nietzsche wird Schopenhauer, der um seinen
philosophischen Auftrag wußte, die akademische Lehrbahn versagt. Ein Versuch in
Berlin nach dem Tod Hegels dessen Professur zu übernehmen, mißlang. Der in
Danzig geborene und in seiner Wohnung in Frankfurt/Main verstorbene Schopenhauer
begreift sich einerseits als Vollender des kantischen Systems, andererseits
steht er in der vorkantischen Tradition des Platonismus.
> Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (I.)> Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (II.)
Philosophie und Wissenschaft
24. September '10
Was ist ein Individuum?
Die Philosophie des griechischen Neuplatonikers Plotin (205-270 n. Chr.)
ist in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt als originärer Beitrag zu
Grundfragen der Metaphysik, der philosophischen Anthropologie und auch
der Ethik anerkannt worden. Dabei hat gerade auch das Phänomen der
menschlichen Individualität einige Aufmerksamkeit gefunden, dessen
Realität Plotin fraglos anerkennt, das aber im Rahmen einer
neuplatonischen, das Eine über das Viele stellenden Metaphysik nicht
leicht zu erklären ist.
> Einheit, Individualität und Selbstbewußtsein in Plotins Metaphysik der Seele
Philosophie und Wissenschaft
22. September '10
Welche Macht hat die Philosophie?
Wenn man den geistigen Autoritäten und Inhabern der
kulturellen Deutungshoheit Glauben schenken darf, so ist etwas im Begriff, an
sein Ende zu gelangen – oder es ist schon zu Ende. In der Zeitschrift Merkur stellt Karl-Heinz Bohrer im Juli 2010
die resignativ anmutende Frage: „Welche Macht hat die Philosophie heute noch?“ Ebenso
kreist Peter Sloterdijks neues Buch, das aus einer Tübinger Vorlesung vom
Sommer 2009 hervorgegangen ist, um dieses Problem, hat aber gegenüber Bohrer
den didaktischen Vorteil, zunächst große Mühe auf die Beantwortung der Frage
„Was ist Philosophie?“ zu verwenden.
> Die Prekarität der Philosophie
Philosophie und Wissenschaft
22. September '10
Zur Ästhetik der Musik:
Von der Antike zur Gegenwart
Richard Wagner hat
in Auseinandersetzung mit der Antike „ein Ideal für [s]eine musische
Kunstanschauung“ herausgearbeitet. Im Unterschied zur
vorangegangenen Operntradition, mit der er brechen wollte, sollte bei seinen
Musikdramen der ethisch-rituelle Gehalt eine zentrale Rolle spielen. Auf diese
Weise wollte er auch eine kulturelle Revolution auslösen. Seine Intentionen
hinsichtlich der ethischen Bedeutung von Musikdramen waren jedoch durchaus
analog zu denen der Erfinder der Oper, die diese am Ende des 16. Jh. in Florenz
auf der Basis einer intensiven Auseinandersetzung mit der antiken
Musikphilosophie entwickelten.
> Einige Überlegungen zur antiken und modernen Musikphilosophie
Philosophie und Wissenschaft
01. September '10
Michel Serres' Bekenntnis
zum Unpolitischen
Der französische Professor für Philosophie Michel Serres, der auch in Stanford lehrte, bekennt in der "Süddeutschen Zeitung", daß er kein Interesse daran habe, mit Dinosuariern zu spielen. Der Autor von "Der Parasit" ist sich dahingehend sicher, daß sich die Welt derart verändert hat, daß die politischen Institutionen dagegen wie Dinosaurier wirken. Die Kluft zwischen politischer Welt und Wirklichkeit sei so derart groß, daß man sich die Beschäftigung mit der Politik restlos verkneifen kann, da sich die wahren Dinge ohnehin nicht in dieser ereigneten. Auch wiederholte Serres seinen Vorschlag, daß die Naturelemente den Status einer juristischen
Person erhalten sollten, denn dann könnte das Meer, wie bei der Ölpest im
Golf von Mexiko, den BP-Konzern verklagen. Der Philosoph ist sich auch sicher, daß er mit seinen Thesen auf Spott stößt, aber die Machtlosigkeit,
mit der die Politik auf die Katastrophe reagierte, zeigt mit Nachhaltigkeit, daß man in einem derartigen Fall anders denken müßte.
Philosophie und Wissenschaft
18. Juli '10
Der Philosoph des Politischen
Richard Hooker war ein anglikanischer Priester, der zusammen mit Thomas Cranmer und Matthew Parker das Denken der anglikanischen Kirche wesentlich mitbestimmte. In seinem Werk „Of The Laws Of Ecclesiastical Polity”, wo er sich mit der anglikanischen Kirchenverfassung auseinandersetzte, breitet er seine Gedanken zur politischen Theorie aus. Zu seinen Lebzeiten sind davon die Bücher I-IV (1593) und V (1597) erschienen. Hooker vertritt einen Gesetzesbegriff, der die Natur als göttliche Schöpfungsordnung und die von den Menschen selbst geschaffenen weltlichen und geistlichen Ordnungen umfasst
> Die politische Philosophie Richard Hookers
Artikel in dieser Rubrik:
Morgenländische Niegewesenseinswünsche – eine Eloge auf Omar Chayyam
(Karim Akerma)
Voltaire mochte der schöngeredeten, besten aller Welten und
ihrem Schöpfer das Erdbeben von Lissabon nicht mehr verzeihen; der persische
Dichter, Mathematiker und Astronom Omar Chayyam (circa 1048–1131) macht Gott
einen Vorwurf, der einem ...
Viel Lärm um nichts oder: Weniger ist mehr
(Heike Geilen)
Mythos
Objektivität - Vom
Umgang der Journalisten mit der Wahrheit
(Jürgen Liminski)
Das
Bild der Journalisten-Zunft heute ist nicht gut. Journalisten rangieren in der
Glaubwürdigkeitsskala ziemlich weit unten. Kein Wunder, es gibt zu viele
Beispiele, in denen etwas behauptet wird und man gleichzeitig das Gegenteil ...
Naturwissenschaft des Geistes – Definitionen
(Hans Sixl)
Alles, was real ist, kann von den
Naturwissenschaften erfasst und beschrieben werden. Dies gilt auch für den
Geist des Menschen, der geheimnisvoll in unserem Innern für unsere körperlichen
und geistigen Aktionen verantwortlich ist. ...
Èmile Durkheims Verständnis der, auf den Menschen als sog. ,,homo duplex“ einwirkenden, Unausweichlichkeit ,,sozialer Tatsachen“
(Susanne Weiß)
Der französische
Soziologe Emile Durkheim (1858 – 1917) hat sich innerhalb der frühen Moderne im
Zuge des Übergangs von der ständisch organisierten feudalen Gesellschaftsordnung
hin zur komplexen individuellen Marktwirtschaft mit dem, aufgrund zunehmender
Arbeitsteilung ...
Der sozialkonstruktivistische Ansatz von Peter L. Berger und Thomas Luckmann
(Susanne Weiß)
Dem amerikanischen
Soziologen Peter L. Berger (geb. 1929) und dem deutschen Soziologen Thomas
Luckmann (geb. 1927) gelingt es in der Mitte des 20. Jhds., primär innerhalb ihres
gemeinsam verfassten Werkes ,,Die
Konstruktion der Wirklichkeit“aus
dem ...
Webers Werk ,,Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ und dessen handlungstheoretische Begründung des Profit- und Besitzstrebens im modernen kapitalistischen Sinne
(Susanne Weiß)
Max Weber (1864 – 1920) versteht – als einer der
Gründerväter der Soziologie – genauso wie auch Marx die Entwicklung der
kapitalistischen Profitlogik als wichtigsten Faktor des Übergangs von der
traditionellen Ständegesellschaft zur ...
DIE HERMENEUTIK DES TECHNISCHEN WISSENS UND DIE ZUKUNFT DER BILDUNG
(Walther Ch. Zimmerli)
Die Formulierung des
Titels ist in verschiedener Hinsicht anstößig:
Allein
schon über technisches Wissen nachdenken zu wollen scheint unmöglich, weil
paradox zu sein; Technik, im Wortsinne aus dem griechischen 'techne'
abgeleitet, scheint mehr mit Können ...
Über den Seinsstatus des subjektiven Charakters der Erfahrung
(Jürgen Koller)
Kaum jemand würde bestreiten, dass die Sinneserfahrungen des
Sehens, Hörens und Schmeckens, des Fühlens und Riechens sowie Empfindungen, wie
„Freude, Überraschung, Trauer, Ärger, Wut, Ekel, Scham, Furcht oder Verachtung“
(Goller 2004, 18) oder ...
Naturwissenschaft des Geistes - Teil 6 – Leben
(Hans Sixl)
Grundlage des Lebens sind genetisch
abgespeicherte Informationen und ihre Verarbeitung.Obwohl wir heute in einer Wissensgesellschaft
leben, zählt die Entstehung des Lebens noch immer zu den ungelösten Rätseln der
Menschheit. Die Urzelle gilt als ...
Michel Foucault und die Macht und Herrschaft bestehender Diskurse
(Susanne Weiß)
Der französische Philosoph und Begründer der Diskursanalyse
Michel Foucault (1926 – 1984) verdeutlicht, auf welche Weise und in welchem
Ausmaß, durch Diskurse zustande gekommenes und weitergetragenes objektiv
geglaubtes Wissen vermag Macht auszuüben und ...
‚Apokalypse Soon‘? - Günther Anders’ Ausblick auf eine Welt ohne Menschen
(Eike Brock)
„Apokalypse ist gefragt.“ (Wilhelm Genazino: Die Liebesblödigkeit)
0. Apokalyptische Vorbemerkung
Solange es Krisen gibt, und darin liegt:
solange es Menschen gibt, hat die Apokalypse Konjunktur. Sie ist einfach nicht
tot ...
Naturwissenschaft des Geistes - Teil 5 – Körper und Geist
(Hans Sixl)
Was der menschliche Geist ist,
wie er arbeitet und wie er sich von seinem Körper unterscheidet, gilt noch
heute für Philosophen und Theologen als ungelöstes Körper-Geist- und Leib-Seele-Problem.
Obwohl wir heute in einer ...
Die Aktualität Georg Simmels Theorieansatzes einer Verkümmerung menschlicher Seelen im Kontext des großstädtischen Lebens
(Susanne Weiß)
Der
Text veranschaulicht – auf Basis Georg Simmels Ansatzes eines sich von der
frühen Moderne bis in die Postmoderne zunehmend verselbstständigenden
Individualisierungsprozesses – die Veränderungen der sozialen Integration der
Menschen, im Kontext des großstädtischen ...
Die sittliche Erziehung bei Piaget
(Michael Lausberg)
Jean
Piaget vertrat eine Sichtweise der sittlichen Erziehung, die im Gegensatz zu
der Durkheims, bereits im Erziehungsvorgang das Schwergewicht auf
Freiwilligkeit, Gegenseitigkeit und Autonomie legt. Diese Sichtweise war von
der Hoffnung auf eine verwandelte ...
ΕΥΡΗΚΑ! Wie die reinen Verstandesbegriffe in Kants metaphysischer Deduktion „entspringen“
(Ingomar Kloos)
ΕΥΡΗΚΑ![1] Wie die
reinen Verstandesbegriffe in Kants metaphysischer
Deduktion[2] „entspringen“.
Vorbemerkung
Bereits
zu Beginn meines Studiums der Philosophie Kants und der intensiveren
Beschäftigung mit der Kritik der reinen
Vernunft (KrV)[3] erschien mir ...
Naturwissenschaft des Geistes – Teil 4 – Technischer Geist
(Hans Sixl)
Was wir wissen, ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
Der Kern dieser Aussage des Physikers Isaac Newton bleibt ewig bestehen, obwohl
die Menschheit ihr Wissen ständig vervielfacht. Wissen
basiert ...
HO Theorien des Bewusstseins
(Jürgen Koller)
Wo analytische Philosophie und Phänomenologie sich treffen
Naturwissenschaft des Geistes - Teil 3 - Ursprung des Willens
(Hans Sixl)
So wie sich der menschliche Geist
evolutionär entwickelt hat, so haben sich auch seine Lernfähigkeit, sein Wissen
und sein Wille, mit dem er kreativ seine Ziele verfolgt, nach den Prinzipien
von Ursache und ...
Martin Heideggers Begründung der Physik als mathematische – und nicht empirische – Wissenschaft
(Susanne Weiß)
Durch vorliegenden Text wird verdeutlicht, warum der
deutsche Philosoph Martin Heidegger die Physik nicht empirisch, sondern
mathematisch begründet sieht. Somit wird – in erkenntnistheoretischer Hinsicht
– die Frage beantwortet, inwieweit die Physik von ...
Niklas Luhmanns funktional-strukturelle Systemtheorie
(Susanne Weiß)
Die Entstehungs- und Funktionsweise sozialer Systeme
Der Systemtheoretiker Niklas Luhmann zeichnet anhand des Textes ,,Interaktion,
Organisation, Gesellschaft. Anwendungen der Systemtheorie“ – quasi als Gegenpol
zur pessimistischen Diagnose Adornos/Horkheimers innerhalb der ...
Naturwissenschaft des Geistes – Historisches
(Hans Sixl)
Der Geist des Menschen ist das
zentrale Thema der Geisteswissenschaften. Er zählt auch heute noch zu den ungelösten
Rätseln der Menschheit, weil er sich dem direkten experimentellen Nachweis entzieht.
Erst in den letzten ...
Norbert Blüm: Zurück ins Neandertal?
Ein Plädoyer für den Schutz von Ehe und Familie
(Norbert Blüm)
Eine der schönsten Geschichten von der Liebe zwischen Mann
und Frau wird in Platons Symposion
erzählt. Einst lebten die Menschen als „Mannweiber“ unentschieden nach Geschlecht.
Die „Mannweiber“ waren mächtige Wesen; „an Kraft und ...
Hugo Grotius‘ politische Philosophie
(Michael Lausberg)
Der niederländische Theologe
und Jurist Hugo Grotius hatte mit seinem Werk „De jure belli ac pacis libri
tres“ einen weitgehenden Einfluss auf die spätere Formulierung des
internationalen Rechtes.[1]
Dabei wurde er durch den Achzigjährigen ...
Christoph Martin Wieland – Zum 200. Todestag
(Stefan Groß)
Kaum ein Denker prägte seine Zeit nachhaltiger als Christoph
Martin Wieland, kaum einer entrückte unverdientermaßen so schnell wieder in die
Vergessenheit wie der einstmalige Dichter des Rokoko, der Libretto-,
Operndichter, der am 20 ...
Ein großer Zwerg mit Glatzkopf und vollem Haar
(Heike Geilen)
Naturwissenschaft des Geistes – Teil 2 - Der Geist, der Informationen verarbeitet
(Hans Sixl)
Der denkende menschliche Geist
stellt evolutionär die vorläufig höchste Stufe des Geistes dar, die in einer
endlosen Kausalkette aus jeweils anderen Vorformen des Geistes entstanden ist. Mit
ihm führt der Mensch ein geistiges ...
Naturwissenschaft des Geistes - Teil 1 - Der Geist als unsichtbarer Akteur
(Hans Sixl)
Der menschliche Geist ist seit
Jahrtausenden eine nahezu exklusive Domäne der Philosophie und Theologie, was
in der Bezeichnung Geisteswissenschaften zum Ausdruck kommt. Im Gegensatz zu
ihnen befassen sich die Naturwissenschaften erst neuerdings mit ...
Über Antworten, die Fragen bleiben
(Christian J. Grothaus)
Vor rund 100 Jahren war es für
die klassische Wissenschaft an der Zeit, das deterministische Weltbild zu
begraben, denn die Unschärferelation verdeutlichte, dass man Ereignisse nicht
exakt bestimmen kann. Im Text „Quantenmechanik und ...
Die Konstitution von Gefühlsräumen - Untersuchungen zur Macht kollektiven Stimmungen
(Georg Zetlmeisl)
1. Einleitung
Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich
mit der Analyse gesellschaftlicher Ordnung wie sie Ernst Bloch in seinem
Schrift ‚Erbschaft dieser Zeit‘ von 1935 entwickeln hat und sucht diese für die
Anwendung ...
Ist Gott ohne Transzendenz denkbar?
(Hans Sixl)
Vorbemerkungen
Wenn der Ursprung unseres Universums alle göttlichen
Eigenschaften aufweist, dann ist das Universum nicht durch einen transzendenten
Gott, sondern aus einem immanenten Gott
entstanden, der ebenfalls wandlungsfähig ist. Die naturwissenschaftliche
Erfahrung lehrt uns, ...
Zarathustra übersteht Parsifal, Das Dunkel des gelebten Augenblicks oder Die Geburt verschiedener Tragödien
(Heike Geilen)
"Wir
waren Freunde und sind uns fremd geworden. Aber das ist recht so und wir
wollen's uns nicht verhehlen und verdunkeln, als ob wir uns dessen zu schämen
hätten. Wir sind zwei Schiffe, ...
Le fouk’s en face du filou
(Georg Zetlmeisl)
Zum Geleit – mehrere
Gesichter – zwei Körper – Geschichten – Freundschaft – Askese – die Sucht des
Sehnens – die Sättigung der Schrift – Eros – Machtansprüche – sich entziehen ...
Levinas: la phenomenologie et l’anthropologie de l’altérité intersubjective
(Jean A. García González)
La philosophie de Levinas est une intensification progressive de l'intention
d’autre, propre de la volonté humaine; et ainsi une exigeante appel a la
justice jusqu'á la fin de la sainteté. On est ...
Von der tätigen Freiheit -
Der „Erasmier“ Ralf Dahrendorf
(Karl-Heinz Hense)
"...
ich sehe mich als einen Radikalliberalen, für den die sozialen Anrechte des
Staatsbürgers eine ebenso wichtige Voraussetzung des Fortschritts sind wie die
Wahlchancen, die sich aus Innovationsgeist und Unternehmerinitiative
ergeben."[1]
...
Das Eliasson Alphabet oder: Eine Spielanleitung für Raum und Zeit
(Christian J. Grothaus)
Nach der mittlerweile ausverkauften limitierten „Art
Edition“ (200 Stück) hat sich der Taschen-Verlag entschlossen, eine auf 21x26
cm geschrumpfte Ausgabe der „Enzyklopädie des Studio Olafur Eliasson“ auf den
Markt zu bringen. Das Buch ...
Arthur Rimbaud – Moloch der Einsamkeit
(Shanto Trdic)
„It was not fear or dread,
it was a nothing that he
knew
too well. It was all a
nothing and
a man was nothing too.”
Ernest
Hemingway; Winner ...
Methoden des Philosophierens und Unterrichtsmethoden
(Jonas Pfister)
Gibt es eine dem Fach
Philosophie eigene Unterrichtsmethode? Diese Frage ist weniger wichtig, als sie
zunächst vielleicht erscheinen mag. Denn kennt man allgemeine
Unterrichtsmethoden, die sich auch im Philosophieunterricht einsetzen lassen,
so spielt es ...
Irrte Kant?
(Hans Sixl)
Wissen basiert auf
sinnlicher Wahrnehmung. Und real ist nur, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen
können. Diese beiden Statements hörte ich vor zwei Tagen in einer
Radiosendung unter Bezug auf den Philosophen Immanuel ...
"Alles wird besser, aber nichts wird gut." (Werner Karma)
(Heike Geilen)
"In diesem Buch geht es um Vernunft und darum, was es heute heißt, vernünftig zu sein. Oft verlangt man von uns, vernünftig zu sein, die Vernunft zu gebrauchen. Aber was ...
"Wir müssen wissen, wir werden wissen" - Ein Experiment mit Ideen
(Heike Geilen)
Eines der beeindruckendsten Fresken, die der römische Renaissancemaler Raffael geschaffen hat, findet man in den Stanzen des Raffael, im Apostolischen Palast in der Vatikanstadt: "Die Schule von Athen". Der Titel ...
Marie Jean Antoine Nicolas Caritat de Condorcet
Geschichte als Fortschrittsoptimismus
(Ingrid Groß)
Kant und der Sozialstaat – Eine rechtsphilosophische Untersuchung zur normativen Basis von Kants ‚Rechtslehre’.
(Burkhard Kühnemund)
1.Einleitung Es gib gute, wenn nicht sogar zwingende Gründe, die bisher vorherrschenden Interpretationen von Kants Eigentumstheorie zu revidieren. So soll aufgezeigt werden, dass Kants Moral-, Rechts- und Staatsphilosophie sehr wohl ...
Gott und Naturwissenschaften - Auf der Suche nach Gott
(Hans Sixl)
Abstract
Der Wissenszuwachs der
Naturwissenschaften der letzten Jahrzehnte erlaubt es uns heute, auch
geisteswissenschaftliche Aussagen anhand von experimentellen Fakten zu
überprüfen. Mit den Erkenntnissen der modernen Kosmologie, der Genetik und der
Informatik kann ...
Natural Theology Revisited:
A Scientific Approach to the Question of God
(Kurt Bangert)
...
Zur Definition Gottes - aus naturwissenschaftlicher Sicht
(Hans Sixl)
Abstract
Klare und eindeutige Definitionen aller
verwendeten Begriffe stellen die Voraussetzung für jede sinnvolle Kommunikation
und für jede fundierte wissenschaftliche Arbeit dar. Dies gilt insbesondere für
die Frage nach Gott, bei der ...
Geist und Leben aus naturwissenschaftlicher Sicht
(Hans Sixl)
Abstract
Physical and mental life is only possible by
processing of information and this is done by a spirit. The origin and the
development of different spirits defined this way, responsible for ...
160 Jahre „Das Wesen des Christentums“
(Michael Lausberg)
Ludwig
Feuerbachs These, dass die sterblichen, beschränkten Menschen nach
Vollkommenheit streben und deshalb eine Macht kreieren, die diese fehlenden
Eigenschaften besitzt, hat in Zeiten der beherrschenden Stellung der christlichen
Dogmatik in der BRD nichts ...
Der Mensch als Untertan
(Robert Lembke)
Zum Begriff der Subjektivierung bei Michel Foucault
Robert Lembke
John Miltons politische Theorie
(Michael Lausberg)
Biographische Notizen
John Milton (9.12.1608-8.11.1674) war ein englischer Dichter und
Staatsphilosoph. Milton wurde im Elternhaus und später im Christ College der
Universität Cambridge streng puritanisch erzogen.[1] Er
widersetzte sich dem Wunsch seines ...
Wille und Freiheit zwischen dem ewigen Mögen Schellings und dem Wille zur Macht Nietzsches
(Emilio Carlo Corriero)
Einleitung
Das Un-vernünftige des Willens als Prinzip der Philosophie setzend,
gelangen sowohl Schelling wie auch Nietzsche – wenn auch auf verschiedenen
Wegen – zu einem gemeinen Scheitern. Dieses zeigt sich einerseits, ...
´Sprich dein Wort und zerbrich!´ - Über Friedrich Nietzsche
(Shanto Trdic)
„Mein ganzes Leben hat sich vor meinen
Blicken
zersetzt:
dieses ganze unheimliche verborgen gehaltene
Leben,
das alle sechs Jahre einen Schritt thut und gar nichts
weiter
will als diesen Schritt: während alles übrige, allgemeine
menschliche
Beziehungen, ...
Von der Tugend der Gerechtigkeit zur Gerechtigkeit des Marktes – Der Widerspruch von religiöser Hoffnung und politischer Analyse in Adam Smith Theorie des freien Marktes
(Burkhard Kühnemund)
Einleitung
Gemeinhin
wird unter dem Adam Smith-Problem der Widerspruch zwischen der auf Sympathie gegründeten‚Theorie der ethischen Gefühle’ und dem auf Eigeninteresse
beruhenden ‚Wohlstand der Nationen’
verstanden.Auch wenn Sympathie nicht
mit altruistischem Handeln gleichzusetzen ...
Interview mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin – Die Zukunft der Philosophie
(Julian Nida-Rümelin)
Die Tabula Rasa hat auf dem XXII. Kongress für Philosophie der Deutschen Gesellschaft für Philosophie mit ihrem Präsidenten, Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a. D., gesprochen.
Julian Nida-Rümelin –
Die „Welt der Gründe“
(Julian Nida-Rümelin)
Herr Professor
Nida-Rümelin, Sie haben als Präsident der Deutschen Gesellschaft für
Philosophie dem diesjährigen Kongress das Thema „Welt der Gründe“
vorangestellt. Warum sollten wir 2011 darüber reflektieren und was ist diese
„Welt der Gründe“?
...
Camus’ Tod oder Nichts scheint trügerischer als Tatsachen
(Steffen Dietzsch)
Eine Tatsache ist eine Tatsache –
denkt man kurzschlüssig … Sie scheint zunächst fest umrissen, handgreiflich,
verlässlich, man kommt eine zeitlang gut mit ihr voran, aber dann – kurz vor
dem Gipfel (ihrer ...
Nach dem Bankrott
(Jürgen Habermas)
Der Privatisierungswahn ist an sein Ende gekommen. Nicht der Markt, sondern die Politik ist für das Gemeinwohl zuständig: Ein Gespräch mit dem Philosophen Jürgen Habermas über die Notwendigkeit einer internationalen Weltordnung
Kolonialisierung - neu betrachtet
Aspekte einer Philosophie der technologischen Zivilisation
(Walther Ch. Zimmerli)
Der Felsen, an den unser Denken geschmiedet ist Wenn es um das Verhältnis von Kolonialisierung und
Aufklärung geht, gibt im 20. Jahrhundert der bekannte Eröffnungssatz der Dialektik
der Aufklärung den Ton ...
Der Utilitarismus des Peter Singer
(Nathan Warszawski)
Der australische Philosoph Peter Singer erhält den Ethik-Preis
der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Der Festakt zur Preisverleihung findet am
Freitag, 3. Juni 2011, in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
statt. Peter Singer wird ...
Die Metaphysik David Humes
(Frank Stäudner)
Einleitung
Das Kernstück der Erkenntnistheorie des schottischen Philosophen
David Hume (1711-1776) ist die Kausalanalyse: die Untersuchung über
Art und Weise, wie kausale Verknüpfungen zwischen Ursachen und Wirkungen
hergestellt werden. Daß diese hergestellt werden ...
Ethnizitäts-Kontroverse - zwischen konstruierter Objektivität und subjektivem Konstrukt
(Philipp Legrand)
Zusammenfassung
Der Artikel widmet sich der
Ethnizitäts-Diskussion und beschäftigt sich mit verschiedenen Ansätzen
objektivistischer und konstruktivistischer Interpretationen ethnischer
Erscheinungen. Defizite beider Erklärungsansätze werden dargestellt und auf
integrative Konzepte, die sowohl objektivistische als auch konstruktivistische
Elemente ...
Die ethischen Vorstellungen von G.H. Mead
(Michael Lausberg)
1) Einleitung
George Herbert Mead (1863-1931) war bis zu seinem Tode Professor für
Philosophie und Sozialpsychologie an der Universität Chicago. Beeinflusst durch
die Evolutionstheorie Darwins verstand Mead das Bewusstsein des Menschen als
evolutionäres Projekt ...
Georg Büchner und der Idealismus
(Michael Lausberg)
1. Einleitung
In der Abhandlung wird die Frage
untersucht, wie das Verhältnis Georg Büchners, der trotz seines frühen Todes
als einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller gilt, zum Idealismus war.
Der ...
Nachhaltigkeit – über die „fast“ ausweglosen Schwierigkeiten des gesellschaftlichen Diskurses.
(Günter Altner)
Verantwortung zwischen Diskurs und Erfolg.
Philosophische und wirtschaftsethische Perspektiven
Walther Ch. Zimmerli: Die ewige Wiederkehr der Intellektuellen
(Walther Ch. Zimmerli)
Die ewige Wiederkehr der Intellektuellen1 Die Intellektuellen, immer wieder einmal totgesagt, leben noch. Zumindest sieht es für die Betrachter der deutschsprachigen Szene so aus, auch wenn einige behaupten, dass ...
Moral und Politik
(Dietrich Böhler)
Geneigte Leser, zumal Günter Altner, haben vorgeschlagen, diesen Handbuchartikel aus dem „Lexikon des Sozialismus“, hg. von Thomas Meyer u.a., Bund-Verlag, Köln 1986, zur Diskussion zu stellen. Das geschieht hier in leicht bearbeiteter Form – und erweitert durch den energiepolitischen Passus aus Helmut Schmidts Bilanz „Ausser Dienst (2008). Fortgesetzt wird so die Konfrontation von politischer Dialogethik, in deren Perspektive der Artikel verfaßt ist, und der, sich als verantwortungsethisch verstehenden, Politik des hochgeachteten Bundeskanzlers a. D. Helmut Schmidt. Ein Denk- und vielleicht Lehrstück zur politischen Ethik ...
EUROPAS WERTEINDUSTRIE -
Der Ausverkauf europäischer Tugenden
(Lisz Hirn)
Sigmund Freuds Zukunftsillusionen
(Siegmar Faust)
Ein paar Vorworte
Religionskritiken,
sowohl gegen ihre ideellen als auch praktischen Grundlagen, werden so alt sein
wie die schriftlich fixierten Religionen. Sigmund
Freud dürfte sowohl die subtile Kritik Ludwig
Feuerbachs (1804-1872), die zersetzende ...
Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch mit Stefan Groß (Teil II)
(Robert Spaemann)
Stefan Groß: Wie
läßt sich Ihrer Meinung nach der zunehmende Werterelativismus stoppen? Benedikt
XVI. plädiert für eine Überordnung der Ethik über die Politik. Wie stehen Sie
dazu?
Prof. Dr. mult. Robert Spaemann: ...
Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch (Teil I)
(Robert Spaemann)
Inwieweit spielt die neuplatonische Philosophie mit ihren Lehren von den drei
Wesenheiten innerhalb Ihres christlichen Denkens eine prägende Rolle? Kann man
mit diesem Denken heutzutage noch philosophieren?
Da stecken schon in ...
Der Universalitätsanspruch der Diskurspragmatik und die relativistische Selbstgefährdung der pragmatischen Wende oder des „dritten Paradigmas“.
(Dietrich Böhler)
Die Berliner Diskurspragmatik fiel nicht vom Himmel. Nicht
allein, daß sie auf meinen Ansatz einer Philosophie und Theorie der Rechts- und
Sozialwissenschaften als kritische Reflexion bzw. als
transzendentalphilosophische Theorie des Sozialen (1970 und ...
Das Nietzsche-Dokumentationszentrum in Naumburg/Saale
(Andreas Urs Sommer)
Zur Eröffnung am 14. Oktober 2010
Finanzkrise und Neue Ökonomien
(Bernd Villhauer)
Herbsttagung des Darmstädter „Instituts für Praxis der Philosophie“ beschäftigte sich mit Wirtschaftsfragen
Erinnern, Glauben und Wissen
(Herbert Schnädelbach)
In Ihrem Grundkurs zur Philosophie, den Sie herausgegeben haben mit Ekkehard Martens, da gehen Sie von den kantischen Fragen aus. Sie zitieren Kant: „Alles Interesse meiner Vernunft – das spekulative ...
Radikalismus auf leisen Sohlen
(Robert Lembke)
Bernd-Olaf Küppers, Wissen statt Moral. Fünf Thesen zur Wissensgesellschaft, Köln: Fackelträger-Verlag 2010, 192 S.
Postmoderne Ästhetik - Das Verhältnis von Ästhetik, Kunst und Natur
(Stephanie Schmidt)
1.Einleitung
Der Begriff der Postmoderne
verdeutlicht einen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sichtbar
gewordenen kulturellen Wandel. „Schon die Konstruktion des Terminus gibt aber
zu erkennen, dass sich >Postmoderne< in ein ...
Wahrheit oder Spiel - Philosophische Probleme der Mathematik
(Thomas Rießinger)
Obwohl vermutlich jeder Leser im
Laufe seines Lebens mehr als einmal mit Mathematik konfrontiert wurde – sei es
als Schüler, der sich mit mehr oder weniger Begeisterung an mathematischen
Aufgaben abmüht, oder als ...
Was sollen wir jetzt tun?
(Lisz Hirn)
“Die Welt [...] besteht im wesentlichen aus Dingen, die
Gebilde von Menschenhand sind; und diese Dinge, die ohne den Menschen nie
entstanden wären, sind wiederum die Bedingung menschlicher Existenz. Die
Menschen leben also ...
Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (II.)
(Stefan Groß)
Fortsetzung von Teil I Vom rationalen Standort aus gesehen ist nicht zu erklären,
warum ein Mensch mit einem anderen Mitleid empfindet. Rationalen und
zweckbestimmten Vorstellungen steht das Mitleid quer. Ein kategorischer
Imperativ ...
Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (I.)
(Stefan Groß)
Einleitung Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) zählt
heutzutage – neben Nietzsche – zu den meist gelesenen Autoren. Die Klarheit der
Sprache, die Eindeutigkeit der Formulierungen und die Argumentation verleihen
seiner Philosophie Ausdruck. ...
Einige Überlegungen zur antiken und modernen Musikphilosophie
(Stefan Lorenz Sorgner)
In memoriam
Vincenzo Galilei Es ist schwer, sich deutlich vorzustellen, in welcher
Art die Musik von je ihre besondere Macht der Erscheinungswelt gegenüber
äußerte. Uns muß es dünken, daß die Musik der ...
Die Prekarität der Philosophie
(Robert Lembke)
Wenn man den geistigen Autoritäten und Inhabern der
kulturellen Deutungshoheit Glauben schenken darf, so ist etwas im Begriff, an
sein Ende zu gelangen – oder es ist schon zu Ende. In der ...
Hans Jonas – Zum hundertsten Geburtstag
(Stefan Groß)
Der Philosoph Hans Jonas zählt in unserem Jahrhundert zu
denjenigen bedeutsamen Persönlichkeiten, die im Mittelpunkt öffentlicher
Diskussionen stehen. Jonas ist analytischer Philosoph, der einerseits von den
Errungenschaften der Kantischen Philosophie ausgeht, andererseits als ...
Deskriptive Zugänge zur Seele nach Wilhelm von Ockham
(Romy Schmidt)
I
Dass
Autoritäten fehlbar sind, steht außer Zweifel, es sei denn, so Ockham, man
argumentiere von der Autorität desjenigen her, der sich nicht täuscht noch
täuschen lassen kann. Entsprechend folge nicht ‚Aristoteles hat ...
Arabische Philosophie im Mittelalter
(Michael Lausberg)
1)Einleitung
Im arabischen Raum existierten
parallel zur christlichen Scholastik verschiedene Philosophen, die auf die
griechische Philosophie zurückgriffen. Die arabische Philosophie besaß aufgrund
der Tatsache, dass über die vollständigen Schriften des Aristoteles ...
Asymmetrische Dialektik?
Bemerkungen zum Umgang mit der Subjekt-Objekt-Dichotomie bei Theodor W. Adorno und Bruno Latour
(David Kaeß)
„Wann also trifft die Seele die
Wahrheit? Denn wenn sie mit dem Leibe versucht, etwas zu betrachten, dann
offenbar wird sie von diesem hintergangen. […] Und sie denkt offenbar am
besten, wenn nichts ...
DIE REVOLTE GEHT WEITER
(Lisz Hirn)
„Über den Nihilismus hinaus bereiten wir alle
in den Ruinen eine Renaissance vor. Doch wenige wissen es.“ Zum 50. Mal
jährt sich heuer der Todestag Albert Camus´.
Was von der Revolte
übrig ...
Die politische Philosophie Richard Hookers
(Michael Lausberg)
Richard Hooker (März 1554 – 3 11. 1600)
war ein anglikanischer Priester, der zusammen mit Thomas Cranmer[1] und
Matthew Parker[2] das Denken der
anglikanischen Kirche wesentlich mitbestimmte. In seinem Werk „Of The Laws ...
Nietzsche on Facebook? - Postmoderne Welten des Philosophierens
(Lisz Hirn)
Hand auf´s Herz: Sind Sie bei
Facebook? Haben Sie einen persönlichen Account, den Sie regelmäßig nutzen, um
neue Freunde zu „adden“ und sich zu „connecten“? Auch die Philosophie nimmt
teil am postmodernen Reigen ...
Von Nietzsche zum Liberalismus
(Robert Lembke)
Die
letzte Schrift Nietzsches, bevor er von seinen inneren Widersprüchen langsam in
die geistige Umnachtung gerissen wird, Ecce
Homo, enthält den berühmten Passus: „Ich kenne mein Los. Es wird sich
einmal an meinen Namen ...
Was ist ein Individuum? Einheit, Individualität und Selbstbewußtsein in Plotins Metaphysik der Seele[1]
(Christian Tornau)
1. Einleitung
Die Philosophie
des griechischen Neuplatonikers Plotin (205-270 n. Chr.) ist in den vergangenen
Jahrzehnten vermehrt als originärer Beitrag zu Grundfragen der Metaphysik, der
philosophischen Anthropologie und auch der Ethik anerkannt worden. ...
Die Vorstellungen Platons von Krieg und Frieden
(Michael Lausberg)
Die Geschichte des Begriffs der Toleranz
(Michael Lausberg)
1 Einleitung
Der lateinische Begriff der tolerantia wurde von Martin Luther als
„Tollerantz“ in die deutsche Sprache übertragen. Der Autor geht in der
nachfolgenden Untersuchung von folgender Definition aus:i
„Toleranz ...
Die Aufgabe des Denkens und das Geviert
(Alejandro Rojas Jiménez)
Zur Rolle von Moral und Ethik in der modernen Gesellschaft
(Geraldine Ermisch)
Im
Kapitel zehn „Die Moral der Gesellschaft: Paradigm Lost“ aus Reese-Schäfers
„Niklas Luhmann: Zur Einführung“ erläutert der Autor den Standpunkt des
Soziologen Luhmann in Hinblick auf die Rolle von Moral und Ethik in ...
Theodicy shading off
into Anthropodicy in Milton,
Twain and Kant
(Karim Akerma)
Antinatalism as Eve’s Escape Route in the Face of Wrongful Creation, Unrequested Existence and the Evil of Freedom
Leitbilder der philosophischen Entwicklungsphase Bakunins
(Michael Lausberg)
Im Jahre
1835 quittierte Bakunin seinen Dienst als Leutnant in der russischen Armee und
wechselte an die Universität Moskau.[1] Hier
lernte er den jungen Dichter Nikolay W. Stankjewitsch kennen, von dem er seinen
ersten ...
Die Angst vor der Technik
(Teresa Tammer)
Kann bessere Wissenschaft die Angst vor der Technik überwinden?
Nietzsche: "Vom Freigeist zum Übermenschen"
(Lisz Hirn)
Friedrich
Nietzsche diskutiert in seiner Philosophie zwei anthropologische Ideale, die
chronologisch eindeutig voneinander unterscheidbar sind: Der Philosoph
konstruiert zum einen in seinen „frühen“ Werken das Ideal des „freien Geistes“,
zum anderen erörtert er in ...
Philosophische Aspekte der Gartenkunst am Beispiel des Wörlitzer Parks
(Stefan Groß)
Abstract
Wie in vielen englischen Gärten der damaligen Zeit, wurde auch im Wörlitzer
Gartenreich die regelmäßig-barocke Anordnung der Natur zugunsten des freien
Spiels der freien Formen aufgehoben. Die Natur wurde ...
Die Ausnahme. Zum 50. Todestag von Albert Camus
(Robert Lembke)
Heute vor 50 Jahren war die Welt mit einem Male ärmer geworden. Von ihr gegangen war Albert Camus, gestorben bei einem Autounfall mit seinem Verleger Gallimard, als dieser ihm seinen ...
Schopenhauer: Kunst und Wille
(Lisz Hirn)
...
"Basedow
und das Dessauer Philanthropin"
(Michael Lausberg)
Rousseaus pädagogische
Gedanken haben in der europäischen Geisteswelt außerordentlich gewirkt, am
tiefsten aber wohl in Deutschland.[1] Sie
förderten vor allem jene schulreformatorischen Bestrebungen der deutschen Aufklärung,
die sich um 1770 in dem Kreise der ...
Schopenhauer
(Peter Sloterdijk)
Schopenhauer ist der erste Denker
ersten Ranges gewesen, der aus der abendländischen Vernunftkirche ausgetreten
ist. Neben Marx und den Junghegelianern war er derjenige, der den
revolutionären Bruch im Denken des 19. Jahrhunderts in ...
Zum Tode von Claude Lévi-Strauss – Ein Rückblick
(Michael Lausberg)
Claude Lévi-Strauss, der „wohl bedeutendste
Ethnologe des 20. Jahrhunderts“[1], verstarb am 30.
Oktober 2009 in
Paris. In seinen Forschungen entwickelte er die ethnologische Methode des
Strukturalismus weiter, insbesondere zur Analyse der Verwandtschaftssysteme und
Denkformen der ...
Die Stellung des Subjekts bei Foucault und Habermas
(Markus Paulus)
Zusammenfassung
The query
for the nature of human subjects, their position between social forces and
self-determined agency has been a topic of philosophy and social theory since
their origins. This paper confronts ...
Die Resonanz des gobinistischen Rassenbegriffs bei Wagner
und Nietzsche
(Michael Lausberg)
Einleitung Der Grundinhalt des Rassismus, d.h. eine Über- oder
Unterlegenheit einer bestimmten Menschengruppe gegenüber einer anderen, die als
Abstammungs- oder Fortpflanzungsgemeinschaften mit „artgleichen“ physischen,
psychischen und charakterlichen Eigenschaften aufgefasst wird, ist
wahrscheinlich ...
Ist der Versuch einer Ethik für die technologische
Zivilisation gescheitert? - Eine kritische Besprechung von Hans Jonas‘ „Das
Prinzip Verantwortung, Versuch einer Ethik für die technologische
Zivilisation.“
(Geraldine Ermisch)
In Hans Jonas’ ethischem Hauptwerk Das Prinzip Verantwortung, Versuch einer
Ethik für die technologische Zivilisation erklärt der Autor die Grundzüge und
Eigenschaften traditioneller Ethikformen und verdeutlicht, welche neuen
Anforderungen eine der heutigen technisierten ...
Das Epiphänomen des Bewußtseins
(Borislaw Wankow)
Ich verstehe das Bewußtsein nicht. Ich habe nichts Vernünftiges
oder Intelligentes darüber zu sagen.
(Der große Evolutionsbiologe John Maynard Smith im Gespräch mit Robert
Wright1)
Stuart: Was ist Bewußtsein?
Al: ...
Das ökonomistische Projekt der Macht im Spiegel der Systemkrise - Eine Analyse, Kritik und Polemik zur politischen Rollenidentität
(Ulrich Büchler)
„Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den
eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese
Chance beruht.“[1]
„Die fast unlösbare Aufgabe
besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von ...
Deleuzes Hegel-Kritik
(Stefan Groß)
I. Einleitung
Gilles Deleuzes Denken ist
spannungsreich und abwechslungsvoll, nicht umsonst plädiert er in seinem
Hauptwerk Differenz und Wiederholung
letztendlich dafür, daß ein Buch entweder wie ein Kriminal- oder wie ein
Science-Fiction-Roman geschrieben ...
Christentum und Repräsentation
(Gonsalv K. Mainberger)
Die
christliche Religion ist, wie die anderen Buchreligionen, ein
Repräsentationssystem. Spezifisches Merkmal ist die „Gottesperspektive“[1], ein Blickwinkel, der den
Religionsausübenden zwar von einer fremden Instanz auferlegt und überantwortet
ist, von ihnen aber im Zuge ...
Die Philosophie des Konfuzius
(Michael Lausberg)
1) Einleitung
Die
auf Konfuzius zurückgehende, neben Daoismus und Buddhismus
einflussreichste philosophische Geisteshaltung in China und
Ostasien ist der Konfuzianismus, der in China seit der Han-Dynastie
(206 v. Chr. – 220 n. Chr.) ...
Ethik als TÜV der Religionen
(Jakob A. Bertzbach)
Interview vom 24.04.09 mit dem Berliner Ethikdozenten Jakob A. Bertzbach zu Ethik, Religion und Volksabstimmungen
Die Funktion der Religion und die Autonomie der Politik
(Volker Gerhardt)
Braucht die demokratische Gesellschaft Religion?
SPD-Bundestagsfraktion und Arbeitskreis Christen in der SPD
Berlin, Bundestag, 13. März 2009
Correctness. Über Moral als Mittel der Meinungskontrolle
(Hermann Lübbe)
Hermann Lübbe: „Die Herrschaft von Correctness - Regeln
fixiert partielle Realitätsverluste“.
„Correctness“ gilt im englisch angereicherten Neudeutsch als Neologismus für
die uns angesonnene Beachtung moralisch qualifizierter Verhaltensregeln von
öffentlicher Relevanz. In dieser ...
Rudolf Eucken und der Idealismus. Deutsche Weltanschauung nobelpreisgekrönt.
(Hermann Lübbe)
Professor Dr. Dr. hc. Hermann Lübbe zählt zu den einflußreichsten Philosophen in der Bundesrepublik. Zuletzt sind von ihm folgende Bücher erschienen: Vom Parteigenossen zum Bundesbürger. Über beschwiegene und historisierte Vergangenheiten. München, 2007; Die Zivilisationsökumene. Globalisierung kulturell, technisch und politisch. München, 2005; Religion nach der Aufklärung. München, 2004; Modernisierungsgewinner. Religion, Geschichtssinn, Direkte Demokratie und Moral. München, 2004.
Kritische Anmerkungen zu Bernd Ehlerts Kritik: „Der
Denkfehler und die Inhumanität der „Neuen Atheisten“ um Richard Dawkins.“
(Notker Gloker)
Erschienen in: TABVLA RASA, Die Zeitung für Mitteldeutschland. Ausgabe 30. Oktober 2007.
Was heißt Frausein?
(Heike Geilen)
Hans-Martin Schönherr-Mann
Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht
Dtv (November 2007)
238 Seiten, Taschenbuch
ISBN-10: 3423246480
ISBN-13: 978-3423246484
Preis: 14,50 EURO
Samuel von Pufendorfs politische Philosophie
(Michael Lausberg)
1. Einleitung
Samuel von Pufendorf war der führende Staatstheoretiker im Deutschland des
aufgeklärten Absolutismus. Neben staats- und völkerrechtlichen Schriften
verfasste er als Historiograph für die Regenten von Brandenburg und Schweden geschichtliche
Werke. ...
Probleme der Induktion und Deduktion
(Borislaw Wankow)
Zusammenfassung:
Es werden Induktion
und Deduktion bzw. Verifikation und Falsifikation als vermeintlich
grundlegende Verfahren für die Begründung der Wissenschaft
und damit den Erkenntnisgewinn untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf
der Kritik von Karl Poppers wissenschaftstheoretischen Ansichten.
Dabei ...
VIDAY REFLEXION
EN EL PENSAMIENTO ANTIGUO: PLOTINO Y PSEUDO DIONISIO AREOPAGITA
(Stefan Groß)
Junto a la
filosofía de Platón y Aristóteles fue especialmente el Neoplatonismo, el que
influenció sistemáticamente la filosofía cristiana de occidente. Por un período
de mil años las preguntas planteadas por el platonismo ...
Lebenswelt und Wissenschaft
(Alejandro Rojas Jiménez)
Es
hat neulich eine Sitzung in Heidelberg stattgefunden, wo besprochen
wurde, worin das wissenschaftliche Phänomen spezifisch besteht.
Sollte die Intuition des Wiener Kreises richtig sein, dann würde die
Suche nach dem Spezifischen des wissenschaftlichen ...
Philosophie
auf dem „Holodeck“ – wie könnte sie aussehen?
(Ralf Beuthan)
Zu A. F. Kochs „Versuch über Wahrheit und Zeit“ (Paderborn: Mentis 2006/ ISBN: 3897855615)